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Tropischer Sturm CRISTOBAL:Sturmwarnung Bermuda

Donnerstag, 21. August 2014


28. August 2014
Alle Sturmwarnungen im Zusammenhang mit CRISTOBAL, der noch immer knapp ein Hurrikan ist, wurden mittlerweile deaktiviert.
Vorsicht ist noch wegen des Wellengangs  und gefährlicher Strömungen geboten, was sowohl für Bermuda als auch die nördliche US-Ostküste gilt.

27. August 2014
Update
Die Aussichten für Bermuda haben sich in  den vergangenen 12 Stunden immer mehr verbessert.
Jetzt auf Höhe der Bermudas befindet sich CRISTOBALs Kern näher an Cape Hatteras (500 km) als an Bermuda (700 km), was daran liegt,  dass der Hurrikan (weiterhin 130 km/h max. anhaltende Winde) die erwartete Kurve noch immer nicht begonnen hat.

Diese Entfernung hat auch zur Folge, dass es nicht den befürchteten Dauerregen auf den Bermudas gibt.

Tropical Storm Watch ist noch aktiv, aber wahrscheinlich nicht mehr sehr lange.

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CRISTOBALs Kern befindet sich jetzt fast auf Höhe von Bermuda (670 km WSW) und hat noch nicht begonnen zu kurven. Es dürfte also relativ glimpflich für die Inseln ausgehen und bei Tropical Storm Watch bleiben.

Der Zyklon hat noch ein wenig zugelegt (130 km/h max. anhaltende Winde) und sah im weiteren Verlauf des Dienstags dann auch im Satellitenbild wieder etwas organisierter aus. Aber es wird wohl vor allem der Regen sein, mit dem sich Bermuda herumschlagen muss. Längst auf den Inseln angekommen, handelt es sich zwar  weiterhin nicht um superintensiven Hurrikanregen, aber es eben doch um Dauerniederschläge. Ab Mittwoch Mittag wird CRISTOBAL voraussichtlich richtig Fahrt aufnehmen und gegen Abend sollte der feuchte Spuk dann ein Ende haben.

26. August 2014
CRISTOBAL ist weiterhin gerade so ein Hurrikan. Im Satellitenbild deutet sich der Verlust der tropischen Eigenschaften an, allerdings gehen die Modelle von einer weiteren leichten Intensivierung aus und das NHC schließt sich an. In ein paar Stunden werden wir wissen, ob es sich nur um Verlagerung des Kerns handelt und CRISTOBAL sich noch einmal in Form bringen kann oder ob der Zyklon bereits auseinanderfällt.

Inzwischen hat der Wirbelsturm Fahrt aufgenommen (19 km/h) und sollte am Mittwoch Bermuda passieren. Hinsichtlich der Zugbahn des Kerns ist man sich mittlerweile sehr sicher (sehr schmaler Warnkegel); die Wahrscheinlichkeit, dass CRISTOBALs Kern die Bermudas umkurven wird, ist sehr hoch.

Dass aber zu Recht Sturmwarnung aktiviert wurde (noch: Tropical Storm Watch), zeigt ein Blick auf die Grafik der Wahrscheinlichkeit für Sturmwinde. Das ist nah dran. Hurrikanwinde auf Bermuda sind allerdings eher unwahrscheinlich, zumal selbig nur bis 75 km vom Kern entfernt festgestellt werden.

Von einem wirklichen Outflow kann man nicht sprechen, da eine vernünftige Zirkulation kaum noch zu erkennen ist. CRISTOBAL produziert aber eine Menge Konvektion NE vom Kern, welche bald nach Bermuda gelangen wird. Mit "eine Menge" sind die Dimensionen gemeint. Besonders intensiv sieht das in diesem Moment nicht aus.

25. August 2014
Update
Ein Huricane Hunter hat gerade gemeldet: CRISTOBAL ist jetzt ein Hurrikan.
Der Zyklon befindet sich etwas mehr als 1000 km SW von Bermuda und schleicht aktuell (4 km/h) nach Norden.

Ab Dienstag sollte CRISTOBAL an Geschwindigkeit zulegen und eine weitere Intensivierung ist wahrscheinlich. Etwa auf Höhe von Bermuda (Mittwoch) wird dann eine Rechtskurve erwartet. Entscheidend für die Bermudas wird sein, wann genau diese einsetzt und in welchem Grad sie ausfällt.

Man geht auf jeden Fall sicher; auf Bermuda wurde Tropical Storm Watch aktiviert.
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Die Sturmwarnung auf den Bahamas wurde gerade deaktiviert.
Die aktuellen Prognosen sehen keine Gefahr mehr für Festland, es ist aber noch nicht komplett  auszuschließen,  dass sich CRISTOBAL doch noch der US-Küste oder Bermuda nähert.

24. August 2014
CRISTOBAL ist inzwischen offiziell.
Auch wenn der Kern sich relativ weit NE von den zentralen Bahamas befindet, ist Sturmwarnung aktiv.
Nicht mehr lange, das ist ziemlich sicher.

Es sieht momentan danach aus, als würden weder die Bermudas noch die US-Ostküste in Mitleidenschaft gezogen werden, obwohl CRISTOBAL gegen Mitte der kommenden Woche aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Hurrikan wird.


23. August 2014
Der Kern des Systems ist mittlerweile knapp nördlich an der Dominikanischen Republik vorbeigezogen und verabschiedet sich gerade von Hispaniola. 96L könnte jetzt jeden Moment zu einem Tropischen Tief oder direkt zum Tropischen Sturm CRISTOBAL deklariert werden, eventuell schon nach dem für heute Nachmittag angesetzten Besuch durch einen Hurricane Hunter.

Trotzdem erleben die Dom Rep und auch Puerto Rico noch teilweise starke Niederschläge und Winde.

Ziemlich gravierend geändert haben sich die Trackmodelle. Die US-Ostküste inklusive Florida sind plötzlich wieder auf Teil der möglichen Zugbahn, wobei die Intensitätsmodelle momentan auf einen moderaten Hurrikan (Kat. 1) hindeuten.

Zuerst einmal ist aber Vorsicht auf Hispaniola (noch) und den SE-Bahamas inkl. Turks und Caicos (ab sofort) geboten.

22. August 2014
Update: Die Early-Cycle-GFS-Intensitätsmodelle zeigen in diesem Moment einhellig 35 Knoten max. anhaltende Winde, sprich nicht nur Tropisches Tief, sondern Tropischer Sturm. Das CIMSS scheint auch gerade upzudaten. Eventuell sehen wir also doch in Kürze offiziell einen Tropischen Zyklon. Dem würde sofort aktivierte Sturmwarnung folgen.

Eine "gesunde" Zirkulation ist allerdings noch nicht zu erkennen, wenn auch gerade recht satte Konvektion über Puerto Rico und auch der Dominikanischen Republik hochkocht. Wenn das, was im Satellitenbild nach einem sich bildenden sichtbaren Kern aussieht, auch dem tatsächlichen Tiefdruckzentrum des Systems entspricht, wird dieses die Dom Rep verfehlen.
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96L zeigt sich heute Morgen noch recht desorganisiert. Die nun bald einsetzende Interaktion mit der Landmasse Hispaniolas wird die Bildung eines Zyklons voraussichtlich verzögern.

Aktuell ist es laut NHC am wahrscheinlichsten, dass CRISTOBAL erst im Laufe des Wochenendes offiziell wird, wenn Hispaniola überwunden ist. Nahe der SE-Bahamas herrschen momentan sehr gute Bedingungen für eine Intensivierung.
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Seit ein paar Tagen entwickelt sich im Atlantik das System 96L und erreicht gerade die kleinen Antillen.
Es handelt sich um ein kleines Tiefdruckgebiet, welchem aufgrund der aktuellen Umgebungsbedingungen aber gute Chancen auf Intensivierung prognostiziert werden. Das man das System nicht unterschätzt, belegt der Umstand, dass es bereits seit heute von Hurricane Huntern untersucht wird.

Es ist wahrscheinlich, dass 96L in den kommenden Tagen zum Tropischen Sturm CRISTOBAL deklariert werden wird. Unabhängig von der Entwicklung muss auf den kleinen Antillen und Puerto Rico ab sofort, auf Hispaniola mit der Dom Rep ab Freitagabend mit stellenweise heftigen Winden und starken Niederschlägen gerechnet werden.

In den vergangenen Tagen brachten die Trackmodelle das System über Hispaniola und Kuba nach Florida, was sich inzwischen aber geändert hat. Voraussichtlich wird der Kern den Norden Hispaniolas überqueren und bei den SE-Bahamas rechts kurven, womit die US-Ostküste aus dem Schneider wäre. Bermuda wird eventuell einen Impakt erleben.

Abhängig von der Intensitätsentwicklung kann es mit der Aktivierung von Sturmwarnungen sehr schnell und plötzlich gehen.

Tropischer Sturm MELISSA kommt Azoren nahe

Montag, 18. November 2013



22. November 2013:
MELISSA ist kein Tropischer oder Subtropischer Sturm mehr.

20. November 2013:
MELISSA hat inzwischen - zumindest vorübergehend - tropische Eigenschaften angenommen.
Desweiteren verzeichnet die Trackprognose eine starke Korrektur, die den Wirbelsturm zwischen Donnerstag und Samstag knapp nördlich der Azoren entlang ziehen lassen sollte. Allerdings deutet der sehr schmale Warnkegel darauf hin, dass sich das NHC bei seiner aktuellen Vorhersage ziemlich sicher ist - und die Azoren liegen nicht in diesem Warnkegel.
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Über dem Zentralatlantik etwas mehr als 1000 Kilometer ESE von Bermuda hat sich der Subtropische Sturm MELISSA gebildet. Einen direkten Impakt auf Festland wird es nicht geben, allerdings berichten Bermuda, die Leeward Islands, Puerto Rico, die Dominikanische Republik und die SE-Bahamas von erhöhtem Wellengang, der auch in den kommenden Tagen anhalten wird.

Hurrikan RAFAEL Bermuda aktuell

Dienstag, 16. Oktober 2012

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Satellitenbild Hurrikan RAFAEL Bermuda
16. Oktober 2012
Credit: NASA / NOAA
RAFAEL ist noch ein Hurrikan der Kategorie 1 und "versorgt" die Bermudas bereits ganz ordentlich mit Niederschlägen (siehe auch Satellitenbild-Loop-Livestream und Radar Bermuda)

Mit 26 km/h ist RAFAEL inzwischen wie erwartet recht schnell unterwegs und die Zuggeschwindigkeit soll weiter zunehmen.

Noch erzeugt der Wirbelsturm max. anhaltende Windgeschwindigkeiten von 140 km/h: Es ist wahrscheinlich, dass er Bermuda noch als Hurrikan passiert. Das National Hurricane Center geht allerdings davon aus, dass der Kern des Zyklons so weit östlich an den Inseln vorbei ziehen wird, dass keine Hurrikanwarnung gerechtfertigt ist (es gilt Tropical Storm Warning).

Hurrikanwinde werden bis zu 75 km, Sturmwinde bis zu 335 km vom Kern entfernt festgestellt. Da sich RAFAELs Zentrum nur noch etwa 500 Kilometer von Bermuda entfernt befindet, ist mit dem baldigen Beginn von Sturmbedingungen zu rechnen.

Ein Hurricane Hunter befindet sich gerade im Kern des Sturms und wird bald neue Daten liefern.

Hurrikan RAFAEL zieht nach Bermuda

Montag, 15. Oktober 2012




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Erwarteter Verlauf
Hurrikan RAFAEL
15. Oktober 2012
Credit: NHC | NASA
TerraMetrics


Tropensturm RAFAEL ist inzwischen Hurrikan - das National Hurricane Center wird dies in zwei Stunden bestätigen - und sein Kern befindet sich mittlerweile knappe 500 Kilometer N von San Juan, Puerto Rico und noch etwa 1000 km S von Bermuda.

RAFAEL weist sehr viele Ähnlichkeiten mit PAUL auf. Beide ziehen nach Norden, werden kaum die Kategorie 2 erreichen und in der Nacht zwischen Dienstag und Mittwoch Landmasse nahe kommen.

Auch von RAFAEL wird kein direkter Landfall erwartet. Der Warnkegel der Prognosegrafik des NHC ist schon ziemlich schmal, was bedeutet, dass man sich seiner Sache recht sicher ist. Und Bermuda liegt bereits außerhalb dieses Kegels.

Trotzdem muss damit gerechnet werden, dass der noch gültige "Tropical Storm Watch"  in "Hurricane Watch" umgewandelt wird. Auch "Tropical Storm Warning" ist nicht ausgeschlossen - Sturmwinde werden bis zu 280 Kilometer vom Kern festgestellt.

Die leichte Rechtstendenz hat auf Auswirkungen für Neufundland. Man geht jetzt nicht mehr davon aus, dass der Kern RAFAELs diesem allzu nahe kommt.

Intensiver Tropensturm RAFAEL aktuell: Erste Sturmwarnung auf Bermuda

Sonntag, 14. Oktober 2012

Nachdem ein paar Stunden lang keine Landmasse unter Sturmwarnung stand, gilt auf Bermuda ab sofort "Tropical Storm Watch".

Der Kern RAFAELs hat mittlerweile die Jungferninseln und Puerto Rico südlich hinter sich gelassen, aber noch werden starke Niederschläge - auch auf den nördlichen Kleinen Antillen (Leeward-Islands) erwartet (siehe auch: Satellitenbild-Loop-Livestream)

RAFAEL hat jetzt deutlich an Intensität zugelegt und auch mit der Struktur und Organisation sollte es bald besser werden. Mit 95 km/h max. anhaltenden Windgeschwindigkeiten ist die Kategorie "Hurrikan" nicht mehr weit. Es gilt jetzt als fast sicher, dass der Wirbelsturm als Hurrikan bei Bermuda ankommen wird, voraussichtlich am Dienstag, 16. Oktober 2012.

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Erwarteter Verlauf Tropensturm RAFAEL Bermuda
14. Oktober 2012
Credit: NHC | NASA | TerraMetrcis
Dabei sieht es momentan ganz danach aus, als würde der Kern des wahrscheinlichen Hurrikans nicht direkt über Bermuda ziehen, sondern der Zyklon die Inseln nur tangieren. Trotzdem ist spätestens ab morgen (Montag) mit Hurricane Watch oder Hurrikanwarnung zu rechnen.

Pot. Tropischer Sturm RAFAEL zieht wahrscheinlich nicht in die Karibik

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Nachdem das System 97L nun doch zum Tropischen Sturm PATTY wurde, sieht es ganz danach aus, als ob auch 98L den Status "Tropischer Sturm" erreichen und somit zu RAFAEL werden würde. Die Intensitätsmodelle bringen 98L jetzt ziemlich einstimmig in zwei bis drei Tagen auf Sturmstärke, der Status "Hurrikan" ist Anfang kommender Woche auch möglich.

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Credit: UCAR
Das National Hurricane Center gibt 98L im Moment 70% Wahrscheinlichkeit, innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. Das Tropentief 17 und der Tropensturm Nummer 17 stehen im Atlantik als nächste auf der "To-Do-Liste".

Die meisten unserer Leser sind aber verständlicherweise in erster Linie daran interessiert, wohin ein Tropensturm oder potentieller Tropensturm wahrscheinlich zieht. Links sehen Sie die aktuelle "Meinung" der gebündelten GFS-Trackmodelle hinsichtlich 98L.

Ziemlich sicher wird es nicht wirklich in die Karibik gehen. Die Kleinen Antillen werden wahrscheinlich komplett bedient werden, Puerto Rico voraussichtlich ein wenig abbekommen, Hispaniola (Dominikanische Republik und Haiti) nur tangiert werden. Venezuela und Co werden die Anwesenheit des Systems zwar bemerken, aber kaum mehr von ihm zu sehen/spüren  bekommen als ein paar Niederschläge und etwas stärkerem Wind.

Langfristig (etwa 10 Tage beziehungsweise zum Wochenende 20. und 21. Oktober) bringen die Modelle 98L als Sturmtief oder Orkantief nach Nord-Europa. Aber eher nach Großbritannien/Irland/Skandinavien  als nach Portugal/Spanien/Frankreich/Deutschland. Auf dem Weg dorthin liegt Bermuda.


Pot. Tropischer Sturm OSCAR zieht voraussichtlich nicht in die Karibik

Sonntag, 30. September 2012

Pot. Tropischer Sturm OSCAR zieht voraussichtlich nicht in die Karibik, Oscar, Atlantische Hurrikansaison, Neufundland, US-Ostküste Eastcoast, Bermudas, aktuell, Vorhersage Forecast Prognose, Oktober, 2012, Hurrikansaison 2012,
Credit: UCAR
Im Atlantik SW der Kapverden befindet sich eine Tropische Welle, die Chancen auf Entwicklung besitzt. Vorerst lassen die Intensitätsmodelle gemächlich angehen, das National Hurricane Center sieht eine Wahrscheinlich von 10% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der kommenden 48 Stunden.

Links sehen Sie die gebündelten GFS-Trackmodelle und diese sehen auch tatsächlich gebündelt aus. Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass der potentielle Tropensturm OSCAR relativ einfach und gut vorherzusagen sein wird.

Die Modelle sind noch nicht als offizielle Prognose zu verstehen, aber es deutet sich an, dass das System nicht in die Karibik ziehen wird. Momentane Kandidaten für eine Bedrohung sind Bermuda und eventuell die US-Ostküste inklusive Neufundland.

Tropensturm LESLIE bei Bermuda trifft wahrscheinlich als Hurrikan auf Neufundland

Sonntag, 9. September 2012

Der Tropische Sturm LESLIE nähert sich jetzt dem Moment, in dem er Bermuda am nächsten kommen wird. Zwei der drei Kinder-Überraschungs-Wünsche sind dabei in Erfüllung gegangen. Zum einen wird der Kern LESLIEs den Inseln kaum näher als 200 Kilometer kommen und zum anderen ist der Zyklon nicht wie ursprünglich befürchtet wieder zu einem Hurrikan geworden. Dies soll zwar später noch passieren, aber im Moment hat LESLIE sogar ganz im Gegenteil noch ein wenig an Intensität verloren und produziert anhaltende Windgeschwindigkeiten von 95 km/h.

Sturmwinde erreichen Bermuda zwar seit heute Vormittag, aber nur gerade so eben (siehe auch: Stempel Sturmwinde am Boden) und vereinzelt, nicht anhaltend. Viel schlimmer dürfte es mit den Winden auch gar nicht werden, denn LESLIE sollte jetzt so langsam in Richtung NNE abbiegen und somit trotz der im Vergleich zu den Vorhersagen von vor 2 un 3 Tagen recht langsamen Zuggeschwindigkeit von 15 km/h kaum in der Lage sein, allzu viel an Tropical Storm Force-Winden auf die Inseln zu bringen.

Das Niederschlagsvolumen auf Bermuda wird aufgrund der Dimensionen LESLIEs allerdings nicht zu verachten sein (siehe auch: Visible Rapid Scan Satellitenbild Loop).

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Credit:
NASA /  TerraMetrics

Zwischen Montag und Dienstag könnte der Wirbelsturm dann doch noch einmal zu einem Hurrikan werden, dabei aber kaum mehr als die Kategorie 1 erreichen. Die Trackprognose sieht noch einen direkten Besuch  Neufundlands vorher, bevor es LESLIE dann als außertropischen Sturm zurück über den Atlantik in grobe Richtung Nordeuropa verschlagen soll.

Canada, Neufundland und Neu England werden in den kommenden Wochen etwas anfälliger für Tropenstürme - sollte es denn noch einen in ihre Nähe treiben - sein als gewöhnlich, da die Wassertemperaturen dort oben anormal hoch sind.

Das bedeutet in erster Linie, dass Tropische Stürme, die eventuell die Region erreichen, eine längere Lebensdauer haben werden - wenn die anderen dafür notwendigen Faktoren mitspielen.  

Sturmsituation Tropen weltweit aktuell 7. September 2012

Freitag, 7. September 2012

Michael, Leslie, Nadine, aktuell, Hurrikansaison 2012, Atlantische Hurrikansaison, Golf von Mexiko, Bermudas, Florida, Satellitenbild Satellitenbilder, September, 2012, Vorhersage Forecast Prognose,
Satellitenbild LESLIE (l.) und MICHAEL
7. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Die Pazifische Hurrikansaison und die Taifunsaison verzeichnen weiterhin keine Tropische Aktivität, also konzentrieren wir uns auf den Atlantik.

LESLIE ist zumindest vorübergehend zu einem Tropischen Sturm abgeschwächt, sollte aber morgen oder übermorgen erneut zu einem Hurrikan werden. Laut den jüngsten Prognosen werden sich wahrscheinlich zumindest 2 der 3 für Bermuda positiven Faktoren erfüllen. Aber so ein Tropensturm ist ja auch keine Kinder-Überraschung.

Der gegenüber gestern ein wenig negativ für Bermuda veränderte Faktor ist die Geschwindigkeit. Man geht jetzt davon aus, dass der Zyklon nicht ganz so schnell wie erwartet an Bermuda vorbei ziehen wird. Dieser Umstand verliert aber deutlich an Relevanz, wenn es die beiden anderen Faktoren wie im Moment prognostiziert gut mit Bermuda meinen sollten. Kein irrsinnig starker Wirbelsturm und eine wohl doch recht große Entfernung des Kerns von den Inseln.

Aktuelle Kurz-Updates finden Sie im Liveticker in unserer rechten Menüleiste.
Hier noch ein Echtfoto LESLIEs vom Hurricane Hunter aus: Sonnenaufgang.


MICHAEL ist weiterhin ein kleiner, aber feiner Hurrikan der Kategorie 2 auf dem Weg nach NW und bald dann voraussichtlich Nord. Erst am Montag soll MICHAEL laut den jüngsten Vorhersagen wirklich in Fahrt (Zuggeschwindigkeit) kommen, dann am Dienstag aber zu einem tropischen Sturm abklingen und beginnen, seine tropischen Eigenschaften zu verlieren.


Die Wahrscheinlichkeit, dass System 90L innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, ist auf 20% gesunken. Es ist aber weiterhin damit zu rechnen, dass aus 90L zumindest ein Tropisches Tief entstehen wird. Das kann sehr schnell gehen und aufgrund der Nähe zu Florida ist es durchaus möglich, dass während der kommenden 2-3 Tage sehr plötzlich Sturmwarnung in einem Teil Floridas als notwendig angesehen werden wird.

Hurrikan LESLIE: Hoffnung für Bermuda

Donnerstag, 6. September 2012

Wenn es so weiter geht, muss über eine Bewerbung als Parkhauswächter im Atlantik nachgedacht werden, denn dieses Geschäft ist so langsam als lukrativ anzusehen. Allerdings könnte ab etwa Samstag aus dem Parkhaus Atlantik eher die Rennstrecke Atlantik werden, vor allem, was LESLIE anbelangt.

Hurrikan LESLIE: Hoffnung für Bermuda, Leslie, Bermudas, Atlantische Hurrikansaison, Atlantik, Hurrikansaison 2012, Vorhersage Forecast Prognose, September, 2012,
Credit: NASA / TerraMetrics
Das Verhalten eines parkenden Tropensturms ist wesentlich schwieriger vorherzusagen als das eines Zyklons in konstanter Bewegung. Auch bei LESLIE machen wir diese Erfahrung gerade wieder.

Sollte allerdings die aktuelle Tendenz der Prognose anhalten, gibt es Grund für etwas Optimismus auf Bermuda. Die Trackprognose wurde in den vergangenen 24 Stunden immer weiter nach Ost (rechts) korrigiert, sodass die Bermudas momentan nur mal gerade so noch in der akuten Warnzone (hellblau) liegen.

Das bedeutet nicht, dass Bemuda überhaupt nichts von LESLIE bemerken wird (LESLIE ist ein ziemlich ausgedehnter Wirbelsturm, siehe auch: HQ-Foto LESLIE 6. September 2012), aber vom schlimmsten Teil des Hurrikans würden die Inseln verschont bleiben.

Hinzu kommt, dass man LESLIE kaum eine Chance auf eine starke Intensivierung gibt, mit der Kategorie 2 muss auf Höhe (Breitengrad) Bermudas allerdings gerechnet werden.

Der dritte positive Faktor ist die Geschwindigkeit, die der Zyklon ab Samstag aufnehmen soll. Was auch immer LESLIE den Bermudas zu bieten haben wird - es wird wahrscheinlich schnell vorbei sein.

Sollten gar alle 3 genannten Punkte zusammenkommen - Tendenz weiter nach Ost, keine oder kaum Intensivierung und hohe Zuggeschwindigkeit - dann wird es für Bermuda nicht so wahnsinnig schlimm werden.

MICHAEL wird zum ersten Großen Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2012

Satellitenbild Hurrikan LESLIE (l.) und Hurrikan MICHAEL
6. September 2012
Credit: NASA / NOAA
Die Entwicklung MICHAELs darf man getrost als außergewöhnlich bezeichnen. In weniger als 12 Stunden hat der relativ kleine Zyklon es von einem Tropischen Sturm in die Hurrikan-Kategorie 3 geschafft, welche er auch 2 oder drei Tage lang halten könnte. Landmasse bedroht er dabei allerdings nicht.

LESLIE ist noch immer ein Hurrikan der Kategorie 1 und steuert weiterhin auf Bermuda zu, wenn man bei Fast-Stillstand von "steuern" reden kann (siehe auch: HQ-Satellitenfoto LESLIE vom 5. September, NASA-AQUA-Satellit). Man glaubt jetzt, dass LESLIE sich erst am Samstag in Bewegung setzen, dann aber sehr schnell werden wird. Die Trackprognose bringt den Kern des Wirbelsturms inzwischen ein wenig östlich an den Bermudas vorbei.

System 90L befindet sich mittlerweile komplett im Golf von Mexiko und die Wahrscheinlichkeit, dass es innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, liegt bei 50%. Die Trackmodelle sehen ziemlich übereinstimmend eine Zugbahn nach Nord-Florida vorher, Ankunft laut den jüngsten mit Modellen wäre dort jetzt etwas früher, nämlich in 5 Tagen, also am kommenden Dienstag.
Update 14:00 MESZ: 90L hat sich vorerst nicht weiter entwickelt und das NHC sieht jetzt nur noch 40%.

Festzuhalten gilt, dass wir mit MICHAEL den dreizehnten von 12-17 prognostizierten benannten Tropischen Wirbelstürmen*, den siebten von 5-8 prognostizierten Hurrikans* und den ersten von 2-3 prognostizierten major hurricanes* in der Atlantischen Hurrikansaison 2012 sehen.
* August-Update Season Outlook CPC NOAA

 Das macht einerseits Hoffnung, dass da nicht mehr allzu viel Gewaltiges kommen wird, andererseits kann man sich natürlich keinesfalls darauf verlassen.

Tropischer Sturm LESLIE ist jetzt ein Hurrikan und zieht nach Bermuda

Mittwoch, 5. September 2012

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Satellitenbild Hurrikan LESLIE
5. September 2012
Credit: NASA / NOAA
LESLIE kommt nun so langsam in Schwung, wenn auch - wie erwartet, noch nicht in Fahrt. Der Tropensturm hat die Parkpause genutzt und sich zu einem Hurrikan entwickelt, dem sechsten (von prognostizierten 4-8) in der Atlantischen Hurrikansaison 2012.

Die vorhergesagte Zugbahn führt weiterhin exakt nach Bermuda, wo der Kern des Hurrikans nun allerdings voraussichtlich erst am Sonntag Morgen ankommen wird.

An eine sehr starke Intensivierung glaubt im Moment niemand, aber die Kategorie 2 ist durchaus möglich.

Welche Beziehung LESLIE zur US-Ostküste einnehmen wird, das warten wir besser noch etwas ab.

Das Wort zum Mittwoch, 5. September 2012: Atlantische Hurrikansaison aktuell

Dienstag, 4. September 2012

Es stürmt und windet und regnet und gewittert momentan vielerorts auf unserem Planeten, aber Tropische Stürme sind aktuell nur in der Atlantischen Hurrikansaison aktiv.

Beide befinden sich im Aufwind.

LESLIE hat den Parkgang der Automatikschaltung noch eingelegt und das wird voraussichtlich auch bis Donnerstag so bleiben. Danach aber scheint der Tropensturm geradezu katapultartig nach N - NNW - NW geschossen werden zu wollen, um dann nahe Neu Englands und Neufundlands nach rechts abzubiegen. Was auch immer auf Bermuda, an der US-Ostküste und in Neufundland passieren mag - es wird wahrscheinlich sehr schnell gehen.
Puerto Rico und die Dominikanische Republik melden die Ankunft von von LESLIE gesandten sehr hohen Wolken. "Sich sehr hoch befindenden" anstatt "sehr hoch gewachsenen". Dem entsprechend wird keine negative Beeinflussung des Wetters erwartet.
LESLIE besitzt das Potenzial, um zu erwarteten ersten Großen Hurrikan (Kategorie 3+) im Atlantik 2012 zu werden. Wir sehen hier übrigens schon wieder einen Rekord. Es geht dabei nicht um das Datum, sondern um die Anzahl der Tropischen Stürme. Noch nie seit Beginn der Vergabe von Namen für Tropische Stürme im Jahre 1950 gab es eine Atlantische Hurrikansaison, in der unter 13 benannten Stürmen (MICHAEL ist die aktuelle Nummer 13) kein einziger Major Hurricane war.

Apropos MICHAEL.
Der ist nun doch etwas mehr als eine Eintagsfliege und jetzt ist MICHAEL derjenige mit der prognostizierten Schlangenlinie als Zugbahn. Bis Donnerstag soll der Zyklon eine 45°-Rechtskurve beschreiben, zwischen Freitag und Sonntag dann dasselbe nach links. Die Modelle bringen ihn danach dann erneut nach rechts mit endgültiger grober Zugrichtung Europa. Was sich noch ändern kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass MICHAEL zu einem Hurrikan wird, ist in den vergangenen 18 Stunden konstant gestiegen. Noch allerdings wird dieser Status nicht offiziell erwartet.

Und dann haben wir da noch einen neuen und ganz interessanten Kandidaten.
Ein Gewitterkomplex über Alabama befindet auf dem Weg nach Süden und wird aller Wahrscheinlichkeit nach in den Golf von Mexiko gelangen. Und für dieses System bestehen dort tatsächlich Chancen auf Entwicklung (das NHC gibt im Moment 10% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der nächsten 48 Stunden).
Belehren Sie uns bitte eines Besseren, wenn Sie einen anderen kennen oder finden, aber laut unserer lauen Langzeiterinnerung hat so etwas bisher nur ein Tropensturm geschafft. Allerdings ein in vielerlei Hinsicht bedeutender und geschichtsträchtiger Sturm (zum Beispiel der erste Tropensturm, bei dem das NHC Landfallprognosen ausgab).
ALICIA 1983.
1983 war übrigens auch das letzte Mal, dass es im Atlantik eine ALICIA gab, denn im Frühjahr 1984 wurde der Name von der Liste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen.
Wir sind gespannt.
Der nächste Sturmname im Atlantik lautet NADINE.


Festival der Eintagsfliegen

Montag, 3. September 2012

Die Atlantische und Pazifische Hurrikansaison arbeiten gerade fein Tropenstürme ab, von denen kaum jemand etwas mitbekommt.

JOHN im Nordost-Pazifik vor Mexiko ist bereits wieder zu einem Tropischen Tief degradiert worden, aus dem schon morgen nur noch ein Reste-Tief werden sollte. Landmasse ist nicht in Gefahr.

System 99L im Atlantik ist inzwischen das Tropische Tief 13 und wird voraussichtlich innerhalb der kommenden 24 Stunden zum Tropischen Sturm MICHAEL werden. Das Tropentief zieht mittlerweile nach Norden - also keine Gefahr für die  Karibik - und wird wahrscheinlich mal gerade so 24 Stunden als Tropischer Sturm existieren. Dafür bauen wir nicht einmal die Satellitenbilder und Prognosegrafiken ein. Landmasse ist nicht in Gefahr.

LESLIE hingegen ist das genaue Gegenteil einer Eintagsfliege und hat es sich südlich von Bermuda bequem gemacht. Die Trackprognose ist ein wenig nach links korrigiert worden, ansonsten bleibt im Moment alles wie gehabt: Erwartete Ankunft nahe Bermuda am Samstag und als Hurrikan.
Allerdings warnt das NHC bereits vor starken Meeresströmungen, die LESLIE an der US-Ostküste verursachen wird, denn gerade dem nördlichen Teil - speziell New England laut den jüngsten Modellen - könnte der Zyklon nun doch recht nahe kommen.

Tropischer Sturm LESLIE wahrscheinlich am Samstag als Hurrikan nach Bermuda

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Credit: NHC / Google
So langsam kommt etwas Ordnung in die Vorhersage LESLIEs.

Keine Schlangenlinien mehr und ein klar ausgegebenes mittelfristiges Ziel: Bermuda. Nach ein paar Tagen sehr langsamer Bewegung nach Norden (mit ein wenig NNW dabei) soll LESLIE am Donnerstag etwas an Geschwindigkeit und Intensität zulegen und dann am Freitag noch einmal etwas mehr.

Das lässt eine Ankunft des Kerns des Zyklons bei Bermuda am Samstag Vormittag erwarten. Als Hurrikan, eventuell der Kategorie 2.

Ab Mittwoch ist mit offizieller Sturmwarnung und Hurrikanwarnung zu rechnen. Der Wetterdienst Bermuda hat bereits begonnen, sich mit LESLIE zu befassen: Bermuda Weather Service.

Tropischer Sturm LESLIE: Gefahrenpotenzial Bermuda steigt

Sonntag, 2. September 2012

Generell gesehen bleiben LESLIEs Entwicklung, Verlauf, Zugbahn und Verhalten schwer kalkulierbar, vor allem langfristig. Der zwölfte Tropische Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012 ist noch immer fast ein Hurrikan, leidet momentan aber unter starken Scherwinden, was auch noch ein paar Tage so bleiben sollte.

Deshalb ist für die kommenden Tage eher mit einer vorübergehenden Abschwächung als mit einer Intensivierung zu rechnen, zumal man davon ausgehen muss, dass der Zyklon sehr langsam werden, wenn nicht sogar in Parkposition gehen wird.

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Credit: NHC / Google
Dies verschiebt die erwartete Ankunft nahe Bermuda um einiges nach hinten. Es ist momentan kaum vor dem kommenden Wochenende mit selbiger zu rechnen.

Allerdings bringen die jüngeren Trackprognosen des NHC Bermuda immer mehr ins Spiel. Anstatt wie vorher angenommen sehen diese Vorhersagen jetzt nicht mehr einen großen Bogen, den LESLIE schlagen und der den Wirbelsturm am Ende weit entfernt von Bermuda auf Kurs NE bringen sollte, sondern eher eine schlangenförmige Linie (wie ein seitenverkehrtes "S"), die LESLIE gegen Ende der kommenden Woche direkten Kurs auf die Bermudas nehmen lassen könnte.

Aufgrund der starken Unsicherheit der Vorhersage ist in den kommenden Tagen mit weiteren Änderungen der Prognose zu rechnen.

Auf jeden Fall bewegt sich der Zyklon inzwischen endgültig weg von den Leeward Islands (Kleine Antillen).  Trotzdem ist an den Küsten der Leeward Islands, der Jungferninseln und Puerto Ricos heute und morgen mit erhöhtem Meeresspiegel und starken Meeresströmungen zu rechnen.

Sturmsituation Tropen 1. September 2012

Samstag, 1. September 2012

Der September 2012 startet mit 3 aktiven Tropenstürmen, 2 davon im Atlantik und einer im NE-Pazifik. Die Taifunsaison hat momentan sturmfreie Bude. Nebenbei: Heute beginnt der meteorologische Herbst 2012.

ILEANA ist wie erwartet kein Hurrikan mehr und nur noch eine sehr unscheinbare Angelegenheit, obwohl noch Windgeschwindigkeiten von 85 km/h produziert werden. Die Trackprognose hat eine starke Korrektur erfahren, praktisch ab sofort soll der Wirbelsturm fast exakt Kurs West nehmen, also weg von der mexikanischen Pazifikküste. Und bereits morgen dürfte ILEANA zu einem Reste-Tief abklingen.

Das gewaltige Schlechtwettergebiet vor der südlichen mexikanischen Pazifikküste hat in den vergangenen 15 Stunden keine Intensivierung erfahren, das NHC sieht immer noch 30% Wahrscheinlichkeit für die Entstehung eines Tropischen Zyklons innerhalb von 48 Stunden.


In der Atlantischen Hurrikansaison beginnt auch KIRK so langsam zu schwächeln. Noch ist er zwar ein Hurrikan der Kategorie 1, wird aber bald zu einem Tropischen Sturm degradiert werden. Dabei befindet er sich nun endgültig auf Kurs NE (35°) und bedroht somit keinerlei Landmasse mehr. Am Sonntag wird außerdem die Transformation zu einem außertropischen Sturm erwartet.
Update 15:45 MESZ: KIRK ist kein Hurrikan mehr.

Gute Nachrichten gibt es von LESLIE, denn hier gilt: Kommando zurück. Noch sind sich die Trackmodelle zwar alles andere als einig, aber sie sind bis auf eine Ausnahme (die auf Maine / Nova Scotia deutet) wieder von der US-Ostküste abgerückt.
Eine Zugbahn aus der Nähe von Bermuda an die US-Ostküste wäre auch als außergewöhnlich zu bezeichnen gewesen. Der letzte Tropensturm, der so einen Kurs nahm, war Hurrikan JUAN 2003, welcher sich allerdings im Unterschied zu LESLIE erst knapp südlich von Bermuda gebildet hatte, von dort aus nach New England zog und auf Halifax traf (8 Todesopfer, 150 Mio. US-Dollar Sachschaden).
Die offizielle Vorhersage des NHC sieht momentan auch Bermuda nicht ernsthaft in Gefahr (aktuelle Wahrscheinlichkeit Sturmwinde: 10%) und glaubt, dass LESLIE bereits weit SE der Bermudas auf Kurs Nordost schwenken und somit weit östlich an an Inseln vorbei ziehen wird.
Dabei befindet sich LESLIE an der Schwelle zu einem Hurrikan und ist ein recht großer Wirbelsturm. Bisher geht man allerdings nicht davon aus, dass es zu einem starken Hurrikan reichen wird.

Insgesamt gesehen beginnt der September in den Tropen also mit einer gewissen Entspannung. In den vergangenen Tagen und Wochen war nun auch wirklich eine Menge Landmasse von Tropischen Stürmen direkt betroffen und viele dieser Regionen beginnen gerade erst, sich ein wenig davon zu erholen. Taiwan, Okinawa, Korea, die Philippinen, Haiti, Florida, Louisiana (noch mehr als 400000 ohne Strom) und Mississippi - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Tropischer Sturm | Hurrikan LESLIE: Achtung auf Bermuda und an der US-Ostküste

Freitag, 31. August 2012

Noch ist nichts offiziell, aber die Trackmodelle für den Tropischen Sturm LESLIE sind gerade komplett von den bisherigen Erwartungen abgewichen. Das mag daran liegen, dass LESLIE langsamer als erwartet ist und sich somit die wahrscheinlichen Bedingungen auf dem weiteren erwarteten Weg des Zyklons ändern.

Nach den aktuellen Modellen zu urteilen, wird LESLIE ziemlich langsam bleiben und erst in fünf Tagen nahe (dieses "nahe" ist sehr relativ) Bermuda ankommen. Die Bermudas liegen momentan auf jeden Fall definitiv in der Gefahrenzone und sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen.

Nach den Bermudas kommt dann die eigentliche gravierende Abweichung. So gut wie alle GFS-Modelle bringen den Tropensturm jetzt nicht mehr in einem Bogen zurück über den Atlantik mit grobem Kurs Europa, sondern an die US-Ostküste; sehen dabei auf der Grafik allerdings noch aus wie ein aufgeklappter Fächer. Das soll bedeuten, dass die Streuung sehr stark ist.

 Von Florida einmal abgesehen, bekommt praktisch jeder East-Coast-Bundesstaat seinen eigenen Modellfinger ab. Betroffen sind somit: South Carolina, North Carolina, Virginia, Washinton D.C. Area, New Jersey, New York, Connecticut, Massachusetts, New Hampshire und Maine ... also auch komplett New England.

Irgendwann werden die Trackmodelle zu einem Konsens kommen, aber das kann noch etwas dauern. Warten wir jetzt erst einmal ab, wie sich diese Neuigkeiten in den kommenden Tagen in der offiziellen Prognose des NHC reflektieren.

Die jüngsten Intensitätsmodelle ihrerseits lassen langfristig einen starken Hurrikan zu und dies bezieht sich bereits auf die aktuellsten Trackmodelle.

Fazit: Es ist noch viel zu früh, um Alarm zu schlagen und es bleiben noch etwa 10 Tage bis zur möglichen Ankunft an der US-Ostküste, aber man sollte sich mit dem Gedanken vertraut machen, dass da etwas passieren kann. Eventuell richtig etwas passieren kann. Hurrikan IRENE 2011 dürfte vielen Leuten noch allzu gut in Erinnerung sein.

Atlantische und Pazifische Hurrikansaison aktuell: ILEANA, KIRK und LESLIE

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Satellitenbild Atlantik und NE-Pazifik
31. August 2012
Credit: NASA / NOAA /hurrikansaison.blogspot
Während es in der Taifunsaison momentan nur 2 Systeme gibt, die noch keine großen Entwicklungschancen besitzen, geht es sowohl in der Atlantischen als auch in der Pazifischen Hurrikansaison munter zur Sache.

Zunächst aber werfen Sie einmal einen Blick darauf, wie es über und um Zentral-Amerika brodelt. Das ist um diese Jahreszeit oft ein mächtiges Problem für die betroffenen Länder, auch für diejenigen, in denen praktisch nie ein Tropischer Sturm ankommt.

ILEANA weit vor der Pazifikküste Mexikos ist noch ein Hurrikan, hat jetzt aber eine Region erreicht, in der es bald ganz schnell abwärts gehen sollte. Im Laufe des heutigen Tages wird die Degradierung zum Tropischen Sturm erwartet, morgen bereits die zu einem Tropischen Tief. Am Sonntag dann - falls das Tropische Tief noch existent sein sollte - außertropische Transformation.

Ein gewaltiges unorganisiertes Schlechtwettersystem hockt an der südlichen Küste Mexikos und besitzt bereits 30% Wahrscheinlichkeit, in den kommenden 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. Zugrichtung im Moment: WNW. Modelle liegen noch nicht vor.

Ex-ISAAC hat es noch nicht in alle Winde zerstreut, das Reste-Tief nähert sich langsam denn Great Lakes.
Laut Entergy sind in Louisiana noch mehr als 526000 Haushalte ohne Strom.


Auf der anderen Seite des amerikanischen Kontinents im Atlantik ist KIRK ein gut aussehender, kleiner Hurrikan der Kategorie 2. Während der kommenden 12-24 Stunden könnte er noch die Kategorie 3 erreichen. Sie erinnern sich, warum das - die Gesamtsaison betrachtet - gar nicht verkehrt wäre?
KIRK ist noch in Richtung NNW unterwegs, es gibt aber keinen Grund, daran zu zweifeln, dass er auch den Rest der erwarteten Rechtskurve noch vollzieht. Keine Bedrohung für Landmasse.

Letzteres sieht bei LESLIE inzwischen etwas anders aus. Auch LESLIE wird voraussichtlich sehr bald zu einem Hurrikan mit einem gewissen Potenzial eine höhere als die Kategorie 1. Und die Trackmodelle für LESLIE sind um einiges näher an Bermuda heran gerückt. Sollten die Bermudas von LESLIE betroffen werden, dann wohl kaum vor Ende nächster Woche. Wir haben also noch etwa 7 Tage, um die Entwicklung zu beobachten. Vielleicht können wir auch schon viel eher Entwarnung geben.

Tropischer Sturm | Hurrikan LESLIE zieht nicht in die Karibik

Donnerstag, 30. August 2012

Update 19:30 MESZ: 12L ist jetzt offiziell der Tropische Sturm LESLIE

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Satellitenbild Tropisches Tief 12L
30. August 2012
Credit: NASA / NOAA
Es kann passieren, dass wir noch im August den zwölften Tropischen Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012 zu sehen bekommen. System 98L ist inzwischen das Tropische Tief 12L und wird so gut wie sicher nicht nur zum Tropischen Sturm, sondern auch zum Hurrikan LESLIE werden.

12L befindet sich noch etwa 1900 Kilometer (E) von den Kleinen Antillen entfernt, zieht aber bereits in Richtung WNW, was in den kommenden Tagen auch so bleiben wird. Ab Sonntag - nachdem LESLIE voraussichtlich schon am Samstag die Kategorie "Hurrikan" erreicht - wird dann wird eine andauernde Rechtsdrift erwartet, die den Wirbelsturm letztendlich Kurs NE nehmen lassen sollte. Die einzige Landmasse, der LESLIE laut den aktuellen Prognosen (Mitte nächster Woche) nahe kommen könnte, sind die Bermudas.

Aktuelle Wahrscheinlichkeit Sturmwinde
Leeward Islands (Kleine Antilllen) und Bermuda: 5%
Puerto Rico, Dominikanische Republik, Kuba, Florida, Yucatán: 0%


 
 
 

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