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Hurrikan ARTHUR

Montag, 30. Juni 2014


5. Juli 2014
ARTHUR hat seine tropischen Eigenschaften nun eindeutig verloren und wird als posttropischer Zyklon geführt. Trotzdem erzeugt er noch max.anhaltende Winde von 100 km/h.

Das Zentrum steht unmittelbar vor seiner Ankunft auf Nova Scotia, wo noch Strumwarnung gilt, wird die bedrohten Zonen aber sehr schnell überqueren.

4. Juli 2014
ARTHUR sieht nicht mehr besonders gut aus.
Es machte den Eindruck, als hätte der Verlust der tropischen Eigenschaften bereits eingesetzt.


Trotzdem ist der Zyklon noch ein Hurrikan im oberen Bereich der Kategorie 1 (150 km/h max. anhaltende Winde, 976 mBar min. Kerndruck). Die Zuggeschwindigkeit hat wie prognostiziert zugenommen und liegt jetzt bei knapp 40 km/h, der Kurs bei 40°, was Nordost bedeutet.
Da kein Landgang als Hurrikan mehr erwartet wird, ist trotz der Nähe zur Küste keine Hurrikanwarnung mehr aktiv. Es gilt Tropical Storm Warning an der Grenze zwischen North Carolina und Virginia, in Nantucket, am Cape Cod und in praktisch ganz Nova Scotia.

Trotz allem bleibt auf einen guten Sturm zu hoffen; nämlich den der deutschen Nationalelf gegen Frankreich.

3. Juli 2014
Abend-Update
Mit max. anhaltenden Windgeschwindigkeiten von 160 km/h - der min. Kerndruck ist auf 976 mBar gefallen - hat  ARTHUR den Erwartungen entsprechend die Hurrikankategorie  2 erreicht und ist jetzt mit 24 km/h auf Kurs NNE (30°) unterwegs.

Die Prognosen waren also sehr zuverlässig und man ist seiner Sache auch weiterhin ziemlich sicher, wie unter anderem am sehr schlanken Warnkegel des NHC zu erkennen ist.

Gerade eben sendete die NOAA-Boje 41036 10-min-anhaltendene Windgeschwindigkeit von 108 km/h mit Spitzen bis 140 km/h, was bedeutet, dass in Kürze Hurrikanwinde die Warnzone erreichen werden.

Nantucket und Cape Code stehen bereits unter Tropical Storm Warning, selbst in Teilen von Nova Scotia wurde schon Tropical Storm Watch aktiviert. Bei der zu erwartenden Geschwingkeitszunahme wird ARTHUR dort bereits am Samstag an Land gehen.
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Satellitenbild Hurrikan ARTHUR
3. Juli 2014
Credit: NASA / NOAA
Inzwischen ist ARTHUR der erwartete Hurrikan.
Es ist wahrscheinlich, dass er vor North Carolina die Kategorie 2 (Saffir-Simpson) erreicht.

Der Kern befindet sich etwa 415 km SW von Cape Hatteras und der Sturm produziert max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 150 km/h (min. Kerndruck 981 mBar).

Auch die Trackprognose zeigt sich als sehr zuverlässig. ARTHUR liegt mittlerweile auf Kurs NNE und ist jetzt mit 17 km/h unterwegs.

Die einzelnen Sturmwarnungen exakt aufzuzählen, ist aktuell nicht sehr sinnvoll. An der gesamten Küste von North und South Carolina muss ab sofort mit Sturmbedingungen oder Hurrikanbedingungen gerechnet werden, welche morgen auf Virginia übergehen werden. Hurrikanwinde werden glücklicherweise nur bis 35 km vom Kern festgestellt, Sturmwinde bis zu 185 km. Der Kern wird voraussichtlich und wie befürchtet genau über die Outer Banks hinwegziehen.
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2. Juli 2014
Update
Mit max. anhaltenden Winden von 110 km/h (min. Kerndruck 990 mBar) ist  ARTHUR am Mittwoch Abend fast ein Hurrikan. Der Kern des Systems befindet sich 650 km SSW von Cape Hatteras und 290 km SSE von Charleston (30,2N und 79,2W). Der Zyklon hat wie erwartet auf Kurs N geschwenkt und ist mit 13 km/h Zuggeschwindigkeit zwar immer noch nicht schnell, aber er kommt so langsam in Bewegung.

Die US-Regierung hat reagiert und die Sturmwarnungen aktualisiert.
Es gilt jetzt:
Hurricane Warning
- Surf City bis Duck
- Pamlico Sound
-Eastern Albemarle Sound

Hurricane Watch
- Little River Inlet bis Surf City

Tropical Storm Warning
- South Santee River bis Surf City
- Duck bis Cape Charles Light (ohne Cheasepaeke Bay)
- Western Albemarle Sound

In den entsprechenden Warnzonen sind Sturmbedingungen ab Donnerstag Nachmittag und Hurrikanbedingungen ab Donnerstag Nacht wahrscheinlich.

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Noch immer steht ARTHUR vor Florida fast still.
Morgen sollte er dann langsam in Bewegung kommen, eventuell schon zu einem Hurrikan werden, bis Freitag Abend die Carolinas passieren und dann hohe Zuggeschwindigkeit aufnehmen.
Die Outer Banks wird der Kern des Wirbelsturms sehr wahrscheinlich nah an der Küste und als Hurrikan passieren.

Prognose ARTHUR
2. Juli 2014
Credit: NHC &
TerraMetrics

Die aktuellen Sturmwarnungen:
Florida:
Tropical Storm Watch von Sebastian Inlet bis Flagler Beach

North und South Carolina:
Hurricane Watch von Bogue Inlet bis Oregon Inlet und am Pamlico Sounnd
Tropical Storm Watch vom South Santee River bis zum Bogue Inlet, vom Oregon Inlet bis zur Grenze North Carolina und Virginia, Eastern Albemarle Sound







1. Juli 2014
Update
ARTHUR ist jetzt offiziell.
Noch hat die US-Regierung nichts an der Sturmwarnung geändert.
Auch die Trackprognose ist unverändert, allerdings ist jetzt davon auszugehen, dass ARTHUR am Freitag vor North Carolina -wo wie fast immer die Outer Banks am stärksten gefährdet sind - zu einem Hurrikan wird.
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91L ist mittlerweile das Tropische  Tief 01 und es wird nicht mehr lange dauern, bis es zum Tropischen Sturm ARTHUR deklariert werden wird.

Und auch ansonsten macht die Prognose  einen recht stabilen Eindruck. Bis Mittwoch Abend Florida, am Donnerstag Georgia und die Carolinas und  dann immer schneller werdend den Norden der US-Küste beeinflussend wird sich ARTHUR nah an selbiger entlang bewegen, wahrscheinlich ohne zu einem Hurrikan zu werden.

Florida hat eine erste Sturmwarnung aktiviert:
Es gilt Tropical Storm Watch von Fort Pierce bis Flagler Beach.
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In der Atlantischen Hurrikansaison 2014 bahnt sich erste ernstzunehmende Aktivität an, obwohl das System 91L noch recht wenige Niederschlags- und Gewitterausbrüche bietet. Der Oberflächendruck sinkt und die Bedingungen für die Bildung eines Tropischen Zyklons dürften in den kommenden Tagen besser werden.

Aktuell wird das System etwa 200 km ENE von Melbourne, Florida lokalisiert und bewegt sich mit Kurs SW langsam auf Florida zu. 91 wird aber in den kommenden Tagen eine Rechtskurve absolvieren und ab Mitte der Woche beginnen, langsam die US-Ostküste entlang zu wandern.

Noch zeigen sich die Intensitätsmodelle nicht besonders aggressiv, aber das kann sich noch ändern. Bereits heute wird bei Bedarf der erste Hurrican Hunter das System besuchen. Bei Erreichen des Status "Tropisches Tief" dürfte sofort Sturmwarnung aktiviert werden.

Vorhersage Atlantische Hurrikansaison 2014

Samstag, 12. April 2014

Die Herren Klotzbach und Gray haben ihre erste quantitative Prognose für die kommende Hurrikansaison im Atlantik erstellt und erwarten aufgrund eines wahrscheinlich auftretenden El-Niño-Events und außergewöhnlich niedriger Temperaturen im Atlantik während der vergangenen Monate eine unterdurchschnittliche Aktivität.

Im Bewusstsein, dass die Vorhersage manchmal der Realität nicht allzu nahe kommt, hier die Zahlen:

Vorhersage Atlantische Hurrikansaison 2014
Image: Klotzbach / Gray
>>> Zur kompletten Vorhersage (englisch)

Tropischer Sturm GABRIELLE

Sonntag, 1. September 2013



siehe auch:


13. September 2013:
GABRIELLE ist kein Tropischer Sturm mehr und wird bald ihre tropischen Eigenschaften verlieren und mächtig Fahrt aufnehmen (bereits jetzt knapp 40 km/h). Noch heute Abend wird das Restetief wahrscheinlich Nova Scotia erreichen. Sturmwarnung ist nicht aktiv.

12. September 2013:
Etwa 300 WNW von Bermuda wurde GABRIELLE zu einem Tropischen Tief degradiert, allerdings glaubt das NHC, dass der Zyklon ein weiteres Mal den Status eines Tropischen Sturms erreichen wird.
Am Freitag Abend wird sich GABRIELLE Nova Scotia nähern, es ist noch mit Sturmwarnung zu rechnen.

11. September 2013:
Update: Bermuda hat die Sturmwarnung deaktiviert.
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Eine sehr schwache und unorganisierte GABRIELLE hat Bermuda inzwischen passiert, der Kern befindet sich aktuell knappe 100 km WNW von Bermuda. Heute Morgen herrschen allerdings noch Sturmbedingungen und es ist noch Sturmwarnung aktiv.

Bis zum Freitag sollte GABRIELLE eine 90°-Rechtsdrift vornehmen, am Freitag eine gewaltige Zuggeschwindigkeit aufnehmen und am Samstag den äußersten Nordosten der USA und Neufundland besuchen, dabei bereits seine tropischen Eigenschaften verlieren.

10. September 2013:
Und wir haben schon wieder einen Zombie im Atlantik, GABRIELLE hat sich erholt und ist wieder aktiv.
Aktuell befindet sich der regenerierte Zyklon 265 km S von Bermuda und zieht bei 65 km/h max. anhaltenden Winden mit 22 km/h auf die Inseln zu. Konsequenz: Es gilt Sturmwarnung (Tropical Storm Warning) auf den Bermudas und die sollte ernst genommen werden, zumal es danach aussieht, als wolle sich GABRIELLE bei ihrem Besuch viel Zeit lassen (Sturmbedingungen könnten in etwa 12 Stunden beginnen und bis Donnerstag anhalten).

Abgesehen vom extremen Nordosten der USA wird GABRIELLE der East Coast nicht allzu nahe kommen, voraussichtlich aber genau auf Neufundland treffen. Dann allerdings voraussichtlich bereits außertropisch und mit einer sehr hohen Geschwindigkeit, sodass alles ziemlich schnell vorbei sein wird.


5. September 2013:
Update: GABRIELLE wurde gerade zu einem Tropischen Tief degradiert. 
GABRIELLE ist kein Tropischer Sturm mehr und wird diesen Status voraussichtlich auch nicht noch einmal erreichen können. Es gilt allerdings noch Tropical Storm Watch an der NE-Küste der Dominikanischen Republik (Santo Domingo bis Cabo Engaño).

Lassen Sie trotzdem noch Vorsicht walten, mindestens bis morgen Mittag und vor allem auf Puerto Rico.
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Wie erwartet hat sich das Tropische Tief 7 weiter intensiviert und ist zum Tropensturm GABRIELLE deklariert worden, dessen Kern sich aktuell 65 km SSW von Ponce (Puerto Rico) und 200 km SE von Punta Cana (Dom Rep) befindet. Mit 65 km/h max. anhaltenden Winden ist GABRIELLE zwar nur gerade so ein Tropischer Sturm, aber das Satellitenbild und das Radarbild zeigen, dass eine Menge Niederschläge zu erwarten sind. Vorerst noch vor allem auf Puerto Rico, später am Tag dann auf die Dominikanische Republik übergreifend.

Langsam wird der Wirbelsturm schneller, inzwischen hat er immerhin 13 km/h erreicht und sollte weiter zulegen. Die Wahrscheinlichkeit für Sturmwinde in der Dominikanischer Republik ist nicht so gewaltig (und die Trackprognose wurde noch einmal leicht nach rechts korrigiert, sprich weiter von der Dom Rep entfernt), aber wir wiederholen: Was da an Niederschlägen zu erwarten ist, birgt ordentliches Gefahrenpotential.

Bei den Sturmwarnungen gibt es keine Veränderungen.

Ab morgen sollten Turks, Caicos und auch die SE-Bahamas vorbereitet sein und auch Bermuda liegt Anfang kommender Woche noch in der Warnzone.

4. September 2013:
Update 2:
97L (210 km S von San Juan, 330 km SE von Punta Cana) wurde aufgrund der vom Hurricane Hunter ermittelten Daten gerade zum Tropischen Tief deklariert und es wird wahrscheinlich nicht mehr lange dauern, bis Tropensturm GABRIELLE offiziell sein wird.

Die Trackmodelle sind immer weiter nach rechts gewandert, was sich auch in der aktuellen Prognose der Zugbahn durch das NHC widerspiegelt. Knapp an der Ostspitze der Dominikanischen Republik vorbei wird der Weg des Kerns jetzt erwartet und das bereits gegen morgen (Donnerstag) Mittag. Sturmbedingungen werden auf Puerto Rico während der kommenden Nacht erwartet, in der Warnzone in der Dom Rep morgen ab etwa der Mittagszeit.

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Credit: TerraMetrics ! NHC


Zwangsläufig wurde Sturmwarnung aktiviert.
Es gilt Tropical Storm Warning auf ganz Puerto Rico und in der Dominikanische Republik von Cabo Engaño bis Cabo Francés Viejo.
Von Santo Domingo bis Cabo Engaño (Dom Rep) gilt Tropical Storm Watch.
Turks, Caicos und SE-Bahamas sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen.



Update:
Heute Morgen zeigt 97L nun doch eine etwas verbesserte Struktur, womit die Chancen auf eine Intensivierung vor der Interaktion mit den Landmassen von Puerto Rico und Hispaniola steigen (der Kern des Systems befindet sich etwa 300 km SE von San Juan). Als Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Tropischen Zyklons sieht das NHC jetzt 40% (innerhalb der kommenden 48 Stunden) und 60% (innerhalb der kommenden 5 Tage).

Die Trackmodelle zeigen aktuell genau auf die Dominikanische Republik, stellen Sie sich dort also ab morgen auf jeden Fall auf einen oder 2 etwas ungemütlichere Tage ein. In 72 Stunden sollte aber alles vorbei sein.

Bei Bedarf wir heute Nachmittag ein Hurricane Hunter das System besuchen.
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So richtig kommt 97L nicht in Schwung, was auf Puerto Rico, Hispaniola, Kuba und Co natürlich mit Freude zur Kenntnis genommen wird. Die meteorologischen Bedingungen fuer eine Entwicklung haben sich inzwischen zwar verbessert, aber jetzt könnte die Interaktion mit den Landmassen Puerto Ricos und Hispaniolas der Entstehung von GABRIELLE einen Strich durch die Rechnung machen. Das NHC sieht eine Wahrscheinlichkeit von 30% für die Entstehung eines Tropischen Zyklons innerhalb von 48 Stunden und 50% innerhalb von 5 Tagen.

Zumindest die Entstehung eines starken Hurrikans bis zum Erreichen der Dominikanischen Republik können wir wohl mittlerweile abhaken. Unabhängig von der Entwicklung ist mit stellenweise starken Niederschlägen und heftigen Winden zu rechnen, beginnend heute noch auf den nördlichen Kleinen Antillen und spaeter am Tag nach Puerto Rico übergreifend; ab morgen dann auch die Dom Rep und Haiti.
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2. September 2013:
Für den Moment haben wir erst einmal gute Nachrichten für Sie. Die trockene Luft hat 97L tatsächlich rechtzeitig erreicht und sich stark bremsend auf die Entwicklung ausgewirkt, womit sich zumindest kurzfristig die Situation deutlich entschärft hat.

Das NHC gibt momentan nur noch 20% für die Entstehung eines Tropischen Zyklons innerhalb der kommenden 48 Stunden, allerdings liegt die langfristige Wahrscheinlichkeit (innerhalb von 5 Tagen) noch immer bei 50%, was dem entspricht, was die GFS-Modelle momentan zeigen. Konstante Intensivierung, aber wesentlich langsamer als noch gestern erwartet.

Die Trackmodelle bringen aktuell vor allem Hispaniola, sprich die Dom Rep und Haiti, ins Spiel; außerdem Kuba und jetzt auch Puerto Rico.
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Knapp östlich der zentralen Kleinen Antillen befindet sich das System 97L in rasanter Entwicklung.
Im Prinzip einzig die Nähe trockener Luft könnte verhindern, dass dieses System zum Tropischen Sturm GABRIELLE wird, dem siebten Tropensturm der aktuellen Hurrikansaison.

Und GABRIELLE könnte der erste richtig starke Wirbelsturm der Atlantischen Hurrikansaison 2013 werden. Die GFS-Modelle sehen momentan sehr aggressiv aus, einige sehen innerhalb weniger Tage einen Großen Hurrikan (major hurricane) entstehen. Dieser Umstand und die bereits große Nähe zur Karibik veranlasst uns, Sie bereits in diesem frühen Stadium zu informieren.

Die Trackmodelle sehen verhalten sich recht einstimmig, weshalb die Wahrscheinlichkeit für eine Zugbahn hoch ist, die die Dominikanische Republik (Ankunft wahrscheinlich am Mittwoch), Haiti und Kuba (Donnerstag) beinhaltet. Auch Florida, die Bahamas und Jamaica sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Prognose Atlantische Hurrikansaison 2013 Update: NOAA erwartet aktive Hurrikansaison

Mittwoch, 14. August 2013

Wie immer im August hat die NOAA auch in diesem Jahr vor ein paar Tagen ihr Update des Atlantic hurricane season outlook veröffentlicht. Diese Aktualisierung ist sinnvoll, da bis zu diesem Zeitpunkt der Atlantischen Hurrikansaison gewonnene Erkenntnisse einiges an Aufschluss hinsichtlich des zu erwartenden aktiveren Teils - üblicherweise von Mitte August bis Ende Oktober dauernd - geben können.

Und Gerry Bell, lead seasonal hurricane forecaster beim CPC der NOAA glaubt an eine überdurchschnittlich aktive Atlantische Hurrikansaison 2013 (Wahrscheinlichkeit 70%).

Gründe für diese Erwartung hat er mehrere zur Hand.
Zuerst einmal sind die bereits Anfang des Jahres 2013 prognostizierten sturmfreundlichen ozeanischen und atmosphärischen Bedingungen Wirklichkeit geworden. Außerdem haben sich 2 der 4 bisherigen Tropischen Stürme der laufenden Saison tief im tropischen Atlantik gebildet, was erfahrungsgemäß ein Indiz für eine aktive Saison darstellt. Hinzu kommen eine überdurchschnittlich hohe Temperatur des Wassers an der Oberfläche des Atlantiks und eine stärkere Regensaison in Westafrika, was normalerweise Windbedingungen schafft, die tropischen Systemen die Umwandlung in Tropische Stürme und Hurrikans erleichtern.

Nach Einschätzungen der NOAA besteht jeweils eine Wahrscheinlichkeit von 70% für folgendes Szenario:

Benannte Tropische Stürme: 13 - 19
davon
Hurrikans: 6 - 9
davon
Major Hurrikans: 3 - 5 

Der Durchschnitt der letzten 30 Jahre liegt bei 12 benannten Stürmen, 6 Hurrikans und 3 Major Hurricanes.

Trotz allem: Im Vergleich zur Mai-Prognose wurden die erwarteten Spitzenwerte (20 TS, 11 HURR, 6 MAJ HURR) um 1 oder 2 reduziert, was bedeutet, dass das Update de facto eine "Entschärfung" gegenüber den im Mai veröffentlichten Erwartungen darstellt. Hauptmotiv hierfür ist die gesunkene Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von La Niña, welche - einfach gesagt - bei ihrem Auftreten durch reduzierte Scherwinde für eine verstärkte Aktivität sorgt. Ein weiterer Aspekt ist ganz simpel: In der laufenden Saison im Atlantik hat sich noch kein Hurrikan gebildet. 

Es bleibt aber abschließend anzumerken, dass eine Prognose erst einmal eintreten muss. Und viel wichtiger: Eine Hurrikansaison kann so aktiv sein wie sie will; wenn die Hurrikans kein Festland bedrohen, wird sie nicht nur als nicht sonderlich aktiv empfunden sondern auch die Zahlen hinsichtlich Opfer und Schäden halten sich natürlich vergleichsweise in Grenzen. Noch viel wichtiger ist aber, sich immer wieder klarzumachen, dass dies auch andersherum gilt: Eine Hurrikansaison kann so "schwach" sein, wie sie will; wenn aber dieser eine Monsterhurrikan auf Festland trifft ..........

Tropischer Sturm DORIAN

Mittwoch, 24. Juli 2013

30. Juli 2013:
Die Chancen, dass DORIAN - vor allem kurzfristig - noch einmal zu einem Tropischen Sturm wird, sinken weiter. Hier einmal die Reste DORIANs bei den Dominikanischen Republik im Satellitenfoto:

Tropischer Sturm DORIAN, 2013, aktuell, Atlantische Hurrikansaison 2013, Dominikanische Republik, Dorian, Florida, Juli, Kuba, Satellitenbild Satellitenbilder, Vorhersage Forecast Prognose
DORIAN (Reste) 30. Juli 2013 Dom Rep
Credit: NASA / NOAA


29. Juli 2013:
Obwohl die Überreste DORIANs momentan recht unscheinbar daher kommen und aktuell weder eine Low-Level-Zirkulation noch ein ausgeprägter Kern zu erkennen ist, bedarf es laut NHC nur einer minimalen Intensivierung der Gewitter-Aktivität, um eine Reaktivierung DORIANs (der Name ist noch beibehalten, als neue Invest Area andererseits wird das System als 91L geführt) auszulösen.

Das NHC gibt bereits 50% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der kommenden 48 Stunden, die GFS-Modelle waren im Laufe des Sonntags sogar teilweise ziemlich aggressiv und sahen 91L bzw. Ex-DORIAN vorübergehend innerhalb von 72 Stunden zu einem Hurrikan werden. Diese Situation hat sich allerdings wieder beruhigt.

Aktuell befindet sich das System NNE der Westward Islands und wird am Montag und Dienstag voraussichtlich nicht allzu nahe nördlich an Puerto Rico und Hispaniola vorbei zu den südlichen Bahamas ziehen. Das GFS-Track-Ensemble deutet für Tag 3 direkt auf Kuba, danach in den Golf von Mexiko mit der Möglichkeit einer Rechtsdrift an die Westküste Floridas..

28. Juli 2013:
DORIAN ist kein Tropischer Sturm mehr.

Allerdings besitzen die Reste des Zyklons Potential für die Bildung eines neuen Wirbelsturms, ein Hurricane Hunter wird das System am Nachmittag untersuchen.


27. Juli 2013:
Es geht anscheinend wirklich zu Ende mit DORIAN, der gerade noch so ein Tropischer Sturm ist (65 km/h max. anhaltende Winde, 1011 mBar). Das NHC geht davon aus, dass der Zyklon weiterhin an Stärke verlieren und in 24 Stunden nur noch ein Restetief sein wird. Es ist keine Sturmwarnung aktiv.

26. Juli 2013:
Update:
Gute Nachrichten: Es wächst gerade die Wahrscheinlichkeit, dass DORIAN bereits vor dem Erreichen irgendeiner Karibikinsel oder auch nur deren Längengraden zu einem Tropischen Tief abschwächt. Zusammengenommen mit dem Umstand, dass DORIAN in seinen Dimensionen nur ein ziemlich kleiner Wirbelsturm ist und dann noch die ab Sonntag wahrscheinlich hohe Zuggeschwindigkeit hinzuaddiert, darf man wirklich hoffen, dass auf Puerto Rico, Hispaniola und Kuba - die voraussichtlich direkt von DORIAN betroffen sein werden - nichts allzu Schlimmes passieren wird.
Aber noch ist nichts sicher. Es gilt, die Entwicklung aufmerksam zu verfolgen.

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DORIAN bleibt ein recht unorganisiertes Gebilde. Noch knappe 2000 km E der Windward Islands hat der Wirbelsturm etwas nachgelassen und erzeugt aktuell max. anhaltende Winde von 85 km/h.

Die Langzeitprognose des NHC ab Tag 4 hat sich der Tendenz der GFS-Modelle angepasst und wird immer weiter nach unten (S) hin korrigiert, womit inzwischen Kuba klar ins Spiel kommt. Und die jüngsten Modelle sehen eine Rechtsdrift und somit eine Wanderung die East Coast hinauf nur noch mit etwa 50% Wahrscheinlichkeit. Florida steht nicht mehr voll im Fokus, sondern in diesem Moment gehen die anderen 50% an ein Golf-Szenario.

Am Sonntag sollten wir wohl Klarheit haben, wohin es endgültig gehen wird. Von Sonntag bis Mittwoch wird der Zyklon den nördlichen Windward Islands, Puerto Rico, der Dom Rep, Haiti und Kuba / den Bahamas (in dieser Reihenfolge) nahe kommen. Durch die Süd-Korrektur laut der aktuellen Vorhersage deutlich näher als noch gestern erwartet.

Ab morgen ist mit ersten Sturmwarnungen zu rechnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass DORIAN in den kommenden 5 Tagen zu einem Hurrikan wird, geht gegen Null.
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25. Juli 2013:
Die Kapverdischen Inseln liegen mittlerweile mehr als 1100 km hinter DORIAN, die Zuggeschwindigkeit ist leicht gesunken (28 km/h). Der Zyklon erzeugt max. anhaltende Winde von 95 km/h, aber (noch) sind die Chancen für das Erreichen des Titels "Hurrikan" sehr gering. Ab Sonntag steigen sie etwas.
Generell hat sich - abgesehen vom Zeitplan - kaum etwas verändert an der Prognose. Das NHC erwartet DORIAN ein wenig langsamer und somit die Ankunft auf den Bahamas laut dem aktuellen Stand der Dinge kaum vor Dienstag oder Mittwoch kommender Woche.

Die Streuung der GFS-Modelle ist gewachsen. Von einem Besuch der mexikanischen Riviera Maya bis zu einer recht frühen Rückkehr über den Atkantik in Richtung Europa auf den Längengraden der Kleinen Antillen sitzt alles drin. Allerdings sind diese beiden Extreme recht unwahrscheinlich, das Gros der Modelle deutet momentan nach Florida.
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Update: TD04 ist jetzt offiziell der Tropische Sturm DORIAN.
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Weit im Osten des Nordatlantiks hat sich das Tropische Tief Nr. 4 der laufenden Atlantischen Hurrikansaison gebildet, welches sehr wahrscheinlich in Kürze auch zum vierten Tropensturm selbiger namens DORIAN deklariert werden wird.

Seit Tagen deuten die Modelle an, dass DORIAN zu einem East-Coast-Sturm werden, sprich nördlich von Puerto Rico, Hispaniola (Dominikanische Republik & Haiti) und Kuba bleiben wird. Die aktuelle Vorhersage des NHC schließt sich dieser Meinung an, allerdings kann noch viel passieren, bis der Zyklon in die Nähe der Karibik kommt. Was kaum vor dem kommenden Wochenende der Fall sein wird. Obwohl TD04 mit flotten 32 km/h unterwegs ist und diese wahrscheinlich auch beibehalten oder steigern wird, befindet sie sich gerade einmal 500 km (WSW) von den Kapverdischen Inseln entfernt.

Momentan ist es unwahrscheinlich, dass DORIAN ein starker Sturm wird, aber auch das kann sich noch ändern. Bis zum Wochenende werden wir Genaueres über den weiteren Verlauf und die potentielle Bedrohung von Festland durch DORIAN wissen.

Voraussichtliches Szenario Stand 24. Juli:
Ankunft Bahamas nächsten Dienstag oder Mittwoch, dann Rechtsschwenk und mit einigem Abstand die US-Ostküste hoch. Deutlich geringere Chance für Landfall Forida. Und eine recht minimale aber nicht auszuschließende Möglichkeit: DORIAN wandert in den Golf von Mexiko.

Tropischer Sturm CHANTAL: Antillen, Dominikanische Republik, Haiti, Kuba, Bahamas, Florida, East Coast

Sonntag, 7. Juli 2013





Mittwoch, 10. Juli 2013
Update II
CHANTAL ist kein Tropischer Sturm mehr, auch die verbleibende Tropical Depression gilt als aufgelöst. Alle Sturmwarnungen wurden deaktiviert.
Auf Kuba und Hispañola muss heute und morgen vereinzelt dennoch mit dem Auftreten von Sturmwinden gerechnet werden.

Update I
Nun ist CHANTAL doch noch zu einem dieser unkalkulierbaren Wirbelstürme geworden.
Der Hurricane Hunter ist verzweifelt auf der Suche nach einem Kern, misst aber noch immer max. anhaltende Winde von 75 km/h. Das NHC setzt das Zentrum aber wesentlich westlicher an als noch vor ein paar Stunden angenommen, nämlich bereits südlich von Haiti. Womit Jamaica und Kuba plötzlich wieder ins Spiel kommen. Das Gros der Konvektion befndet sich aktuell aber doch über der Dominikanischen Republik und Haiti, wo es in Hinsicht auf Niederschläge aktuell recht ordentlich zur Sache geht.

Die Dominikanische Republik hat aber bereits jegliche Sturmwarnung deaktiviert, in Haiti gilt noch Tropical Storm Warning. Auf Jamaica wurde Tropical Storm Watch aktiviert.

CHANTAL oder ihre Überreste werden laut den korrigierten Prognosen jetzt über Zentral-Kuba hinweg direkt an die Südspitze Floridas ziehen.
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Gute Neuigkeiten! CHANTAL ist wahrscheinlich nur noch eine Tropische Welle bzw. ein Tropisches Tief. Ein Hurricane Hunter ist unterwegs, um dies zu bestätigen. Sollte dies passieren, werden sofort alle Sturmwarnungen deaktiviert werden.

Es gilt noch Tropical Storm Warning in der Dominikanischen Republik, Haiti und auf den SE-Bahamas.
Tropical Storm Watch ist auf den Zentral-Bahamas aktiv.

Die max. anhaltenden Winde des Zyklons sind auf  maximal 75 km/h gesunken, ziemlich sicher wird der Hurricane Hunter in Kürze bestätigen, dass sie noch geringer sind. CHANTAL ist außerdem sehr klein und vor allem zieht sie weiterhin mit 46 km/h voran. Was bedeutet, dass das, was in der Dominikanischen Republik und Haiti an Impakt zu erleben sein wird, erfreulich schnell vonstatten gehen wird.



Dienstag, 9. Juli 2013
Abend-Update
In den vergangenen Stunden hat CHANTALs Intensität nicht weiter zugenommen und im Satellitenbild sieht der Zyklon nicht wirklich gesund aus. Hurricane Watch Dom Rep bleibt aber bestehen.
Hier eine Grafik der Prognose des Weges des Kerns CHANTALs über die Dominikanische Republik und Haiti, der auch ziemlich sicher und nur mit geringen Abweichungen (die natürlich für einzelne Personen, Gebäude oder Orte entscheidend sein können) so eintreffen dürfte:

Tropischer Sturm CHANTAL: Antillen, Dominikanische Republik, Haiti, Kuba, Bahamas, Florida, East Coast, 2013, aktuell, Atlantische Hurrikansaison 2013, Chantal, Dominikanische Republik, Florida, Juli, Karibik, Satellitenbild Satellitenbilder, Vorhersage Forecast Prognose
Prognose Zugbahn CHANTAL Dom Rep und Haiti
Credit: NOAA | Google

Die Sturmwarnung auf den Kleinen Antillen wurde inzwischen komplett deaktiviert.
Im Gegenzug gilt Tropical Storm Warning jetzt auch auf den SE-Bahamas, den Turks und den Caicos Islands.
Tropical Storm Watch wurde auf die Zentral-Bahamas ausgedehnt.

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Update I
CHANTALs Kern hat mittlerweile die Kleinen Antillen überquert und befindet sich auf dem Weg zur Dominikanischen Republik. Dabei ist der Zyklon stärker (100 km/h max. anhaltende Winde, 1006 mBar min. Zentraldruck) und etwas schneller (46 km/h) geworden. Obwohl die Chance, dass CHANTAL zu einem Hurrikan wird,  nach wie vor gering ist, wurde eine erste Hurrikanwarnung in der Dominikanischen Republik aktiviert.

Aktualisierung Sturmwarnungen

Hurricane Watch
Dominikanische Republik von Barahona bis Samana

Tropical Storm Warning
Dominica, Martinique, Guadeloupe, Puerto Rico, komplette Küste Dominikanische Republik, Nordküste Haiti von Le Mole St. Nicholas ostwärts

Tropical Storm Watch
US-Jungferninseln, Vieques und Culebra, Haiti von Le Mole St. Nicholas suedwaerts bis zur Grenze mit der Dom Rep, Turks und Caicos, SE-Bahamas


Die Prognose gegen Ende der Vorhersageperiode ist etwas unsicherer geworden, weshalb Florida in die Warnzone gerückt ist.

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CHANTALs Intensität, Zugrichtung und Geschwindigkeit sind über Nacht konstant geblieben und noch immer ist der Wirbelsturm im Satellitenbild eine recht unscheinbare Angelegenheit (siehe auch HQ-Satellitenfoto CHANTAL 8. Juli).

Der Kern des Zyklons befindet sich aktuell 70 km NNW von Barbados und 135 km E von St. Lucia und wird mittig zwischen St. Lucia und Martinique hindurch ziehen (siehe auch: Radarbild Martinique). Danach wird es laut den aktuellen Erwartungen mit einem leichten Rechtsschwenk südlich an Puerto Rico vorbei direkt auf Santo Domingo in der Dominikanischen Republik zu gehen.

Auf den Windward-Islands werden ab sofort Sturmbedingungen erwartet, in Puerto Rico und dem Süden der Dominikanischen Republik ab Mittwoch Morgen.

siehe auch: Hinweise zum Verhalten bei Sturm und Hurrikan

Aktualisierung Sturmwarnungen

Tropical Storm Warning: Barbados, Dominica, St. Lucia, Martinique, Guadeloupe, Puerto Rico, südliche Küste Dominikanische Republik von Cabo Engaño bis zur Grenze mit Haiti

Tropical Storm Watch: St. Vincent, US-Jungferninseln, Vieques und Culebra, nördliche Küste Dom. Rep., Haiti, Turks und Caicos, SE-Bahamas

Momentan sieht es danach aus, als blieben Kuba und Florida weitgehend unberührt von CHANTAL.
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Montag, 8. Juli 2013
Abend-Update
Ein Hurricane Hunter, der CHANTAL heute Nachmittag besuchte, fand sie mit 85 km/h max. anhaltenden Winden ein wenig stärker vor.
Der Wirbelsturm hält eine Zuggeschwindigkeit von mehr als 40 km/h, Zugrichtung ist noch 285° (WNW). Die aktuelle Position des Kerns ist 11,8N 55,0W, noch 515 km ESE von Barbados.

Aktualisierung Sturmwarnung
Tropical Storm Warning: Barbados, Dominica, Saint Lucia, Martinique, Guadeloupe, Puerto Rico

Tropical Storm Watch: St. Vincent, US-Jungferninseln, Vieques und Culebra, Dominikanische Republik  Südküste von Cabo Engaño bis zur Grenze mit Haiti.
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Obwohl System 95L noch eine recht unscheinbare Angelegenheit ist (siehe auch: HQ-Satellitenbild CHANTAL), wurde es bereits zum Tropischen CHANTAL, dem dritten Tropischen Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2013, deklariert. 

Generell wird in etwa das eintreten, was die Modelle gestern schon erwarten ließen. Es wird über die Kleinen Antillen südlich an Puerto Rico vorbei zur Dominikanischen Republik gehen, danach über Ostkuba zu den Bahamas oder nach Florida. Momentan ist nicht davon auszugehen, dass CHANTAL zu einem Hurrikan wird, was sich aber noch ändern kann. Und zu begrüßen ist der Umstand, dass alles ziemlich schnell gehen wird. Schon am kommenden Samstag sollte CHANTAL bei den Bahamas | Florida ankommen.

Im Moment befindet sich der Kern des Zyklons noch knapp 900 km ESE von Barbados, erzeugt max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 75 km/h und bewegt sich mit flotten 41 km/h in Richtung WNW (285°).

Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde schon so einiges an Sturmwarnung in der Karibik aktiviert. Den aktuellsten Stand finden Sie immer auf der Grafik oben rechts.
In diesem gilt:
Tropical Storm Warning
-auf Barbados, Dominica, Saint Lucia, Martinique und Guadeloupe

Tropical Storm Watch
- auf Saint Vincent und Puerto Rico (inkl. Vieques und Culebra)
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Eine Tropische Welle etwa 1500 km ESE der Windward-Inseln besitzt ordentliches Potential, in Kürze zum Tropischen Sturm CHANTAL zu werden. DASS System 95L zu CHANTAL wird, gilt als ziemlich sicher.

Das aktuelle GFS-Ensemble bringt das System ziemlich einhellig:

- am Dienstag, 9. Juli 2013 zu den Kleinen Antillen
- zwischen Mittwoch und Donnerstag, 10. und 11. Juli, zur Dominikanischen Republik und
- zum Wochenende zu den Bahamas, nach Florida oder an die US-Ostküste

Auf den Kleinen Antillen ist jederzeit die Aktivierung von Sturmwarnung möglich.
Beobachtet werden sollte die Entwicklung auch auf Puerto Rico (wahrscheinlich geht es südlich vorbei), Jamaica (wahrscheinlich geht es nördlich vorbei) und Kuba (wahrscheinlich geht es nördlich vorbei).

Bitte beachten Sie, dass es sich bei obigen Informationen vorerst nur um eine Tendenz handelt und sie nicht als offizielle Vorhersage behandelt werden dürfen. Sobald eine solche vorliegt, werden wir Sie Ihnen selbstverständlich mitteilen.

Tropischer Sturm ANDREA bei Florida

Mittwoch, 5. Juni 2013


Update 8. Juni

ANDREA ist kein Tropischer Sturm mehr, alle Sturmwarnungen wurden deaktiviert.
Trotz jetzt außertropischer Eigenschaften erzeugt Ex-ANDREA noch immer anhaltende Winde von 75 km/h.
Diese und die starken Niederschläge ziehen aber mittlerweile mit mehr als 60 km/h bereits aus Neu-England ab.



Update 7. Juni mittags

Ein riesiges Konvektionsgebilde mit außertropischen Anzeichen stellt ANDREA mittlerweile dar, sie wird aber immer noch als tropisch geführt.

Florida ist inzwischen so ziemlich aus dem Schneider, auch in Georgia und South Carolina gilt keine Sturmwarnung mehr.

Sturmwarnung (Tropical Storm Warning) aktuell
Little River Inlet bis Cape Charles Light Virginia
Pamlico und Albemarle Sounds
Lower Chesapeake Bay südlich von New Point Comfort

ANDREA produziert noch anhaltende Winde von 75 km/h, der min. Zentraldruck liegt bei 996 mBar. Zugrichtung ist NE und Zuggeschwindigkeit jetzt schon ordentliche 44 km/h.


Update 6. Juni abends

ANDREA ist weiterhin ein ziemlich unorganisiertes Gebilde. Der Kern des Zyklons befindet sich inzwischen über Nord-Florida, wobei aber starke Winde und Niederschläge bereits weit NE vom Zentrum festgestellt werden. An der Sturmwarnung hat sich bislang noch nichts geändert, man darf aber davon ausgehen, dass die Warnung an der Golfküste Floridas bald deaktiviert wird.

Das NHC erwartet erwartet ANDREA jetzt noch schneller und glaubt, dass der Kern des Systems am Samstag bereits bei Neu-England ankommt.

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Nicht wirklich überraschend ist aus dem System 91 L der Tropische Sturm ANDREA geworden, der sich relativ flott dem Florida Big Bend nähert.
ANDREA erzeugt momentan max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 96 km/h, der min. Zentraldruck liegt bei 997 mBar. Dass ANDREA vor Erreichen noch zu einem Hurrikan wird, ist unwahrscheinlich.

Aktuell geht die Prognose des NHC davon aus, dass ANDREA den Status Tropischer Sturm über Land halten wird, während sie in den kommenden 48 bis 72 Stunden Nord-Florida, Georgia, die Carolinas und Virginia überquert, bevor es dann voraussichtlich am Samstag über offenes Atlantikwasser gehen soll.
Wenn auch wahrscheinlich außertropisch und sehr schnell, könnte ANDREA die komplette East Coast bis hoch nach Neu England beeinflussen.

Aktuelle Sturmwarnung (Tropical Storm Warning)
 Golf von Mexiko
Boca Grande bis Indian Pass
 U.S.-Ostküste
Flagler Beach bis Cape Charles Light VA., Pamlico und Albemarle Sounds, Lower Chesapeake Bay suedlich von New Point Comfort




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Satellitenbild 91L
5. Juni 2013
Credit: NASA / NOAA
5 Tage nach Beginn der offiziellen Atlantischen Hurrikansaison 2013 sorgt das erste Tropische System bereits für einige Unruhe im südlichen Gold von Mexiko. Betroffen sind von den starken Niederschlägen die Halbinsel Yucatán, Teile Floridas und Teile Kubas.

Auch wenn das NHC die Bedingungen für die Entwicklung zu einem Tropischen Sturm als nicht besonders günstig ansieht, gibt es mittlerweile doch 60% Wahrscheinlichkeit an, dass 91L innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird.

Dies wäre kurz vor Erreichen des nördlichen Floridas, denn dort soll der Kern zwischen Donnerstag und Freitag ankommen.

Unabhängig von der Entwicklung der Intensität des Systems ist in den kommenden Tagen weiterhin mit starken Niederschlägen zu rechnen, die sich langsam von Yuacatán nach Florida verlagern sollten.


Wo in den USA gibt es die meisten Tornados?

Sonntag, 18. November 2012

Hier ist ein Vorwort notwendig.

In den wenigen Stunden, in denen folgende Grafik online zu finden ist, hat sie in den USA so viel Polemik hervorgerufen, dass uns tatsächlich die berühmten Videos mit US-Bürgern, die vor eine unbezeichnete und bis auf Bundesstaatsgrenzen weiße Landkarte der Vereinigten Staaten von Amerika gestellt und gebeten wurden, bestimmte Bundesländer zu benennen, in den Sinn kamen.

Klischees werden manchmal gern gar nicht so farbig dargestellt.

Es gibt aber auch einfache Mittel, um die Bildung solcher Klischees ein wenig zu bremsen. Zum Beispiel, indem man vor dem Zeigen einer Grafik erklärt, worum es sich bei selbiger handelt.

Hier also das, was man wissen muss:
- Die folgende Grafik zeigt per (dunkler werdender) Farbe die US-Bundesstaaten, in denen zwischen 1962 und 2011 im Jahresdurchschnitt die meisten Tornados aufgezeichnet wurden.
- Die im jeweiligen Bundesstaat angegebene Zahl bezeichnet den Durchschnitt dort aufgezeichneter Tornados pro Jahr (1962 - 2011).
- Die Form und Größe der Bundesstaaten wurde der Anzahl der durchschnittlich pro Jahr aufgezeichneten Tornados angepasst (dieses Detail hätte man sich vielleicht sparen sollen), es handelt sich also nicht um eine Geo-graphisch korrekte Landkarte der USA.

Falls immer noch Zweifel bestehen, fragen Sie ruhig. Bevor die Grafik nun endlich zu sehen sein wird, gilt es noch zu erwähnen, dass der Herausgeber der NWS (National Weather Service) ist, also das Offiziellste vom Offiziellen, was (unter anderem) die Bestätigung von Tornados betrifft.

Sturmsituation Tropen weltweit 21. Oktober 2012

Sonntag, 21. Oktober 2012

Vorab: GOES-14 scheint seine Position erreicht zu haben, womit uns wieder vernünftige Satellitenbilder aus dem Nord-Atlantik zur Verfügung stehen. Die momentan aktiven Systeme betreffend sind die Bilder allerdings wenig aussagekräftig (was an der von den Systemen produzierten Konvektion und nicht am Satelliten liegt).

In der Karibik (Atlantische Hurrikansaison) entwickelt sich 99L langsam, aber sicher und zieht dabei sehr gemächlich westwärts. Das National Hurricane Center warnt vor möglichen starken Niederschlägen während der kommenden Tage in Ost-Kuba, Jamaika, Haiti und der Dominikanischen Republik.
Die Wahrscheinlichkeit, dass 99L innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, ist auf 70% gestiegen. Die Intensitätsmodelle, die langfristig um einiges weniger aggressiv als noch gestern daherkommen, sehen in 36 - 48 Stunden einen Tropischen Sturm (SANDY: Liveticker). Besuche durch Hurricane Hunter sind bereits programmiert.
Wohin die Reise gehen wird, ist im Long Range noch unklar, allerdings schießen sich die Modelle kurzfristig auf eine Zugbahn mit Kurs W bis nahe an Yucatán oder Belize heran ein, der eine Drift nach NNE mit einem Besuch Ost-Kubas und der Bahamas folgen soll. Florida ist inzwischen wieder etwas mehr ins Rampenlicht gerückt und auch die US-Ostküste sollte die Entwicklung beobachten.

System Nummer 2 im Atlantik - nach 99L kommt wieder 90L - befindet sich etwas mehr als 1000 Kilometer ENE der Leeward Islands (nördliche Kleine Antillen). Das NHC gibt 30% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der nächsten 2 Tage. Die Trackmodelle sehen die mittelgroße Atlantikkurve (die bereits in den kommenden 2 bis 4 Tagen in Angriff genommen und auch abgeschlossen werden sollte), was bedeutet, dass die Azoren noch einmal ins Spiel kommen könnten. Momentan sieht es aber eher danach aus, als würde 90L auf dem Weg nach Europa südlich der portugiesischen Inseln bleiben.


Im Nordost-Pazifik (Pazifische Hurrikansaison) sitzt eine kräftige Wetterstörung vor dem südlichen Mexiko und Guatemala. Noch sind die Chancen gering, dass da etwas passiert, aber eine langsame Entwicklung ist nicht ausgeschlossen. Aktuell zieht das System nach Westen.


Östlich der Philippinen (Taifunsaison) braut sich nach ein paar Tagen Verschnaufpause im Westpazifik schon wieder etwas zusammen. System 92W besitzt zwar noch eine nur geringe Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Tropischen Zyklons in den kommenden 24 Stunden, aber wir wissen ja, wie schnell das in der Taifunsaison gehen kann. Vertrauenswürdige Daten und Prognosen zu 92W liegen noch nicht vor.

System 97L bei der Dominikanischen Republik entwickelt sich

Samstag, 6. Oktober 2012

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Satellitenbild 97L
6. Oktober 2012
Credit: NASA / NOAA
Auch in der Atlantischen Hurrikansaison 2012 könnte es zügig weiter gehen, obwohl das Soll laut der Saisonprognosen eigentlich so langsam erfüllt ist.

Es ist so spät in der Saison nicht mehr wahrscheinlich, dass starke Entwicklung nahe der Kapverden stattfindet, aber in oder nahe der Karibik ist noch einiges möglich.

Im Moment entwickelt sich nördlich von Hispaniola (Dominikanische Republik und Haiti) und östlich der Bahamas das System 97L - das National Hurricane Center hat allerdings noch nicht reagiert.

Die aktuellen Trackmodelle bringen das System, welches im Fall der Fälle zum Tropischen Sturm PATTY werden würde, nicht in die Karibik, obwohl dies nicht ganz unmöglich scheint. Die Intensitätsmodelle lassen einen Hurrikan zu.

Beobachtet werden sollte die Entwicklung auf Kuba, in Florida, auf den Bahamas, auf Bermuda und auch an der US-Ostküste.

Jetzt bleibt aber erst einmal abzuwarten, ob und wenn wie sich das NHC zu 97L stellt.

Hurrikanprognose Karibik Oktober-November 2012 Dr. Gray | Philip Klotzbach

Montag, 1. Oktober 2012

Zum zweiten Mal haben Dr. William M. Gray und Philip J. Klotzbach eine Vorhersage der Hurrikanaktivität in der Karibik für die beiden letzten Monate der offiziellen Atlantischen Hurrikansaison, Oktober und November, erstellt.

Diese Prognose ist auf die Karibik beschränkt, da die Aktivität in der "Main Development Region" normalerweise Anfang Oktober zu Ende geht, während sich in der Karibik oftmals noch im November Tropenstürme bilden.

Es handelt sich nicht um eine Vorhersage mit einer Anzahl von Tropischen Stürmen und Hurrikans, sondern vielmehr um eine Einschätzung dahingehend, ob eine normal, eine überdurchschnittlich oder eine unterdurchschnittlich aktive Spätsaison zu erwarten ist.

Zwei Faktoren werden dieser Prognose als Fundament zugrunde gelegt.
Zum einen  die El Niño Southern Oscillation (ENSO) - einfach gesagt die Entwicklung des El-Niño-Ereignisses im tropischen Pazifik und zum anderen die Sea Surface Temperatures (SST) in der Karibik, beide bezogen auf die Monate Juli bis September.

Im aktuellen Fall sind beide Bedingungen relativ warm, was gegenteilige Auswirkungen zur Folge hat. Warme El-Niño-Bedingungen sprechen für ein frühzeitiges Ende der Antlantischen Hurrikansaison, warme Wasseroeberflächentemperaturen in der Karibik hingegen sind förderlich für die weitere Bildung von Tropischen Stürmen.

Deshalb lautet die Prognose der Herren Gray | Klotzbach:

Im Oktober und November 2012 ist eine eher durchschnittliche Sturmaktivität in der Karibik wahrscheinlich.

Original-Vorhersage (englisch)

Tornadowarnung Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida

Sonntag, 30. September 2012


Links
Live-Radar


Liveticker

- Tornado Warning Greene County, Mississippi bis 19:15 CDT
- Tornado Warning Mobile und Washington County, Alabama bis 19:15 CDT
- neuer Tornado Watch für Teile von Louisiana, Mississippi, Alabama und Florida: Details
- Tornado Warning Hancock und Harrison County, Mississippi bis 18:15 CDT
- Tornado Warning Orleans und St. Tammany Parish, Louisiana bis 18:15 CDT
- Potentieller Tornado S von McLain zieht in Richtung Leakesville
- starke Rotation bei McLain und Leaf, Mississippi
- Tornado Warning bis 17:45 CDT in George, Greene, Perry und Stone County, Mississippi
- Tornadoschäden aus McHenry und Stone County, Mississippi gemeldet
- Tornado Warning Perry County und Stone County, Mississippi bis 17:15 CDT
- 16:25 CDT: Emergency Manager meldet Tornadoschäden in McHenry, Mississippi
- starke Rotation (evtl. Tornado) W von McHenry, Highway 49 in Stone County, Mississippi
- Tornado Warning Stone County, Mississippi bis 17:00 CDT
- Tornado am Boden gesichtet: Highway 53 SW von Saucier, Mississippi 15:30
- Tornado Warning Hancock und Harrison County, Mississippi bis 16:15 CDT
- starke Rotation bei Crane Creek, Mississippi
- Tornado Watch bis 20 Uhr CST ausgedehnt
- Tornado Warning jetzt auch in Pearl River County, Mississippi
- Möglicher Tornado Highway 43 bei Picayune. Achtung - liegt nicht in der Warnzone!

Entwicklung im Golf von Mexiko (93L) vor Texas

Sonntag, 16. September 2012

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Satellitenbild 93L Golf von Mexiko
16. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Im nordwestlichen Golf von Mexiko etwas östlich von Brownsville, Texas entwickelt sich ein bisher schwaches Oberflächentief und hat einiges Potenzial für Intensivierung. Allerdings bewegt sich das System 93L in Richtung NE und auch die Trackmodelle bringen es bereits in zwei Tagen in Zentral-Louisiana an Land. Da bliebe also nicht viel Zeit, um groß und stark zu werden.

Trotzdem warnt das NHC vor vereinzelt möglichen starken Niederschlägen und Winden in Louisina, Mississippi, Alabama und am Florida Panhandle bis mindestens Dienstag.

Ihre Fragen zur Hurrikansaison - 13. September 2012

Donnerstag, 13. September 2012

Wir wollen einmal versuchen, ein paar der am häufigsten in den Suchmaschinen gestellten Fragen zum Thema Sturm, Hurrikan und Taifun zu beantworten. Sollte dies auf Interesse stoßen, könnte es - abhängig von unseren zeitlichen Kapazitäten - zu einer regelmäßigen "Sprechstunde" werden.

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hurricane saison, hurrikan saison, hurrikansaison, hurrikan blog, hurricane blog, hurrikansaison blog: Ja, da sind Sie hier richtig.

hurrikan warnungen tulum: Gibt es im Moment nicht. Ein Tropensturm - Hurrikan ERNESTO - ist in der laufenden Saison bereits nach Yucatán gezogen.

tropensturm nadine, wirbelsturm nadine, verlauf tropischer sturm nadine, hurricane nadine, nadin:  Ist momentan aktiv im Atlantik: Alles zu NADINE.

 taifun westpazifik 13.09.2012, Super Typhoon, kommt am 16. september ein taifun nach okinawa?: Ja, das ist sehr wahrscheinlich: SANBA aktuell

hurrikanwarnung florida: Momentan gibt es nur eine Wetterstörung bei Florida, ein Tropischer Sturm oder Hurrikan ist nicht in Anmarsch.

hurricane in Florida im oktober: Dazu kann man noch nicht viel sagen. Florida hat in diesem Jahr bereits drei Mal etwas von einem Tropensturm zu spüren bekommen, was aber nicht bedeutet, dass es nicht auch noch ein viertes Mal passieren kann.

hurrikan mexiko, hurricane mexico, mexiko hurrikanvorschau 2012: Im Moment kein Hurrikan bei Mexiko in Sicht oder in Aussicht. Tropensturm KRISTY allerdings befindet sich im Pazifik noch nahe Mexiko.

ex-hurrikan leslie kommt nach deutschland, lessli, lesle, : Nicht wirklich.

hurricansaison florida, hurricaneprognose florida, hurrikan florida aktuell: Im Moment zieht kein Hurrikan nach Florida.

hurrikan warnung dominikanische republik: Momentan nicht aktiv. NADINE - aktuell einziger Tropensturm im Atlantik - zieht nicht zur Dom Rep.



Atlantische Hurrikansaison aktuell: LESLIE, MICHAEL und pot. NADINE

Samstag, 8. September 2012

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Satellitenbild Atlantik
8. September 2012
Credit: NASA / NOAA / hurrikansaison.blogspot
Es geht gerade richtig rund im Atlantik, was auch gut zum Datum passt, denn im Langzeitdurchschnitt ist der 10. September der Höhepunkt der Atlantischen Hurrikansaison.

LESLIE bewegt sich mit schlappen 7 km/h exakt in Richtung Nord. Bald sollte eine leichte Rechtsdrift einsetzen und wenn dies wirklich passiert, sollte es für die Bermudas, von denen LESLIEs Kern etwa 500 Kilometer entfernt ist, nicht so wahnsinnig schlimm werden. Sturmwarnung (Tropical Storm Warning) wurde trotzdem aktiviert, Sturmbedingungen werden ab Sonntag früh erwartet.
Dabei ist die Wahrscheinlichkeit, dass richtige Sturmwinde die Inseln erreichen, mittlerweile auf 20-30% gesunken. Dies liegt aber auch daran, dass LESLIE aktuell "nur" anhaltende Windgeschwindigkeiten von 100 km/h erzeugt. Man geht davon aus, dass der Wirbelsturm auf Höhe Bermuda noch einmal zu einem Hurrikan wird, dann wird auch die Wahrscheinlichkeit für Sturmwinde auf Bermuda erneut steigen. Auch offizielle Hurrikanwarnung könnte aktiviert werden.
Live-Updates zu LESLIE finden Sie in unserer rechten Menüleiste.

MICHAEL ist noch immer ein kleiner, aber feiner Hurrikan der Kategorie 2 und genauso schnell wie LESLIE, allerdings mit Kurs NNW unterwegs. Bei einem Kerndruck von 974 mBar produziert MICHAEL anhaltende Windgeschwindigkeiten von 160 km/h. Da MICHAEL keine Landmasse bedroht, wird die Entfernung zu den Azoren angegeben und diese liegt bei etwa 1500 Kilometern.

Dass System 90L im Golf von Mexiko zum Tropischen Sturm NADINE wird, ist inzwischen nicht mehr wahrscheinlich. Das NHC gibt zwar noch 10%, dass 90L innerhalb der kommenden 48 Stunden Zyklonstatus erreicht, aber die Modelle zeigen: Daumen runter. Auch auf dem Satellitenbild sehen wir, dass es das System ziemlich auseinandergerissen hat.

Im Gegenzug sind zwei neue Bewerber um den Namen NADINE ins Rennen eingestiegen.

System 91L sitzt zwischen Florida und den Bahamas und ist auf dem Satellitenbild oben nicht zu erkennen, da sich am Tiefdruckkern momentan keine Konvektion befindet.

Eine einer Tropischen Welle zugehörigen Wetterstörung (System 92L) zieht gerade ziemlich flott über die Kapverdischen Inseln und scheint sich dabei recht rasant zu entwickeln. Das NHC gibt bereits 30% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der nächsten 2 Tage. Die jüngsten Trackmodelle bringen 92L nicht in in die Karibik, sondern ähnlich wie seine direkten Vorgänger nördlich an den nordkaribischen Inseln vorbei.

Sturmsituation Tropen weltweit aktuell 7. September 2012

Freitag, 7. September 2012

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Satellitenbild LESLIE (l.) und MICHAEL
7. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Die Pazifische Hurrikansaison und die Taifunsaison verzeichnen weiterhin keine Tropische Aktivität, also konzentrieren wir uns auf den Atlantik.

LESLIE ist zumindest vorübergehend zu einem Tropischen Sturm abgeschwächt, sollte aber morgen oder übermorgen erneut zu einem Hurrikan werden. Laut den jüngsten Prognosen werden sich wahrscheinlich zumindest 2 der 3 für Bermuda positiven Faktoren erfüllen. Aber so ein Tropensturm ist ja auch keine Kinder-Überraschung.

Der gegenüber gestern ein wenig negativ für Bermuda veränderte Faktor ist die Geschwindigkeit. Man geht jetzt davon aus, dass der Zyklon nicht ganz so schnell wie erwartet an Bermuda vorbei ziehen wird. Dieser Umstand verliert aber deutlich an Relevanz, wenn es die beiden anderen Faktoren wie im Moment prognostiziert gut mit Bermuda meinen sollten. Kein irrsinnig starker Wirbelsturm und eine wohl doch recht große Entfernung des Kerns von den Inseln.

Aktuelle Kurz-Updates finden Sie im Liveticker in unserer rechten Menüleiste.
Hier noch ein Echtfoto LESLIEs vom Hurricane Hunter aus: Sonnenaufgang.


MICHAEL ist weiterhin ein kleiner, aber feiner Hurrikan der Kategorie 2 auf dem Weg nach NW und bald dann voraussichtlich Nord. Erst am Montag soll MICHAEL laut den jüngsten Vorhersagen wirklich in Fahrt (Zuggeschwindigkeit) kommen, dann am Dienstag aber zu einem tropischen Sturm abklingen und beginnen, seine tropischen Eigenschaften zu verlieren.


Die Wahrscheinlichkeit, dass System 90L innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, ist auf 20% gesunken. Es ist aber weiterhin damit zu rechnen, dass aus 90L zumindest ein Tropisches Tief entstehen wird. Das kann sehr schnell gehen und aufgrund der Nähe zu Florida ist es durchaus möglich, dass während der kommenden 2-3 Tage sehr plötzlich Sturmwarnung in einem Teil Floridas als notwendig angesehen werden wird.

MICHAEL wird zum ersten Großen Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2012

Donnerstag, 6. September 2012

Satellitenbild Hurrikan LESLIE (l.) und Hurrikan MICHAEL
6. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Die Entwicklung MICHAELs darf man getrost als außergewöhnlich bezeichnen. In weniger als 12 Stunden hat der relativ kleine Zyklon es von einem Tropischen Sturm in die Hurrikan-Kategorie 3 geschafft, welche er auch 2 oder drei Tage lang halten könnte. Landmasse bedroht er dabei allerdings nicht.

LESLIE ist noch immer ein Hurrikan der Kategorie 1 und steuert weiterhin auf Bermuda zu, wenn man bei Fast-Stillstand von "steuern" reden kann (siehe auch: HQ-Satellitenfoto LESLIE vom 5. September, NASA-AQUA-Satellit). Man glaubt jetzt, dass LESLIE sich erst am Samstag in Bewegung setzen, dann aber sehr schnell werden wird. Die Trackprognose bringt den Kern des Wirbelsturms inzwischen ein wenig östlich an den Bermudas vorbei.

System 90L befindet sich mittlerweile komplett im Golf von Mexiko und die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, liegt bei 50%. Die Trackmodelle sehen ziemlich übereinstimmend eine Zugbahn nach Nord-Florida vorher, Ankunft laut den jüngsten mit Modellen wäre dort jetzt etwas früher, nämlich in 5 Tagen, also am kommenden Dienstag.
Update 14:00 MESZ: 90L hat sich vorerst nicht weiter entwickelt und das NHC sieht jetzt nur noch 40%.

Festzuhalten gilt, dass wir mit MICHAEL den dreizehnten von 12-17 prognostizierten benannten Tropischen Wirbelstürmen*, den siebten von 5-8 prognostizierten Hurrikans* und den ersten von 2-3 prognostizierten major hurricanes* in der Atlantischen Hurrikansaison 2012 sehen.
* August-Update Season Outlook CPC NOAA

 Das macht einerseits Hoffnung, dass da nicht mehr allzu viel Gewaltiges kommen wird, andererseits kann man sich natürlich keinesfalls darauf verlassen.

Pot. Tropischer Sturm NADINE - Achtung in Florida

Mittwoch, 5. September 2012

Pot. Tropischer Sturm NADINE - Achtung auf Florida, Nadine, Florida, Golf von Mexiko, Satellitenbild Satellitenbilder, Vorhersage Forecast Prognose, Atlantische Hurrikansaison, Hurrikansaison 2012, September, 2012,
Satellitenbild System 99L
5. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Das von Alabama kommende System 90L befindet sich mittlerweile etwa 40 Kilometer SE von Pensacola im Golf von Mexiko und zieht NOCH in Richtung SSW.

Das System hat sich entwickelt und auch wenn die Bedingungen nicht gerade als exzellent zu bezeichnen sind, sieht das NHC jetzt doch schon eine Wahrscheinlichkeit von 40% (Update 6. September 02:00 MESZ: 50%), dass 90L innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird. Bei weiterer Intensivierung werden ab morgen (Donnerstag) Nachmittag Hurricane Hunter zu Besuch geschickt.

Im Gegensatz zu Hurrikan ALICIA 1983 (der auch diesen außergewöhnlichen Weg von Norden aus in den Golf machte) deuten die Trackmodelle aber nicht auf die Region Texas-Louisiana-Mississippi hin, sondern bringen den potentiellen Wirbelsturm nach Florida.

Eine eventuelle Ankunft dort würde aber noch etwas auf sich warten lassen. Erst einmal sollte 90L noch 2 oder 3 Tage bei langsamer Bewegung weiter Kurs SSW-SW halten, bevor es dann erst in Richtung Ost gehen könnte. Ankunft im Norden von Florida laut den jüngsten Modellen: Anfang bis Mitte nächster Woche.

Bedenken Sie bitte, dass die Modelle sehr plötzlich und gravierend ihre Meinung ändern können. Dieser Beitrag ist nicht als offizielle Vorhersage zu verstehen, sondern soll darüber Auskunft geben, was passieren könnte.

Trotz allem ist bei der Nähe zu Mississippi, Alabama und dem Florida-Panhandle in dem Moment, in dem 90L zu einem Tropischen Zyklon wird (sollte dies den passieren), mit sofortiger Aktivierung von Sturmwarnung zu rechnen.

Atlantische Hurrikansaison aktuell: Pot. Tropischer Sturm MICHAEL zieht eventuell in die Karibik

Sonntag, 2. September 2012

Ein Upper-Level-Tief und ein Oberflächentrog erzeugen im Zusammenspiel gerade ein neues System im Atlantik (99L), welches Entwicklungspotenzial besitzt. Zur Abwechslung einmal nicht vor der Westküste Afrikas nahe der Kapverdischen Inseln, sondern etwa 1700 Kilometer nordwestlich der Kapverden, zwischen dem 25. und 30. nördlichen Breitengrad.

Die Vorhersagemodelle sind zwar oftmals nicht mehr als ein Indiz und haben in so manchem Fall nicht viel mit den offiziellen Prognosen des NHC gemein, andersherum stimmen sie aber auch oft genug mit den NHC-Vorhersagen überein.

Sicher ist, dass 99L momentan in Richtung WSW unterwegs ist, also auf die Karibik zu. Sicher ist auch, dass das NHC dem System bereits eine Wahrscheinlichkeit von 20% gibt, innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. (Update 14 Uhr MESZ: Erst einmal ist diese Wahrscheinlichkeit auf 10% gesunken.)

Das GFS-Modell-Ensemble liegt vor und im Moment füllen die GFS-Modelle praktisch die komplette Karibik aus und lassen dementsprechend sowohl Florida als auch den Golf von Mexiko und Yucatán als Endstation zu. Die Intensitätsmodelle lassen einen Hurrikan erwarten.

Dies alles muss überhaupt noch nichts bedeuten, aber zumindest rechnen sollte man in der gesamten Karibik damit, dass da bald wieder etwas kommen könnte.

Der nächste Sturmname im Atlantik lautet MICHAEL.

ISAAC, BOLAVEN und TEMBIN

Samstag, 25. August 2012

Die Bedrohung Floridas durch ISAAC (Liveticker) hat TEMBIN und BOLAVEN in den Hintergrund rücken lassen, obwohl das, was auf Taiwan und Okinawa passiert, viel schlimmer ist.

TEMBIN wird laut den aktuellen Prognosen ab Montag / Dienstag noch ein zweites Mal als Taifun direkt über Taiwan ziehen und auch bis dahin Dauer-Niederschläge auf der Insel abliefern. Aktuelle Satellitenbilder und Verlaufsprognose finden Sie in unserer rechten Menüleiste.

BOLAVEN ist ein richtiges Monster. Ästhetisch attraktiv, ähnlich wie ein Fliegenpilz. Der Kern des Kategorie-4-Taifuns nähert sich Okinawa. Eine Satellitenbild Animation der vergangenen Stunden: Satellitenbild-Loop BOLAVEN.

System 97L westlich der Kapverdischen Inseln (30%) und 97E (20%) im NW-Pazifik können sich momentan nicht so recht entscheiden, ob sie etwas werden wollen.
Die Reste von JOYCE im Atlantik haben sich noch einmal zu einem System mit geringen Chancen auf Entwicklung versammelt.

 
 
 

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