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PRAPIROON und MARIA sind noch Tropische Stürme

Donnerstag, 18. Oktober 2012

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Satellitenbild PRAPIROON und MARIA
18. Oktober 2012
Credit: CIMSS
Im Moment wird es weltweit in den Tropen wieder ruhig. Zumindest was aktive Systeme mit dem Status "Tropischer Sturm" anbelangt.

PAUL (entfernt sich von Baja California, Mexiko, Pazifische Hurrikansaison), RAFAEL (zieht nach Europa, Atlantische Hurrikansaison) und SW-Indik-Frühstarter ANAIS (N von Mauritius und La Reunion) sind nur noch Tropische oder außertropische Tiefdrucksysteme.

Noch existent sind PRAPIROON und MARIA (beide Taifunsaison), befinden sich südlich bzw. SE von Zentral-Japan und ziehen in Richtung Ost. PRAPIROON hat dabei einigen Einfluss auf das Wetter in Japan, aber der Kern wird der japanischen Küste aller Wahrscheinlichkeit fern bleiben.

Angemerkt sei, dass das Longe Range GFS noch einen Hurrikan nach Florida bringt.

Sturmsituation Tropen weltweit aktuell 17. Oktober 2012

Dienstag, 16. Oktober 2012

Von den gestrigen 4 Hurrikans hat nur noch einer diesen Status.

RAFAEL ist noch immer ein Hurrikan der Kategorie 1 und sein Kern zieht gerade wie erwartet mit zügigen 46 km/h östlich (etwas mehr als 200 km) an Bermuda vorbei. Die Sturmwarnung auf Bermuda wurde bereits deaktiviert. Auch Neufundland sollte RAFAEL nicht wirklich nahe kommen und die Transformation zu einem subtropischen Sturm wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.

PAUL ist kein Hurrikan mehr, sein Kern sitzt gerade 140 km WSW von Loreto. Es soll rapide weiter bergab gehen mit der Intensität des Zykons (aktuell 95 km/h max. anhaltende Winde), während er momentan nach NNW und morgen dann nach NW zieht. Die Sturmwarnungen sind noch gueltig wie heute Nachmittag, abgesehen davon, dass natürlich die "Hurricane Warning" in "Tropical Storm Warning" umgewandelt wurde.  

Der Kern des Tropischen Zyklons ANAIS wird Mauritius und La Reunion nun wohl endgültig nicht nahe kommen, allerdings zeigt der Tropensturm einen starken outflow nach S-SE, von dem Mauritius einiges zu spüren bekommt. Mittlerweile ist es sehr zweifelhaft, ob ANAIS überhaupt bis nach Madagaskar gelangen wird.

Dauerbrenner PRAPIROON und Tropensturm MARIA befinden sich südlich von Zentral-Japan. PRAPIROON ist nach einigem Pirouettendrehen Okinawa doch noch etwas auf die Pelle gerückt, dabei aber auch kein Taifun mehr. Nach dem, was Okinawa in den vergangenen Wochen mitgemacht hat, lächelt man dort nur müde über PRAPIROON.
Beide Stürme werden voraussichtlich mit Kurs E bis ENE südlich an Japan vorbei ziehen.

Alle aktuellsten Satellitenbilder und Prognosegrafiken finden Sie in unserer rechten Menüleiste.

Tropischer Sturm MARIA zieht in Richtung Japan

Sonntag, 14. Oktober 2012

In der Taifunsaion 2012 ist inzwischen auch Tropensturm MARIA aktiv (aktuelles Satellitenbild und Prognosegrafik rechte Menüleiste).

Noch ist MARIA eine sehr unorganisierte Angelegenheit mit Kern westlich der Marianen und momentan zieht der Wirbelsturm noch in Richtung West. Praktisch ab sofort sollte eine Rechtsdrift einsetzen, die MARIA zuerst einmal auf NNW nach Iwo To bringen sollte und ab dem 16. Oktober eine erneute Rechtsdrift, die den Zyklon bei konstant steigender Zuggeschwindigkeit auf Kurs ENE nehmen und somit südlich an Japan vorbei führen würde.

Aktuell ist es unwahrscheinlich, dass MARIA zu einem Taifun wird.

Sturmsituation Tropen weltweit 14. Oktober 2012

Samstag, 13. Oktober 2012

Um es lapidar zu sagen: Im Moment rappelt es gerade so richtig im Karton.
Hier eine Kurzfassung der aktuellen Lage:

PATTY ist nun auch kein Tropisches Tief mehr und gilt als aufgelöst.

RAFAELs Kern befindet sich ein ganzes Stück östlicher als prognostiziert. Es könnte sein, dass es auf Puerto Rico bei "Tropical Storm Watch" bleibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass RAFAEL bald zu einem Hurrikan wird, steigt immer mehr.


Auch PAUL wird voraussichtlich kurzzeitig zu einem Hurrikan und könnte Mitte kommender Woche noch als Tropischer Sturm bei Baja California ankommen.


PRAPIROON sollte jetzt bald die Kurve in Richtung Okinawa in Angriff nehmen. Aktuell entspricht der Taifun einem Hurrikan der Kategorie 1.

Wahrscheinlich sehen wir in der Taifunsaison bald auch den Tropensturm MARIA.


Was ANAIS anbelangt: Auch für die Meteo France entspricht der Zyklon jetzt einem Hurrikan. Achtung auf Mauritius und La Reunion, die letzte Tendenz der Modelle und Prognosen bringt ANAIS immer näher an die beiden Inseln heran. Die Trackprognose der Meteo France sieht den Zyklon nicht mehr bis nach Madagaskar ziehen, sondern vorher nach links (Süd) abbiegen. Das aktuelle GFS Late Cycle Model zeigt sogar exakt auf Mauritius und La Reunion. Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, dass ANAIS so weit westlich noch ein starker Sturm sein wird.

Pot. Tropischer Sturm MARIA bei den Marianen (Taifunsaison 2012)

System 90W bei Pagan hat sich in den vergangenen Stunden stark entwickelt und es steht anscheinend Tropensturm MARIA bevor. Das JTWC hat bereits einen Tropical Storm Formation Alert veröffentlicht, was bedeutet, dass man innerhalb von 24 Stunden mit der Entstehung eines Tropischen Zyklons rechnet.

Momentan zieht 90W nach WNW und sollte bald Kurs NW nehmen.

Das Wort zum Samstag, 17. September 2011: Kommt hier Ophelia?

Freitag, 16. September 2011

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Image: Satellitenbild Atlantik am 17. September 2011 morgens
Credit: NOAA


MARIA ist so etwas von an Neufundland vorbeigejagt, da kommt kein Tachometer mit. MARIA wird jetzt offiziell als "Post-Tropischer Zyklon" geführt und sollte kaum noch großartig Schaden anrichten.

Aber es brodelt bereits wieder vor Afrikas Westküste. Dem als "Ophelia???" gekennzeichneten System gibt das NHC der NOAA schon jetzt 30% Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. Die Zugrichtung ist natürlich Westen, also geht es schon wieder los: Kleine Antillen, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Haiti, Bahamas, US-Ostküste, Bermuda, Kuba, Golf von Mexiko, Florida .... alles ist drin.

Warten wir ab, wie sich die Angelegenheit entwickelt.

Der Pazifik wird uns langsam etwas unheimlich, denn er ist irgendwie seit zu langer Zeit zu pazifisch. Eine Wetterstörung kriecht dort an der Küste bei Jalisco/Nayarit auf Puerto Vallarta zu und will sich partout nicht von der Küste lösen. (Ist doch klar, ein Großteil unserer Familie hält sich gerade - die Feiertage anlässlich des Jahrestages der mexikanischen Unabhängigkeit nutzend - in Nayarit auf.)

20% Wahrscheinlichkeit, dass das System bis Sonntag zu einem Tropischen Zyklon wird, gibt das NHC der NOAA an. Sollte es tatsächlich dazu kommen, wird wohl Baja California etwas abbekommen. In Puerto Vallarta muss man in den kommenden 2-3 Tagen so oder so mit ein wenig Regen rechnen.

Und damit wünschen wir Ihnen einen feinen Start ins Wochenende Nummer 38 des Jahres 2011 !

Regen in San Antonio - "Mond"-Landung in Kasachstan - Wind auf Avalon

In San Antonio regnet es.

Sie fragen sich, warum wir das erwähnen?

Ganz einfach: San Antonio gehört zu Texas.

Vielleicht können Sie sich gar nicht vorstellen, was die Trockenperiode in Texas, Kansas und Oklahoma gekostet hat.

Auf jeden Fall ist dieser Regen ein großes Thema und die Leute reden darüber.


Weiterhin trocken ist es in der Steppe von Kasachstan. Dort hat die Crew, die in den vergangenen mehr als 5 Monaten die International Space Station bewohnte, eine blitzsaubere "Mond"landung hingelegt. Die Astronauten oder auch Kosmonauten Garan, Borisenko und Samokutyaev sind nach erfolgreich abgeschlossener Expedition 28 also wieder sicher zu Hause.

Warum eigentlich "Mondlandung"?

Schauen Sie mal:

Regen in San Antonio - Landung in Kasachstan - Wind auf Avalon, Maria, Neufundland, NASA, ISS, Texas, aktuell, September, 2011, Hurrikansaison 2011, Hurrikanwarnung,
Image: Landung Kapsel Soyuz/Sojus
Credit: NASA HQ Fotos


Hurrikan MARIA ist noch nicht auf der Avalon-Halbinsel von Neufundland, Kanada, gelandet. Genauso wenig wie auf dem Mond. Aber MARIA scheint es eilig zu haben, Neufundland zu besuchen. Ihre Winde sorgen dort bereits für Unruhe. Und da MARIA tatsächlich noch immer ein Hurrikan ist, wurde jetzt vor Ort die Warnstufe "Hurrikanwarnung" aktiviert.

MARIA wird dritter Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2011

Donnerstag, 15. September 2011

Der Tropische Sturm MARIA ist gerade zum Hurrikan deklariert worden und wird damit nach IRENE und KATIA zum dritten Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2011.

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Image: Hurrikan MARIA am 15. September 2011 nachmittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt

Tropischer Sturm MARIA & Bermuda: Weniger Schaden als befürchtet, British Airways-Flug gestrichen

Der Tropische Sturm und wohl bald Hurrikan MARIA ist mittlerweile an Bermuda vorbeigezogen und es kam anscheinend weniger schlimm, als man befürchten musste.

Ein Grund hierfür könnte der Umstand sein, dass die stärksten Winde - abgesehen vom Zentrum des Tropensturms - jetzt im Nordwest-Sektor liegen, also dem von Bermuda am weitesten entfernten Teil.

Schulen auf Bermuda wurden nicht geschlossen, die Fähren haben ihren Service aufrecht erhalten (Ausnahme: die Pink Route zwischen Hamilton, Paget and Warwick), Strom-, Telefon- und Internetdienste scheinen standgehalten zu haben.

Allerdings wurden heute, Donnerstag, 15. September 2011, ein paar Flüge gecancelt:

- AA 308

- AA 1438 (beide American Airlines)

- die British-Airways-Flüge (Abend) von und nach London.

Tropischer Sturm / Hurrikan MARIA & Neufundland, Flughafen St. John's: Flüge gecancelt, gestrichen, verspätet oder Flughafenschließung?

Der Tropische Sturm MARIA ist an Bermuda vorbeigezogen und bewegt sich jetzt ziemlich schnell auf Neufundland, Kanada, zu und könnte vorher noch zu einem Hurrikan werden.

Es ist möglich, dass sich Flüge verspäten, dass sie abgesagt, gestrichen, gecancelt werden und es liegt auch im Bereich der Möglichkeiten, dass der Airport St. John's vorübergehend geschlossen wird.

Woher bekomme ich aktuelle Informationen?

Zuerst einmal informiert der Flughafen St. John's selbst in vorbildlicher Manier, direkt auf der Homepage / Starseite seiner Website (Klicken Sie auf das Image, um zur aktuellen Anzeige zu gelangen):

Tropischer Sturm / Hurrikan MARIA & Neufundland, Flughafen St. John's: Flüge gecancelt, gestrichen, verspätet oder Flughafenschließung?, Maria, Neufundland, Kanada, aktuell, Fluglinie airline Flug gecancelt, September, 2011, Atlantik,
Image Credit: stjohnsairport.com

Da kann man erwarten, dass die eventuelle Information einer bevorstehenden Schließung des Flughafens rechtzeitig veröffentlicht wird.

Was nun die Bekanntgabe gestrichener Flüge im Voraus anbelangt (ein langfristiges "Voraus" wird es im Fall der Fälle allerdings nicht geben), prüfen Sie am besten den Status Ihres Fluges.

Da die Anzahl der Fluglinien, die Neufundland anfliegen, begrenzt ist, hier eine Linkliste der Websites dieser Airlines:

AIR CANADA

WESTJET

CONTINENTAL

UNITED

PROVINCIAL

PORTER

SAINT PIERRE

TRANSAT

SUNWING

LUFTHANSA

Tropischer Sturm MARIA: Fast Hurrikan und verdammt schnell - schlecht und gut für Bermuda

Tropischer Sturm MARIA: Fast Hurrikan und verdammt schnell - schlecht und gut für Bermuda, Neufundland, Bermudas, Sturmwarnung, Maria, aktuell, Atlantik, September, 2011, Hurrikansaison 2011, Satellitenbild Satellitenbilder, Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA am 15. September 2011 vormittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


MARIA ist nun fast ein Hurrikan. Man erwartet, dass das Erreichen der neuen Stufe heute noch stattfindet, allerdings wohl nur bis morgen anhält. Dies ist für die Bermudas keine gute Nachricht, zumal die stärksten Winde - vom Kern abgesehen - nach wie vor bis zu 335 km östlich des Zentrums MARIAs gemessen werden. (Die Bermudas sind der kleine, weiße, Punkt rechts von MARIAs Zentrum auf dem Satellitenbild oben. Siehe auch: Live-Webcam Bermuda)

Die gute Nachricht ist, dass MARIA mächtig Geschwindigkeit aufgenommen hat. Mit knapp 50 km/h wird der Wirbelsturm recht schnell an Bermuda vorbeiziehen.

Danach dürfte es dann nach Neufundland gehen. Es hat den Anschein, als würde MARIAs Zentrum über das östliche Neufundland mit St. John's wandern (siehe auch: Live-Webcam Neufundland), womit dann auch ein richtiger Landfall möglich ist. Und das am morgigen Freitag, denn der Zyklon wird die hohe Geschwindigkeit voraussichtlich beibehalten.

Mit der Aktivierung von Sturmwarnung auf Neufundland ist in jedem Moment zu rechnen.

MARIA legt in jeder Hinsicht zu - Hurrikangefahr Bermudas ... und Neues aus der Hurrikan-Allee

Mittwoch, 14. September 2011

MARIA legt in jeder Hinsicht zu - Hurrikangefahr Bermudas ... und Neues aus der Hurrikan-Allee, aktuell, Maria, Bermudas, Verlauf, Vorhersage Forecast Prognose, Atlantik, September, 2011, Hurrikansaison 2011, Satellitenbild Satellitenbilder, Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA am 14. September 2011 abends
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


Die Information, dass MARIA stärker geworden ist, verdanken wir einer Kombination aus Auswertung der Satellitenbilder und Auswertung der Daten, die ein Hurricane Hunter gerade von einem Besuch des Zyklons mitgebracht hat. Demnach sind der minimale Zentraldruck des Systems auf 999 mBar gesunken und die Windgeschwindigkeiten auf 100 km/h gestiegen. Dabei hat auch die Geschwindigkeit der Vorwärtsbewegung MARIAs zugenommen, welche jetzt bei 28 km/h liegt.

Noch immer verabschiedet MARIA Wolkenbänder über Puerto Rico und die Dominikanische Republik, an denen aber nicht mehr viel Bedrohliches ist.

MARIAs Weg führt nach wie vor ziemlich exakt nach Norden, soll sich aber ziemlich bald mehr und mehr nach rechts bzw. Osten verlagern.

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Credit: NOAA / Google


Immerhin so sehr und so bald, dass der Wirbelsturm den Bermudas recht nahe kommen könnte. Die dortige Regierung hat reagiert und die Warnstufe "Hurrikanbeobachtung" aktiviert, die jetzt parallel zur "Sturmwarnung" gilt. Die Wahrscheinlichkeit, dass MARIA zu einem Hurrikan wird, ist um einiges gestiegen.

Abschließend noch ein Kommentar zum gestrigen Artikel hinsichtlich der Aktivität in der Hurricane Alley:

Die dort erwähnten Wetterstörungen bei Yucatán und der Westküste Afrikas besitzen jetzt laut dem NHC der NOAA jeweils 10% Wahrscheinlichkeit, innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden.

Tropischer Sturm MARIA endlich in Bewegung - Sturmwarnung auf Bermuda

Tropischer Sturm MARIA endlich in Bewegung - Sturmwarnung auf Bermuda, Maria, Sturmwarnung, US-Ostküste Eastcoast, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Bermudas, Atlantik, 2011, Hurrikansaison 2011, September, Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA vom 14. September 2011 mittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


Der Tropische Sturm MARIA befindet sich endlich wieder in einer Phase, die man guten Gewissens als "unterwegs sein" bezeichnen kann, ohne sich selbst bei Schnecken lächerlich zu machen. Mit nun immerhin 22 km/h geht es fast exakt nach Norden, dabei erzeugt der Wirbelsturm Windgeschwindigkeiten von 95 km/h und der minimale Zentraldruck wird mit 1001 mBar gemessen. Alles in allem steht also fest: MARIA hat sich etwas intensiviert.

Die Chancen, dass MARIA innerhalb der kommenden 5 Tage zu einem Hurrikan wird, stehen zwar nicht bei Null, aber sonderlich hoch sind auch nicht.

Ihren Einfluss auf die Dominikanische Republik und Puerto Rico hat der Zyklon noch immer nicht ganz eingebüßt. Doch es sollte sich hier um die letzten Ausläufer handeln, die MARIA noch nach Süden sendet.

Wie beziehungsweise wohin soll es nun weitergehen?

Tropischer Sturm MARIA endlich in Bewegung - Sturmwarnung auf Bermuda, Maria, Sturmwarnung, US-Ostküste Eastcoast, Puerto Rico, Dominikanische Republik, Bermudas, Atlantik, 2011, Hurrikansaison 2011, September, Image: Vorhersage Verlauf Tropischer Sturm MARIA vom 14. September 2011 mittags
Credit: NOAA


Es hat den Anschein, als würde MARIA der US-Ostküste fernbleiben und - wie schon zuvor KATIA - zwischen den USA und Bermuda hindurchziehen. Auf den Bermudas gilt Sturmwarnung, und das sicher zu Recht. Selbst wenn das Zentrum des Sturms wie prognostiziert nicht über die Inseln wandern sollte, so werden die stärksten Winde nach wie vor in den östlichen Sektoren MARIAs gemessen, und das bis 280 Kilometer vom Zentrum des Zyklons entfernt.

Ab heute Abend ist auf Bermuda mit Sturmbedingungen zu rechnen.

Das Wort zum Mittwoch, 14. September 2011: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm - Was ist los in der Hurricane Alley?

Dienstag, 13. September 2011

Pünktlich zum Beginn der Gruppenphase der Uefa Champions League können wir uns eine mutierte Fußballweisheit im Titel nicht verkneifen.

Nachdem MARIA nun endlich einen Weg gefunden zu haben scheint, sich - wenn auch in diesem Moment immer noch sehr langsam - von Puerto Rico und der Dominikanischen Republik loszueisen (heute am frühen Abend Ortszeit haben wir vía der Live-Beachcam schon wieder Menschen am Strand von Punta Cana gesehen .... das Doppler-Radar-Bild in der rechten Seitenleiste lässt auch Gutes ahnen), ist es an der Zeit für einen globaleren Blick auf die Hurrikan-Allee bzw. Hurrikan-Bahn. Oder sollten wir mit Gedanken an MARIAs Verhalten "Hurrikan-Spielwiese" sagen?

Werfen wir erst einmal einen Blick auf die Oberflächentemperaturen des Atlantiks.

Hier gilt: Rot ist warm und je dunkler, desto wärmer:

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Image: Meerestemperatur (Oberfläche) Atlantik am 13. September 2011
Credit: Navy.mil


Da können wir Spitzenwerte von etwa 32° Celsius erkennen. Genau wie wir Menschen lieben Tropische Stürme und Hurrikane solch hohe und angenehme Meerestemperaturen. Im Unterschied zu uns Menschen brauchen Tropische Zyklone allerdings diese Temperaturen. Nicht nur, um zu überleben, sondern auch, um überhaupt geboren werden zu können. Gemeinhin werden 26,5°C Meeresoberflächen-Wassertemperatur als Minimum angenommen, damit ein Tropischer Zyklon entstehen kann. Die "Gebärmutter" der Atlantischen Zyklone ist also bestens gerüstet. Die reale Geburtenrate hängt allerdings noch von ein paar anderen Umständen ab.

Apropos Umstände. Ist da irgendwo etwas von "anderen Umständen" zu erahnen?

Momentan nicht wirklich:

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Image: Satellitenbild Atlantik vom 13. September 2011 abends
Credit: aviationweather.gov


Wir sehen MARIA über der östlichen Karibik (Happy Birthday! Morgen - am 14. September - wird sie eine Woche alt als Tropischer Sturm).

Wir sehen die Tropische Welle 17 über Yucatán mit einem Ableger im Pazifik.

Wir sehen ein wenig Gebräu vor der Westküste Afrikas.

Und wir sehen eine kleine Unwetter-Konzentration über dem nördlichen Kolumbien.

Abgesehen von MARIA ist da nichts, was eine nennenswerte Wahrscheinlichkeit besitzt, innerhalb der kommenden 48 Stunden als Tropischer Zyklon das Licht der Welt zu erblicken.

Aber dies kann sich schnell ändern.

Sie wissen schon: Nach dem Sturm ist vor dem Sturm.

MARIA & Punta Cana, Dom Rep: Satellitenbild, Radar und Live-Webcam - dunkler Himmel und leere Strände

Sind Sie vor Ort? Warum >>> berichten Sie unseren Lesern nicht Ihre Eindrücke?

Es wird gerade etwas ungemütlich am Strand von Punta Cana auf der Dominikanischen Republik. Am besten ist dies auf den Bilder zu erkennen, die uns die Live-Webcam Punta Cana liefert, denn vom Satellitenbild und Doppler-Radar-Bild kann man immer auf den realen Zustand am Boden schließen (Klicken Sie auf das Webcam-Foto, um zum Live-Bild zu gelangen, und sei es nur um zu erfahren, ob es die Beiden dort auf dem Bild noch länger am Strand ausgehalten haben.):

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Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA vom 13. September 2011 mittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


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Image: Doppler-Radar-Bild Tropischer Sturm MARIA am 13. September 2011 mittags
Credit: radar.weather.gov

Tropischer Sturm MARIA schleicht nach Norden, und die Regenzone dehnt sich nach Süden auf Puerto Rico aus

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Image: Doppler-Radar-Bild Puerto Rico vom 13. September 2011 morgens
Credit: Weather Underground (wunderground.com)
Um zum Live-Radarbild zu gelangen, klicken Sie bitte auf das Image.


Der Tropische Sturm MARIA ist nun mit immerhin 7 km/h in Richtung NNW unterwegs. Wenn die Vorwärtsbewegung auf dem Satellitenbild in den letzten 12 Stunden nicht so recht erkenntlich war, muss man bedenken, dass man sich nicht immer nach diesen Satellitenbildern richten darf, denn bei der Vorwärtsbewegung bezieht sich das NHC der NOAA auf das Zentrum des Sturms, und das liegt nicht immer in der Mitte.

MARIA hat es geschafft, sich so sehr zu verrenken, dass sie trotz Richtung NNW heftigen Regen nach Süden schickt, auf Puerto Rico nämlich. Auf den Bildern der Live-Webcams ist dies momentan nicht wirklich zu erkennen, aber diese sind auch auf den Ozean gerichtet, und die heftigen Niederschläge werden im Landesinneren beobachtet.

Die Dominikanische Republik erwacht mit ein paar Wolken am Himmel, mehr nicht ( >>> Live-Webcams.
Es ist aber vorstellbar, dass da noch etwas hinüberzieht oder neu aufquillt:

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Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA vom 13. September 2011 morgens
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


Die Regierung von Puerto Rico hat eine Sturzflut-Warnung für die Municipios Anasco und Hormigueros ausgerufen.

Da auch das NHC der NOAA für Puerto Rico zuständig ist, liegt auch von dessen Seite ein detailliertes Bulletin von Flutwarnung vor: Flood Advisory Tropical Storm MARIA Puerto Rico

Laut diesem ist ein schnelles Ansteigen der Flusspegel in folgenden Municipios zu erwarten:

GUANICA...GUAYANILLA...HATILLO...JAYUYA...LARES...MARICAO...
PENUELAS...PONCE...SABANA GRANDE...UTUADO...YAUCO...SAN
SEBASTIAN...ADJUNTAS...ARECIBO...LAS MARIAS...ISABELA...CAMUY
UND QUEBRADILLAS

Die Regierung von Bermuda hat die Warnstufe "Sturmbeobachtung" aktiviert.

Tropischer Sturm MARIA: Fast-Stillstand bringt Regen und Wind nach Punta Cana auf der Dominikansichen Republik

Montag, 12. September 2011

Es ist schon eine Katastrophe mit MARIA.

Erinnern Sie sich daran, dass wir behaupteten, dass, wenn ein Tropischer Zyklon erst einmal anfängt, "Faxen zu machen", dies oft auch beibehält?

Zuerst aber einmal die gute Nachricht: Da MARIA sich so angeberisch langsam und damit gleichzeitig lange nahe der Jungferninseln aufhielt, war Ärgeres zu befürchten. Anscheinend grundlos. Dank des Umstandes, dass sich die stärksten Winde und Niederschläge im Norden und Osten des Zyklons befanden: Bericht Virgin Islands Daily News (englisch) vom Montag, 12. September 2011.

Zurück zur Aktualität.
Wie kann etwas, das still steht, bremsen?
Diese Frage ging uns durch den Kopf. Aber MARIA stand nie wirklich still. Doch im gerade veröffentlichten Update gibt die NOAA eine sagenhafte Geschwindigkeit von 4 km/h an. Und nun schauen Sie einmal, was sich über der Dominikanischen Republik daraufhin in den letzten 6 Stunden getan hat - das linke Satellitenbild ist von 18:15 UTC (Montag, 12.9.2011), das rechte von 01:15 UTC Dienstag, 13.9.2011):

Tropischer Sturm MARIA: Fast-Stillstand bringt Regen und Wind nach Punta Cana auf der Dominikansichen Republik, Maria, Satellitenbild Satellitenbilder, Karibik, Puerto Rico, Dominikanische Republik, aktuell, Punta Cana, Atlantik, September, 2011, Hurrikansaison 2011,
Image: Satellitenbild Tropischer Sturm KATIA vom 12./13. September 2011
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


Das NHC der NASA gibt weiterhin eine momentane Zugrichtung NW an, aber trotz aller Eigenbewegungen, die MARIA so vollführt, sah es in diesen vergangenen 6 Stunden im Satellitenbild-AVN-Live-Stream-Loop eher nach WSW. Zumindest der bösartige, rote Teil hat sich fraglos entweder auf Puerto Rico und die Dom Rep zu bewegt oder er ist auf sie zu gewachsen.

Aber wenn das NHC "Nordwest" sagt, dann ist es Nordwest. Wir vertrauen da voll und ganz auf die Möglichkeiten und Erfahrung dieser Institution.

Die Wettervorhersage für Punta Cana sieht - zumindest bis Donnerstag - nicht so berauschend aus. Es kann aber gut sein, dass die von vielen Wettervorhersage-Anbietern verwendeten und furchteinflößend aussehenden Symbole von schwarzen Wolken und teuflisch roten Blitzen nichts weiter als ein wenig Bewölkung und hier oder dort einmal einen Schauer oder ein Gewitter bedeuten.

Schade, dass die Live-Webcams in Punta Cana und Cabarete nachts keine aussagekräftigen Bilder liefern, denn es wäre schon interessant zu sehen, wie das, was sich da über der östlichen Dominikanischen Republik zusammengebraut hat, am Boden aussieht.

Nicht viel Bewegung bei MARIA

Und das in jederlei Hinsicht.
MARIA hält sich noch immer in der Nähe der nordöstlichsten Karibischen Inseln auf (momentan nördlich von Puerto Rico), allerdings entfernt sie sich, wenn auch sehr langsam, mehr und mehr in nordwestlicher Richtung von ihnen.
Das aktuelle Satellitenbild und das Dopplerradarbild von Puerto Rico finden Sie in der rechten Linkleiste.

Kaum etwas verändert hat sich außerdem bei
- den Windgeschwindigkeiten (95 km/h)
- dem minimalen Zentraldruck (1005 mBar)
- der Prognose des Verlaufs (zwischen der US-Ostküste und Bermuda hindurch) und
- den Warnstufen (es sind keine aktiviert).

Abgesehen von eventuell etwas Regen und erhöhtem Meeresspiegel werden die Dominikanischer Republik und die Bahamas von MARIA nicht viel mitbekommen.
Ab etwa Mittwoch erwartet man, dass KATIA zu einem Hurrikan werden könnte. Sie wäre dann nach IRENE und KATIA der dritte Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2011 von 9 vorhergesagten.

Der Tropische Sturm MARIA lässt es langsam angehen

Sonntag, 11. September 2011

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Image: Satellitenbild Tropischer Sturm MARIA vom 11. September 2011 nachmittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt


Wirbelsturm MARIA hat heute nicht allzu viel unternommen. Auf gar keinen Fall hielt MARIA es für nötig, sich großartig vorwärts zu bewegen. Aufgeplustert hat sie sich, stolz wie ein Pfau. Vielleicht, um Puerto Rico und der Dominkanischen Republik noch einmal zu zeigen: "Hier bin ich, schaut mich an und fürchtet mich!"

Nur ist da nicht viel, was es zu befürchten gibt. Die sie umgebenden meteorologischen Einflüsse werden KATIA zunächst nach Nordwest drücken, das bedeutet in einem circa 45°-Winkel weg von den nördlichen Karibischen Inseln.

In den kommenden Tagen soll sie das nur sehr langsam tun, allerdings hat MARIA schon mehrfach bewiesen, dass sie sich nicht unbedingt daran hält, was sie tun "soll".

Der Tropische Sturm MARIA lässt es langsam angehen, Maria, Atlantik, aktuell, Dominikanische Republik, Puerto Rico, Verlauf, Atlantik, September, Hurrikansaison 2011, Hurrikansaison 2011, Image, Vorhersage Verlauf Tropischer Sturm MARIA vom 11. September 2011 nachmittagsImage: Vorhersage Verlauf Tropischer Sturm MARIA vom 11. September 2011 nachmittags
Credit: NOAA


Ab etwa Dienstag soll sie dann Fahrt aufnehmen - dann bereits in nördlicher Richtung - eventuell zum Hurrikan anwachsen und zwischen der Ostküste der USA und den Bermudas entlang wandern.

In Punta Cana können Sie sich auf jeden Fall Ihr wohlverdientes Urlaubsbier oder was auch immer Sie dort zu sich nehmen wieder zu 100% schmecken lassen. Genauso wie Ihre Angehörigen daheim, auch wenn es dort das Wochenanfangs-kommt-jetzt-KATIA-zu-uns?-Bier wäre.

Gleich mehr zum Thema.

Tropischer Sturm MARIA entscheidet sich gegen Puerto Rico und Dominikanische Republik und für offenen Ozean


Image: Infrarot-Satellitenbild mit Prognose Verlauf Tropischer Sturm MARIA vom 11. September morgens
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt / hurrikansaison.blogspot


Nachdem der Tropische Sturm MARIA während der vergangenen 24 Stunden seine undefinierbare Mission fortgesetzt hat, scheint nun etwas mehr Klarheit in die Angelegenheit zu kommen. Der Wirbelsturm ist jetzt auf klarem Nordwest-Kurs, wie man im Satellitenbild-Live-Stream gut erkennen kann.

Und MARIA ist nun wieder eindeutig ein Tropischer Sturm, denn in den vergangenen Stunden war eine Intensivierung (Windgeschwindigkeiten von 85 km/h) zu beobachten und auch die Zirkulation hat wieder eingesetzt. Ob es auf MARIAs weiterem Weg noch zu einem Hurrikan reichen sollte, darf allerdings bezweifelt werden.

Von einem direkten Impakt dürften Puerto Rico und die Dominikanische Republik nun ziemlich sicher verschont bleiben (sämtliche Sturmwarnungen wurden übrigens schon im Laufe des Samstags aufgehoben). Selbst wenn ein Air Force Reserve Hurricane Hunter gerade Sturmwinde bis zu 325 km Entfernung vom Zentrum MARIAs, welches 340 km E von San Juan auf Puerto Rico lokalisiert wird, gemessen hat, bleibt festzuhalten, dass diese Sturmwinde fast ausschließlich im im nordöstlichen Sektor des Sturms stattfinden.

Trotz relativ gemächlichen 17 km/h sollte sich MARIA bereits bis heute Abend ausreichend von den Inseln entfernt haben, um jeden Zweifel auszuräumen.

Was die US-Ostküste anbelangt, macht es den Eindruck, als wolle MARIA in etwa den Spuren KATIAs folgen, die sie zwischen den USA und Bermuda entlang führen würden.

 
 
 

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