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Tropischer Sturm ERIKA

Dienstag, 25. August 2015


29. August 2015

Update

ERIKA ist nicht nur kein Tropischer Sturm mehr, sondern gilt als aufgelöst.

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Wie zu erwarten ist die ursprüngliche Prognose für ERIKA jetzt völlig im Eimer.
ERIKA ist gerade noch so ein Wirbelsturm und wird ziemlich sicher in Kürze zu einem Tropischen Tief degradiert werden. Der sehr schwer festzustellende Kern wird im Moment an Kubas Nordostküste lokalisiert, an welcher nur Tropical Storm Watch gilt.

Tropical Storm Warning ist noch auf Haiti und den SW-Bahamas aktiv, voraussichtlich aber auch nur noch für ein paar Stunden.

Das NHC stuft seine Vorhersage selbst als unsicher ein. Man geht davon aus, dass ERIKAs Kern zunächst Ost-Kuba von NE nach SW überqueren und dann West-Kuba von SE nach NW. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Zyklon das überlebt.

Danach sollte es nun nicht mehr direkt nach, sondern etwas westlich von Florida in den Golf von Mexiko gehen. Da eine kleine Chance besteht, dass ERIKA im Golf noch einmal zu einem Tropischen Sturm wird, werden wir sie in der Liste oben vorläufig rot belassen.

28. August 2015

Abend-Update

ERIKAs Kern sitzt immer noch VOR der Küste Hispaniolas. mittlerweile aber bereits WSW von Santo Domingo. Bevor Sie sagen: "Das ist doch nicht zu fassen!", hier der Versuch einer simplen Erklärung.

Tropenstürme und Berge sind natürliche Feinde. Der Tropensturm ist dabei immer der Angreifer, die Berge die "Verteidigung". Sah es vor zwei Tagen noch danach aus, als würde ERIKA Hispaniola knapp "links liegen lassen", hat die geringfügige Kurskorrektur dafür gesorgt, das die Realität doch ziemlich extrem anders aussieht.

Die meisten von Ihnen kennen sicherlich die Situation, in der der Volksmund sagt, dass wo-auch-immer-in-Deutschland ein Gewitter nicht über diesen oder jenen See oder Berg hinwegkommen wird. Obwohl auch andere Einflüsse eine Rolle spielen, passt das Beispiel hinsichtlich ERIKA und Hispaniola. Wie in den Live-Updates schon angedeutet: Hispaniola (in erste Linie die Berge) erlauben es ERIKA einfach nicht, näher zu kommen. Wir würden das weite Feld der Philosophie betreten, wollten wir beginnen, darüber zu reden, ob die Berge zu stark oder ERIKA zu schwach ist.

Da die Berge im Vergleich zu einem Zyklon eine recht konstante Konstante darstellen, entscheiden wir uns für "ERIKA ist zu schwach!".

Tropische Stürme, speziell ERIKA, sind wunderbare Beispiele für das Aufzeigen des Ursache-Wirkung-Prinzips. Schmetterlings-Effekt? Ja.
Denn es hört nicht auf, auch wenn die meisten von uns - subjektiv interessiert - nur auf einen bestimmten Ort schauen. Wenn .. dann ... dann ... dann .....

Auch wenn diese Seiten nicht wirklich für Meteorologen, Mathematiker oder ähnliche Experten gedacht ist, sondern für Leute, die einfach nur wissen wollen, was wann wo passieren könnte, halten wir eine schrittweise Erläuterung gewisser Dinge für sinnvoll.

Zieht ERIKA knapp rechts an Hispaniola vorbei, kommt alles so, wie es die Modelle vorhergesagt haben.
Um ein wenig zu übertreiben: Eine Abweichung von EINEM Grad (Prognose vs. Realität) nach links hat ERIKA plötzlich den Weg versperrt. Erst ging es an der Nordküste Hispaniolas entlang, dann waren da Berge im Weg, die Berge (wir wiederholen, nicht die alleinige Ursache) "drückten" ERIKA dann nach unten (Süden). Wodurch ERIKA so oder so schon geschwächt wurde. Schwache ERIKA = "stärkere" Berge.

Wenn Hispaniola ERIKAs Kern nicht über sich ergehen lässt, sondern "unten rum" abwehrt, hat das natürlich in jeglicher Hinsicht weitere Konsequenzen. In erster Linie Zugbahn und Intensität betreffend. "Wenn ich nicht direkt ÜBER Hispaniola ziehen kann, versuche ich es eben unten herum!" - sagt ERIKA. "Dabei verliere ich an Stärke! (aber ich überlebe ... vielleicht)".

"Wenn ich es unten herum versuche, dann muss ich es eben danach über Kuba - anstatt die Bahamas - probieren. Egal, wie sehr Hispaniola mich geschwächt hat. Dass ich dann kaum noch eine Chance auf Florida habe ... wen interessierts?"





Live - Updates
(beendet)

- (Noch weit davon entfernt, offiziell zu sein: Hispaniola scheint ERIKA ordentlich zu schaffen zu machen. Und die aktuellen GFS-Modelle gehen, die erwarten, dass der Zyklon noch mit weiteren Inselbergmassen zu kämpfen haben wird, davon aus, dass bei Ankunft in Florida nicht mehr viel von ERIKA übrig sein wird.)

- Jegliche Sturmwarnung östlich der Dominikanischen Republik wurde jetzt deaktiviert.

20:00 Uhr MESZ - ERIKAs Kern hat sich südlicher als erwartet gehalten und noch keinen Landfall vorgenommen. Er befindet sich aktuell weniger als 100 km SW von Santo Domingo noch über offenem Ozean. Dies bedeutet, dass an der Nordküste der schlimmste direkte Impakt bereits vorbei ist, wobei nicht zu vergessen ist, dass die noch einige Stunden anhaltenden starken Niederschläge das eigentliche Problem darstellen. Ab praktisch sofort sollte der Kern beginnen, Hispaniola in Richtung NW zu überqueren.

- Flughafen Las Américas Santo Domingo
  Gestrichene Flüge (von bzw. nach Santo Domingo, keine Garantie auf Vollständigkeit)
CUBANA - Santiago de Cuba
INSEL AIRLINES - San Martín
SEABORNE - San Juan, Puerto Rico
SPIRIT - Fort Lauderdale, Florida

18:00 MESZ - ERIKAs Kern ist jetzt weniger als 100 km von Santo Domingo entfernt. Intensität gleichbleibend. Die US Virgin Islands Islands haben ihre Sturmwarnung deaktiviert, auf Teilen Kubas wurde Sturmwarnung (Watch) aktiviert.

- Hinweis für Familien und Freunde von Urlaubern vor Ort:
Wenn Sie sich nicht sofort nach Durchzug des Sturms mit Ihren Angehörigen vor Ort in Verbindung setzen können, beunruhigen Sie sich bitte nicht allzu sehr. Oftmals sind Strom- oder Telefonverbindungen unterbrochen und es kann im Extremfall bis zu ein paar Tagen dauern, bis die Kommunikation wieder hergestellt ist. (siehe auch: Informationen für Angehörige)

- In den USA hat man aus dem KATRINA-Desaster gelernt. Allen Kritikern zum Trotz; wir finden, richtig so:
Der Gouverneur von Florida Rick Scott hat gerade vorsorglich den Notstand  (State of Emergency) ausgerufen.
Das setzt wichtige Aktivitäten in Gang und finanzielle Bundesressourcen frei.

- Unter ästhetischen Gesichtspunkten bleibt ERIKA ein ziemlich miserabler Wirbelsturm. Aber es ist satte Konvektion zu beobachten, was heftige Niederschläge bedeutet. Die große Gefahr kommt also wieder einmal vom Wasser. Bedenken Sie (vor Ort) bitte: In den kommenden Tagen, wenn man eigentlich denkt, es ist vorbei, sind in bergigen Gegenden Erdrutsche möglich und vergessen Sie nicht die potenziell tödliche Kombination von überschwemmten Stellen und umgeknickten Strommasten (obwohl die Elektrizität heutzutage meist als Vorsichtsmaßnahme abgeschaltet wird)!

Satellitenfoto Tropensturm Erika Dominikanische Republik HQ
HQ-Satellitenfoto (GOES 13) ERIKA
28. August 2015 13 Uhr UTC
Credit: NASA / NOAA

- Noch immer heftige Regenfälle auf Puerto Rico, Vieques, Culebra und den Virgin Islands.
Die Sturmwarnung dort ist noch nicht deaktiviert worden!

Update

Bei 28 km/h Zuggeschwindigkeit ist ERIKAs Kern noch etwa 250 km (ESE) von Santo Domingo entfernt. Sturmwinde werden bis zu 240 km vom Kern festgestellt. Mit anderen Worten: Es geht los.

Letztendlich wird ERIKAs Zentrum die Dominikanische Republik nun doch recht zentral überqueren, sprich ein echter Landfall steht in etwa 10 Stunden bevor. Generell haben die GFS-Trackmodelle ziemlich gut gearbeitet, denn schon vor einer Woche deuteten sie auf die Dom Rep hin. Da selbige in Längsrichtung zur Zugbahn des Zyklons liegt, braucht es nur eine minimale Abweichung nach links oder rechts, um den Unterschied zwischen Landfall und fast keinem Impakt auszumachen.

Wie dem auch sei, ganz Hispaniola steht unter Sturmwarnung, also auch Haiti.
ERIKAs Intensität hat minimal zugelegt (85 km/h bei 1006 mBar).

Sollten Sie vor Ort sein, befolgen Sie bitte die Anweisungen des Zivilschutzpersonals.


Die Kurskorrektur und die Interaktion mit der Landmasse Hispañolas haben auch Konsequenzen fuer die Vorhersage desweiteren Verlaufs ERIKAs. Es dürfte nun eher mitten zwischen Kuba und den Bahamas entlang gehen. Am Montag wird dann ein direkter Landfall in Florida aus Richtung SE erwartet (allerdings nicht mehr als Hurrikan), was sich aber durchaus noch ändern kann, da auch hier wieder gilt: Florida in Längsrichtung zur Zugbahn.

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ERIKA ist weiterhin ein recht schwacher Tropischer Sturm (75 km/h max. anhaltende Windgeschwindigkeiten bei jetzt sogat 1008 mBar min. Kerndruck) und wird in Kürze Puerto Rico erreichen.

Im Laufe des Tages werden die Sturmbedingungen dann in der Dominikanische Republik erwartet.
Die letzten Trackprognosen bringen den Kern noch einmal etwas näher an die Nordküste, sodass selbst ein Landfall nicht ganz ausgeschlossen ist. Bis auf den Südwestzipfel steht die gesamte Dom Rep unter Sturmwarnung:

Zugbahnprognose Tropensturm ERIKA Dominikanische Republik
Stand: 28. August 2015
Ab Freitagabend geht es dann auf den Bahamas weiter.
Obwohl die Trackprognose auch dort etwas nach links gewandert ist, werden wohl so ziemlich alle zu den Bahamas gehörigen Inseln etwas abbekommen.

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27. August 2015

Update
Der schlanke Warnkegel hat nichts genutzt.
ERIKAs Zugbahnprognose wurde erneut nach links korrigiert, also in die für die Dominikanische Republik unerfreulichere Richtung. Der Kern des Zyklons sollte nun doch sehr nah an der Nordküste der Dom Rep vorbeiziehen:

Tropischer Sturm Erika Dominikanischer Republik
Zugbahnprognose ERIKA Dominikanische Republik
Stand 27. August 2015 mittags
 Es wird an der Nordküste dementsprechend Sturmbedingungen geben.

Was den weiteren Verlauf anbelangt: Miami und Orlando müssen Anfang kommender Woche mit Hurrikanbedingungen rechnen.
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Inzwischen sieht ERIKA zwar etwas besser organisiert aus, aber einen richtig guten Eindruck macht sie immer noch nicht. Trotzdem ist Entwicklung festzustellen. Bei einem für einen Tropensturm recht hohen minimalen Kerndruck von nach wie vor 1006 mBar erreicht ERIKA jetzt immerhin schon max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 75 km/h. Und sie hat wie erwartet Fahrt aufgenommen. 26 km/h Zuggeschwindigkeit ist in der Region zwar nicht gerade rekordverdächtig, aber auch kein wirklich übliches Tempo.

Am heutigen Donnerstag wird der Kern die Leeward und die Virgin Islands hinter sich lassen und am Ende des Tages wahrscheinlich knapp nördlich von Puerto Rico befinden.

Vom Attribut "schlank" kann man generell halten, was man subjektiv mag, aber auf den Warnkegel der Impaktprognose eines Tropensturms bezogen ist "schlank" zweifelsohne eine sehr positive Eigenschaft, da sie zum Ausdruck bringt, dass sich die Forecaster ihrer Sache sehr sicher sind. Und weil bei vorliegender Schlankheit des Warnkegels die Vorhersage der Zugbahn ERIKAs auch noch wieder etwas nach rechts (Nord) korrigiert wurde, liegt die Nordküste der Dominikanischen Republik nur noch am Rand besagten Kegels. (Verfolgen Sie ruhig auch: die Grafik, die die Wahrscheinlichkeit für Sturmbedingungen darstellt.)

Schlimm wird es in der Dom Rep also wahrscheinlich nicht werden, was allerdings kein Aufruf zum Leichtsinn sein soll. Meiden Sie am Freitag am besten das Meer, wenn Sie vor Ort sind; allzu einladend dürfte es morgen ohnehin nicht daherkommen. So oder so: Offizielle Sturmwarnung wird unvermeidlich sein (zu Recht, alles andere wäre fahrlässig).

Welcher Weg führt geometrisch betrachtet genau "mitten" über die Bahamas?
ERIKA wird uns dies zwischen Freitag und Sonntag Abend ziemlich gut vorführen.

Und danach?
Geht es nun voraussichtlich doch nicht direkt nach Florida, sondern der Zyklon wird wohl kurz vorher nach rechts driften und könnte zu einem jener Wirbelstürme werden, die die US-Ostküste "abgrasen". Intensitätsprognosen für diesen Fall sind (noch) sehr schwierig.

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26. August 2015

Update:
Aktuelle Sturmwarnungen


Tropischer Sturm Erika Sturmwarnung
Sturmwarnungen Tropischer Sturm ERIKA
26. August 2015 vormittags


ERIKA befindet sich aktuell noch ca. 800 km (E) von Antigua, ist mit 65 km/h max. anhaltenden Windgeschwindigkeiten bei einem min. Kerndruck von 1006 mBar nur gerade so ein Tropischer Sturm und noch immer ziemlich miserabel organisiert.

Die jüngsten Prognosen beinhalten in erster Linie drei Veränderungen gegenüber gestern:

1) Die Trackprognose ist nach Süden korrigiert worden und somit näher an Puerto Rico und die Dominikanische Republik herangerückt. Ein Landfall wird wahrscheinlicher.

 Tropischer Sturm Erika Dominikanischer Republik Florida
Prognose ERIKA 26. August 2015
Credit: NOAA


2) ERIKA dürfte früher als erwartet an Zuggeschwindigkeit zulegen und die inzwischen fast als sicher anzunehmenden Sturmbedingungen Puerto Rico bereits am Donnerstag und die Dominikanische Republik in der Nacht zum Freitag erreichen.

3) Die Intensivierung zum Hurrikan - wenn es denn überhaupt dazu kommt - sollte später als erwartet stattfinden. Und zwar erst kurz vor Erreichen Floridas. DASS Florida (ab Sonntag) etwas abbekommt, gilt mittlerweile als ziemlich wahrscheinlich.

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Noch etwas mehr als 1000 km östlich der Kleinen Antillen hat sich der Tropische Sturm ERIKA gebildet.

ERIKAs Weg wird laut jüngsten GFS-Modellen zunächst über die nördlichen Antillen (Donnerstag, erste Sturmwarnung bereits aktiviert), dann knapp nördlich an Puerto Rico und der Dominikanischen Republik vorbei (Freitag) zu den Bahamas (Samstag und Sonntag) und danach eventuell bis nach Florida führen.

Es ist davon auszugehen, dass der Zyklon bei den Bahamas zu einem Hurrikan wird.

Detailliertere Informationen folgen. 

Tropischer Sturm DANNY

Mittwoch, 19. August 2015


24. August 2015

Update: DANNY ist kein Tropischer Sturm mehr.
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DANNY beginnt jetzt mit der Überquerung der Kleinen Antillen.

Gerade noch ein Tropischer Sturm, wird der Kern DANNYs zwischen Guadeloupe und Dominica entlangziehen. Die prognostizierte Zugbahn wurde nach Süden korrigiert und es wird kein Landfall mehr auf Puerto Rico oder in der Dominikanischen Republik erwartet. In Kürze dürfte DANNY wie erwartet zu einem Tropischen Tief degradiert werden.

23. August 2015

DANNY baut schneller ab als erwartet.

Auch wenn auf einigen der nördlichen Kleinen Antillen inzwischen notwendigerweise Tropical Storm Warning aktiviert wurde - denn noch ist DANNY ein Tropischer Sturm - kann man jetzt davon ausgehen, dass der Zyklon bereits am Montag zu einem Tropischen Tief abklingen und als solches am Dienstag Puerto Rico und die Dominikanische Republik erreichen wird.

Nehmen Sie es bitte nicht zu sehr auf die leichte Schulter, sollten Sie vor Ort sein, denn auch ein Tropentief kann eine heftige Angelegenheit sein. Es gibt aufgrund DANNYs aber keinen Grund, über eine Abreise oder das Canceln Ihres Urlaubs nachzudenken. Rechnen Sie von Montag bis Mittwoch mit (möglicherweise extrem) schlechtem Wetter und halten Sie sich vor allem an Badeverbote.

SANNYs Nachfolgerin ERIKA steht bereits in den Startlöchern. Bisher sieht es aber danach aus, als wolle sie bereits vor Erreichen der Karibik nach Norden kurven. Sollte ERIKA doch zur Dom Rep ziehen, ist mit einer Ankunft am kommenden Wochenende zu rechnen.

22. August 2015

Mittlerweile ist DANNY noch etwa 1000 km von den nördlichen Antillen entfernt und nach wie vor ein Hurrikan, obwohl alles darauf hindeutet, dass der Zyklon bereits vor Erreichen der Karibik zu einem Tropischen Sturm degradiert werden wird.

Die Zuggeschwindigkeit sollte ab Sonntag konstant zunehmen. Am Montag Morgen oder Vormittag wird der Kern DANNYs die nördlichen Antillen ueberqueren (Tropical Storm Watch wurde aktiviert auf: Antigua, Barbuda, Montserrat, St. Kitts, Nevis, Anguilla, Saba, St. Eustatius und St. Maarten) und am Dienstag sind dann Puerto Rico und die östliche Dominikanische Republik dran (in beiden Fällen ist ein Landfall wahrscheinlich).

Ab Mittwoch führt DANNYs Weg dann vermutlich zwischen Kuba und den Bahamas hindurch doch nach Florida, aber sehr wahrscheinlich nur noch als Tropisches Tief.

20. August 2015

DANNY ist mittlerweile ein Hurrikan der Kategorie 1.

Es sieht so aus, als ob der Wirbelsturm den Status "Hurrikan" bis zum Erreichen der Kleinen Antillen halten, dann aber an Intensität verlieren wird.

Die Trackprognose bringt DANNY im Moment nach dem Überqueren der nördlichen Antillen (zwischen Sonntag und Montag) direkt nach Puerto Rico (zwischen Montag und Dienstag) und danach zur Dominikanischen Republik.

Zumindest ist davon auszugehen, dass der Zyklon bis dahin recht flott unterwegs sein wird, was einen positiven Effekt auf die Dauer des Impakts hätte.
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Etwas mehr als 2000 km E der der Kleinen Antillen hat sich der Tropische Sturm DANNY gebildet.

Noch ist DANNY eine recht unorganisierte Angelegenheit, sollte aber in den kommenden Tagen in Form kommen und am Wochenende zu einem Hurrikan werden. Anfang nächster Woche wird der Zyklon dann wahrschlich die nördlichen Antillen überqueren und dann zumindest Puerto Rico und die Dominikanische Republik besuchen.

Aktuell sieht es nach einer frühzeitigen Rechtsdrift aus, weit vor Erreichen Floridas. Als gesichert kann man dies allerdings noch nicht bezeichnen.

Am Samstag werden wir Ihnen Genaueres hinsichtlich des weiteren Verlaufs sagen können, aber auf Puerto Rico und in der Dom Rep sollten sie damit rechnen, dass Sie Besuch von einem Tropensturm bekommen. 

Tropischer Sturm ANA 2015

Donnerstag, 7. Mai 2015


9. Mai 2015
Mittlerweile ist ANA ein Tropischer Sturm und hat sich, wenn auch sehr langsam (6 km/h), wie erwartet in Richtung NW in Bewegung gesetzt. Dabei hat die Intensität noch etwas zugenommen.
Bei einem immer noch konstanten minimalen Kerndruck von 1001 mBar erzeugt der Wirbelsturm jetzt 95 km/h max. anhaltende Windgeschwindigkeiten.

Die Sturmwarnung wurde nach Norden hin bis Cape Lookout ausgedehnt. Sturmbedingungen werden ab heute Nachmittag an der Küste von North- und South Carolina erwartet, der Landfall dann in der Nacht auf Sonntag oder am Sonntag Vormittag.

8. Mai 2015
ANA befindet sich mittlerweile knapp 300 km SSE von Myrtle Beach (South Carolina) und produziert immerhin max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 75 km/h.

Zwischen South Santee River und Surf City wurde Tropical Storm Warning aktiviert.

Aufgrund ihrer subtropischen Eigenschaften ist ANA ein ziemlich unorganisiertes Gebilde. Im Moment ist kaum Bewegung zu beobachten. Aller Voraussicht nach wird der Zyklon in den kommenden Tagen in den Carolinas an Land gehen.
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Und da haben wir ihn.
Den Westatlantiksturm, der schon im Mai stattfand.

Im vergangenen Jahrzehnt haben sich Tropische Stürme im Atlantik größtenteils an das statistisch vorgegebene Zeitfenster gehalten. Zwischen "tropisch" und "subtropisch" besteht zwar ein gravierender Unterschied bezüglich der Entstehung und der Lebenserhaltung, aber letztendlich ist ANA existent.

Was die "leichte Schulter" ist, sollte erst einmal definiert werden. Auf selbige sollte man ANA aber nicht nehmen, wenn man an der mittleren US-Ostküste lebt.

Aktuell befindet sich ANA vor den Carolinas und es ist davon auszugehen, dass der Zyklon auch irgendwo dort an Land geht. Ganz im Gegensatz zu den gestrigen Prognosen, die den Wirbelsturm noch die komplette Ostküste "abgrasen" sahen.

Von Edisto Beach (SC) bis hoch zum Cape Lookout (NC) gilt Tropical Storm Watch.
Die "Übersetzung" ist relativ einfach. In besagtem Küstenbereich wird es in den kommenden Tagen ein wenig ungemütlich werden.

INGRID aus Liste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen

Samstag, 26. April 2014

Auch in diesem Jahr hat die WMO aufgrund der Zahl der Opfer und der verursachten Zerstörungen einen Namen aus der Liste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen. Es handelt sich um INGRID, mit deren Impakt 32 Todesfälle - vorwiegend in Mexiko - indirekten Zusammenhang gebracht werden.

Ersetzt wird INGRID durch IMELDA. Dieser Name wird erstmals 2019 zum Einsatz kommen.

siehe auch: Aktuelle Liste gestrichener Sturmnamen im Atlantik

Auch im NE-Pazifik wurde ein Name gestrichen. MANUEL wurde durch MARIO ersetzt.


Vorhersage Atlantische Hurrikansaison 2014

Samstag, 12. April 2014

Die Herren Klotzbach und Gray haben ihre erste quantitative Prognose für die kommende Hurrikansaison im Atlantik erstellt und erwarten aufgrund eines wahrscheinlich auftretenden El-Niño-Events und außergewöhnlich niedriger Temperaturen im Atlantik während der vergangenen Monate eine unterdurchschnittliche Aktivität.

Im Bewusstsein, dass die Vorhersage manchmal der Realität nicht allzu nahe kommt, hier die Zahlen:

Vorhersage Atlantische Hurrikansaison 2014
Image: Klotzbach / Gray
>>> Zur kompletten Vorhersage (englisch)

SANDY von der Liste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen

Samstag, 13. April 2013

Aufgrund des extremen Impakts des Hurrikans SANDY im Oktober 2012 auf Jamaika und Kuba hat die WMO den Namen SANDY von der alle 6 Jahre zum Einsatz kommenden Liste von Sturmnamen im Atlantik gestrichen.

(siehe auch: Komplette Liste gestrichener Sturmnamen Atlantik)

Ab dem Jahr 2018, in dem die 2012-er Liste erstmals wieder zum Einsatz kommt, wird SANDY durch SARA ersetzt werden.

Vorhersage Atlantische Hurrikansaison 2013 (Klotzbach | Gray , April 2013)

Donnerstag, 11. April 2013

Nach dem ersten Saisonausblick im Dezember des Vorjahres liefern die Herren Klotzbach und Gray Anfang April ihre erste Einschätzung in exakten Zahlen ab.

Die gestern veröffentlichte jüngste Prognose erwartet eine überdurchschnittliche Sturmaktivität im Atlantik 2013 (der Atlantik ist in der vergangenen Monaten überdurchschnittlich warm gewesen; El Niño im Sommer und Herbst unwahrscheinlich), wie auch eine überdurchschnittlich hohe Wahrscheinlichkeit für den Landfall mindestens eines Major Hurricans an der Küste der USA und für mindestens einen Major Hurricane in der Karibik.

Die wichtigsten Zahlen
Benannte Stürme: 18
davon Hurrikans: 9
davon Major Hurrikans: 4  

Saisonprognose Atlantische Hurrikansaison 2013 Gray | Klotzbach

Montag, 10. Dezember 2012

Wie unsicher eine Saisonvorhersage sein kann, haben wir im Jahr 2012 erlebt.

Unter diesem Vorbehalt wollen wir Ihnen die erste Saisonerwartung für den Atlantik 2013 von Philip J. Klotzbach und Dr. William M. Gray nicht vorenthalten.

Die Herren Gray | Klotzbach basieren ihre Vorhersage wieder auf der Atlantic Thermohaline Circulation (THC) und der El-Niño-Phase. Exaktere Zahlen hinsichtlich zu erwartender Tropischer Stürme, Hurrikans und Major Hurricanes werden erneut erst im April genannt werden.

Wie im vergangenen Jahr ist momentan von Wahrscheinlichkeiten die Rede. Der große Unsicherheitsfaktor bleibt El Niño. 2012 hat sich das Ereignis nicht voll entwickelt, weshalb man die Chancen für das kommende Jahr als relativ hoch ansieht. Gray | Klotzbach glauben aber ohnehin, dass die THC und die AMO (Atlantic Multi- Decadal Oscillation) entscheidender für die Aktivität im Atlantik 2012 sein werden.

Aus der THC und dem ENSO (El Niño) ergibt sich die Net Tropical Cyclone Activity (NTC), welcher man aufgrund der Statistiken eine Anzahl von Tropischen Stürmen etc. zuordnen kann.

Gray | Klotzbach sehen für 2013 40% Wahrscheinlichkeit für eine NTC von etwa 140 und 35% für eine NTC von ungefähr 75. Wenn wir diese beiden Wahrscheinlichkeiten einmal mathematisch nicht ganz korrekt zusammenfassen, ergibt sich mit den dazugehörigen Detailwerten eine Wahrscheinlichkeit von 75% für:

8 - 15 benannte Tropische Stürme, davon 3 - 9 Hurrikans und davon 1 - 4 Major Hurricanes.  

Pot. Tropischer Sturm und Hurrikan VALERIE im Atlantik könnte die Azoren bedrohen

Samstag, 1. Dezember 2012

Update 3. Dezember 2012

Die Wahrscheinlichkeit für das Entstehen eines Tropischen oder Subtropischen Sturms innerhalb der kommenden 48 Stunden ist auf 0% gesunken.
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Update 2. Dezember 2012

Die GFS-Modelle und das National Hurricane Center gehen inzwischen nicht mehr konform. Während die Modelle für 91L eine stetig ansteigende Intensität bis fast in die Hurrikan-Kategorie 2 sehen, sinken laut NHC die Chancen auf das Entstehen eines Subtropischen Sturms mittlerweile (trotzdem noch 40%). An die Möglichkeit eines Tropischen Sturms glaubt das NHC nicht mehr.
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Es ist gar nicht so außergewöhnlich, dass sich auch nach dem offiziellen Ende der Atlantischen Hurrikansaison am 30. November noch Wirbelstürme im Atlantik bilden.

Ein solcher Nachzügler könnte uns in wenigen Tagen bevorstehen. Im Zentral-Atlantik hat sich etwa 2000 Kilometer ENE der Leeward Islands (Kleine Antillen) das Tropische System 91L gebildet, welches die aktuellen Modelle in den kommenden Tagen nicht nur als Tropensturm, sondern auch als Hurrikan (Kategorie 1) erwarten. Das National Hurricane Center gibt dem System aktuell eine Chance von 50%, innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen oder Subtropischen Sturm zu werden.

Das jüngste GFS-Ensemble sieht eine Zugbahn, auf der der potentielle Wirbelsturm VALERIE zuerst nach Norden ziehen und dann zwischen Tag 3 und 5 von jetzt an mit einer Rechtsdrift die Azoren im Uhrzeigersinn umkurven und auf Portugal und Spanien zu ziehen würde.

Nur ein einziges der vielen GFS-Modelle bringt den Zyklon momentan direkt über die Azoren, was bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit für diesen Weg relativ gering ist, man ihn aber nicht komplett ausschließen kann.

TONY ist kein Tropischer Sturm mehr - Entwarnung für die Azoren

Donnerstag, 25. Oktober 2012

TONY hat die Transition zu einem außertropischen Zyklon vollzogen und stellt keine Gefahr mehr für die Azoren dar, zumal die Reste des Tropensturms, die im Moment noch Sturmwinde produzieren, nun voraussichtlich einen ENE-Kurs nehmen und deutlich südlich an den Azoren vorbei ziehen werden.

Bereits morgen sollen aber auch die Windgeschwindigkeiten so weit abnehmen, dass es sich bei Ex-TONY nur noch um ein Rest-Tief handeln wird. Dieses könnte bei gutem Durchhaltevermögen in 4 bis 5 Tagen nach Portugal und Spanien gelangen.

Von den von Ex-TONY erzeugten Niederschlägen werden die Azoren allerdings ein wenig abbekommen, und das im Prinzip ab sofort.Es muss mit einem stellenweise etwas verregneten Freitag und vielleicht auch noch Samstag gerechnet werden.

Atlantische Hurrikansaison aktuell

Montag, 22. Oktober 2012

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Satellitenbild Atlantik
22. Oktober 2012
Credit: NASA / NOAA
In der Karibik werden wir eventuell noch heute ein Tropisches Tief, morgen oder übermorgen dann Tropensturm SANDY sehen. Das National Hurricane Center gibt mittlerweile 90% für die Entstehung eines Tropischen Zyklons aus System 99L innerhalb der kommenden 48 Stunden. Die Trackmodelle bringen den Zyklon übereinstimmend auf Kurs NNE, was bedeutet, dass SANDY nacheinander Jamaika, Ost-Kuba und die zentralen Bahamas besuchen wird.
Aktuell erwarten die Intensitätsmodelle keinen sehr starken Wirbelsturm. Eventuell am Donnerstag kurz den Status Hurrikan. Aber dies kann sich kann sich noch ändern.

Auch der Tropische Sturm TONY wird wahrscheinlicher. 90L bekommt inzwischen 50% vom NHC. Die wahrscheinlichste Zugbahn führt weiterhin südlich an den Azoren vorbei nach Portugal und Spanien. Der Status Hurrikan ist momentan eher unwahrscheinlich.

SANDY und TONY wären bereits die Tropischen Stürme 18 und 19 der Atlantischen Hurrikansaison 2012. Die vier bedeutendsten Pre-Season-Forecasts (NOAA, Gray | Klotzbach, Weather Channel, Accu Weather) erwarteten für 2012 maximal 15 benannte Stürme im Atlantik.

NADINE belegt Platz 2 in der Kategorie "Längster Tropischer Sturm aller Zeiten im Atlantik"

Donnerstag, 4. Oktober 2012


NADINE ist kein Tropischer Sturm mehr.

Die Forecaster Avila und Berg des National Hurricane Centers haben die Rekorde bezüglich NADINEs Dauer schon einmal angekündigt, bevor diese später offiziell in die Geschichtsbücher der Atlantischen Hurrikansaison eingetragen werden:

Mit 21,25 Tagen wird sich NADINE den zweiten Platz in der Kategorie "Am längsten andauernder Tropischer Sturm im Atlantik" mit GINGER (1971) teilen.

Mit 21,75 Tagen liegt NADINE auf Platz 5 in der Kategorie "Am längsten andauernder Tropischer Zyklon im Atlantik" (hier zählt die Phase als Tropisches Tief mit).

Anzumerken gilt, dass sich der Zusatz "aller Zeiten" zuerst einmal natürlich auf die Zeit seit Beginn der Aufzeichnungen Tropischer Stürme im Atlantik bezieht. Hierbei wiederum gelten erst die Daten seit dem Jahr 1961 - dem Beginn der Ära der Wettersatelliten - als gesichert und zuverlässig.

Wenn Sie den Weg NADINEs noch einmal nachvollziehen möchten: Folgen Sie der Farbe Orange. (Windfeld)

Satellitenbilder Atlantik: NOAA-GOES-Satelliten tauschen Position

Montag, 1. Oktober 2012

Vielleicht ist Ihnen (zum Beispiel bei NADINE) aufgefallen, dass NOAA und NASA seit ein paar Tagen vor allem aus dem Ost-Atlantik keine Satellitenbilder mehr liefern. Der Grund hierfür liegt darin, dass der den Atlantik beobachtende GOES (Geostationary Operational Environmental Satellite) - 13 begonnen hat, qualitativ sehr fragwürdige Daten zu senden.

Dass trotzdem Bilder zur Verfügung stehen, ist dem Atlantik-Ersatzsatelliten GOES-14 zu verdanken, welcher sich aber, wenn wir vom Satelliten aus auf die Erde schauen, um einiges weiter links befindet und der somit den Ost-Atlantik nicht vernünftig erfassen kann.

Die NOAA hat jetzt beschlossen, GOES-13 und GOES-14 die Position tauschen zu lassen. Das Unterfangen wurde heute begonnen und soll 33 Tage dauern und am Ende des Prozesses wird sich GOES-14 hoffentlich auf der angestammten Position des Atlantik-Beobachters über dem 75. westlichen Längengrad befinden.

Zum besseren Verständnis eine kleine Video-Animation:

   

Hurrikan LESLIE: Hoffnung für Bermuda

Donnerstag, 6. September 2012

Wenn es so weiter geht, muss über eine Bewerbung als Parkhauswächter im Atlantik nachgedacht werden, denn dieses Geschäft ist so langsam als lukrativ anzusehen. Allerdings könnte ab etwa Samstag aus dem Parkhaus Atlantik eher die Rennstrecke Atlantik werden, vor allem, was LESLIE anbelangt.

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Credit: NASA / TerraMetrics
Das Verhalten eines parkenden Tropensturms ist wesentlich schwieriger vorherzusagen als das eines Zyklons in konstanter Bewegung. Auch bei LESLIE machen wir diese Erfahrung gerade wieder.

Sollte allerdings die aktuelle Tendenz der Prognose anhalten, gibt es Grund für etwas Optimismus auf Bermuda. Die Trackprognose wurde in den vergangenen 24 Stunden immer weiter nach Ost (rechts) korrigiert, sodass die Bermudas momentan nur mal gerade so noch in der akuten Warnzone (hellblau) liegen.

Das bedeutet nicht, dass Bemuda überhaupt nichts von LESLIE bemerken wird (LESLIE ist ein ziemlich ausgedehnter Wirbelsturm, siehe auch: HQ-Foto LESLIE 6. September 2012), aber vom schlimmsten Teil des Hurrikans würden die Inseln verschont bleiben.

Hinzu kommt, dass man LESLIE kaum eine Chance auf eine starke Intensivierung gibt, mit der Kategorie 2 muss auf Höhe (Breitengrad) Bermudas allerdings gerechnet werden.

Der dritte positive Faktor ist die Geschwindigkeit, die der Zyklon ab Samstag aufnehmen soll. Was auch immer LESLIE den Bermudas zu bieten haben wird - es wird wahrscheinlich schnell vorbei sein.

Sollten gar alle 3 genannten Punkte zusammenkommen - Tendenz weiter nach Ost, keine oder kaum Intensivierung und hohe Zuggeschwindigkeit - dann wird es für Bermuda nicht so wahnsinnig schlimm werden.

Atlantische Hurrikansaison aktuell: Pot. Tropischer Sturm MICHAEL zieht eventuell in die Karibik

Sonntag, 2. September 2012

Ein Upper-Level-Tief und ein Oberflächentrog erzeugen im Zusammenspiel gerade ein neues System im Atlantik (99L), welches Entwicklungspotenzial besitzt. Zur Abwechslung einmal nicht vor der Westküste Afrikas nahe der Kapverdischen Inseln, sondern etwa 1700 Kilometer nordwestlich der Kapverden, zwischen dem 25. und 30. nördlichen Breitengrad.

Die Vorhersagemodelle sind zwar oftmals nicht mehr als ein Indiz und haben in so manchem Fall nicht viel mit den offiziellen Prognosen des NHC gemein, andersherum stimmen sie aber auch oft genug mit den NHC-Vorhersagen überein.

Sicher ist, dass 99L momentan in Richtung WSW unterwegs ist, also auf die Karibik zu. Sicher ist auch, dass das NHC dem System bereits eine Wahrscheinlichkeit von 20% gibt, innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. (Update 14 Uhr MESZ: Erst einmal ist diese Wahrscheinlichkeit auf 10% gesunken.)

Das GFS-Modell-Ensemble liegt vor und im Moment füllen die GFS-Modelle praktisch die komplette Karibik aus und lassen dementsprechend sowohl Florida als auch den Golf von Mexiko und Yucatán als Endstation zu. Die Intensitätsmodelle lassen einen Hurrikan erwarten.

Dies alles muss überhaupt noch nichts bedeuten, aber zumindest rechnen sollte man in der gesamten Karibik damit, dass da bald wieder etwas kommen könnte.

Der nächste Sturmname im Atlantik lautet MICHAEL.

Monat August 2012 im Atlantik stellt Rekord ein

Mit ERNESTO, FLORENCE, GORDON, HELENE, ISAAC, JOYCE, KIRK und LESLIE beobachteten wir im August 2012 in der Atlantischen Hurrikansaison die Entstehung von acht benannten Tropischen Stürmen. Diese Zahl stellt den 2004 aufgestellten Rekord für benannte Atlantik-Stürme im August ein.

Vier der acht August-Tropenstürme wurden Hurrikans (kein major hurricane dabei). Auch dieser Wert liegt deutlich über dem August-Durchschnitt von 1981 - 2010, welcher bei drei benannten Stürmen und einem bis zwei Hurrikans steht. Ein Großer Hurrikan taucht im atlantischen August im Schnitt alle ein bis zwei Jahre auf.

Atlantische Hurrikansaison 2012 startet durch

Donnerstag, 9. August 2012

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Satellitenbild Atlantik
9. August 2012
Credit: NASA / NOAA
Dieser Kurzbeitrag ist eine Aktualisierung des Arikels: Sturmsituation Tropen weltweit, 9. August 2012.
Angaben in Prozent: Wahrscheinlichkeit für Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb von 48 Stunden.

Während ERNESTO sich nicht entscheiden kann, ob er nun über Land gehen soll oder nicht, ist in den vergangenen Stunden eine Menge passiert in der Atlantischen Hurrikansaison.

Die Überreste von FLORENCE etwas NE von den Kleinen Antillen hat nun doch etwas Form angenommen. 10% .

Für 92L - wahrscheinlich bald GORDON - gibt es jetzt 80%.

Und dann - ganz außergewöhnlich - haben wir ein neues System, dass noch an der Westküste Afrikas sitzt und bereits 20% bekommt.

Das wird eine muntere nächste Woche.

NOAA prognostiziert jetzt aktivere Atlantische Hurrikansaison 2012

Das Climate Prediction Center der NOAA hat heute ihr Update der Saisonvorhersage für die Atlantische Hurrikansaison 2012 veröffentlicht. War man bisher davon ausgegangen, dass eine leicht unterdurchschnittliche Aktivität zu erwarten ist, glaubt man jetzt an eine leicht überdurchschnittliche Aktivität.

Damit widerspricht die Prognose der vor wenigen Tagen veröffentlichten Aktualisierung der Saisonprognose der "Forecast-Gurus" Dr. Gray und Philip Klotzbach, denn diese prognostizieren weiterhin eine leicht unterdurchschnittliche Saison.

Entscheidender Faktor: El Niño.
Sowohl das CPC als auch Gray | Klotzbach halten sich an die Prognose, dass wir 2012 ein El-Niño-Ereignis erleben werden, allerdings glauben die CPC-Forecaster, dass dessen Einflüsse sich erst später im Jahr auf die Sturmbildung im Atlantik auswirken werden. Zu spaet, um die Dauer der Atlantischen Hurrikansaison 2012 großartig verkürzen zu können.


Aktuelle Prognose CPC in Zahlen

12 - 17 benannte Stuerme
davon
5 - 8 Hurrikans
davon
2 - 3 Major Hurrikans
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Aktuelle Prognose Gray | Klotzbach in Zahlen

14 benannte Stuerme
davon 
6 Hurrikans
davon
2 Major Hurrikans

Tropischer Sturm FLORENCE wird wahrscheinlich eine Eintagsfliege

Freitag, 3. August 2012

Vielleicht auch eine Zweitagsfliege.

 Das System 90L SW der Kapverdischen Inseln hat sich gut weiter entwickelt und ist mittlerweile das Tropische Tief 6 an der Schwelle zum Tropischen Sturm FLORENCE.

Und dieser Zyklon hat Rekordpotenzial! Nämlich zum kurzlebigsten Tropischen Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012 zu werden.

Das Tropische Tief kann in jedem Moment zum Tropischen Sturm FLORNCE erklärt werden, aber bereits am Sonntag oder Montag sollte es laut den aktuellen Prognosen zuerst einmal wieder zu einem Tropischen Tief abklingen und dann zwischen Montag und Dienstag - noch weit östlich der Kleinen Antillen - auch noch seine tropischen Eigenschaften verlieren.

Die Überreste könnten dennoch in die Karibik gelangen und es besteht auch die Möglichkeit, dass sich aus besagten Resten ein neuer Sturm bildet, aber das ist noch sehr spekulativ.

Tropischer Sturm FLORENCE in Sicht

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Satellitenbild 90L
4. August 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt 
System 90L südwestlich der Kapverdischen Inseln hat sich in den letzten Stunden praechtig entwickelt. Sollte dieser Trend anhalten, könnte das System in Kürze zu einem Tropischen Tief oder sogar direkt zum Tropischen Sturm FLORENCE erklärt werden.

Generell sind die Bedingungen für eine Intensivierung zwar gut, aber 90L hat 2 Klötze am Bein: Das System ist von sehr trockener Luft umgeben und die Oberflächentemperaturen des Atlantiks vor Afrika sind nicht so wirklich sturmfördernd. Sollte das System weiterhin mit mehr als 20 km/h in Richtung WNW ziehen, werden diese Klötze in 24 bis 48 Stunden abfallen.

In etwa einer Woche sollte der potentielle Wirbelsturm bei den Kleinen Antillen ankommen, bis dahin wissen wir dann auch mehr hinsichtlich der eventuellen Bedrohung für  Puerto Rico, die Dominikanische Republik, Kuba, Jamaica, Yucatán, Florida, die US-Ostküste, Bermuda, die Bahamas und den Golf von Mexiko.


 
 
 

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