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Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México: Befürchtete Dimensionen, Todesopfer und Schäden womöglich komplett falscher Alarm?

Dienstag, 28. September 2010

Gegen 23 Uhr zentralmexikanischer Zeit lauten die Meldungen in der mexikanischen Presse plötzlich, dass bisher kein einziges Todesopfer des Erdrutsches in Santa María Tlahuitoltepec bestätigt werden kann.

Bei den Angaben zu Vermissten und beschädigten Häusern schwanken die Zahlen ein wenig. Solange noch Leute vermisst werden, muss natürlich weiterhin mit Todesopfern gerechnet werden. Der Sachschaden zumindest scheint sich in Grenzen zu halten, auch wenn er fraglos eine Katastrophe für jede einzelne der betroffenen Familien bedeutet.

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Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México am 28. September 2010
Credit: EFE


siehe auch: Fotogalerie

Bisher noch ohne ausgesprochenen Vorwurf wird bereits jetzt darauf hingewiesen, welche Personen und Institutionen früher am Tag Zahlen verbreiteten, die die ganze Welt aufhorchen und schon viele Hilfsaktivitäten starten ließen. Aber die politische Tagesordnung in Mexiko soll hier nicht zum Thema werden.

Die geplante Anreise von Bergungs- und Rettungsexperten aus mehreren Landesteilen Mexikos wurde vor einigen Stunden nicht nur abgebrochen (es gelang nicht, sie vor Ort zu landen) sondern komplett abgesagt.

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México aktuell: Endlich erste Fakten direkt aus Santa María

Wenn auch immer noch eine Menge Fragen offen lassend, stehen nun nach einem Radiointerview mit Ciro Gómez Leyva endlich erste Aussagen des Sekretärs für Gemeindegüter, Donato Vargas, bezüglich der Opfer und Schäden des Erdrutsches zur Verfügung.

Demnach sind Menschenleben zu beklagen (Vargas nannte keine Zahl), es würden 11 Personen vermisst und 10 Häuser wären beschädigt. Diese Zahlen resultieren aus einem Rundgang durch die betroffene Zone, deren Länge Vargas mit etwa 500 Metern angibt. Er selbst befindet sich im Palacio Municipal, etwa 300m von der Unglückszone entfernt.

Vargas berichtete allerdings auch, dass einerseits noch das Begutachten der Schäden an der zentralen Stelle des Erdrutsches ausstehe und andererseits wohl weitere Erdrutsche an anderen Punkten des Kreises (municipio) stattgefunden hätten.

Seit gestern sei das komplette municipio ohne Strom und Telefonverbindung - die jetzige sei durch ein improvisiertes Satellitentelefon möglich gemacht worden - und somit könne er mit keiner der Polizeistationen der 8 barrios Kontakt aufnehmen.

Und es würde weiterhin regnen ...

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México aktuell: Hoffnung auf wesentlich weniger Todesopfer und Schäden als befürchtet!

Von verschiedenen Seiten treffen gerade Berichte ein, dass die früher am Tag genannten Zahlen bezüglich der durch den Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec verursachten Todesopfer und der Schäden deutlich schlimmer aussehen könnten als die Realität.

Präsident Felipe Calderón gibt in seinem Twitter-Account bekannt, dass die ersten 30 Soldaten zu Fuß bis nach Santa María gelangt sind und deren Kommandant ihn über schwere Schäden informiert hat, welche aber vielleicht nicht die Ausmaße hätten wie ursprünglich angenommen.

Auch der Gouverneur von Oaxaca, Ulises Ruiz, hat per Interview mit Joaquín López-Dóriga bei Radio Fórmula der Hoffnung Ausdruck verliehen, dass die Zahl sowohl der Toten als auch die der Betroffenen und der betroffenen Häuser wesentlich geringer sei als die ersten Befürchtungen vermuten ließen.

Während dieses Interviews bestätigte Ruiz, dass es bisher offiziell 4 Tote und 12 Vermisste gäbe.

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México aktuell: Koordination muss außerhalb beginnen - Santa María immer noch kommunikationslos

Koordination der Rettungsarbeiten in Santa María Tlahuitoltepec
Credit: Gabino Cue


Es ist nicht gelungen, dass die politischen Verantwortlichen der Koordination der Rettungs- und Bergungsarbeiten in Santa María Tlahuitoltepec vor Ort landen konnten. Trotzdem sitzen seit etwas mehr als einer Stunde der Gouverneur von Oaxaca, Ulises Ruiz, der kommende Gouverneur Gabino Cue und Staatssekretär Francisco Blake an einem nicht genannten Ort in der Nähe der Unglücksstelle zusammen.

Ab und an dringt - wie auch das Foto links - eine kurze Nachricht vía Cues Blackberry und Twitteraccount an die Öffentlichkeit.

Aus Santa María selbst gibt es nach wie vor nur sehr wenige aktuelle Informationen und keine Fotos oder Videos, da anscheinend noch immer kompletter Stromausfall herrscht und die Gemeinde praktisch kommunikationslos ist.


Auch anderenorts in Oaxaca (und anderen Bundesstaaten) sorgen die anhaltenden Regenfälle für mehr und mehr Probleme. Unter anderem wurde vor kurzem der Flughafen Oaxaca wegen teilweiser Überflutung stillgelegt.

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México aktuell: Brücke über Macuilxóchitl bleibt vorerst fuer Fahrzeuge unpassierbar (mit Fotos)

Das mexikanische Militär hat mittlerweile die Brücke über dem Fluss Macuilxóchitl, die den einzigen Zugang nach Santa María Tlahuitoltepec darstellt, gesichert und sie fuer jeglichen Fahrzeugverkehr gesperrt (nachdem man noch ein paar Feuerwehrfahrzeuge auf eigene Gefahr durchgelassen hatte).

Es wird von einem kilometerlangen Fahrzeugstau berichtet, in dem sich auch viele Fahrzeuge befinden, die dringend am Ort des Unglücks benötigt würden, um möglicherweise noch einige Leben retten zu können.

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Einsturzgefährdete Brücke über dem Fluss Macuilxóchitl
Credit: Quadratín / Milenio.com


>>> mehr Fotos

Außerdem wird berichtet, dass die Bewohner der betroffenen Gemeinde angefangen hätten, auf eigene Faust mit Rettungsversuchen begonnen zu haben. Was allerdings dringend fehlt, ist in erster Linie Schwermaschinerie, um Erde zu bewegen. Und diese Schwermaschinerie wartet auf der anderen Seite der Brücke.

Der Helikopter des Gouverneurs von Oaxaca, Ulises Ruiz, der sich nach Santa María begeben hatte, konnte aufgrund der Witterungsbedingungen nicht landen. Auf Anweisung des Präsidenten wird Staatssekretär Francisco Blake Mora die verschiedenen Regierungsinstanzen koordinieren.

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, México aktuell: Befürchteter Brückeneinsturz verzögert Rettungsmaßnahmen

Gerade wird gemeldet, dass die Brücke über dem Fluss Macuilxóchitl, die etwa 70m lang ist und nach Santa María Tlahuitoltepec führt, kurz davor steht, einzustürzen.

Dies hindert die Rettungskraefte daran, an den Ort des Unglücks zu gelangen.

Momentan sitzen Dutzende Rettungsfahrzeuge in der Nähe des Kilometers 23+200 der carretera 190 fest und warten, dass die Brücke wiederhergestellt werden könne.

Quelle: Milenio. com

Hier noch ein anscheinend aktuelles Foto der Brücke:

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Credit: oaxacaenpiedelucha.info

Erdrutsch in Santa María Tlahuitoltepec, Oaxaca, Mexiko lässt viele Todesopfer befürchten (mit Amateurvideo der Gemeinde)

Heute Morgen gegen 04:00 Uhr Ortszeit fand im Stadtteil San Lucas der Gemeinde Santa María Tlahuitoltepec im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca ein Erdrutsch statt, als dessen Ursache die anhaltenden Regenfälle, die die Hurrikans KARL und MATTHEW verursacht haben, angegeben wird.

Angeblich wurden hunderte von Häusern von den Erdmassen begraben. Da man sich der Unglückszone momentan noch nicht nähern kann, der Erdrutsch die Bewohner im Schlaf überrascht und man die meisten von ihnen bisher nicht nahe der Unglücksstelle ausfindig machen konnte, muss man befürchten, dass eine riesige Zahl an Todesopfern zu beklagen sein wird.

In den mexikanischen Medien ist Rede von bis zu 1000 Personen, die wahrscheinlich verschuettet sind. Diese Zahl stammt aus einem Interview des Gouverneurs von Oaxaca, Ulises Ruiz, mit dem mexikanischen Fernsehsender Televisa.

Der presidente municipal des Dorfes, Palemón Vargas Hernández, sagte seinerseits dem Sender "Oro Noticias de Puebla", dass 8000 der insgesamt 10000 Bewohner von dem Erdrutsch betroffen wären. Außerdem gab er bekannt, dass aufgrund der weiter anhaltanden Regenfälle die Gefahr erneuter Erdrutsche bestuende, was die Rettungs- und Bergungsarbeiten zusätzlich erschweren würde.

Der mexikanische Präsident Felipe Calderón hat vor wenigen Minuten vía Blackberry und Twitter ein erstes Statement abgegeben, in dem er sagt, dass staatliche Hilfe bereits unterwegs wäre.

Hier noch ein Amateurvideo, welches die Lage der Gemeinde Santa María Tlahuitoltepec zeigt und bei dessen Betrachten man sich vorstellen kann, was fuer katastrophale Folgen ein Erdrutsch hier haben kann:



Livebilder, Live-Video oder aktuelle Fotos gibt es bis zu diesem Zeitpunkt weder im TV noch online.

Noch einmal Fotos von KARL (Veracruz), IGOR (Bermuda) und JULIA ( mit Sahara-Sand)

Montag, 20. September 2010

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Hurrikan KARL am Freitag (17. September 2010) Nachmittag etwa 3 Stunden nach landfall in Veracruz, Mexiko
Credit: NASA



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Hurrikan KARL am Nachmittag des 17. September 2010 vom NASA-Aqua-Satelliten aus gesehen
Credit: NASA/MODIS Rapid Response Team



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Hurrikan IGOR am 18., 19. und 20. September 2010 nahe Bermuda vom NASA-Terra-Satelliten aus gesehen
Credit: NASA/MODIS Rapid Response Team



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Tropischer Sturm JULIA am 18. September 2010 vom NASA-Terra-Satelliten aus gesehen; rechts von JULIA sind große Staubwolken aus Sahara-Sand zu erkennen
Credit: NASA Goddard/MODIS Rapid Response Team



Der potentielle Sturm LISA steht übrigens auch schon bereit.
Wir brauchen auch gar nicht lange raten, wo.
Wieder nahe der Kapverdischen Inseln befindet sich ein Tiefdruckgebiet, welchem momentan 80% Wahrscheinlichkeit zugeschrieben wird, in den nächsten 48 Stunden zu einem Zyklon zu werden.

NASA-Video (ISS) von Hurrikan KARL bei Ankunft über Veracruz, Mexiko - 2 Todesopfer in Puebla

Freitag, 17. September 2010

Update: Gerade eben um 21:30 Uhr (Ortszeit Mexiko) wurde KARL von der NOAA vom Tropischen Sturm zur Tropischen Depression herabgestuft.

Folgendes Video zeigt Hurrikan KARL im Moment der Ankunft über dem mexikanischen Bundesstaat Veracruz, aufgenommen von der International Space Station:



KARL befindet sich nun - immer noch als Sturm - über dem mexikanischen Inland, nachdem er gegen Mittag am heutigen 17. September 2010 bei La Antigua auf die mexikanische Golfküste traf.
Die mexikanischen Medien berichten bisher von zerstörten Häusern und Straßen, umgestürzten Bäumen, Schildern und Strommasten, die KARL auf seinem Weg durch den Bundesstaat Veracruz hinterlassen hat.

Im Bundesstaat Puebla, über dem sich KARLs Zentrum momentan befindet, sind bereits jetzt 2 Todesopfer zu beklagen. Im Municipio Zacapoaxtla kamen eine 79-jährige Frau und ein 2-jähriges Mädchen ums Leben, als ihr Haus unter der Erde, die sich aufgrund der heftigen Regenfälle von einem Bergabhang löste, begraben wurde.

Atlantik aktuell: Hurrikan KARL (Kategorie 3 Saffir Simpson) vor landfall über Veracruz, Mexiko + NASA-Satellitenfoto der 3 aktuellen Hurrikans

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Credit: GOES/NASA/NOAA


Hurrikan KARL steht bereits unmittelbar vor dem landfall über dem mexikanischen Bundesstaat Veracruz (siehe auch Satellitenbild-Video-Live Stream). Momentan wird der Zyklon noch der Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala zugeordnet.

KARLs Zentrum ist letztendlich um einiges südlicher vor der mexikanischen Golfküste angekommen als noch vor 2 Tagen prognostiziert und wird jetzt im Prinzip die komplette Küste des Bundesstaates Veracruz in Mitleidenschaft ziehen, während in Tamaulipas nicht viel von KARL zu spüren sein wird.

Die wahrscheinlichsten Punkte des stärksten Impakts KARLs in Veracruz sind:
PALMA SOLA, ACTOPAN, CHACHALACAS und PUERTO DE VERACRUZ

Man erwartet Wellen in einer Höhe von 2,5 Metern ... in Einzelfällen bis 6 Metern.

9000 Notunterkünfte sind bereit, Schutzsuchende aufzunehmen.

Kostenlose Notfalltelefonnummern (24. Stunden besetzt):
01 (800) 260 13 00
01 (800) 716 34 10
01 (800) 716 34 11

Quelle: Gobierno de Veracruz

Touristen wird empfohlen, den Anweisungen der Mitarbeiter des Zivilschutzes unbedingt Folge zu leisten.
Angehörige von Leuten, die sich momentan in Veracruz aufhalten, sollten nicht in Panik verfallen, wenn diese sich nicht sofort nach Durchzug des Hurrikans melden. Es ist durchaus normal, dass die betroffenen Orte eine Zeit lang ohne Kommunikationsmöglichkeiten bleiben, im Extremfall kann dies ein paar Tage dauern.
Da die Schutzmaßnahmen in Mexiko hervorragend organisiert sind, besteht realistisch betrachtet keine große Gefahr für Leben und Gesundheit der Touristen. Es ist äußerst selten, dass jemandem tatsächlich etwas passiert. Man kann sich darauf verlassen, dass die Personen vor Ort während des Durchzugs des Sturms evakuiert sind und sich in sturmsicheren Unterkünften befinden.


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CREDIT: NOAA/NASA GOES Project

Atlantik aktuell: Satellitenbild Tropensturm KARL, Hurrikan IGOR & Hurrikan JULIA

Mittwoch, 15. September 2010

Allzu viele Neuigkeiten gegenüber gestern gibt es bezüglich der 3 momentan im Atlantik existierenden Stürme eigentlich nicht zu berichten. Auf dem Bild sehen wir links (bereits halb über der mexikanischen Halbinsel Yucatán) den tropischen Sturm Karl, in der Mitte den gewaltigen Hurrikan Igor und rechts den Hurrikan JULIA.

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Satellitenbild Tropischer Sturm KARL + Hurrikans IGOR & JULIA am 15. September 2010 by GOES/NASA/NOAA

Ziemlich überraschend ist JULIA nun allerdings doch zu einem major hurricane (Kategorie 4 Saffir-Simpson) angewachsen. Forecaster Cangialosi beim National Hurricane Center der NOAA drückt es folgendermaßen aus: "A RAPID STRENGTHENING EPISODE WAS NOTED A FEW HOURS AGO. THIS WAS MOSTLY UNEXPECTED...AND REMINDS US OF OUR LIMITED UNDERSTANDING OF TROPICAL CYCLONE INTENSITY CHANGE ... "

Mittlerweile räumt man auch KARL gewisse Chancen ein, noch vor dem landfall über dem zentralen mexikanischen Festland an der Ostküste des Golfs von Mexiko (welcher voraussichtlich am kommenden Samstag irgendwo zwischen Tampico [Tamaulipas] und Poza Rica [Veracruz] stattfinden wird) kurzzeitig zum Hurrikan zu werden.

Atlantik aktuell: Tropensturm KARL bedroht Halbinsel Yucatán (Mexiko) mit NASA-HQ-Foto

Dienstag, 14. September 2010

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Credit: NOAA/NASA GOES Project


Nicht überraschend hat sich südlich von Kuba und östlich von Yucatán aus dem Tiefdruckgebiet 92L der Tropische Sturm KARL gebildet, der west-nordwestwärts zieht und dessen erste Ausläufer bereits kurz vor ihrer Ankunft über Yucatán stehen.




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Noch etwas aktueller als das Foto oben ist dieses Satellitenbild.

Mit KARL sehen wir neben Hurrikan IGOR und Hurrikan JULIA übrigens wieder 3 Stürme gleichzeitig im Atlantik.




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Die Experten des NHC der NOAA erwarten die Ankunft des Zentrums KARLs über Yucatán am morgigen Mittwoch. Über der Landmasse wird KARL dann voraussichtlich zur Tropischen Depression "abflauen", um dann über dem offenen Wasser des Golfs von Mexiko erneut an Intensität zu gewinnen und auf die mexikanische Küste des Bundesstaates Veracruz (vielleicht auch Tamaulipas) zuzumarschieren (erwartete Ankunft dort am kommenden Wochenende), wobei man momentan zumindest nicht mit dem Erreichen von Hurrikanstärke rechnet.

Ab sofort ist die Warnstufe "Sturmwarnung" an der Ostküste Yucatáns von Chetumal an der Grenze zwischen Belize und Mexiko bis hoch nach Cabo Catoche aktiviert.

"Sturmbeobachtung" gilt von Chetumal bis hinunter nach Belize City.

Atlantik aktuell: Tiefdruckgebiet 92L (pot. Tropensturm KARL) wird starke Regenfälle über Kuba, Jamaika, Yucatán und den Cayman Islands verursachen

Auch wenn diese Seiten nicht dazu gedacht sind, die Funktion eines Wettervorhersage-Blogs zu übernehmen, so wird es doch ab und zu um Tiefdruckgebiete gehen, die bestimmten Regionen gefährlich werden könnten.
Es muss sich nicht immer um einen Sturm oder Hurrikan handeln, wenn es darum geht, katastrophale Schäden zu verursachen. Gerade was Menschenleben und Unfälle anbelangt, sind heutzutage die Regenfälle bzw. ihre Konsequenzen als viel gravierender anzusehen als starke Sturm- oder Hurrikanwinde, welche in den meisten Fällen "nur" Materialschäden zur Folge haben, da in den meisten Ländern der Zivilschutz hervorragende Arbeit leistet und gefährdete Regionen evakuiert bzw. ihre Bewohner und jeweiligen Gäste in sturmsicheren Unterkünften Zuflucht vor den Naturgewalten finden.

Und in diesem Moment muss eine klare Warnung für Teile Yucatáns (Mexiko), Kubas, Jamaicas und der Cayman Islands ausgesprochen werden, denn das bereits vor 3 Tagen erwähnte Tiefdruckgebiet in der Karibik ist dabei, sich neu zu formen. Die folgenden Bilder zeigen deutlich, dass dieses Gebiet heute früh wieder ordentlich aufgequollen (gut zu verfolgen im Satellitenbild-Live Stream) und mittlerweile ganz ordentlich organisiert ist:

Tiefdruckgebiet 92L aufgenommen am 14. September 2010vom GOES-Satelliten
Links: um 06:15 UTC
Rechts: um 12:45 UTC
Oben rechts sehen wir KUBA und oben links die Spitze der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
Credit: GOES-Projekt / NOAA



Aller Wahrscheinlichkeit nach wird später am Tag ein Air Force Reserve Hurricane Hunter Aircraft dieses Gebiet genauer untersuchen. Im Falle einer weiteren Intensivierung und des Erreichens von Sturm-Windgeschwindigkeiten würde es zum Tropischen Sturm KARL werden und dieser könnte, wenn er das Überqueren der Landmasse Yucatáns "überlebt", im Golf von Mexiko zu einer bedrohlichen Angelegenheit werden.

Momentan warnt die NOAA ausdrücklich, in den nächsten vor allen in den bergigen Gegenden der 4 genannten Inseln/Inselgruppen/Halbinsel Vorsicht walten zu lassen, da mit Hochwasser und Sturmfluten zu rechnen ist, welche Erdrutsche und andere Gefahrensituationen auslösen könnten.

 
 
 

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