EMILY hat sich aufgemacht, erneut zum Tropischen Sturm zu werden. Momentan als schwaches Tropisches Tief geführt, befindet sich EMILYs Zentrum etwas mehr als 100 km west-nordwestlich von Great Abaco Island (Nordwest-Bahamas): 
Image: Vorhersage Tropisches Tief EMILY vom 6. August 2011
Credit: NOAA
Das Satellitenfoto zeigt in diesem Moment auch Wolkenfelder EMELYs über dem südlichen Teil Floridas.
Am morgigen Sonntag wird dann ein scharfer Rechtsknick in der Zugbahn des Gebildes erwartet, was EMILY in ost-nordöstlicher Richtung knapp nördlich an den Bermudas vorbeiführen würde, wenn das Gebilde bis dahin überlebt. Auf dem Weg zu den Bermudas könnte EMILY noch einmal zum Tropischen Sturm werden.
Auf den Bahamas und auf Florida wurden trotz der Neubildung EMELYs - zumindest bisher - keinerlei Warnstufen aktiviert.
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EMILY wieder Tropisches Tief - Sonntag Entfernung von Florida und Bahamas erwartet
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Gesamtsituation Freitag 5. August 2011: EUGENE nur noch Tropischer Sturm - Neubildung EMILY 60% Wahrscheinlichkeit
Guten Morgen allerseits!
Die relativ entspannte Lage erlaubt es uns, heute nur einen kurzen allgemeinen Überblick über die Gesamtlage zu geben.
Zuerst einmal gehen wir in den Pazifik. Dort ist EUGENE, der fünfte Sturm und gleichzeitig der fünfte Hurrikan der Pazifischen Hurrikansaison 2011, gerade zum Tropischen Sturm herunterklassifiziert worden. EUGENE hatte kurzzeitig die Kategorie 4 (Saffir-Simpson-Skala) erreicht, sich aber kontinuierlich und auf ziemlich geraden Weg in den offenen Pazifik hinein bewegt. Nun nähert sich der Sturm bereits dem 125. Längengrad West und wird sein Leben bald aushauchen.
Das Tiefdruckgebiet, welches kurzzeitig zum Tropischen Sturm FERNANDA hätte werden können, ist zwar noch existent, aber momentan gehen die Chancen gegen Null, dass da noch etwas passiert. Das Gebilde ist während der vergangenen Tage langsam direkt an der mexikanischen Westküste nach Norden gewandert und wird - wenn es sich nicht komplett auflöst, nun bald auf Höhe von Puerto Vallarta sein.
Nachdem sich EMILY im Atlantik etwa zwischen Hispaniola, Ostkuba und den südöstlichen Bahamas gestern aufgelöst hat, besteht momentan immerhin wieder eine Wahrscheinlichkeit von 60% hinsichtlich einer Wiederbelebung.
Das Ganze sieht aber nach wie vor durchwachsen aus. Heute am frühen Morgen Ortszeit sind die Wolken über Ostkuba noch einmal so richtig aufgequollen, dann hat es die ganze Angelegenheit aber schnell zerrissen und in diesem Moment ballt es sich über den Südost-Bahamas ganz ordentlich.
>>> siehe auch: Satellitenbild-Live-Stream
Es wird empfohlen, die weitere Entwicklung von EMELYs Überresten nicht ganz aus den Augen zu verlieren.
Labels: 2011, aktuell, Atlantik, Bahamas, Dominikanische Republik, Emily, Eugene, Fernanda, Haiti, Hispaniola, Hurrikansaison 2011, Karibik, Kuba
Tropischer Sturm EMILY nicht mehr existent - Trotzdem gefährlicher Regen auf Haiti und der Dominikanischen Republik - Neubildung nicht ausgeschlossen
Das bergige Terrain auf Hispaniola zusammen mit dem langen Aufenthalt vor der Insel waren zu viel für EMILY. Es ging alles sehr schnell, EMILY ist mittlerweile nicht nur kein Tropischer Sturm, sondern auch kein Tropisches Tief mehr, sämtliche Sturmwarungen wurden deaktiviert:
Image: Satellitenfoto Reste Tropischer Sturm EMILY vom 4. August 2011
Credit: NASA-NOAA-GOES-Projekt
EMILYs Überreste verstreuen trotzdem noch als Bedrohung anzusehende starke Regenfälle, momentan vor allem auf Haiti und der Dominkanischen Republik, später wahrscheinlich über Ostkuba und den Bahamas, den Turks und den Caicos-Inseln.
Es wird empfohlen, die Gefahr von Hochwasser, Fluten, Strömungen und Erdrutschen nicht zu unterschätzen.
Und man sollte das Gebilde nicht ganz aus den Augen verlieren, es besteht ein gewisses Potential für eine Neubildung in den kommenden Tagen.
Tropischer Sturm EMILY nach Nacht "im Parkhaus" wieder in Bewegung - Florida und US-Ostküste können etwas aufatmen
Wie wir schon einmal irgendwo erwähnt haben: Fängt ein Sturm erst einmal an, "verrückt zu spielen", bleibt es meist auch im weiteren Verlauf seines "Lebens" so.
EMILY hat sich in den vergangenen 10 Stunden sage und schreibe 10 Kilometer vorwärts bewegt und wuselt sozusagen immer noch etwa 60 Kilometer südöstlich der Insel Beata (Dominikanische Republik) herum. Diese Angaben beziehen sich auf EMELYs vermutetes Zentrum.
Image: Satellitenfoto Tropischer Sturm EMILY vom 4. August 2011 um 14:01 Uhr UTC
Credit: NASA-NOAA-GOES-Projekt
Der Air Force Reserve Hurricane Hunter, der EMILY heute Morgen besuchte, musste seine Mission aufgrund technischer Probleme abbrechen. Trotzdem konnten ein paar Beobachtungen und Messungen vorgenommen werden.
Trotz der quasi Bewegungslosigkeit des Sturms haben die Experten eine minimale Veränderung der Richtung (nach Norden bzw. oben) erkannt. Auf Kuba und in Florida wird man diese Notiz mit Wohlwollen entgegennehmen, die Gründe hierfür haben wir gestern erläutert. Sollte die erwartete Norddrift nicht bald stattfinden, muss man zuerst auf einem größeren Teil Kubas und etwas spaeter auch in Florida mit Sturmwarnung rechnen. Die Regierung Floridas empfiehlt der Bevölkerung, EMILYs Entwicklung genau zu verfolgen.
Heute erwartet man, dass der Sturm endlich wieder in Bewegung kommt.
Und jetzt wird es interessant ......
Während wir diesen Bericht schreiben, wurde schon wieder eine ziemlich veränderte Situation bekannt gegeben.
EMILY ist nun bereits wieder in Bewegung (etwa 7 km/h, das Zentrum wird jetzt 90 Kilometer west-südwestlich der Insel Beata lokalisiert) und mit west-nordwestlicher Richtung geht es definitiv weiter nördlich. Besser verständlich wird es beim Betrachten der Grafik:
Image: Vorschau und Warnungen Tropischer Sturm EMILY vom 4. August 2011 mittags (Ortszeit)
Credit: NOAA
Bis morgen Mittag soll demnach EMILYs Zentrum den östlichen Zipfel Kubas überquert haben, am Samstag Vormittag über den Nordwest-Bahamas ankommen und .... rechtzeitig vor Florida weiter nach rechts abknicken, um dann in nord-nordöstlicher Richtung weiterzuziehen, was die US-Ostküste außer Reichweite bringen würde.
Was Sie auf der Grafik nicht sehen können, ist der Umstand, dass es danach am Montag noch weiter nach rechts gehen soll, wo EMILY dann nun doch wieder kurzzeitig zum Hurrikan werden könnte. Mit dann ost-nordöstlicher Richtung allerdings weit und immer weiter weg von Festland.
Es gibt eine kleine Änderung der Sturmwarnungen zu vermelden. An der nordöstlichen Küste der Dominikanischen Republik wurden sämtliche Warnstufen deaktiviert. Exakt gesagt gilt auf der Dom Rep noch Sturmwarnung:
- an der Südküste von Cabo Engaño westwärts bis zur Süd-Grenze mit Haiti
- an der Nordküste von Cabo Fracis Viejo westwärts bis zur Nord-Grenze mit Haiti
Die aktuellen Warnungen im Überblick:
STURMWARNUNG:
- Dominikanische Republik (mit Ausnahme der Küste zwischen Cabo Fracis Viejo ostwärts bis Cabo Engaño)
- Haiti
- Südost-Bahamas, Caicos-Inseln, Turks
- Provinzen Guantanamo und Hoguin (Ostkuba)
STURMBEOBACHTUNG:
- Zentral-Bahamas
EMILY steht fast still und will nach Westen - Florida wieder im Gespräch - alles bleibt anders
Manchmal haben umfangreiche Veränderungen nur geringe Auswirkungen. Und manchmal ist es andersherum.
Bei Stürmen ist es - wenn es sich nicht gerade um Pazifikstürme handelt, die in den offenen Ozean hinausziehen - normalerweise andersherum.
EMILY ist ein exzellentes Beispiel, um diese These zu belegen. Denn schon wieder ist eine Menge anders als noch vor ein paar Stunden. Das folgende Satellitenfoto (>>> aktuelles HQ-Satellitenfoto) ist etwa eine Stunde alt, es wurde um 02:31 Uhr UTC vom GOES 13-Satelliten aufgenommen:
Image: Satellitenfoto Tropischer Sturm EMILY am Abend (Ortszeit) des 3. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt
Fällt Ihnen etwas auf?
Richtig ... EMELYs Zentrum befindet sich immer noch nicht wirklich über Hispaniola, sondern etwa 75 km südöstlich der Insel Beata (Dominikanische Republik) und 200 Kilometer südöstlich von Port au Prince (Haiti).
Ein trainierter Spaziergänger könnte, wenn er anstatt eines tiefen Ozeans festen Boden unter sich hätte, direkt unter EMELY herlaufen, denn der Sturm bewegt sich seit Stunden nur mit circa 7 km/h voran. Das ist die Veränderung Nummer 1.
Wenn eine Nummer 1 vergeben wird, gibt es meist auch eine Nummer 2. Das ist in EMELYs Fall nicht anders. EMELY zieht es irgendwie nach links, sprich nach Westen. Und beide Veränderungen haben Konsequenzen, die Eine kurzfristig bis akut, die Andere kurz- bis mittelfristig.
Image: Vorschau und Warnungen Tropischer Sturm EMILY vom Abend des 3. August 2011
Credit: NOAA
Befassen wir uns zuerst einmal mit der (momentan fehlenden) Geschwindigkeit und gestatten Sie uns bitte, da ein wenig auszuholen.
Das Verhältnis von Feuer zu Wasser gilt gemeinhin als ein gegensätzliches, aber es existiert ein gravierender Unterschied: Feuer kann man mit Wasser bekämpfen und vernichten, während man Wasser mit Feuer zwar in einen anderen Aggregatzustand versetzen, aber nicht vernichten kann.
Trotzdem würden wir gern Feuer als verdeutlichendes Beispiel wählen.
Extrem und übertrieben ausgedrückt.
Stellen Sie sich bitte vor, Sie würden mächtig Anlauf nehmen und dann durch ein Lagerfeuer springen.
Und jetzt stellen Sie sich vor, Sie würden sich mitten in selbiges Lagerfeuer setzen.
Und nun denken Sie an Hispaniola (Dominikanische Republik und Haiti).
Up side down und in Betracht gezogen, dass es in unserem Fall egal ist, welches von zwei aufeinander Einfluss nehmenden Elementen sich bewegt, solange es einfach nur um das räumliche Verhältnis zueinander geht.
Sie sind Hispaniola und das Lagerfeuer ist EMILY.
Die Dominikanische Republik und Haiti sitzen in diesem Moment sozusagen mitten im Lagerfeuer, anstatt mehr oder weniger schnell hindurchzuspringen.
Hinzu kommt der Umstand, dass EMILY den ganzen Tag über so aussah, als würde sie auseinanderfallen. Jetzt allerdings macht sie einen ziemlich kompakten Eindruck.
Die Pet Shop Boys - wir kommen zur Nummer 2 - empfahlen in einem ihrer bekanntesten Songs, "Go West" zu betreiben. Nicht nur die Anhänger des BVB (Dortmund), welche die Melodie seinerzeit zur Hymne machten, scheinen zugehört zu haben, sondern auch EMILY. Sie hält sich einfach nicht daran, was die Experten vorhergesagt haben. Unmittelbar bedeutet dies, dass EMILYs Zentrum nun doch über den südlichen Teil Hispaniolas wandern wird. Kurz- bis mittelfristig bedeutet es mehr.
Zuerst einmal wird EMILY viel weniger Landmasse zu überwinden haben, als wenn sie mitten über Hispaniola wandern würde. Weniger Landmasse = weniger Intensitätsverlust. Ein Sturm braucht in erster Linie (warmes) Wasser, um sich zu entwickeln oder zumindest am Leben zu erhalten.
Als nächstes sollte man in Betracht ziehen, dass eine Sturmvorhersage (in diesem Fall vor allem der Zugbahn) immer zu einem großen Teil auf den meteorologisch-klimatischen Bedingungen basiert, die den Sturm zu diesem oder jenem Zeitpunkt in naher Zukunft umgeben werden. Wenn besagter Sturm sich nun aber zu diesem oder jenem Zeitpunkt in naher Zukunft gar nicht dort befindet, wo man ihn beim Verfassen der Vorhersage erwartet hat, sind natürlich plötzlich die den Sturm umgebenden meteorolgisch-klimatischen Bedingungen ganz andere.
Bei EMILY könnte dies der Fall werden. Je weiter sie kurzfristig aus der prognostizierten Zugbahn ausbricht, desto höher die Wahrscheinlichkeit für mittelfristig gravierende Veränderungen. Im Moment betrifft dies Kuba, die Bahamas und etwas später die USA.
Die aktuell prognostizierte Zugbahn führt EMILY wieder nah an Florida heran.
Und der erwartete Status "Hurrikan" wurde wieder etwas vorverlegt.
Morgen (Donnerstag) früh werden wir erst einmal sehen müssen, ob sich EMILY überhaupt signifikant vorwärts bewegt hat. Die direkte Sorge gilt der Dominikanischen Republik, Haiti, Kuba und dann den Bahamas.
Sturmwarnung EMILY Update Zentral-Bahamas und Nordwest-Bahamas
EMILY befindet sich momentan knappe 100 Kilometer südöstlich der Insel Beata (Dominikanische Republik) und macht sich nun auf den Weg über Hispaniola.
Es gab gerade ein paar Änderungen der Sturmwarnungen, deshalb dieses kurze Update.
Es gilt jetzt "Sturmwarnung" auf den Zentral-Bahamas und "Sturmbeobachtung" auf den Nordwest-Bahamas.
Die aktuellen Warnungen im Überblick:
STURMWARNUNG:
- Dominikanische Republik
- Haiti
- Südost-Bahamas, Zentral-Bahamas, Caicos-Inseln, Turks
- Provinzen Guantanamo und Hoguin (Ostkuba)
STURMBEOBACHTUNG:
- Nordwest-Bahamas
Labels: 2011, aktuell, Atlantik, Bahamas, Dominikanische Republik, Emily, Haiti, Hispaniola, Hurrikansaison 2011, Karibik, Kuba
Tropischer Sturm EMILY am 3. August 2011: Nicht alles bleibt anders (inkl. erstes HD-Foto), Kuba wieder in Gefahr
Die ersten Ausläufer EMILYs kommen gerade über der Dominikanischen Republik an.
Genauso wie EUGENE kommt EMILY gerade ins Blickfeld des GOES-Satelliten (East) der NASA.
>>> hochauflösendes Foto Tropischer Sturm EMILY
Image: Satellitenfoto Tropischer Sturm EMILY vom Morgen des 3. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt
Bereits am frühen Morgen hat ein Reconnaissance Airplane den Sturm besucht und ihn noch immer recht unorganisiert vorgefunden. Auch seitdem lassen die Satellitenbilder für die Experten keinen Schluss auf eine Intensivierung zu, womit wieder der Ausspruch "wenn EMILY Hispaniola überlebt ... " ins Spiel kommt.
EMILYs nach wie vor schwierig zu lokalisierendes Zentrum befindet sich momentan etwa 200 Kilometer südlich von Santo Domingo (Dominikanische Republik) und bewegt sich mit ungefähr 22 km/h westwärts, was einen erneuten Richtungswechsel bedeutet.
EMILY wird nun wohl doch eher über den südlichen Teil Hispaniolas marschieren und Kubas östlichem Ende zumindest einen indirekten Besuch abstatten (siehe auch "Sturmwarnungen" weiter unten) 
Image: Prognose und Warnungen Tropischer Sturm EMILY vom Morgen des 3. August 2011
Credit: NOAA
Die NOAA warnt, dass EMILY der Dominikanischen Republik, Haiti und Puerto Rico höchstwahrscheinlich sehr starke Regenfälle bescheren wird. Touristen sei empfohlen, die Gefahr der Folgen dieser Regenfälle auch nach dem Durchzug des Zyklons nicht zu unterschätzen (starke Strömungen, Hochwasser, Erdrutsche etc.) und den Anweisungen des Zivilschutzpersonals Folge zu leisten.
siehe auch:
>>> Lokale Meteorologische Institute Puerto Rico, Haiti, Dominikanische Republik und Bahamas
>>> Meteorologisches Institut Kuba (INSMET, Instituto de Meteorología de la República de Cuba)
Änderungen der Warnstufen:
- alle Warnstufen auf den US-Jungferninseln wurden deaktiviert
- alle Warnstufen auf Puerto Rico, Vieques und Culebra wurden deaktiviert
- die kubanische Regierung hat die Warnstufe "Sturmwarnung" fuer die Provinzen Guantanamo und Holguin (Ostkuba) aktiviert
- die Regierung der Bahamas hat die Warnstufe "Sturmbeobachtung" die Zentral-Bahamas aktiviert
Die aktuellen Warnungen im Überblick:
STURMWARNUNG:
- Dominikanische Republik
- Haiti
- Südost-Bahamas, Caicos-Inseln, Turks
- Provinzen Guantanamo und Hoguin (Ostkuba)
STURMBEOBACHTUNG:
- Zentral-Bahamas
Was die USA anbelangt, wollen wir im Moment nicht viele Worte verlieren. Die Erfahrung lehrt uns, dass ein Sturm, wenn er erst einmal "verrückt spielt", dies meist auch beibehält. Die momentane Prognose können Sie selbst aus dem Vorhersagebild weiter oben ablesen. Wir werden uns mit den USA befassen, sobald sich EMILY ihren Küsten nähert.
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Tropischer Sturm EMILY wird wahrscheinlich doch zum Hurrikan - aber ohne Landfall an der US-Ostküste
Pro Hurrikansaison gibt es in den meisten Fällen zumindest einen Sturm, der die Prognostiker schier zur Verzweiflung bringt, weil er sich einfach nicht an die Vorhersagen hält.
Zur Verzweiflung bringt EMILY die Experten zwar sicherlich nicht, da diese die Unsicherheit ihrer eigenen Vorhersagen im "Fall EMILY" nicht nur am laufenden Band betonen, sondern auch begründen, aber EMILY gehört fraglos in diese Kategorie.
Nur wenige Stunden nach dem vorangegangenen Bericht sieht schon wieder alles anders aus.
Priorität hat hierbei die prognostizierte Zugbahn, denn ein Sturm oder Hurrikan kann so stark sein, wie er will - solange er nicht in die Nähe von Festland kommt, interessiert uns das kaum. Und die momentan erwartete Zugbahnprognose führt EMILY auf einem ziemlich exakt parallel zur US-Ostküste liegenden Weg entlang, das Ganze auch noch mit beruhigendem Abstand, allerdings erst ab etwa Freitag Abend (Ortszeit).
Florida, Georgia, North- und South Carolina kommen immer mehr aus der "Schusslinie".
Image: Prognose und Warnungen Tropischer Sturm EMILY vom Abend des 2. August 2011
Credit: NOAA
Zuvor geht es aber erst einmal über Hispaniola (Haiti und die Dominikanische Republik) und die Bahamas. Mittlerweile sollte man doch besser davon ausgehen, dass EMILY Hispaniola überleben wird.
Die Regierung der Bahamas hat die Warnstufe "Sturmbeobachtung", die noch heute Nachmittag für die Südost-Bahamas, die Caicos-Inseln und die Turks galt, mittlerweile in "Sturmwarnung" umgewandelt.
Damit gilt momentan:
STURMWARNUNG:
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Dominikanische Republik
- Haiti
- Südost-Bahamas, Caicos-Inseln, Turks
STURMBEOBACHTUNG:
- US-Jungferninseln
Labels: 2011, aktuell, Atlantik, Barbados, Dominikanische Republik, Emily, Florida, Haiti, Hispaniola, Hurrikansaison 2011, Karibik, Puerto Rico, Touristen, USA, Zugbahn
EMILY: Meteorologische Institute Puerto Rico, Haiti, Dominikanische Republik und Bahamas
Im Falle der Annäherung eines Sturms oder Hurrikans empfiehlt die NOAA zu Recht, neben ihren eigenen Informationen auch die (wünschenswerterweise) detaillierteren Angaben der jeweiligen für die lokale Klimatologie und den Zivilschutz verantwortlichen staatlichen Institute zu verfolgen.
Selbst wenn das jeweilige Land gar nicht wirklich über ein eigenes meteorologisches Messsystem verfügt und sich auf die Angaben der NOAA beruft, arbeiten bei diesen Instituten doch oft Leute, die auf eine langjährige Erfahrung zurückblicken können.
Da die Vorhersage von Wetter oder Stürmen genau gesehen letztendlich so oder so nur auf der Auswertung von Statistiken (im Zusammenhang mit immer exakteren Messmethoden) beruht, ist diese Erfahrung als sehr wertvoll zu betrachten.
Die NOAA kann nur angeben, dass die Regierung des Landes X oder Y gerade Sturmwarnung aktiviert hat.
Das Meteorologische Institut des Landes X oder Y hingegen gibt im Idealfall viel genauere lokale Angaben bekannt.
Aber damit ist es nicht getan. Oftmals ist gerade für Touristen auch die Frage nach empfohlenen Verhaltensweisen, Notunterkünften und anderen Details (z. Bsp. Flughafenschließung, Evakuierung etc. ...) individuell interessant.
Informationen, die nur die lokale Regierung bzw. das ihr untergeordnete meteorologische oder Zivilschutzdepartment veröffentlichen können.
Da im Falle von EMILY oder besser gesagt generell in der Karibik meist mehrere Inseln = Länder = Regierungen = Meteorologische Institute betroffen sind, wollen wir hier beginnen, eine Linkliste der jeweilig verantwortlichen Institute zu erstellen, die irgendwann auch in geordneter Form in einer der Seitenleisten erscheinen soll.
Beginnen wollen wir mit den aktuell durch EMILY betroffenen Regierungen:
Dominikanische Republik
>>> ONAMET (Oficina Nacional de Meteorología)
Verfasst eigene Bulletins, siehe zum Beispiel aktuell: Informe del Tiempo
______________________________________
Haiti
>>> CNM (Centre national de météorologie Haïti)
Verfasst eigene Bulletins, siehe zum Beispiel aktuell: Bulletin spécial # 4 du mardi 02 août 2011
______________________________________
Puerto Rico
>>> NWS (National Weather Service San Juan)
Als Staat unter gewisser US-Obhut übernimmt die NOAA die Angelegenheit
_____________________________________
Bahamas
>>> BMD (Bahamas Meteorology Department)
Lässt zu wünschen übrig. Erwähnt EMILY zwar im Vorhersage-Bulletin Südost-Bahamas, lässt aber in diesem Moment noch kein Wort bzgl. der von der Regierung aktivierten Warnstufen verlauten.
EMILY immer weiter nach rechts - Kuba anscheinend ausser Gefahr - möglicherweise kein US-Impakt
Und schon wieder gibt es Veränderungen bezüglich EMILYs zu vermelden.
Zuerst einmal geht es um die Zugbahn, deren Vorhersage stückweise immer weiter nach rechts verlegt wird, was zur Folge hat, dass
a) es nun wahrscheinlich mitten über Hispaniola hinweggeht anstatt über den südlichen Teil
b) Kuba höchstwahrscheinlich aus der "Schusslinie" ist
c) es ziemlich exakt über den kompletten Bogen der Bahamas-Inselgruppen hinweggehen könnte und
d) es möglicherweise überhaupt keinen landfall über den USA geben wird.
Image: Satellitenfoto Tropischer Sturm EMILY vom 2. August 2011
Credit: NASA-GOES-Project
Dabei hat der Punkt a) seinerseits zur Folge, dass die Prognostiker im Moment nicht daran vorbeikommen, ein "wenn EMILY Hispaniola überlebt ... " in ihren Erläuterungen zu erwähnen.
Was bedeutet, dass im besten Fall das hohe Terrain Haitis und der Dominikanischen Republik EMILY so stark beeinflussen könnte, dass der Sturm es nach erneutem Erreichen des offenen Wassers zwischen Hispaniola und den Bahamas nicht mehr schaffen könnte, sich noch einmal neu zu formieren und an Intensität zuzulegen.
Momentan wäre es aber leichtsinnig, davon auszugehen, dass EMELY es nicht schaffen wird. Und wenn der Sturm Hispaniola überlebt, dann wird er - zumindest nach dem, was man im Moment sagen kann, vorteilhafte Bedingungen für eine Neuformierung vorfinden.
Image: Prognose und Warnungen Tropischer Sturm EMILY vom 2. August 2011
Credit: NOAA
Inzwischen hat die Regierung der Bahamas die Warnstufe "Sturmbeobachtung" auf den Südost-Bahamas, den Turks und Caicos-Inseln aktiviert.
Damit gilt momentan:
STURMWARNUNG:
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Dominikanische Republik
- Haiti
STURMBEOBACHTUNG:
- US-Jungferninseln
- Südost-Bahamas, Caicos-Inseln, Turks
Tropischer Sturm EMILY wohl kein Hurrikan - möglicher Impakt über Florida, Georgia oder South Carolina
Update: Soeben hat die französische Regierung sämtliche Warnstufen für Guadaloupe, Desirade, Les Saintes und Marie Galante aufgehoben.
Im Gegenzug gilt jetzt auch auf Haiti "Sturmwarnung".
Die aktuellen Warnstufen im Überblick:
STURMWARNUNG:
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Dominikanische Republik
- Haiti
STURMBEOBACHTUNG:
- US-Jungferninseln
_________________________________________________
EMILY ist etwas langsamer geworden und bleibt weiterhin schwierig einzuschätzen, aber die für die Vorhersage verantwortlichen Meteorologen und Sturmexperten tun selbstverständlich ihr Bestes.
Der Besuch eines Hurricane Hunters am heutigen Morgen resultierte in der Feststellung, dass der Sturm immer noch ziemlich schlecht organisiert ist. EMILYs (vermutetes) Zentrum befindet sich momentan etwa 420 Kilometer südöstlich von San Juan auf Puerto Rico.
Die Regierung von Antigua und Barbuda hat die Warnstufe "Sturmbeobachtung" für St. Kitts, Montserrat, Antigua und Nevis deaktiviert, während auf Guadaloupe, Desirade, Les Saintes und Marie Galante noch immer "Sturmwarnung" gilt. Warum dies so ist, kann man beim Betrachten des Satellitenbildes Satellitenbild erahnen:
Image: Satellitenbild Tropischer Sturm EMILY vom 2. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt
Auch die weiteren Sturmwarnungen von gestern haben noch immer Bestand, neue Warnungen sind bisher nicht hinzugekommen.
Die aktuellen Sturmwarnunstufen im Detail:
Sturmwarnung (Tropical Storm Warning):
- Dominikanische Republik
- Dominica
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Guadaloupe, Desirade, Les Saintes, Marie Galante
Sturmbeobachtung (Tropical Storm Watch):
- US-Jungferninseln
- Haiti
Wie soll es nun weitergehen?
Es wird erwartet, dass EMILY zwischen dem morgigen Mittwoch (3. August 2011) und Donnerstag, dem 4. August 2011 den südlichen Teil der Insel (Hispaniola) überquert, die sich die Dominikanische Republik und Haiti teilen, bevor es dann knapp am östlichen bzw. rechten Ende Kubas vorbei zu den Bahamas gehen soll. Dabei wird während der kommenden Tage ein allmählicher Rechtsschwenk prognostiziert, welcher EMELYs Bewegung bis zum Sonntag letztendlich fast in nördliche Richtung bringen soll.
>>> siehe auch: Satellitenbild-Live-Stream-Video EMILY (nur bei Tageslicht vor Ort und nur solange EMELY existent ist)
Image: Prognose und Warnunngen Tropischer Sturm EMILY vom 2. August 2011
Credit: NOAA
Nach dem Überqueren der Bahamas könnte dann Floridas Ostküste vom Impakt des Zentrums EMILYs verschont bleiben und dieser stattdessen weiter nördlich stattfinden, über Georgia, South Carolina oder sogar North Carolina.
Dabei würde der Sturm laut der aktuellen Vorhersage aber nah genug an der Ostküste Floridas vorbeiziehen, um dort die gefährlichen Regenfälle, Strömungen und Wellen deutlich spürbar werden zu lassen.
Die EMILY umgebenden meteoroligischen Einflüsse und die voraussichtliche Interaktion mit Hispaniola sollten eine starke Intensivierung verhindern, als Folge dessen erwartet man momentan nicht mehr, dass EMILY zum Hurrikan wird.
Bei all den aktuellen Informationen gilt es aber anzumerken, dass sich die Vorhersage der weiteren Entwicklung EMILYs ziemlich schwierig gestaltet und man mit weiteren Veränderungen rechnen muss.
Die Experten der NOAA betonen ausdrücklich, dass es noch ziemlich unsicher ist zu beurteilen, wo und mit welcher Stärke sich EMILY in 3 bis 5 Tagen befinden wird.
Labels: 2011, aktuell, Atlantik, Bahamas, Dominikanische Republik, Emily, Florida, Georgia, Haiti, Hurrikansaison 2011, Karibik, Kuba, South Carolina, USA
Tropischer Sturm EMILY bedroht mehrere Karibische Inseln und wird möglicherweise Florida als Hurrikan erreichen
EMILY ist einer dieser Stürme, die es den Beobachtern ein wenig schwer machen. An der Grenze zwischen Tropischem Tief und Tropischem Sturm; das Zentrum nicht exakt zu lokalisieren .... aber EMILY ist mittlerweile ein Tropischer Sturm.
Und EMILY hat die Kleinen Antillen bereits überquert, befindet sich momentan etwa 170 km westlich von Dominica und kommt zügig voran. Momentan noch mehr in westlicher als in nordwestlicher Richtung, aber während der kommenden Tage wird eine allmähliche Rechtsdrift (= Norddrift) erwartet, was EMILY knapp nördlich an Kuba vorbei über die Bahamas nach Florida führen würde, eventuell sogar als Hurrikan: 
Image: Prognose und Warnstufen Tropischer Sturm EMILY vom 1. August 2011
Credit: NOAA
Da dies aber noch nicht akut ist, befassen wir uns besser mit der aktuellen Lage der Sturmwarnungen. Was ein wenig kompliziert erscheinen könnte, da die Warnstufen a) so kurzfristig aktiviert wurden und b) aufgrund der politischen Zugehörigkeit dieser oder jener Insel ziemlich viele Regierungen beteiligt sind.
Das soll uns aber nicht weiter stören.
Zusammengefasst gelten am späten Abend des ersten August 2011 (Ortszeit) folgende Warnstufen:
Sturmwarnung (Tropical Storm Warning):
- Dominikanische Republik
- Dominica
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Guadaloupe, Desirade, Les Saintes, Marie Galante
Sturmbeobachtung (Tropical Storm Watch):
- US-Jungferninseln
- St. Kitts, Montserrat, Nevis, Antigua
- Haiti
Labels: 2011, aktuell, Atlantik, Bahamas, Dominica, Dominikanische Republik, Emily, Florida, Guadaloupe, Haiti, Hurrikansaison 2011, Karibik, Puerto Rico
Potentieller Tropischer Sturm Emily 2011 nähert sich den Kleinen Antillen
Das gestern beschriebene Tiefdruckgebiet im Atlantik hat sich bisher noch nicht dazu durchringen können, zum Zyklon zu werden. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar ein wenig gesunken, mit 90% aber immer noch sehr hoch.
Gerade ist ein Hurricane Hunter von einem Besuch des Gebietes zurückgekehrt und die Auswertung der mitgebrachten Daten gab noch keine Veranlassung, von einem Tropischen Tief oder gar einem Tropischen Sturm zu reden.
Heute Nachmittag wird sich ein weiterer Hurricane Hunter auf den Weg machen, um Messungen vorzunehmen.
Image: Potentieller Tropischer Sturm Emily am 1. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt
Das Zentrum des Tiefdruckgebiets befindet sich momentan etwa 250 Meilen östlich von Martinique und bewegt sich mit ca. 15 Meilen pro Stunde west-nordwestwärts.
Ob als Sturm oder nicht, auf den Inseln:
Guadaloupe
Dominica
Martinique
St. Lucia
Barbados
St. Vincent
Grenadinen
und Grenada
muss auf jeden Fall mit starken Regenfällen heftigen Winden gerechnet werden.
Im Falle der Notwendigkeit werden die entsprechenden Sturmwarnungen sehr kurzfristig aktiviert werden. Touristen vor Ort wird weiterhin empfohlen, die Entwicklung zu beobachten, während der kommenden 2 oder 3 Tage in der Nähe sicherer Unterkünfte zu bleiben und gegebenenfalls den Anweisungen des Zivilschutzpersonals Folge zu leisten.
Potentieller Tropischer Sturm EMILY bewegt sich im Atlantik auf die Windward-Inseln zu
Etwa 650 Meilen östlich der nördlichen Windward-Inseln befindet sich ein Tiefdruckgebiet, das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum fünften Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2011 namens EMILY werden wird. Ein Air Force Reserve Unit Reconnaisance Aircraft wird das Gebiet im Laufe des heutigen Sonntags besuchen.
Image: Satellitenbild potentieller Tropischer Sturm EMILY vom 31. Juli 2011
Credit: NASA-GOES-Project
Es muss damit gerechnet werden, dass noch heute Strumwarnungen auf den nördlichen Windward-Inseln und auf einem Teil der Leeward-Inseln aktiviert werden. Touristen vor Ort wird empfohlen, die weitere Entwicklung des Tiefdruckgebietes zu verfolgen.
Die aktuellen Satellitenbilder lassen in erster Linie eine direkte Beeinflussung folgender Inseln der Kleinen Antillen durch das Tiefdruckgebiet erahnen:
Guadaloupe
Dominica
Martinique
St. Lucia
Barbados
St. Vincent
Grenadinen
Grenada
>>> siehe auch: Satellitenbild-Live-Stream-Video
Trinidad und Tobago dürfen außerhalb der "Reichweite" des potentiellen Sturms liegen.
Sobald exaktere Daten und Prognosen vorliegen, werden wir diese selbstverständlich veröffentlichen.
Ein wenig Historisches soll noch angemerkt sein.
Der letzte Sturm namens EMILY im Atlantik trat 2005 auf (6-Jahres-Namens-Rotation) und hatte es in sich. Im Gedächtnis der Weltöffentlichkeit ist aus jenem Jahr zwar verständlicherweise KATRINA präsent geblieben, aber auch EMILY wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 5 (Saffir-Simpson-Hurrikan-Wind-Skala), übrigens dem stärksten jemals vor August aufgezeichneten Hurrikan.
Die von EMILY 2005 verursachten geschätzten Sachschäden betrugen US$ 110 Mio. auf Grenada und US$ 25 auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
14 Todesfälle waren im Zusammenhang mit dem Sturm zu beklagen.
Und nun schauen sie sich einmal >>> die Zugbahn EMELYs (2005) an und vergleichen sie mit der des aktuellen Tiefdruckgebietes.



