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PRAPIROON und MARIA sind noch Tropische Stürme

Donnerstag, 18. Oktober 2012

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Satellitenbild PRAPIROON und MARIA
18. Oktober 2012
Credit: CIMSS
Im Moment wird es weltweit in den Tropen wieder ruhig. Zumindest was aktive Systeme mit dem Status "Tropischer Sturm" anbelangt.

PAUL (entfernt sich von Baja California, Mexiko, Pazifische Hurrikansaison), RAFAEL (zieht nach Europa, Atlantische Hurrikansaison) und SW-Indik-Frühstarter ANAIS (N von Mauritius und La Reunion) sind nur noch Tropische oder außertropische Tiefdrucksysteme.

Noch existent sind PRAPIROON und MARIA (beide Taifunsaison), befinden sich südlich bzw. SE von Zentral-Japan und ziehen in Richtung Ost. PRAPIROON hat dabei einigen Einfluss auf das Wetter in Japan, aber der Kern wird der japanischen Küste aller Wahrscheinlichkeit fern bleiben.

Angemerkt sei, dass das Longe Range GFS noch einen Hurrikan nach Florida bringt.

Sturmsituation Tropen weltweit aktuell 17. Oktober 2012

Dienstag, 16. Oktober 2012

Von den gestrigen 4 Hurrikans hat nur noch einer diesen Status.

RAFAEL ist noch immer ein Hurrikan der Kategorie 1 und sein Kern zieht gerade wie erwartet mit zügigen 46 km/h östlich (etwas mehr als 200 km) an Bermuda vorbei. Die Sturmwarnung auf Bermuda wurde bereits deaktiviert. Auch Neufundland sollte RAFAEL nicht wirklich nahe kommen und die Transformation zu einem subtropischen Sturm wird wohl nicht mehr lange auf sich warten lassen.

PAUL ist kein Hurrikan mehr, sein Kern sitzt gerade 140 km WSW von Loreto. Es soll rapide weiter bergab gehen mit der Intensität des Zykons (aktuell 95 km/h max. anhaltende Winde), während er momentan nach NNW und morgen dann nach NW zieht. Die Sturmwarnungen sind noch gueltig wie heute Nachmittag, abgesehen davon, dass natürlich die "Hurricane Warning" in "Tropical Storm Warning" umgewandelt wurde.  

Der Kern des Tropischen Zyklons ANAIS wird Mauritius und La Reunion nun wohl endgültig nicht nahe kommen, allerdings zeigt der Tropensturm einen starken outflow nach S-SE, von dem Mauritius einiges zu spüren bekommt. Mittlerweile ist es sehr zweifelhaft, ob ANAIS überhaupt bis nach Madagaskar gelangen wird.

Dauerbrenner PRAPIROON und Tropensturm MARIA befinden sich südlich von Zentral-Japan. PRAPIROON ist nach einigem Pirouettendrehen Okinawa doch noch etwas auf die Pelle gerückt, dabei aber auch kein Taifun mehr. Nach dem, was Okinawa in den vergangenen Wochen mitgemacht hat, lächelt man dort nur müde über PRAPIROON.
Beide Stürme werden voraussichtlich mit Kurs E bis ENE südlich an Japan vorbei ziehen.

Alle aktuellsten Satellitenbilder und Prognosegrafiken finden Sie in unserer rechten Menüleiste.

Tropensturm ANAIS Mauritius und La Reunion: Entspannung der Situation

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Satellitenbild und erwarteter Verlauf ANAIS
16. Oktober 2012
Credit: CIMSS
Der Tropische Sturm ANAIS entspricht nicht mehr einem Hurrikan, alle beobachtenden Institute haben ihre Klassifizierung dem entsprechend angepasst. Auch wenn auf dem Bild oben noch die "1" des CIMSS zu sehen ist, gilt diese in den aktuellsten Text-Updates nicht mehr.

Parallel zur nicht unerwarteten Abschwächung sind nun alle beteiligten Vorhersage-Institute-und-Modelle von der Linkskurve um Mauritius und La Reunion abgerückt und bringen den Wirbelsturm beziehungsweise dessen Reste nach Nord-Madagaskar.

Nördlich von La Reunion wird ANAIS voraussichtlich zu einem Tropischen Tief abklingen. Ein paar Niederschläge wird es trotzdem geben auf den Inseln - wahrscheinlich werden diese oder zumindest die Bewölkung schon bald einsetzen - und auch ein paar geringe Anzeichen am Strand beziehungsweise im Meer sind möglich, vor allem an der Ost- und Nordküste von Mauritius, mehr aber kaum.

Tropischer Zyklon ANAIS Mauritius und La Reunion aktuell

Montag, 15. Oktober 2012

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Satellitenbild (Wasserdampf) Tropensturm ANAIS
15. Oktober 2012
Credit: CIMSS
Der Tropische Zyklon ANAIS gilt zwar noch als Major Hurricane, sprich als ein Hurrikan der Kategorie 3 (die Meteo France sieht ANAIS nicht mehr als Cyclone tropical intense an), aber auf dem Satellitenbild oben erkennen wir, dass sich das sichtbare Auge geschlossen hat, was ein Anzeichen für Abschwächung ist.

Die Prognosen der Meteo France und des JTWC sehen jetzt ähnlich aus, reichen allerdings noch nicht so weit wie das AVNO-Late-Cycle- GFS-Modell:

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Erwarteter Verlauf ANAIS
15. Oktober 2012
Credit: UCAR
Laut diesem würde der Wirbelsturm Mauritius und La Reunion in ein paar Tagen umkurven.
Bereits in 2 Tagen sollte der Kern des Zyklons sich nördlich von Mauritius befinden und etwa dort (nach Atlantik-Regeln mit 1-Minute-anhaltenden max. Winden) vom Hurrikan zu einem Tropischen Sturm degradiert werden.

Das JTWC sieht ANAIS in seiner jüngsten Intensitätsprognose noch westlich von La Reunion als Tropischen Sturm.

Es zeichnet sich ab, dass der Zyklon nicht unbemerkt an Mauritius und La Reuinion vorbei ziehen wird. Allerdings sieht es nicht nach einem direkten Impakt des Kerns aus.

4 aktive Hurrikans am 15. Oktober 2012

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Credit: UCAR
Da dies nicht allzu häufig ist, soll es kurz in einem eigenen Post erwähnt sein:

In diesem Moment gibt es weltweit 5 aktive Tropenstürme, vier davon entsprechen einem Hurrikan:

(Atlantische Hurrikansaison)

PAUL 
(Pazifische Hurrikansaison)

(Taifunsaison)

(Zyklonsaison Südwest-Indik)

Tropensturm ANAIS (Major Hurricane) und Mauritius

Sonntag, 14. Oktober 2012

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Satellitenbild Tropensturm ANAIS
14. Oktober 2012
Credit: CIMSS
Der gerade noch vor dem Einsetzen vollkommener Dunkelheit geglückte "visible" Blick auf ANAIS zeigt ein toll entwickeltes Auge und es verwundert nicht, dass die US-Institute den Zyklon als Hurrikan der Kategorie ansehen. Zum Glück befindet sich momentan keine Landmasse auf dem Weg des Zyklons.

Hinsichtlich eines Impakts auf Mauritius und La Reunion gehen die Meinungen noch etwas auseinander. Niemand glaubt zwar, dass ANAIS noch als starker Wirbelsturm in den Längengraden der Inseln ankommt, es scheint aber möglich, dass das voraussichtlich verbleibende Sturmtief Mauritius und La Reunion nahe kommt:

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Erwarteter Verlauf ANAIS
14. Oktober 2012
Credit: Meteo France | JTWC | UCAR
Wir müssen uns noch etwas gedulden, um Genaueres in Erfahrung zu bringen.

Sturmsituation Tropen weltweit 14. Oktober 2012

Samstag, 13. Oktober 2012

Um es lapidar zu sagen: Im Moment rappelt es gerade so richtig im Karton.
Hier eine Kurzfassung der aktuellen Lage:

PATTY ist nun auch kein Tropisches Tief mehr und gilt als aufgelöst.

RAFAELs Kern befindet sich ein ganzes Stück östlicher als prognostiziert. Es könnte sein, dass es auf Puerto Rico bei "Tropical Storm Watch" bleibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass RAFAEL bald zu einem Hurrikan wird, steigt immer mehr.


Auch PAUL wird voraussichtlich kurzzeitig zu einem Hurrikan und könnte Mitte kommender Woche noch als Tropischer Sturm bei Baja California ankommen.


PRAPIROON sollte jetzt bald die Kurve in Richtung Okinawa in Angriff nehmen. Aktuell entspricht der Taifun einem Hurrikan der Kategorie 1.

Wahrscheinlich sehen wir in der Taifunsaison bald auch den Tropensturm MARIA.


Was ANAIS anbelangt: Auch für die Meteo France entspricht der Zyklon jetzt einem Hurrikan. Achtung auf Mauritius und La Reunion, die letzte Tendenz der Modelle und Prognosen bringt ANAIS immer näher an die beiden Inseln heran. Die Trackprognose der Meteo France sieht den Zyklon nicht mehr bis nach Madagaskar ziehen, sondern vorher nach links (Süd) abbiegen. Das aktuelle GFS Late Cycle Model zeigt sogar exakt auf Mauritius und La Reunion. Es ist allerdings nicht wahrscheinlich, dass ANAIS so weit westlich noch ein starker Sturm sein wird.

Tropischer Sturm ANAIS wird evtl. ein Hurrikan - Mauritius ist noch nicht aus dem Schneider

Update 17 Uhr MESZ: Für die US-Institute ist ANAIS jetzt ein Hurrikan der Kategorie 1

In der Zyklonsaison im Südwest-Indik herrschen üblicherweise ähnliche Diskrepanzen zwischen den Daten der offiziell zuständigen Meteo France auf La Reunion und denen der US-Institute wie in der Taifunsaison zwischen der JMA und den US-Kollegen. Dies liegt daran, dass die Meteo France genauso wie die JMA ihre Klassifizierungen Tropischer Stürme auf 10-Minuten-anhaltenden Messungen der Windstärke basieren, während die US-Institute nur eine Minute ansetzen.

Dementsprechend gelten einerseits offiziell die Daten der JMA oder Meteo France, andererseits lassen sich aber Vergleiche zu Stürmen und Hurrikans ziehen, wie sie in der Atlantischen Hurrikansaison oder der Pazifischen Hurrikansaison eingestuft werden.

Somit ist es nicht verwunderlich, dass die US-Institute ANAIS zumindest kurzzeitig als Hurrikan der Kategorie 1 (119 - 135 km/h max. anhaltende Windgeschwindigkeit) erwarten, während die Meteo France den Tropensturm "nur" in den Status "Forte tempête  tropicale" (bis 177 km/h max. anhaltende Windgeschwindigkeit) bringen.

Allerdings sehen die US-Institute den Verlauf von ANAIS auch minimal südlicher als die Meteo France. Als Folge befinden sich Mauritius und La Reunion aktuell im Kegel der Warnzone des JTWC (siehe aktuelle Prognosegrafik in unserer rechten Menüleiste), während die beiden Inseln auf der Vorhersagegrafik der Meteo France außerhalb dieses Kegels liegen.

Aber auch das JTWC glaubt bisher nicht wirklich, dass der Wirbelsturm Mauritius und La Reunion nahe kommen wird. Aber noch besteht zumindest die entfernte Möglichkeit. Bis Dienstag oder Mittwoch werden wir ziemlich sicher sagen können, ob Gefahr besteht. Momentan gilt als wahrscheinlich, dass ANAIS am kommenden Freitag oder Samstag in Nord-Madagaskar an Land gehen wird, voraussichtlich nicht mehr als Tropischer Sturm.

Aktuelle Sturmsituation Tropen weltweit 12. und 13. Oktober 2012

Freitag, 12. Oktober 2012

Von der Intensität einmal abgesehen beobachten wir momentan richtig fette Aktivität in den Tropen. Bringen wir also wieder etwas Ordnung und Übersicht in die Angelegenheit.

Atlantische Hurrikansaison

Von den meisten Leuten fast unbemerkt nähert sich die Atlantische Hurrikansaison 2012 einigen Rekorden. Mit der gerade verabschiedeten PATTY - dem 16. benannten Tropensturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012 - teilt sich die laufende Saison bereits den 5. Platz in der Liste der aktivsten Atlantischen Hurrikansaisons aller Zeiten (zusammen mit 1936, 2003 und 2008).

Wir sind aber ziemlich sicher noch nicht am Ende gelangt. Kaum jemand zweifelt noch daran, dass wir bald Tropensturm RAFAEL sehen werden (Hurricane Hunter haben begonnen, 98L zu besuchen).  90% auf Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der kommenden 2 Tage gibt das National Hurricane Center inzwischen. Wenn Sie bei der Entwicklung zuschauen wollen: Satellitenbild-Loop-Livestream 98L. Es geht schon ganz ordentlich ab auf den Kleinen Antillen und dieser "Zustand" wird auch eine Zeit lang anhalten. Besorgt sein darf man auf Bermuda - dort könnte "Rafa" als Hurrikan ankommen. Beobachten sollte man die Entwicklung von 98L in New England und Neufundland - ein tangierender Besuch ist möglich. Freuen darf man sich an der südlichen US-Ostküste, wenn man gern surft - feine Wellen sind nächste Woche wahrscheinlich.

RAFAEL als praktisch sicher angenommen, kommt dann auch noch Philip Klotzbach (Schüler des Atlantik-Prognosen-Gurus Dr. William Gray) daher und unterbreitet uns seine (ziemlich fundierte) Vorstellung der kommenden 2 Wochen im Atlantik: Überdurchschnittliche Hurrikanaktivität (>130%) im Atlantik bis zum 25. Oktober.

Wir werden das Gefühl nicht los, dass da sowieso noch etwas Großes im Atlantik lauert. Wir haben 2012 erst einen Major Hurricane im Atlantik gesehen. Prognostiziert sind 2 bis 3. In der Karibik war es außerdem viel zu ruhig bisher und die Energie ist da. Wir können auch gern einen Blick auf den aktuellen Index der Madden-Julian Oscillation werfen. Alles zusammen genommen bleibt kein anderer Schluss als: Da kommt noch etwas!

Auch historisch gesehen ist der 12. Oktober sturmtechnisch ein bedeutsames Datum: Typhoon TIP 1979, The Columbus Day Windstorm (1962) oder auch die Bildung von The Great Storm (Biskaya) (1987) seien nur als Beispiele genannt.
Weitere brandaktuelle Phänomene: Schnee in Australien, Flut in Las Vegas?!

Konzentrieren wir uns auf Tropenstürme.


Pazifische Hurrikansaison

Etwa 500 Kilometer SSW von Manzanillo, Mexiko tummelt sich das System 97E im Nordost-Pazifik. Das National Hurricane Center sieht 50% fue die Entstehung eines Tropischen Zyklons innerhalb der kommenden 2 Tage, die Intensitätssmodelle sehen in 48 Stunden einen Tropischen Sturm. Der zu vergebende Name ist PAUL.
Die Trackmodelle bringen 97E aktuell nach Baja California, allerdings haben wir in der laufenden Saison bereits mehrfach erlebt, dass die Modelle der Realität nicht entsprachen. Warten wir also noch etwas ab.


Taifunsaison

PRAPIROON nennt man ihn international, NINA auf den Philippinen. Und Japan, immer wieder Japan,  war in den vergangenen Wochen und Monaten im Gespräch.Was auch daran liegt, dass Okinawa zu Japan gehört. Ohne PRAPIROON könnte man den Westpazifik in diesem Moment sturmtechnisch auch als "Stillen Ozean" bezeichnen.


Zyklonsaison Südwest-Indik

Der Tropische Sturm 01S eröffnet sowohl die Zyklonsaison im SW-Indik 2012-2013 als auch die generelle Zyklonsaison auf der Südhalbkugel und wird voraussichtlich bald den Namen ANAIS verliehen bekommen. Die Seychellen und Mauritius sind laut den jüngsten Prognosen nicht bedroht.

Zyklonsaison SW-Indischer Ozean: Pot. Tropischer Sturm ANAIS bedroht Mauritius und Seychellen nicht

Zyklonsaison SW-Indischer Ozean: Pot. Tropischer Sturm ANAIS bedroht Mauritius und Seychellen nicht, Zyklonsaison Südwest-Indik 2012 2013, aktuell, Anais, Mauritius, Seychellen, Indischer Ozean Indik, Vorhersage Forecast Prognose, Oktober, 2012,
Erwarteter Verlauf Tropisches Tief 1 SW-Indik
12. Oktober 2012
Credit: Meteo-France
Ungefähr einen Monat vor offiziellem Beginn wird die Zyklonsaison im Südwest-Indik 2012-2013 aktiv und somit auch generell die neue Zyklonsaison in der südlichen Hemisphaere eröffnet.

Nahe Diego Garcia hat sich das Tropische Tief 1 (Meteo-France) gebildet, welches schon bald zu einem Tropischen Sturm werden soll. Der erste zu vergebende Name im Südwest-Indik 2012-2013 ist ANAIS.

Die Trackprognose der Meteo-France erwartet einen Kurs WSW, welcher den Wirbelsturm in den kommenden sechs Tagen mitten zwischen Mauritius und den Seychellen hindurch an die Nordost-Küste Madagaskars bringen würde. Etwa auf halbem Weg wird der Intensitäts-Höhepunkt prognostiziert, bei der möglichen Ankunft auf Madagaskar soll der Zyklon wieder ein Tropisches Tief sein.


 
 
 

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