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Potentieller Tropischer Sturm ERNESTO: Antillen, Puerto Rico und Dominikanische Republik im Visier

Dienstag, 31. Juli 2012

Nachdem die Atlantische Hurrikansaison 2012 im Juli komplett sturmfrei war, wird der Atlantik jetzt wieder moderat aktiv.

Es ist zwar wahrscheinlich, dass wir den Höhepunkt der Saison 2012 von Ende August bis Mitte September erleben werden, dabei geht es aber eher um Quantität. Das soll bedeuten, dass durchaus vorher oder nachher ein Großer Hurrikan auftreten kann.

Der erste Verdächtige ist unterwegs.
System 99L zieht gerade gemächlich von Afrika herüber in die Karibik und besitzt einige Chancen auf Entwicklung. Das NHC gibt 99L eine Wahrscheinlichkeit von 20%, dass es innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird. Wenn man diese Zeitangabe einmal beiseite lässt, stehen die realen Chancen höher, dass dies am kommenden Wochenende passiert.

Wir könnten Ihnen jetzt alle paar Stunden die jüngsten Vorhersagemodelle (Intensität und Zugbahn) präsentieren, aber das wäre nicht sehr sinnvoll, da Sie alle paar Stunden Veränderungen zu sehen bekämen. Im Moment kann man sagen, dass momentan die Wahrscheinlichkeit wächst, dass 99L überhaupt zu einem Tropischen Sturm wird. Es besteht durchaus eine Chance, dass auch ein Hurrikan daraus wird.

Die Frage nach dem "Wohin?" lässt sich im Moment noch genauso wenig eindeutig beantworten. Klar ist, dass es in die Karibik geht. Und je weiter östlich (rechts) in der Karibik, desto höher die aktuelle Wahrscheinlichkeit, dass die entsprechenden Inseln (Kleine Antillen, Puerto Rico, Dominikanische Republik) auch etwas abbekommen. Ob 99L danach ueber Kuba Kurs auf Florida oder die Bahamas oder die US-Ostküste oder gar Bermuda ..... oder aber nicht über Kuba auf Yucatán (Mexiko) oder den Golf von Mexiko wird, ist bisher unmöglich zu prognostizieren.

In diesem Moment deutet das Gros der Trackmodelle darauf hin, dass das System südlich an Puerto Rico und Dominica vorbeiziehen wird, aber wie gesagt, das kann in ein paar Stunden schon wieder ganz anders aussehen.

Allerdings können wir Ihnen ungefähre Angaben bezüglich des "Wann?" machen, was sicherlich viele unserer Leser interessiert. Die folgenden Schätzungen beinhalten weder eine Auskunft über die zu erwartende Intensität noch über die Nähe zu den genannten Inseln, sondern beziehen sich vielmehr darauf, wann in etwa 99L an den Längengraden, auf denen sich die entsprechenden Inseln befinden, zu erwarten ist:

Kleine Antillen: Freitag, 3. August
Puerto Rico: Samstag, 4. August
Dominikanische Republik: Sonntag, 5. August

Sollte sich 99L tatsächlich entwickeln, werden wir natürlich ausführlich berichten.

Atlantische Hurrikansaison 2012: Bewegung in der Hurrikan-Allee mit Zugrichtung Antillen, Puerto Rico und Dominikanische Republik

Mittwoch, 27. Juni 2012

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Satellitenbild Hurrikan Allee
27. Juni 2012
Credit: NASA-NOAA-Goes-Projekt
Das bisherige Geschehen der Atlantischen Hurrikansaison 2012 (die offiziell erst vor 27 Tagen begann und uns schon 4 Tropische Zyklone bescherte) spielte sich exklusiv im Westpazifik inklusive des Golfs von Mexiko ab.

Jetzt beobachten wir die erste Tropische Welle mit Entwicklungschancen, die den klassischen Weg durch die Hurricane Alley geht.

Etwa mittig zwischen Afrika und den Kleinen Antillen befindet sich dieses System im Moment und ist mit Kurs West unterwegs.

Noch sind wir weit davon entfernt, von irgendwelcher Sturmwarnung zu reden, aber wenn sich dieses System wirklich entwickeln sollte, dann kämen die typischen Kandidaten als Gefahrenzone ins Spiel. Angefangen bei den Kleinen Antillen weiter nach Puerto Rico und Dominica (mit der Dominikanischen Republik), danach dann Kuba, die Bahamas und die US-East-Coast oder aber auch (etwas seltener) Yucatán und sogar der Golf von Mexiko.


Der kommende Sturmname im Atlantik ist ERNESTO.


Wir werden Sie wie gewohnt auf dem Laufenden halten.

Sturm, Hurrikan, Regen, Wetter: Live-Doppler-Radar Kleine Antillen

Donnerstag, 8. September 2011

>>> ZUM LIVE-RADAR

Der Doppler-Radar von Guadaloupe erfasst die Kleinen Antillen (Inseln über dem Winde) ohne die Jungferninseln und Tobago:

Nördlicher Teil (Leeward Islands)
Anguilla
Sint Eustatius
Sint Maarten - Saint-Martin
Saint-Barthélemy
Saba
Barbuda
St. Kitts und Nevis
Antigua
Montserrat
Guadeloupe
Marie-Galante
Aves
Dominica

Südlicher Teil (Teil der Windward Islands)
Martinique
St. Lucia
St. Vincent
Grenadinen
Grenada
Barbados

Tropischer Sturm IRENE bedroht Kleine Antillen, Puerto Rico, Hispaniola (pot. Hurrikan), Kuba und Florida

Samstag, 20. August 2011

Das bereits erwähnte Tiefdruckgbiet vor den Kleinen Antillen ist nach der Auswertung der Daten, die ein Hurrikan Hunter aufgenommen hat, gerade zum 9. Tropischen Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2011 heraufgestuft worden, Name: IRENE.

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Image: Tropischer Sturm IRENE am 20. August 2011
Credit: NASA-NOAA-GOES-Projekt


IRENE bewegt sich mit knapp Knoten westwärts.
Aufgrund der Lage des Sturms wurden eine Menge Warnstufen aktiviert:

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Image: Prognose Tropischer Sturm IRENE vom 20. August 2011
Credit: NOAA


STURMWARNUNG:

- Puerto Rico, US-Jungferninseln, Vieques und Culebra
- Saba, St. Eustatius, St. Maartin
- Dominica
- Barbuda, St. Kitts, Nevis, Antigua, Anguilla, Montserrat
- Britische Jungferninseln

Am Montag können in der Dominikanischen Republik Hurrikanbedingungen auftreten.

Es wird erwartet, dass IRENE über die Dominikanische Republik, Haiti und Kuba bis zum Dienstag oder Mittwoch nach Florida zieht.

Tropischer Sturm EMILY bedroht mehrere Karibische Inseln und wird möglicherweise Florida als Hurrikan erreichen

Montag, 1. August 2011

EMILY ist einer dieser Stürme, die es den Beobachtern ein wenig schwer machen. An der Grenze zwischen Tropischem Tief und Tropischem Sturm; das Zentrum nicht exakt zu lokalisieren .... aber EMILY ist mittlerweile ein Tropischer Sturm.

Und EMILY hat die Kleinen Antillen bereits überquert, befindet sich momentan etwa 170 km westlich von Dominica und kommt zügig voran. Momentan noch mehr in westlicher als in nordwestlicher Richtung, aber während der kommenden Tage wird eine allmähliche Rechtsdrift (= Norddrift) erwartet, was EMILY knapp nördlich an Kuba vorbei über die Bahamas nach Florida führen würde, eventuell sogar als Hurrikan:


Image: Prognose und Warnstufen Tropischer Sturm EMILY vom 1. August 2011
Credit: NOAA


Da dies aber noch nicht akut ist, befassen wir uns besser mit der aktuellen Lage der Sturmwarnungen. Was ein wenig kompliziert erscheinen könnte, da die Warnstufen a) so kurzfristig aktiviert wurden und b) aufgrund der politischen Zugehörigkeit dieser oder jener Insel ziemlich viele Regierungen beteiligt sind.

Das soll uns aber nicht weiter stören.
Zusammengefasst gelten am späten Abend des ersten August 2011 (Ortszeit) folgende Warnstufen:

Sturmwarnung (Tropical Storm Warning):
- Dominikanische Republik
- Dominica
- Puerto Rico, Vieques, Culebra
- Guadaloupe, Desirade, Les Saintes, Marie Galante

Sturmbeobachtung (Tropical Storm Watch):
- US-Jungferninseln
- St. Kitts, Montserrat, Nevis, Antigua
- Haiti

Potentieller Tropischer Sturm Emily 2011 nähert sich den Kleinen Antillen

Das gestern beschriebene Tiefdruckgebiet im Atlantik hat sich bisher noch nicht dazu durchringen können, zum Zyklon zu werden. Die Wahrscheinlichkeit ist sogar ein wenig gesunken, mit 90% aber immer noch sehr hoch.

Gerade ist ein Hurricane Hunter von einem Besuch des Gebietes zurückgekehrt und die Auswertung der mitgebrachten Daten gab noch keine Veranlassung, von einem Tropischen Tief oder gar einem Tropischen Sturm zu reden.

Heute Nachmittag wird sich ein weiterer Hurricane Hunter auf den Weg machen, um Messungen vorzunehmen.


Image: Potentieller Tropischer Sturm Emily am 1. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt


Das Zentrum des Tiefdruckgebiets befindet sich momentan etwa 250 Meilen östlich von Martinique und bewegt sich mit ca. 15 Meilen pro Stunde west-nordwestwärts.

Ob als Sturm oder nicht, auf den Inseln:
Guadaloupe
Dominica
Martinique
St. Lucia
Barbados
St. Vincent
Grenadinen
und Grenada
muss auf jeden Fall mit starken Regenfällen heftigen Winden gerechnet werden.

Im Falle der Notwendigkeit werden die entsprechenden Sturmwarnungen sehr kurzfristig aktiviert werden. Touristen vor Ort wird weiterhin empfohlen, die Entwicklung zu beobachten, während der kommenden 2 oder 3 Tage in der Nähe sicherer Unterkünfte zu bleiben und gegebenenfalls den Anweisungen des Zivilschutzpersonals Folge zu leisten.

Potentieller Tropischer Sturm EMILY bewegt sich im Atlantik auf die Windward-Inseln zu

Sonntag, 31. Juli 2011

Etwa 650 Meilen östlich der nördlichen Windward-Inseln befindet sich ein Tiefdruckgebiet, das mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zum fünften Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2011 namens EMILY werden wird. Ein Air Force Reserve Unit Reconnaisance Aircraft wird das Gebiet im Laufe des heutigen Sonntags besuchen.

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Image: Satellitenbild potentieller Tropischer Sturm EMILY vom 31. Juli 2011
Credit: NASA-GOES-Project


Es muss damit gerechnet werden, dass noch heute Strumwarnungen auf den nördlichen Windward-Inseln und auf einem Teil der Leeward-Inseln aktiviert werden. Touristen vor Ort wird empfohlen, die weitere Entwicklung des Tiefdruckgebietes zu verfolgen.

Die aktuellen Satellitenbilder lassen in erster Linie eine direkte Beeinflussung folgender Inseln der Kleinen Antillen durch das Tiefdruckgebiet erahnen:

Guadaloupe
Dominica
Martinique
St. Lucia
Barbados
St. Vincent
Grenadinen
Grenada

>>> siehe auch: Satellitenbild-Live-Stream-Video

Trinidad und Tobago dürfen außerhalb der "Reichweite" des potentiellen Sturms liegen.

Sobald exaktere Daten und Prognosen vorliegen, werden wir diese selbstverständlich veröffentlichen.

Ein wenig Historisches soll noch angemerkt sein.
Der letzte Sturm namens EMILY im Atlantik trat 2005 auf (6-Jahres-Namens-Rotation) und hatte es in sich. Im Gedächtnis der Weltöffentlichkeit ist aus jenem Jahr zwar verständlicherweise KATRINA präsent geblieben, aber auch EMILY wurde zu einem Hurrikan der Kategorie 5 (Saffir-Simpson-Hurrikan-Wind-Skala), übrigens dem stärksten jemals vor August aufgezeichneten Hurrikan.
Die von EMILY 2005 verursachten geschätzten Sachschäden betrugen US$ 110 Mio. auf Grenada und US$ 25 auf der mexikanischen Halbinsel Yucatán.
14 Todesfälle waren im Zusammenhang mit dem Sturm zu beklagen.
Und nun schauen sie sich einmal >>> die Zugbahn EMELYs (2005) an und vergleichen sie mit der des aktuellen Tiefdruckgebietes.

 
 
 

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