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Taifun BOPHA | PABLO gefährdet die Philippinen eventuell noch einmal

Donnerstag, 6. Dezember 2012

Update 9. Dezember 2012
BOPHA ist kein Tropischer Sturm mehr.

Update II 8. Dezember 2012
BOPHA kommt den Philippinen als Major Typhoon noch einmal sehr nahe. Der Kern des Taifuns befindet sich momentan westlich des nördlichen Luzon und bringt Windspitzen von bis zu 160 km/h an die Küste. Die Konvektion fliesst nach NE, womit der Nordwestteil Luzons momentan die meisten Niederschläge abbekommt:

Satellitenbild-Loop  

Update 8. Dezember 2012
BOPHA | PABLO entspricht wieder einem Hurrikan der Kategorie 3, ist also erneut ein Major Typhoon. Zwar soll die Intensität ab sofort wieder langsam, aber konstant nachlassen, andererseits bringt die Trackprognose den Taifun jetzt dichter an West-Luzon heran.

Laut den aktuellen Erwartungen sollte BOPHA am Sonntag Abend der philippinischen Küste am nächsten kommen, bevor es dann wieder nach SW, sprich in Richtung Vietnam gehen soll.

Update 7. Dezember 2012
BOPHA | PABLO ist doch noch einmal zu einem Taifun geworden und die Verlaufsprognose hat starke Veränderungen erfahren. Anstatt sich etwas weiter westlich aufzulösen, wie bisher erwartet, zieht der Taifun aktuell nach Norden und in den kommenden Tagen ist mit einer Rechtskurve zu rechnen, die den Zyklon von Westen aus noch einmal nahe an die Philippinen bringen könnte. Diesmal an die nördliche Hauptinsel Luzon.

Wenn wir es schaffen, werden wir später am Tag ein paar ausführlichere Informationen posten.
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BOPHA | PABLO ist kein Taifun mehr und es sieht aktuell nicht danach aus, als würde er noch einmal zu einem solchen werden.

Stand vor ein paar Tagen noch die bange Frage im Raum, ob der Wirbelsturm jetzt nach Vietnam, Hainan oder Hong Kong ziehen würde, lassen die jüngsten Prognosen erwarten, dass er zwar noch ein paar Tage als Tropischer Sturm durchhalten, dabei aber sehr langsam bleiben und sich mitten im Südchinesischen Meer auflösen wird.

Auf den Philippinen ist das befürchtete Horrorszenario eingetreten. 325 Todesopfer wurden bislang bestätigt und die Zahl wird ziemlich sicher noch steigen, da noch Hunderte Personen vermisst werden (CNN: 379 Vermisste, 411 Verletzte).

Geschätzte 200.000 Personen befinden sich noch in Notunterkünften, etwa 180.000 Personen haben ihr Heim verloren. Das Schlimmste bekam erwartungsgemäß das östliche Mindanao ab, wo BOPHA an Land ging. Ein besonders erschreckendes Detail hinsichtlich der Hilflosigkeit der Philippinen gegenüber diesen Monsterstürmen (Erst vor einem Jahr starben auf Mindanao mehr als 1300 Personen im Zusammenhang mit Taifun WASHI): In Compostela Valley erreichte die Sturmflut sogar Notunterkünfte und forderte somit dort Todesopfer, wohin die Bevölkerung fliehen soll, um vor einem Sturm sicher zu sein.

Erdbeben Guatemala fordert Todesopfer

Mittwoch, 7. November 2012

Zwar kein Livestream, aber jede Menge laufend aktualisierter Nachrichten-Videos (spanisch): TELEDIARIO Guatemala

Update Donnerstag, 8. November 2012, 04:00 Uhr MEZ
Die Situation ist so schlimm, wie es die ersten Bilder haben erwarten lassen. Die Medien Guatemalas berichten inzwischen von 39 bestätigten Todesopfern (Während wir dies schreiben, wurde die offizielle Zahl von Präsident Otto Pérez auf 48 erhöht), 155 Verletzten und Dutzenden von Vermissten.
Allerdings berichten sie auch von Tsunamiwarnung in El Salvador und Nicaragua, die zumindest nicht vom Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) aktiviert wurde. Dennoch gab es einen kleinen Tsunami.
Bis zu diesem Moment wurden seit dem Originalbeben 5 Nachbeben in Guatemala und 2 in Chiapas, Mexiko aufgezeichnet. Korrekter wäre "Seebeben", denn die Epizentren lagen allesamt offshore. Alle 7 Nachbeben waren mittelschwer, zwischen 4,7 und 5,1 (Richterskala).
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Um 10:35 Uhr Ortszeit hat heute Morgen ein Erdbeben der Stärke 7,4 (Richterskala) Guatemala und SE-Mexiko erschüttert. Das Epizentrum befand sich mit etwa 150 km WSW von Guatemala City nahe der guatemaltekischen Pazifikküste und in einer Tiefe von etwa 40 km. Es wurde keine Tsunamiwarnung aktiviert.

Trotz noch widersprüchlicher Meldungen sind mittlerweile von lokalen Feuerwehrbüros im Department San Marcos (SW-Guatemala)  8 Todesopfer bestätigt worden. Auch erste Fotos und Videos, die  zerstörte Häusern und andere Schäden zeigen, sind im Umlauf. Auch von mehreren Erdrutschen ist die Rede.

Es wird noch eine Weile dauern, bis alle Daten sortiert und bestätigt sind.

Die USA nach Hurrikan SANDY - 1. November 2012

Donnerstag, 1. November 2012

Mehrere Leser haben uns gebeten, noch ein wenig an SANDY dran zu bleiben. Es ist ansonsten vergleichsweise ruhig in den Tropen (der Sturm kommende Woche vor der US-Küste wird konkreter, eventuell schon am Wochenanfang ein tropisches System, aber es wird - wenn es überhaupt dazu kommt -wahrscheinlich ein eher "normaler" Novembersturm. Kein Vergleich mit SANDY), also tun wir Ihnen gern den Gefallen.

Nachfolgend bunt gemischt ein paar relevante Informationen und Links zu Artikeln, Fotos und Videos:


MTA New York City: Ab Freitag Morgen voller Service zwischen Grand Central und Southeast
Bloomberg: Leitungswasser New York City ist absolut in Ordnung und trinkbar.
Starker Wind am Samstag könnte die Reparatur der elektrischen Leitungen behindern.
National Guard Video
Wollen Sie vor Ort helfen? - Volunteers
Verteilung Hilfsgüter (Essen und Trinken) New York City:
- Staten Island: Yetman Ave. / Hylan Blvd.
- Rockaways: Beach 51st St. / Rockaway Beach Blvd. / Red Fern Ave. & Beach 12th St.
- Manhattan: Hilfsgüter sind unterwegs zu 6 Anlaufstellen
- Red Hook: Coffey Park in Richards Street zwischen Verona und King
Politik: SANDY bewegt NYC Mayor Bloomberg, Obama zu unterstützen
I've got the Power - that's the Spirit
Ocean City: Vorher / Nachher
Stromausfall vom Satelliten aus gesehen

Bravo: Hausbesitzer müssen keine Selbstbeteiligung an die Versicherungen bezahlen.
AT&T schickt Hilfe für Wifi-Handy-Besitzer nach New York City
New York City Trees (Der New-York-Marathon ist nicht mehr weit)
Fast-Rekord-Wellen Lake Michigan
Gleich noch ein Rekord: Oktober 2012 feuchtester Oktober seit Beginn der Aufzeichnungen in Cleveland (10.40" Niederschlag)


Ex-Hurrikan SANDY USA Liveticker

Montag, 29. Oktober 2012


Die Situation in den USA ist schlimmer, als viele Leute es erwartet haben oder sich auch nur vorstellen konnten. Vieles kommt ja gerade erst zum Vorschein, weil die am schlimmsten betroffen Zonen unzugänglich waren oder die Bewohner evakuiert waren. So wie in diesem Beispiel-Video sieht es vielerorts an der Küste von New Jersey aus. Schauen Sie in die Gesichter. Auf der Schneeseite SANDYs sieht es übrigens: so aus.

Schlimmer als andere sind die Todesfälle und deren bestätigte Anzahl steigt wie gewöhnlich. AP meldet gerade 50, vor ein paar Stunden gaben offizielle Stellen noch 40 an. Bisher 18 allein in New York City. Wir empfehlen Ihnen zu diesem Thema auch : diesen Artikel in der New York Times.

Jetzt geht es vielen Leute darum, möglichst schnell wieder ins Alltagsleben zurückzufinden. Wann öffnen die Schulen? Fliegt mein Flugzeug wie geplant? So schnell geht das aber in manchen Fällen nicht. Die Stromversorger haben zum Beispiel angekündigt, dass Wiederherstellung der Versorgung stellenweise bis zu einer Woche dauern wird. Im öffentlichen Verkehrswesen sind gewaltige Schäden entstanden, die repariert werden müssen. Glauben Sie bitte nicht, dass da da "nur" das Wasser aus den U-Bahn-Tunneln gepumpt werden muss und die Angelegenheit ist erledigt. Wasser hinterlässt Zerstörungen. Viel Wasser hinterlässt Zerstörungen in einer beachtlichen Dimension.

Gerade im privaten Bereich wird es teilweise Jahre dauern, wieder aufzubauen, was SANDY zerstört hat. Und die Familien, die Gräber schaufeln müssen, werden nie wieder aufbauen können, was ihnen verloren ging.

SANDY befindet sich über Pennsylvania und ist jetzt mehr ein typischer (schwächer werdender) Wintersturm als alles andere. Deshalb - und ehrlich gesagt auch aufgrund unserer Stimmungslage nach dem Lesen von so vielen betroffen machenden Berichten und dem Ansehen von so vielen schlimmen Videos und Fotos - stellen wir hier diesen Liveticker ein und bedanken uns für Ihr Interesse.


Postzeiten MEZ, alle anderen nicht anders gekennzeichneten Zeiten meinen Ortszeit
Foto-Galerie: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | 32 | 33 | 34 | 35 | 36 | 37 | 38 | 39 | 40 | 41 | 42 | 43 | 44 | 45
Dienstag, 30. Oktober 2012

- Luftaufnahmen New Jersey Coast Guard: VIDEO1, VIDEO2

- Flugsituation - geschlossene Airports Update: Groton-New London und Atlantic City wieder in Betrieb.

- FEMA-Direktor Craig Fugate: Anzahl Todesopfer USA 30+.

- So langsam wird auch anhand von Bildmaterial klar, welch gewaltige Schäden und Zerstörungen SANDY verursacht hat und noch verursacht. Ein paar Beispiele: Fotogalerie Coney Island, Fotostrecke Accu Weather, Luftaufnahmen SkyFOX, Fotos MTA, Foto La Guardia Airport, Foto-Galerie SANDY, Fotostrecke The Atlantic, BBC New-York-Grafik.

- Flugsituation aktuell: Zahlreiche gestrichene, gecancelte, abgesagte Flüge am Boston Logan, Washington Ronald Reagan und Philadelphia Airport. Total gecancelte Flüge innerhalb, nach oder aus den USA heute bis zu diesem Zeitpunkt: 6296.
- Flugsituation Update: Chicago O'Hare meldet bei ankommenden Flügen eine durchschnittliche Verspätung von 4h14min.
- Während die Welt nach New York schaut, zieht SANDY im Inland weiter ihre Spur. Blizzard-Bedingungen, Verkehrschaos, umstürzende Bäume durch Schneelast und Wind etc. Selbst Kentucky hat gerade den Notstand ausgerufen.
- Gov. Bloomberg: Mindestens 10 Todesopfer in New York City. Abgebrannte Häuser in Breezy Point: Mehr als 80.
- Christie: 2,4 Mio Haushalte in New Jersey ohne Strom. Die doppelte Anzahl wie bei Hurrikan IRENE 2011.
- Momentan kommen in New Jersey 100% der Stromversorgung für 911, Gefängnisse, Brücken, Polizei und Feuerwehr von Omnimetrix-Generatoren.
- Cuomo: "Downtown Manhattan sehr stark betroffen" (Bsp: Foto 41 oben)
- Christie: "Unvorstellbare Zerstörung an New Jerseys Küstenlinie"
- N.J. Gov Christie: LIVE
- Baltimore, Maryland: Mehrere Gebäude eingestürzt.
- SANDYs Zentrum aktuell über Bedford, Pennsylvania. Stärkste Winde in Ohio.
- Bereits jede Menge Information in einigen der Livestreams.
- Die meisten großen US-Zeitungen haben ihren ersten Morgen-Update-Artikel online. Dabei geht es vor allem erst einmal um die Geschehnisse in der vergangenen Nacht.
- New York: Gov. Cuomos Büro bestätigt: Mindestens 5 Todesfälle im Bundesstaat New York.
NYU Langone Medical Center und Coney Island Hospital waren ohne Notstrom, Patienten mussten evakuiert werden. In Breezy Point, Queens sind 50 Häuser abgebrannt. 7 U-Bahn-Tunnel sind noch geflutet.
- Flusituation - Flugabsagen: Die Anzahl der gecancelten Flüge steigt noch. Insgesamt im Zusammenhang mit SANDY bisher 15773 gestrichene Flüge: Details
- Flugsituation - geschlossene Flughäfen Update: Long Island Mac Arthur ist wieder geöffnet.
- Flutgefahr droht jetzt mehr aus den Flüssen im Inland als aus dem Meer, starke Schneefälle in West Virginia und W-Maryland.
- The Battery, New York City: Sturmflut und Wellenhöhe lassen stark nach, Luftdruck steigt stark. Gut! GRAFIK
- BBC: Präsident Obama deklariert New York und Long Island als Major Disaster-Zonen.
- Flugsituation - geschlossene Flughäfen laut Federal Aviation Administration:
 Atlantic City, Newark, Teterboro, JFK, La Guardia, Long Island Mac Arthur, Tweed New Haven, Groton New London,
Alle anderen Flughäfen im Nordosten der USA haben aktuell einen sehr geringen Delay Index (15 min oder weniger Flugverspätung im Durchschnitt pro Airport).
- Wichtiger Faktor für Schadensbegrenzung: Zumindest in der Chesapeake Bay keine Sturmflut mehr erwartet: GRAFIK
- Mehrere Flüsse in New York stehen kurz vor dem überborden: Wasserstands-Info (Bsp.: Cayuga Creek steht bei 7,96 ... Flut bei 8 Feet, Buff Creek steht bei 6,7 ... flutet bei 7, Caz Creek aktuell 9,25 .... flutet bei 10 Feet).
- Flutwarnungen jetzt vorwiegend im Inland: GRAFIK
- Niederschlagsprognose SANDY 30. Oktober: GRAFIK
- New York City: Der Tag beginnt - 5th Avenue Livestream Cam, Times Square Livestream Cam
- 06:00 EDT: Knapp 2 Mio New Yorker ohne Strom

12:00
SANDY befindet sich auf Position 40,5°N 77,0°W (24 km E von York, Pennsylvania) und produziert noch anhaltende Windgeschwindigkeiten von 105 km/h. Der Kerndruck steigt langsam, liegt aktuell bei 960 mBar. Zugrichtung ist WNW bei 24 km/h. Heute wird eine Drift nach N in den westlichen Bundesstaat New York hinein erwartet, am Mittwoch die Ankunft des Kerns in Kanada.

- Manhattan ist durch die Power Outages teilweise recht dunkel: FOTO
- Noch live online: News8 Connecticut Livestream

- Es herrscht momentan eine solche Flut an horrenden Information, Fotos, Videos und Prophezeihungen, dass klar wird: Glimpflich wird die Sache nicht ausgehen. Die schrecklichsten Bilder werden erst morgen bei Tageslicht aufgenommen werden und erscheinen. Nur ein paar Stichworte: Tote, Hospital ohne Notstrom, Flut hoch 20, Schneegewitter ... u.v.m.
Wir werden versuchen, Ihnen in Ruhe das mitzuteilen, was wir bewältigen können.
In dieser (amerikanischen) Nacht wird das wahrscheinlich nicht mehr sehr viel, weil nun trotz der Situation der Infromationsfluss fast zum Erliegen kommen wird. Aber rechnen Sie ab etwa morgen Mittag mit schlimmen Bildern und Nachrichten.  

- Mehr als 1,5 Mio Haushalte allein in New York ohne Strom .... insgesamt mehr als 4 Mio.
- Videos: Brooklyn Battery Tunnel, Transformator-Explosion Manhattan,
- Es gibt anscheinend schon Todesopfer in den USA zu beklagen, aber gerade bei diesem Thema gilt es, große Sorgfalt walten zu lassen. Allzu schnell werden unbestätigte Gerüchte verbreitet, selbst von normalerweise sehr zuverlässigen Medien.
- New York City Subway Service: Es ist Wasser im U-Bahn-System, die Pumpen laufen auf Hochtouren

SANDY ist an Land und das NHC hat aufgrund der Transformation SANDYs zu einem posttropischen Zyklon gerade sein abschließendes Update veröffentlicht. SANDY erzeugt noch immer anhaltende Hurrikanwinde (120 km/h), der Kern befindet sich 15 km SW von Philadelphia. Der Kerndruck ist auf 952 mBar gestiegen.

Hurrikan ISAAC will Louisiana nicht betreten

Mittwoch, 29. August 2012

Vorab: Wir hätten den Liveticker in keinem Fall weiterführen können. Für diejenigen, die es nicht wissen: Diese Seite hier ist ein Hobby, keine Einkommensquelle.

Auch wenn es bei vielen Tropischen Stürmen, die über Land gehen, durchaus gerechtfertigt wäre, Vokabeln wie "Drama" oder "Katastrophe" zu verwenden, richtet sich bei bestimmten Orten oder Regionen doch viel mehr weltweites Interesse auf das Geschehen. Metropolitan New Orleans als Nr. 1 der US-Regionen in Sachen Verwundbarkeit durch Tropenstürme gehört zweifelsohne dazu.

Wir haben uns gerade durch eine Unmenge Bilder und Videos gearbeitet und unser vielleicht etwas einfältiger, aber unseres Erachtens treffender Kommentar lautet: "Oh je!"

Ihnen jetzt hier dieselbe Unmenge an Bildern und Videos zu verlinken, würde sowohl unsere zeitlichen Kapazitäten als auch unsere Kräfte übersteigen. Stellvertretend sei Ihnen nur folgende Bildersammlung empfohlen: Userfotos (und Videos) Weatherchannel.

Auch mit detaillierten lokalen News werden wir gar nicht erst anfangen, uns zu befassen. Womit wir uns kurz befassen wollen, ist das Warum und (leider) die Erklärung, warum es noch schlimmer werden wird.

ISAAC tut seit dem ungefähren Zeitpunkt der Beendigung des Tickers nicht mehr das, was von ihm erwartet wurde. Anstatt brav und straight ins Inland zu ziehen, ist es dem Hurrikan eingefallen, auf Höhe der Mississippi-Mündung mal eben nach links (West) zu "hüpfen". Das wäre alles noch nicht so schlimm gewesen, wenn er seine originale Spur wieder gefunden hätte. Hat er aber nicht.

ISAAC hat es sich über der Bucht vor SE-Louisiana so richtig schön bequem gemacht und fast eine Parkposition eingenommen. 9 Kilometer pro Stunde? Mit einem Fahrrad könnten Sie Isaac davonfahren, wenn Sie sich etwas Mühe geben.

Die vergangenen 17 oder 18 Stunden befand sich ISAACs Kern also wieder über offenem Wasser. Das bedeutet dann nicht nur Parkposition, sondern Parkposition an der Tankstelle mit Imbiss. Somit ist ISAAC noch immer ein mittelstarker Kategorie-1-Hurrikan.

.... Und während wir dies schreiben - das NHC gibt seit gestern Abend stündliche Updates heraus - ist ISAAC Wem-auch-immer-sei-Dank zu einem Tropischen Sturm degradiert worden ..... Hurrikanwarnung deaktiviert, Sturmwarnung noch an der Alabama- Mississippi- und Louisiana- Golfküste ....

Dies ändert nichts am eigentlichen Problem. Das Intensitätsproblem wird sich jetzt hoffentlich bald erledigen, aber die Windgeschwindigkeiten (=Intensität) wurden nie als Hauptanlass für Sorgenfalten angesehen. Es ist das Wasser. Wasser, Wasser und immer wieder Wasser, so besonders extrem in SE-Louisina durch die tiefe Lage. Wenn Sie sich hinsichtlich KATRINAs belesen haben, dann wissen Sie, dass eine Menge der Metropoliten-New-Orleans-Area unter der Höhe des Meeresspiegels liegt.

Das Wasser kommt auf zwei Wegen in die Region. Sturmflut und Niederschläge. Je länger ISAAC nun auf der Stelle herum trampelt, desto länger wirken sowohl Sturmflut als auch Niederschläge auf ein und dieselbe Zone ein. Um dies nachzuvollziehen, ist wohl kaum ein Schullabor-Experiment notwendig.

Hinzu addiert werden muss nun noch die Dimension ISAACs. Er ist in Bezug auf seine Ausdehnung noch immer ein großer Wirbelsturm. Und bleibt vorerst langsam.

Fazit: Es würde uns nicht wundern, wenn der Name ISAAC aufgrund der angerichteten Schäden und Todesopfer (es werden noch ein paar Tage ins Land gehen und definitiv ein neuer Monat oder Mond aufziehen, bevor die Endabrechnung abgeschlossen werden kann) im kommenden Frühjahr von der "ewigen" 6-Jahresliste der Atlantikstürme gestrichen wird.

BERYL wird am Mittwoch eventuell wieder zu einem Tropischen Sturm - erste Todesopfer zu beklagen

Dienstag, 29. Mai 2012

BERYL wird am Mittwoch eventuell wieder zu einem Tropischen Sturm - erste Todesopfer zu beklagen, Tote Todesopfer, Beryl, aktuell, Mai, 2012, Satellitenbild Satellitenbilder, Vorhersage Forecast Prognose, Florida, Georgia, Atlantische Hurrikansaison, Hurrikansaison 2012,
Satellitenbild Tropisches Tief BERYL
29. Mai 2012 vormittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Ob BERYL noch einmal zu einem Tropischen Sturm wird, hängt jetzt zum großen Teil von minimalen Kleinigkeiten der Zugbahn, die das Tief wirklich nehmen wird, ab. Im Moment sieht es wieder so aus, als würde das System schon im Laufe des morgigen Mittwochs an der Küste von South Carolina wieder über offenes Wasser ziehen und vor North Carolina dann bereits wieder zu einem Tropischen Sturm werden.

Dementsprechend ist auch die von den Computermodellen ausgegebene Wahrscheinlichkeit für das erneute Erreichen von Sturmwinden um einiges gestiegen. Da diese momentan aber für den SE-Sektor, sprich den am weitesten von der Küste entfernten Bereich des Sturms erwartet werden, wurde bisher keine Sturmwarnung aktiviert.

Aktuell ist BERYL bereits auf Kurs NE, tritt mit 4 km/h dabei aber praktisch auf der Stelle. Der Kern des Systems wird noch immer sehr nahe der Grenze zwischen Florida und Georgia auf Seiten Geogias lokalisiert.
Konvektion und Zirkulation haben inzwischen zwar ein wenig gelitten, sind aber immer noch erstaunlich präsent.

Kurs NE soll die kommenden Tage beigehalten werden, die Geschwindigkeit des Tiefs dabei konstant zunehmen:

BERYL wird am Mittwoch eventuell wieder zu einem Tropischen Sturm - erste Todesopfer zu beklagen, Tote Todesopfer, Beryl, aktuell, Mai, 2012, Satellitenbild Satellitenbilder, Vorhersage Forecast Prognose, Florida, Georgia, Atlantische Hurrikansaison, Hurrikansaison 2012,
Prognose Verlauf Tropisches Tief BERYL
29. Mai 2012 vormittags
Credit: NHC / Google
Auch wenn die von BERYL erzeugten Winde in ihrer Intensität jetzt etwas mehr nachgelassen haben, erzeugt das System nach wie vor gefährliche Niederschläge (siehe auch: Warnungen des National Weather Service).

Leider gibt es inzwischen auch zwei bestätigte Todesopfer im Zusammenhang mit BERYL, beide jugendliche Schwimmer. Ritchie Dauphin (19) verschwand gestern Abend im Ozean bei Volusia County und wurde heute Morgen bei Ormond-By-The-Sea leblos aufgefunden.
Trevor Times, das zweite Opfer, ging gestern am frühen Nachmittag nahe des Colonial Parkway in College Creek ins Meer und verschwand. Auch seine Leiche wurde vor kurzem gefunden und identifiziert.

Es mag oft übertrieben klingen und in der Wiederholung auch langweilig werden, aber wir glauben, diese beiden tragischen jüngsten Beispiele geben uns (leider wieder einmal) Recht, wenn wir kontinuierlich weiter die Warnung verkünden werden: "Ist ein Wirbelsturm in der Nahe, dann BLEIBEN SIE BITTE WEG VOM MEER!"

Leichtsinn ist und bleibt die größte Gefahr bei Durchzug eines Wirbelsturms. Und anscheinend wächst diese Gefahr, je "harmloser" der Sturm oder wie in diesem Fall sogar "nur noch" ein Tropisches Tief  daherkommt. Immerhin handelt es sich bei den beiden jungen Männern um Einheimische in einem Land, in dem die Sturmvorsorge hervorragend entwickelt ist und sämtliche Medien seit mehreren Tagen voll der Warnungen sind. Und das ganz besonders gefährliche in beiden Fällen: Die gewaltigen Strömungen im Ozean, die ein Wirbelsturm meist erzeugt, kann man beim besten Willen nicht sehen.

IRENE von Liste der Atlantischen Hurrikannamen gestrichen

Freitag, 13. April 2012

Das Hurrikankommitee der World Meteorological Organization hat während seiner Frühjahrssitzung 2012  den Namen IRENE  von der Liste der der atlantischen Hurrikannamen gestrichen und durch IRMA ersetzt.

Hurrikannamen werden von der sowohl im Atlantik als auch im Nordost-Pazifik jeweils sechsjährlich wiederkehrenden  Liste gestrichen, wenn ein Zyklon eine besonders hohe Anzahl an Todesopfern oder Materialschäden verursacht.

IRENE wird als direkte Ursache für 49 Todesfälle angegeben (USA: 41, Dominikanische Republik: 5, Haiti: 3), von denen 21 den regenerzeugten Fluten (Überschwemmungen), 15 dem Wind (inkl. umstürzender Bäume) und 6 den Sturmfluten, Wellen und Strömungen (im Meer / Ozean) im Zusammenhang mit dem Hurrikan zugeschrieben werden.

Der Name IRMA wird erstmals 2017 Verwendung finden, sollten in jenem Jahr mindestens 9 benannte Tropische Stürme im Atlantik auftreten.

 

Tornado USA: Todesfälle und Sachschaden in Arkansas, Mississippi und Alabama

Montag, 23. Januar 2012

In der vergangenen Nacht haben schwere Stürme, Tornados und Hagelschauer Teile des niederen Mississippi Valley, Ohio Valley und Tennessee Valley heimgesucht.


Tornado USA: Todesfälle und Sachschaden in Arkansas, Mississippi und Alabama
Foto Sachschaden Tornado
Clay / Trussville 23. Januar 2012
Credit: CBS 42

Mehr als 170 Meldungen über den Verdacht von Tornados sind bislang gezählt worden, 21 Tornados wurden bestätigt. In einigen Teilen der Region liegt noch immer Tornado-Warnung vor und es kommen immer noch weitere Warnungen hinzu (vor allem im südlichen Alabama ... die Stürme werden allerdings bald in kühle Luft gelangen und dort abschwächen).

Die Meldungen über Sachschäden und leider auch Todesopfer (bisher: 4 in Jefferson County, 3 in Oak Grove und 1 in Clay) nehmen momentan zu.

Einen Überblick über die Geschehnisse und Schadensberichte finden Sie hier:

INTERAKTIVE LANDKARTE TORNADO, STURM UND HAGEL 22. UND 23. JANUAR 2012

Erdbeben Magnitud 7,2 bei Van, im Osten der Türkei - Erste Videos

Sonntag, 23. Oktober 2011


UPDATE: Es werden eine Menge Nachbeben, die meisten 4+, in der Ost-Türkei aufgezeichnet. Sie finden die 5 aktuellsten 2,5+ - Beben weltweit in unserer Linkliste rechts vom Kommentarfeld ganz unten.


Magnitude7.2
Date-Time
  • Sunday, October 23, 2011 at 10:41:21 UTC
  • Sunday, October 23, 2011 at 01:41:21 PM at epicenter
Location38.628°N, 43.486°E
Depth20 km (12.4 miles) set by location program
RegionEASTERN TURKEY
Distances
  • 17 km (10 miles) NNE (32°) from Van, Turkey
  • 117 km (72 miles) N (349°) from Hakkari, Turkey
  • 128 km (80 miles) SSE (163°) from Karakose (Agri), Turkey
  • 194 km (120 miles) SSW (207°) from YEREVAN, Armenia
Location UncertaintyError estimate not available
ParametersNph=0, Dmin=0 km, Rmss=0 sec, Gp= 0,
M-type=centroid moment magnitude (Mw), Version=1
Source



VIDEOS:

>>>Die aktuellsten Videos


Video: Flut, Hochwasser und Überschwemmung in Kambodscha und Thailand

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Zwei Monate anhaltender Niederschläge haben in Kambodscha und Teilen Thailands zu einer Flutkatastrophe geführt, die bislang 167 Todesopfer, davon 68 Kinder, gefordert hat. (Zahlen: Straits Times)

Auch der materielle Schaden, dessen Umfang noch gar nicht abzusehen ist, wird gigantisch sein.

Südafrika: Nach Ficksburg zweiter Tornado in Duduza bei Nigel in Gauteng, East Rand bestätigt

Sonntag, 2. Oktober 2011

Suedafrika: Nach Ficksburg zweiter Tornado in Duduza bei Nigel in Gauteng, East Rand bestaetigt, 2011, aktuell, Fotos Fotogalerie, Off Topic, Oktober, Sturmschäden, Tornado, Tote Todesopfer, Video
Angebliches Foto Tornado in Duduza am 2. Oktober 2011
Credit: news24.com


Nach Ficksburg am Nachmittag ist in den Abendstunden auch der Ort Duduza (nicht weit vom südafrikanischen Heidelberg) von einem Tornado überrascht worden.

Auch in Duduza ist ein Kind (8 Jahre alt) tödlich verunglückt, 166 Personen wurden verletzt.

LINKS:

- Tornado-hit town to be declared disaster zone

- Child dies in Duduza tornado

- Hundreds homeless after Duduza tornado

- 113 hurt in Duduza tornado


FOTOS:

Südafrika: Nach Ficksburg zweiter Tornado in Duduza bei Nigel in Gauteng, East Rand bestätigt, 2011, aktuell, Fotos Fotogalerie, Off Topic, Oktober, Sturmschäden, Tornado, Tote Todesopfer, Video


VIDEOS:



Angeblicher Tornado in Ficksburg, Südafrika zerstört Häuser und hinterlässt Verletzte - ein Todesfall gemeldet

Landkarte / Stadtplan / Map
Ficksburg
Gemeinde Setsoto
Distrikt Thabo Mofutsanyane
Provinz Freistaat (Free State)
Südafrika




Gerade kommen Berichte aus Südafrika, dass ein Tornado die Stadt Ficksburg heimgesucht und bisher 42 (ins Krankenhaus eingelieferte) Verletzte und einen Todesfall verursacht habe.

Update #1

Das Todesopfer ist angeblich ein 9-jähriger Junge.

Update #2

Mehrere südafrikanische und internationale Zeitungen haben die Meldung mittlerweile übernommen, aber bis zu diesem Moment wiederholen alle nur die recht dürftigen Fakten. Die Zahlen hinsichtlich der Verletzten variieren etwas. 14 Uhr Ortszeit wird als Zeitpunkt des Vorfalls genannt.

Update #3

Wir haben den Eindruck, dass da heute nicht mehr viel an ernstzunehmenden Meldungen zu erwarten ist. Da wir gegenüber den meisten von Ihnen 7 Stunden hinterherhinken, auch irgendwann schlafen müssen und Südafrika etwa auf demselben Längengrad wie Ihr aktueller Standort liegt, empfehlen wir Ihnen bei Interesse an den Vorfällen in Ficksburg ab etwa 05:00 Uhr MEZ, Ihre bevorzugte Suchmaschine zu aktivieren.


FOTOS:

Angeblicher Tornado in Ficksburg, Südafrika zerstört 1000 Häuser und hinterlässt Verletzte - ein Todesfall gemeldet, 2011, aktuell, Off Topic, Oktober, Sturmschäden, Tornado, Tote Todesopfer
Angebliches Foto Tornado Ficksburg / Südafrika vom 2. Oktober 2011
Credit: Volksblad


Angeblicher Tornado in Ficksburg, Südafrika zerstört 1000 Häuser und hinterlässt Verletzte - ein Todesfall gemeldet, 2011, aktuell, Off Topic, Oktober, Sturmschäden, Fotos Fotogalerie, Tornado, Tote Todesopfer, Video,
Fotos Zerstörung und Schäden Tornado Ficksburg 2. Oktober 2011
Credit: Volksblad



Videos:

Bisher nicht vorhanden.

ROKE ist kein Taifun mehr, wieder über offenem Wasser und fast außertropisch

Mittwoch, 21. September 2011

ROKE ist kein Taifun mehr, wieder über offenem Wasser und fast außertropisch, Roke, Tote Todesopfer, Sturmschäden, Taifun Typhoon, Japan, aktuell, September, 2011, Satellitenbild Satellitenbilder,
Satellitenbild Tropischer Sturm ROKE vom 22. September 2011 morgens
Credit: NOAA


Der Weg über die japanische Landmasse hat ROKE viel Energie gekostet. Der jetzt noch als Tropischer Sturm geführte Wirbelsturm zeigt starke Auflösungserscheinungen und trifft momentan außerdem auf widrige Bedingungen für eine Neu-Intensivierung über offenem Wasser, wo zusätzlich noch die Umwandlung zu einem außertropischen Sturm bevorsteht.

Für eine Bestandsaufnahme der Opfer und Schäden, die ROKE auf Japan verursacht hat, ist es noch viel zu früh. Zum einen ist es mitten in der Nacht, desweiteren sind mehrere Regionen kommunikationslos und es ist auch noch nicht vorbei. Gerade jetzt besteht große Gefahr, denn während des Durchzugs des Sturms haben sich die Leute in sturmsichere Unterkünfte in Sicherheit gebracht. Aber vieles passiert aufgrund der heftigen Regenfälle erst jetzt (Erdrutsche, umstürzende Bäume und Masten, starke Strömungen, einstürzende Häuser etc.), wo viele Leute die sicheren Unterkünfte bereits wieder verlassen.

Sondermeldung: Video Flugzeugabsturz bei Air Race, Nevada Air Show in Reno

Freitag, 16. September 2011

Der 74-jährige Stunt-Pilot Jim Leeward ist heute Nachmittag bei der Nevada Air Show in Reno abgestürzt. Bisher sind die Ursachen unbekannt, die den Unfall des P-51 Mustang Fighter verursachten. 54 Verletzte und 3 Todesopfer werden bisher gemeldet.

Mehr Information: USA Today

VIDEO: Plane Crashes at Reno, Nevada Air Show: MyFoxDC.com

Der Tropische Sturm KATIA, die US-Ostküste und die Gefährlichkeit der Diskussion hinsichtlich IRENE

Dienstag, 30. August 2011

In den vergangenen Tagen beteiligten sich viele US-Amerikaner an einer Diskussion, die sich mit dem Hurrikan IRENE und seinen Auswirkungen auf die US-Ostküste befasste.

"Monster oder Hype?" - so in etwa könnte man die beiden gegensätzlichen Extreme der Meinungsverschiedenheit bezeichnen.

Ausgelöst worden war die Diskussion, als einige Zeitungen die Meinung kundtan, IRENE sei gar kein "Monster" gewesen, wie es vorab von vielen Medien angekündigt worden war. Viele Leute schlossen sich dieser Meinung an.

Eine andere Gruppe von Leuten, wohl in der Mehrzahl zu denen zu zählen, die direkt oder indirekt von IRENE betroffen waren, reagierten entsetzt und warfen Zahlen ins Spiel. Jede Menge Rekorde, Tote und Schäden, die erst so langsam überschaubar werden.

Recht haben wahrscheinlich beide Seiten, es geht wie so oft wohl eher um die Frage des Blickwinkels und um Definitionen. IRENE hat ein Riesengebiet betroffen. "Verwüstung" ist sicher ein Wort, das hier nicht verwendet werden sollte, aber mit "Zerstörung öffentlichen und privaten Besitzes in großem Ausmaß" läge man vielleicht gar nicht so verkehrt. Und dann die Todesfälle. Mittlerweile mehr als 30, vielleicht heute sogar noch mehr.

Auf der anderen Seite muss man sich klar machen, dass die US-Ostküste doch noch Glück im Unglück hatte. IRENEs Verlauf direkt an der Küste entlang war zwar das Schlimmste, was der Region in dieser Hinsicht passieren konnte, aber was wäre passiert, wenn der Hurrikan die Kategorie 3 gehalten oder sich sogar noch gesteigert hätte? (IRENE machte ihren ersten Landfall letztendlich in der Kategorie 1, die sie noch bis etwa New York hielt)

Wir würden uns - rein als Vokabel betrachtet - eher auf die Seite derjenigen stellen, die sagen, IRENE sei kein "Monster" gewesen, denn im Sinne eines Hurrikans ist für uns ein "Monster" ein Hurrikan, der mindestens in der Kategorie 3 angesiedelt wird.

Trotzdem hatte IRENE zweifelsohne "monströse" Folgen.

Die Rede sollte in diesem Beitrag aber von der Gefährlichkeit beziehungsweise Gefahr der beschriebenen Diskussion sein, und da geht es nicht darum, welche der beiden diskutierenden Parteien Recht hat, sondern um die Konsequenz hinsichtlich der Sensibilisierung der US-Amerikaner, die durch die vielen Stimmen, die da: "alles nur Hype" rufen, extrem leiden könnte.

Leichtgläubige, die sich ohne allzu viel Wissen auf dem Gebiet der Meinung anschließen, Warnungen und Berichterstattung zu IRENE wären total übertrieben gewesen, laufen große Gefahr, besagte Warnungen und Berichterstattung beim nächsten Mal nicht mehr ernstzunehmen.

Und dieses "nächste Mal" steht möglicherweise schon unmittelbar bevor. Denn KATIA ist unterwegs. Und KATIA könnte zu einem "Monster" werden, die Voraussetzungen sprechen dafür. Es ist zwar noch keineswegs sicher, ob KATIA tatsächlich an die US-Ostkueste wandern wird, aber in diesem Moment wachst die Wahrscheinlichkeit. Und wenn die USA vor IRENE 3 Jahre lang vom Einschlag eines Hurrikans verschont geblieben waren, bedeutet das nicht, dass jetzt nicht zwei Hurrikans innerhalb von 2 Wochen ihren Landfall über den Vereinigten Staaten von Amerika machen können.

Nur durch die exzellente Vorsorgearbeit (Aufklärungen, Warnungen, Evakuierungen etc.) der zuständigen Behörden konnte bei IRENE wesentlich Schlimmeres als das, was letztendlich passiert ist, verhindert werden. Bei IRENE, die "nur" als Hurrikan der Kategorie 1 an der Küste ankam.
Es wäre grob fahrlässig, dies nicht anzuerkennen. Und noch viel fahrlässiger wäre es, zu behaupten, dass das alles gar nicht nötig gewesen wäre. Und fast schon "wahnsinnig" wäre es, beim nächsten Mal die Warnungen und Anweisungen bezüglich der Ankunft eines Sturms zu ignorieren.

Das Wort zum Montag, 29. August 2011

Sonntag, 28. August 2011

Nun ist es also passiert. Der erste Landfall eines Hurrikans über den USA seit 3 Jahren mit der außergewöhnlichen Zugabe, die Metropole New York besucht zu haben. Entlang der gesamten US-Ostküste herrscht das kontrollierte Chaos. Denn wenn ein Hurrikan erst einmal vorbeigezogen ist, dann ist die Angelegenheit damit noch lange nicht erledigt.

Zuerst einmal ist da die nach wie vor herrschende Gefahr. Teils lebensbedrohliche Gefahr. Viele Gebiete sind überflutet, Stromleitungen von zerstörten Masten schwimmen - energiegeladen oder nicht - im Wasser herum. Immer noch können Bäume umfallen, reißende Strömungen entstehen, Häuser einstürzen oder Erdrutsche stattfinden. Vergiftetes Wasser und verdorbene Lebensmittel in Kühlschraenken, die lange Zeit ohne Stromversorgung gewesen oder noch sind, stellen zwar vielleicht keine lebensbedrohliche Gefahr dar, aber auch gesundheitlich wollen wir doch möglichst keinen Schaden nehmen.

Und es sind Menschenleben zu beklagen.

Jeden einzelnen dieser Todesfälle sollte man sich etwas genauer ansehen. Nicht, um mit dem Finger auf irgendwen zu zeigen und: "Ja, aber warum war er denn draußen, während der Sturm durchzog?" oder ähnliche Fragen zu stellen. Nein, diese Fragen werden sich die Angehörigen und Freunde der Opfer zur Genüge stellen. Der Rest von uns sollte vielleicht besser neben Anteilnahme einen Sensibilisierungseffekt suchen. Um es beim nächsten Mal noch besser zu machen.

Denn gut gemacht wurde eigentlich alles, was den einen Partner der Katastrophenvorsorge anbelangt, nämlich die Behörden. Es wurde extrem früh (aber keinesfalls ZU früh) begonnen zu warnen, zu informieren, zu canceln und zu evakuieren, wo es notwendig war. Und man mag von der technologischen oder der medialen Entwicklung unserer Zeit, von sozialen Netzwerken und anderem halten, was man mag - es steht außer Frage, dass diese Dinge eine unwahrscheinliche Unterstützung bei der Katastrophenvorsorge bieten.

All diese Maßnahmen von offizieller Seite können ein Menschenleben aber nicht schützen oder retten, solange einige Menschen sie ignorieren. Solange es Leute gibt, die bestimmte Anordnungen als übertrieben oder gar Hysterie ansehen, werden die Todesfälle nicht ausbleiben.

Und wir sprechen hier von den USA, aufgrund verschiedener Ursachen ganz besonders im Scheinwerferlicht. Sie wissen schon: die ganze Welt schaut hin, wenn in den USA eine Katastrophe vergleichsweise kleinen Ausmaßes stattfindet, aber wen interessiert schon wirklich, wenn in den uns unbekannteren Regionen fast jedes Jahr Zig-Tausende von Menschen ihr Hab und Gut oder sogar ihr Leben verlieren, weil sie materiell gesehen einfach gar nicht in der Lage sind, es zu schützen?

IRENE zieht derweil unberührt von all diesen Dingen weiter und wird in einigen Tagen - vielleicht früher - selbst ihr "Leben" aushauchen. Vielleicht hat sie uns ein wenig Demut gelehrt, wieder einmal. Der erneute Fingerzeig, dass wir, die wir uns selbst mit all unserem Wissen, all unserem Geld, all unseren Panzern und Bomben als ach so superior glauben, doch hilflos Dingen ausgeliefert sind, die vor uns da waren und nach uns da sein werden.

Ganz unphilosophisch wird IRENE jetzt über Kanada ziehen - es gibt noch keine Veränderungen an den Warnstufen an der US-Ostküste und sie ist weiterhin mit flotten 43 km/h und Winden von 85 km/h unterwegs - und es dann vielleicht sogar bis Grönland und Island schaffen.


Neben IRENE hat sich heute noch der Tropische Sturm JOSE gebildet, welcher mittlerweile an Bermuda vorbeigezogen ist, ohne dort nennenswerte Schäden hinterlassen zu haben (soweit bisher bekannt). Morgen wird er sich dann aller Voraussicht nach auflösen.


Thema Nummer 3 des Tages, der potenzielle Tropische Sturm KATIA nahe der Kapverdischen Inseln, wird immer weniger "potenziell" und immer mehr zu einer Realität. Die NOAA gibt in diesem Moment bereits eine Wahrscheinlichkeit von 100% an, dass dieses Tiefdruckgebiet innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird.

Was bedeutet, dass dieses "Wort zum Montag" eventuell nicht unser letztes Wort fuer heute bleiben wird.

Und damit wünschen wir Ihnen einen angenehmen Restsonntag oder einen sturmfreien Wochenbeginn, je nachdem, wo Sie sich gerade aufhalten.

Tropischer Sturm / Hurrikan IRENE fordert angeblich mindestens 18 Todesopfer in den USA - Stand 28. August 2011 nachmittags

Es ist kurz nach dem Durchzug eines Sturms oder Hurrikans immer eine heikle Angelegenheit mit der Veröffentlichung von Opferzahlen, bevor die einzelnen Fälle nicht offiziell bestätigt sind. Zu begierig sind zu viele Medien, diese aktuellen Zahlen zuerst bekanntzugeben, und zu verantwortungslos einige dieser Medien, um nicht auch immer wieder Gerüchte zu verbreiten.

Man muss generell einfach wissen, dass dieses Thema mit großer Vorsicht zu genießen ist und dass man, wenn man wirklich sicher sein will, die offiziellen Zahlen der verantwortlichen Behörden abwarten sollte.

Trotzdem ist das öffentliche Interesse an diesem schlimmsten aller Dinge, die ein Sturm mit sich bringen kann, zweifelsohne riesengroß. Deshalb hier - unter der oben genannten Prämisse - eine uns glaubwürdig erscheinende Liste mit einer kurzen Erläuterung zu jedem einzelnen der bisher angeblich 18 Fälle:

>>> Irene death toll up to 18

Hurrikan IRENE: Aktuelle Informationen aus der Dominikanischen Republik

Dienstag, 23. August 2011

Wir werden später ausführlicher auf das Thema "Woher bekomme ich aktuelle Informationen vom Urlaubsort meiner Angehörigen oder Freunde beim Durchzug eines Sturm oder Hurrikans?" eingehen.

Für den Moment und den Fall IRENE + Dominikanische Republik empfehlen wir Ihnen, folgenden Thread des DR1-Forums (englisch) zu verfolgen:

>>> HURRICANE SEASON 2011

IGOR und TOMAS aus Liste der Sturmnamen (Atlantik) gestrichen - durch IAN und TOBIAS ersetzt

Montag, 9. Mai 2011

Das Hurrikankomitee der Welt-Meteorolgie-Organisation hat während ihrer Frühjahrssitzung 2011 die Namen IGOR und TOMAS von der Rotationsliste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen.

Die Streichung von Sturmnamen wird immer dann vorgenommen, wenn ein Zyklon besonders zerstörerische und katastrophale Folgen hatte, was 2010 im Atlantik bei IGOR und TOMAS der Fall war.

Somit werden die Namen IGOR und TOMAS im Jahre 2016 (die Sturmnamen wiederholen sich alle 6 Jahre) nicht mehr benutzt und durch IAN und TOBIAS ersetzt werden.

Hurrikan PAULA vor Kuba - 2 Tote auf Yucatán, Mexiko

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Hurrikan PAULA vor Kuba - 2 Tote auf Yucatán, Mexiko, 2010, aktuell, Cancún, Hurrikansaison 2010, Hurrikanfotos, NASA, Mexiko, Kuba, Tote Todesopfer, Touristen, Paula, Karibik, Atlantik,
Satellitenfoto Hurrikan PAULA 14. Oktober 2010 morgens Ortszeit
Credit: NASA NOAA GOES-Projekt


PAULA wird noch immer als Hurrikan der Kategorie 1 geführt. Eine baldige weitere Abschwächung scheint aber ziemlich sicher zu sein, denn das NHC der NOAA gibt "nur noch" Sturmwarnung (Tropical Storm Warning) für den Westteil Kubas aus. An der südlichen Küste von Florida ist Sturmbeobachtung (Tropical Storm Watch) aktiviert.

PAULA bewegt sich momentan nur sehr langsam vorwärts - was nicht gut für die westkubanischen Tabakplantagen ist, ist auf der anderen Seite aber ein außergewöhnlich kleiner Wirbelsturm. Die NOAA berichtet, dass nur bis etwa 16 km von PAULAs noch existierendem (wenn auch von oben nicht mehr sichtbaren) Auge Hurrikanwinde zu messen sind.

Die ersten Berichte aus Kuba lassen Optimismus der Behörden erkennen, dass PAULA keine katastrophalen Schäden auf der Insel hinterlassen wird. Zwar stünden in den Regionen, die PAULA bereits passiert hat, die meisten Landwege unter Wasser und haetten sich in Schlammwege verwandelt; der Wellengang des Meeres sei sehr hoch und einige Fähren könnten ihren Betrieb nicht aufnehmen - aber ansonsten klingen die Nachrichten eher ruhig und gelassen.

Aus Quintana Roo (Halbinsel Yucatán, Mexiko) werden heute Morgen allerdings zwei Todesfälle gemeldet, die mit PAULA in Zusammenhang gebracht werden. Dass beide vermeidbar gewesen wären, ist da keinerlei Trost. Ein nicht genauer identifizierter Bewohner der Region wurde beim Abmontieren einer Antenne vom Blitz getroffen und der US-Tourist Mickey Goodwin (Corpus Christi, Texas, 54) ertrank, als er am Dienstag trotz aller Verbote, Warnungen und Hinweise in Cancún im Meer schwamm.

 
 
 

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