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Pazifik-Rekord: KILO, IGNACIO unf JIMENA (HQ-Satellitenfoto)

Sonntag, 30. August 2015

Mit KILO, IGNACIO und JIMENA wurden wir gestern erstmals in der Geschichte seit Beginn der Aufzeichnung Tropischer Stürme Zeuge von 3 gleichzeitig aktiven Major Hurricanes der Katgeorie 4 im Zentral- und Westpazifik.

Das MODIS-Modul im Terra-Satelliten hat dies hochauflösend im Bild festgehalten:

Hurrikan Kilo Ingnacio Jimena Kategorie 4 Pazifik Rekord Satellitenfoto HD HQ
Bitte Bild anklicken, um zum HQ-Foto zu gelangen

Auch Hurrikan JULIO zieht nach Hawaii

Mittwoch, 6. August 2014


10. August 2014
JULIOs Kern befindet sich aktuell etwa 500 km NE von Hawaii. Und diese Entfernung zu den Inseln wird der Hurrikan nicht nur einhalten, sondern noch vergrößern, da er sich mittlerweile auf Kurs NW befindet.
Hinzu kommt noch, dass der Outflow nach Norden abzieht, also kein Grund mehr, sich auf Hawaii und Folgeinseln Sorgen zu machen. Bis auf die erwähnten eventuell auftretenden plötzlichen starken Strömungen im Meer (die Sie bitte nach wie vor nicht unterschätzen sollten) wird nicht viel passieren.

JULIO produziert noch 150 km/h max. anhaltenden Winde und sollte heute etwas langsamer werden.

Sturmwarnung ist nicht aktiv.

9. August 2014
Update
Und für morgen, Sonntag wird  nun noch eine weitere leichte Rechtsdrift erwartet, was JULIO noch  weiter von den Inseln entfernen wird.

Nur eine Sache unterschätzen Sie bitte nicht:
Ein Hurrikan erzeugt extrem starke Strömungen im Ozean.
Nehmen Sie also  Badeverbote sehr ernst, am  besten  verzichten  Sie morgen ganz auf das Bad im Meer..
......................................

JULIO ist noch immer ein Hurrikan,  aber inzwischen kann man als sicher ansehen, dass er Hawaii und Folgeinseln verfehlen wird. Sturmwarnung ist nicht notwendig und wird es wohl auch nicht werden.

Zwischen heute Abend und Montagabend wird der Zyklon die Inseln nördlich passieren, mit ausreichendem Abstand, um nicht viel mehr als - vielleicht stellenweise etwas heftigen  - Regen und etwas stärkeren Wind abzuliefern.

8. August 2014
Update
JULIO wird ab sofort vom CPHC behandelt.
Und es sieht immer besser für die Inseln aus.
................................


Wir spielen so ein wenig Pro und Kontra.
Die schlechte Nachricht zuerst?
Okay.
Nicht wirklich unerwartet geht das NHC inzwischen davon aus, dass JULIO bei Erreichen der Zone um Hawaii noch ein Hurrikan sein wird (JULIO hat in den vergangenen 24 Stunden noch etwas zugelegt).

Dem entgegen steht allerdings die Trackprognose, die zwar jeweils nur sehr geringfügig, dafür aber konstant nach Norden wandert. Einen Landfall auf einer der Inseln kann man mittlerweile praktisch ausschließen. Am sichersten gilt dies für die erste Insel auf JULIOs Weg nach Westen, Hawaii. Gerade von ISELLE attackiert.

Es deutet alles auf folgendes Szenario hin: JULIO wird zwar nicht vollkommen unbemerkt an Hawaii und Co vorbeischleichen, aber viel mehr als etwas Wind und Regen ist kaum zu befürchten.

Sollte es dennoch gravierende Änderungen geben (die Wahrscheinlichkeit ist extrem gering), werden Sie das natürlich hier erfahren.

7. August 2014
Hawaii liegt mittlerweile knapp außerhalb des Warnkegels, die Nachbarinseln (noch) nicht.
Allerdings geht man inzwischen davon aus, dass JULIO länger als Hurrikan durchhält als noch  gestern erwartet, womit die Wahrscheinlichkeit steigt, dass am Sonntag auch JULIO noch als Hurrikan in die Nähe der Inseln gelangt.

Bei Notwendigkeit ist ab spätestens morgen mit ersten offiziellen Sturmwarnungen zu  rechnen.
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Am Ende der Saison wird darüber zu reden sein, was da im Zentralpazifik passiert sein wird.
3 Hurrikans zur selben Zeit, zwei davon (siehe auch: Hurrikan ISELLE) auf dem Weg nach Hawaii.
Erwartete Ankunft innerhalb von 2,5 Tagen.

Aktuell ist JULIO noch 2500 km (E) von Hilo entfernt, aber er ist zügig unterwegs und wird voraussichtlich weiter an Zuggeschwindigkeit zulegen. Was auf Hawaii - zusammen mit den Prognosen, dass JULIO bei Ankunft wahrscheinlich kein Hurrikan mehr sein wird und dass der Kern Hawaii und Nachbarinseln wohl knapp verfehlen wird - mit Wohlwollen zur Kenntnis genommen werden dürfte, da die zweite Attacke recht schnell vorbei sein sollte.

Nach den aktuellen Vorhersagen sieht es nicht wirklich bedrohlich für die Inseln aus. Das Problem dabei ist, dass es sich eben nur um Vorhersagen handelt. Der Warnkegel des NHC ist immerhin recht schlank, was ein gutes Zeichen ist, denn ein schlanker Warnkegel kann mit einer relativ hohen Prognosenzuverlässigkeit gleichgesetzt werden. Sämtliche Inseln bei Hawaii liegen in diesem Moment aber noch innerhalb des Kegels.

Es sollte am Sonntag auf jeden Fall - und dies zu vermitteln ist unser Anliegen - mit einer Art "Nachschlag" zu den Ereignissen in der Nacht zum Freitag gerechnet werden. Momentan deutet alles auf nicht mehr als etwas Regen und Wind hin. So oder so - wir halten Sie auf dem Laufenden.

Die Hurrikansaison 2012 geht zu Ende

Donnerstag, 29. November 2012

Am Freitag, 30. November 2012 enden offiziell sowohl die Atlantische als auch die Pazifische Hurrikansaison (siehe auch: Wann beginnt und endet die Hurrikansaison, Taifunsaison ...). Dies bedeutet nicht, dass es keinen Tropischen Sturm mehr geben kann, aber die Wahrscheinlichkeit ist sehr gering.

Im Atlantik haben wir 19 benannte Tropenstürme beobachtet, von denen 10 zu Hurrikans und einer zu einem Major Hurricane wurden. Eine Saison, deren Aktivität trotz (übereinstimmend) gegenteiliger Prognose aller namhaften Forecaster deutlich über dem Langzeit-Durchschnitt lag.

Wie in jeder Hurrikansaison wurde auch 2012 dieser oder jener Rekord gebrochen, selbst die eigentliche Aktivität der ablaufenden Saison liegt in Rekordnähe.

Auch der Bestätigung verschiedener Fakten diente die Atlantische Hurrikansaison 2012.
Unter anderem dem, dass wir uns in einer Ära befinden, in der generell eine hohe Tropensturmaktivität im Atlantik zu beobachten ist (seit 1995 inkl. 2012 mehr als 70% überdurchschnittlich aktive Atlantische Hurrikansaisons).
Oder aber, dass es keinen Major Hurricane braucht, um gewaltige Schäden anzurichten.
Von unseren nach wie vor sehr limitierten Fähigkeiten, in Bezug auf Wetter und Extremwetter in die mittelfristige Zukunft zu schauen, nicht zu reden.

Die ersten hervorragenden Zusammenfassungen der Atlantischen Hurrikansaison 2012 - teilweise auch die fehlerhaften eigenen Saisonprognosen einschätzend - liegen vor. Als Beispiele seien die der Herren Klotzbach / Gray und die der NOAA genannt.

Im Dezember 2012 sind die ersten Saisonvorhersagen für die Atlantische Hurrikansaison 2013 zu erwarten, die zu streichenden Sturmnamen werden im Frühjahr 2013 entschieden und bekannt gegeben werden. Es dürfte kein Zweifel daran bestehen, dass SANDY 2012 der letzte Tropische Sturm im Atlantik mit dem Namen SANDY war.

4 aktive Hurrikans am 15. Oktober 2012

Montag, 15. Oktober 2012

4 aktive Hurrikans am 15. Oktober 2012, Paul, Rafael, Prapiroon, Anais, aktuell, Oktober, 2012, Rekord, Statistiken, Hurrikansaison 2012, Taifunsaison 2012, Zyklonsaison Südwest-Indik 2012 2013,
Credit: UCAR
Da dies nicht allzu häufig ist, soll es kurz in einem eigenen Post erwähnt sein:

In diesem Moment gibt es weltweit 5 aktive Tropenstürme, vier davon entsprechen einem Hurrikan:

(Atlantische Hurrikansaison)

PAUL 
(Pazifische Hurrikansaison)

(Taifunsaison)

(Zyklonsaison Südwest-Indik)

NADINE belegt Platz 2 in der Kategorie "Längster Tropischer Sturm aller Zeiten im Atlantik"

Donnerstag, 4. Oktober 2012


NADINE ist kein Tropischer Sturm mehr.

Die Forecaster Avila und Berg des National Hurricane Centers haben die Rekorde bezüglich NADINEs Dauer schon einmal angekündigt, bevor diese später offiziell in die Geschichtsbücher der Atlantischen Hurrikansaison eingetragen werden:

Mit 21,25 Tagen wird sich NADINE den zweiten Platz in der Kategorie "Am längsten andauernder Tropischer Sturm im Atlantik" mit GINGER (1971) teilen.

Mit 21,75 Tagen liegt NADINE auf Platz 5 in der Kategorie "Am längsten andauernder Tropischer Zyklon im Atlantik" (hier zählt die Phase als Tropisches Tief mit).

Anzumerken gilt, dass sich der Zusatz "aller Zeiten" zuerst einmal natürlich auf die Zeit seit Beginn der Aufzeichnungen Tropischer Stürme im Atlantik bezieht. Hierbei wiederum gelten erst die Daten seit dem Jahr 1961 - dem Beginn der Ära der Wettersatelliten - als gesichert und zuverlässig.

Wenn Sie den Weg NADINEs noch einmal nachvollziehen möchten: Folgen Sie der Farbe Orange. (Windfeld)

Hurrikan NADINE und die Azoren aktuell

Samstag, 29. September 2012

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Satellitenbild Hurrikan NADINE Azoren
29. September 2012
Credit: CIMSS
NADINE pendelt seit einiger Zeit zwischen dem Status "Tropischer Sturm" und "Hurrikan" hin und her und bewegt sich dabei inzwischen mit 22 km/h nach NNW. Das Feld der Regenbänder ist ziemlich gewachsen und so bemerkt man NADINEs Nähe auf den Azoren durchaus (siehe auch: Live-Webcams Azoren).




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Credit: NASA | TerraMetrics | NHC
Die Vorhersage des weiteren Verlaufs gestaltet sich nicht einfacher als bisher. Wir können trotzdem einen Blick darauf werfen, wie sie ganz aktuell aussieht (Bild rechts).

Zwischen Sonntag und Mittwoch soll NADINE demnach zwischen dem 35. und 30. westlichen Längengrad und etwas südlich der Azoren langsam einen kleinen Kreis entgegen dem Uhrzeigersinn ziehen, um dann ab Mitte der Woche wieder Fahrt in Richtung NE aufzunehmen.

Für einen direkten Impakt käme derzeit die Azoreninsel Flores in Frage.

Diese Trackprognose ist aber noch als sehr unsicher anzusehen, desweiteren erwartet das National Hurricane Center noch vor dem potentiellen Erreichen der Azoren eine Transition zu einem Subtropischen oder Posttropischen Zyklon.

Heute feiert NADINE ihren 18. Geburtstag, wobei "Tag" wörtlich gemeint ist. Es handelt sich natürlich nicht um das jährlich gefeierte Jubiläum. Werfen wir einmal einen Blick auf die Langzeit-Rekord-Chancen.
Wenn wir nur den Atlantik betrachten und einmal großzügig darüber hinwegsehen, dass NADINE kurzzeitig kein Tropischer Sturm war, dann würde sie am Montag, 1. Oktober 2012 um 23:00 Uhr AST (Atlantic Standard Time) Hurrikan Alberto 2000 von Platz 8 der "ewigen" Rangliste der am längsten dauernden Tropischen Stürme verdrängen. Dabei gilt aber immer noch zu beachten, dass diese Liste erst seit Inbetriebnahme der ersten Wettersatelliten im Jahre 1961 gilt. Aufgrund vorher fehlender exakter Beobachtungsmöglichkeiten befinden sich unter den 8 erstplatzierten langlebigen Tropenstürmen im Atlantik nur drei (Sturm 9 1893, CARRIE 1957 und Sturm 3 1899) aus der Zeit vor 1961.
Sturm 3 1899 belegt übrigens mit 27,75 Tagen Dauer Platz 1 im Atlantik.

Ein etwas anderer Blick auf NADINEs bisher gegangenen Weg: Folgen Sie dem orangefarbenen Punkt.

Super-Taifun SANBA trifft morgen auf Okinawa (mit Live-Webcams)

Donnerstag, 13. September 2012

SANBA ist ein Super Typhoon (eine Bezeichnung, die die offiziell für den Westpazifik zuständige JMA übrigens gar nicht verwendet, sondern nur die US-Institute, siehe auch: Klassifizierung Tropischer Stürme weltweit) und produziert momentan anhaltende Windgeschwindigkeiten von knapp 280 km/h und Windspitzen von rund 330 km/h.

Das entspricht auf der Saffir-Simpson-Skala längst einem Hurrikan der Kategorie 5, eigentlich - wie schon erwähnt - bräuchte man für Zyklone wie SANBA sogar eine Kategorie 6, um die Verhältnismäßigkeit zwischen den existierenden Kategorien halbwegs zu berücksichtigen.

Dass die Angaben der JMA von denen der US-Institute abweichen, liegt wie immer darin begruendet, dass sich die JMA auf 10-Minuten-anhaltende Messungen bezieht, JTWC und CIMSS hingegen auf 1-Minute-anhaltende Winde.

JTWC und Navy erwarten für die kommenden Stunden sogar noch eine leichte weitere Intensivierung: knappe 290 km/h anhaltende Winde und 350-km/h-Windspitzen, bevor es dann bei Annäherung an Okinawa wieder ein wenig nach unten gehen soll. Beim erwarteten Landfall am Abend des morgigen Samstags, 15. September - die prognostizierte Zugbahn deutet genau auf Okinawa - sollte SANBA aber noch immer ein Kategorie-5-Taifun sein. (Die ersten Wolkenbänder SANBAs erreichen Okinawa bereits.)
Update 05:00 MESZ: SANBA hat sich nicht weiter intensiviert und scheint seinen Höhepunkt erreicht zu haben.

Momentan wird in den Medien eine Menge von Rekorden gesprochen, aber in Wirklichkeit ist SANBA nur auf die vergangenen paar Jahre bezogen ein Rekordsturm, wenn wir uns auf die Stärke beziehen. Die Intensität wird offiziell hierbei nicht in km/h (anhaltende Windgeschwindigkeiten), sondern in mBar (minimaler Kerndruck) gemessen. Und mit aktuell 900 mBar liegt SANBA da - und die Rede ist nur vom Westpazifik (Taifunsaison) - auf einem gar nicht so beeindruckenden und mit vielen anderen Zyklonen geteilten 35. Platz in der Geschichte aller Taifune seit Beginn der Aufzeichnungen.

Noch gibt es vom Naha-Airport Okinawa keine Meldungen über Störungen des Flugverkehrs, aber es ist als sicher anzunehmen, dass Flüge verspätet ankommen, umgeleitet und komplett abgesagt und gecancelt werden. Dass der Flughafen geschlossen werden muss, ist auch praktisch sicher. Bei Fragen bezüglich des Flugstatus' Ihres gebuchten Fluges innerhalb der kommenden 3 bis 4 Tage wenden Sie sich am besten direkt an Ihre Fluggesellschaft.

Links 

Das Wort zum Mittwoch, 5. September 2012: Atlantische Hurrikansaison aktuell

Dienstag, 4. September 2012

Es stürmt und windet und regnet und gewittert momentan vielerorts auf unserem Planeten, aber Tropische Stürme sind aktuell nur in der Atlantischen Hurrikansaison aktiv.

Beide befinden sich im Aufwind.

LESLIE hat den Parkgang der Automatikschaltung noch eingelegt und das wird voraussichtlich auch bis Donnerstag so bleiben. Danach aber scheint der Tropensturm geradezu katapultartig nach N - NNW - NW geschossen werden zu wollen, um dann nahe Neu Englands und Neufundlands nach rechts abzubiegen. Was auch immer auf Bermuda, an der US-Ostküste und in Neufundland passieren mag - es wird wahrscheinlich sehr schnell gehen.
Puerto Rico und die Dominikanische Republik melden die Ankunft von von LESLIE gesandten sehr hohen Wolken. "Sich sehr hoch befindenden" anstatt "sehr hoch gewachsenen". Dem entsprechend wird keine negative Beeinflussung des Wetters erwartet.
LESLIE besitzt das Potenzial, um zu erwarteten ersten Großen Hurrikan (Kategorie 3+) im Atlantik 2012 zu werden. Wir sehen hier übrigens schon wieder einen Rekord. Es geht dabei nicht um das Datum, sondern um die Anzahl der Tropischen Stürme. Noch nie seit Beginn der Vergabe von Namen für Tropische Stürme im Jahre 1950 gab es eine Atlantische Hurrikansaison, in der unter 13 benannten Stürmen (MICHAEL ist die aktuelle Nummer 13) kein einziger Major Hurricane war.

Apropos MICHAEL.
Der ist nun doch etwas mehr als eine Eintagsfliege und jetzt ist MICHAEL derjenige mit der prognostizierten Schlangenlinie als Zugbahn. Bis Donnerstag soll der Zyklon eine 45°-Rechtskurve beschreiben, zwischen Freitag und Sonntag dann dasselbe nach links. Die Modelle bringen ihn danach dann erneut nach rechts mit endgültiger grober Zugrichtung Europa. Was sich noch ändern kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass MICHAEL zu einem Hurrikan wird, ist in den vergangenen 18 Stunden konstant gestiegen. Noch allerdings wird dieser Status nicht offiziell erwartet.

Und dann haben wir da noch einen neuen und ganz interessanten Kandidaten.
Ein Gewitterkomplex über Alabama befindet auf dem Weg nach Süden und wird aller Wahrscheinlichkeit nach in den Golf von Mexiko gelangen. Und für dieses System bestehen dort tatsächlich Chancen auf Entwicklung (das NHC gibt im Moment 10% für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb der nächsten 48 Stunden).
Belehren Sie uns bitte eines Besseren, wenn Sie einen anderen kennen oder finden, aber laut unserer lauen Langzeiterinnerung hat so etwas bisher nur ein Tropensturm geschafft. Allerdings ein in vielerlei Hinsicht bedeutender und geschichtsträchtiger Sturm (zum Beispiel der erste Tropensturm, bei dem das NHC Landfallprognosen ausgab).
ALICIA 1983.
1983 war übrigens auch das letzte Mal, dass es im Atlantik eine ALICIA gab, denn im Frühjahr 1984 wurde der Name von der Liste der Sturmnamen im Atlantik gestrichen.
Wir sind gespannt.
Der nächste Sturmname im Atlantik lautet NADINE.


Monat August 2012 im Atlantik stellt Rekord ein

Sonntag, 2. September 2012

Mit ERNESTO, FLORENCE, GORDON, HELENE, ISAAC, JOYCE, KIRK und LESLIE beobachteten wir im August 2012 in der Atlantischen Hurrikansaison die Entstehung von acht benannten Tropischen Stürmen. Diese Zahl stellt den 2004 aufgestellten Rekord für benannte Atlantik-Stürme im August ein.

Vier der acht August-Tropenstürme wurden Hurrikans (kein major hurricane dabei). Auch dieser Wert liegt deutlich über dem August-Durchschnitt von 1981 - 2010, welcher bei drei benannten Stürmen und einem bis zwei Hurrikans steht. Ein Großer Hurrikan taucht im atlantischen August im Schnitt alle ein bis zwei Jahre auf.

Tropischer Sturm FLORENCE wird wahrscheinlich eine Eintagsfliege

Freitag, 3. August 2012

Vielleicht auch eine Zweitagsfliege.

 Das System 90L SW der Kapverdischen Inseln hat sich gut weiter entwickelt und ist mittlerweile das Tropische Tief 6 an der Schwelle zum Tropischen Sturm FLORENCE.

Und dieser Zyklon hat Rekordpotenzial! Nämlich zum kurzlebigsten Tropischen Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012 zu werden.

Das Tropische Tief kann in jedem Moment zum Tropischen Sturm FLORNCE erklärt werden, aber bereits am Sonntag oder Montag sollte es laut den aktuellen Prognosen zuerst einmal wieder zu einem Tropischen Tief abklingen und dann zwischen Montag und Dienstag - noch weit östlich der Kleinen Antillen - auch noch seine tropischen Eigenschaften verlieren.

Die Überreste könnten dennoch in die Karibik gelangen und es besteht auch die Möglichkeit, dass sich aus besagten Resten ein neuer Sturm bildet, aber das ist noch sehr spekulativ.

Atlantische Hurrikansaison 2012 Stand 30. Juni: Ein wenig Statistik und Rekorde

Sonntag, 1. Juli 2012

ALBERTO (TS) | 19.-22. Mai 
BERYL (TS) | 26. - 30. Mai
CHRIS (H) | 19. - 22. Juni
DEBBY (TS) | 23. - 27. Juni
Todesopfer: 11 direkt, 4 indirekt
Sachschaden: 20,4 Millionen US-Dollar

Bislang haben wir in der Atlantischen Hurrikansaison 2012 vier Tropische Tiefs erlebt, die allesamt den Status "Tropischer Sturm" erreichten, einer davon (CHRIS) wurde zu einem Hurrikan.

Im Monat Mai, also vor dem offiziellen Beginn der Hurrikansasion im Atlantik, bildeten sich bereits ALBERTO und BERYL. Generell ist es zwar nichts Außergewöhnliches, dass sich schon vor dem Start der offiziellen Hurrikansaison Zyklone im Atlantik bilden, allerdings ist es seit Anbeginn der Aufzeichnungen erst zwei Mal (1887 und 1908) passiert, dass sich gleich zwei Tropische Stürme vor dem 1. Juni bildeten.
BERYL machte am 28. Mai Landfall bei Jacksonville Beach, Florida und wurde damit zum stärksten Vor-Juni-Zyklon aller Zeiten, der über den USA an Land ging.

Im Juni folgten dann CHRIS und BERYL. Im aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt (1981-2010) bildete sich im Monat Juni nur 1 Tropischer Sturm pro Atlantischer Hurrikansaison. Dabei gab es Jahre ohne einen einzigen Atlantischen Zyklon im Juni genauso wie Jahre mit 3 Atlantischen Juni-Wirbelstürmen. CHRIS wurde zu einem Hurrikan und dies passiert im Juni im Atlantik nur alle 7-8 Jahre.
DEBBY - in Florida noch ganz frisch in Erinnerung - reichte es dann auch noch zu einem Rekord: Nie zuvor hatte sich der vierte Tropische Sturm einer Atlantischen Hurrikansaison am oder vor dem 23. Juni, also so früh in der Saison gebildet.

Was die bisher akkumulierte Zyklonenergie anbelangt, welche die kombinierte Dauer und Stärke der Zyklone misst, stellt der aktuelle Wert den höchsten zu diesem Zeitpunkt der Saison seit 1968 dar.
  


Tropischer Sturm CHRIS wird zum ersten Hurrikan der Atlantischen Hurrikansaison 2012

Donnerstag, 21. Juni 2012

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Satellitenbild Hurrikan CHRIS
21. Juni 2012
Credit: CIMSS
Eigentlich waren wir davon ausgegangen, nichts mehr über CHRIS berichten zu müssen.

Das hat sich geändert.

Einen Rekord hatte CHRIS schon inne. Noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen 1851 hatte sich so früh in der Atlantischen Hurrikansaison ein Tropischer Sturm so weit nördlich (39,3°) gebildet.

Und jetzt wird der Zyklon auch noch zu einem Hurrikan! Dem ersten der Atlantischen Hurrikansaison 2012.
Max. anhaltende Winde: 120 km/h, Kerndruck: 987 mBar.


Lange soll dieser Status freilich nicht anhalten. Und CHRIS ist nach wie vor keine Bedrohung für Festland.


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Satellitenbild Hurrikan CHRIS
21. Juni 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt

Atlantische Hurrikansaison 2012 beginnt mit Rekord

Freitag, 1. Juni 2012

Ab sofort ist die Atlantische Hurrikansaison 2012 (1. Juni bis 31. November) auch offiziell aktiv.

Allgemein wird angenommen, dass die kommenden 6 Monate eine Sturmaktivität im Atlantik erzeugen werden, die knapp unter dem Langzeitdurchschnitt liegt. (siehe auch: Saisonprognose Atlantische Hurrikansaison 2012).

An dieser Stelle möchten wir Ihnen auch noch die Vorhersage der NOAA in Zahlen präsentieren.
Das Climate Prediction Center sieht eine 70%-ige Wahrscheinlichkeit, dass wir 2012

9 - 15 benannte Tropische Stürme 
davon 4 - 8 Hurrikans
davon 1 - 3 Major Hurrikans 
im Atlantik erleben werden.

Rekordverdächtig ist die gerade begonnene Hurrikansaison dennoch bereits jetzt, wenn sich dies auch auf die Zeit vor dem offiziellen Beginn der Hurrikanzeit im Atlantik 2012 bezieht.

Zum einen ist es 104 Jahre her (1908), als es zum letzten Mal vor dem Monat Juni 2 benannte Stürme im Atlantik gab. (2012 bildeten sich schon ALBERTO und BERYL.)

Zum anderen war BERYL der stärkste Vor-Juni-Zyklon seit Beginn der Aufzeichnungen, der in den USA über Land gegangen ist (Landfall).

Rekord im Nordost-Pazifik: KENNETH jetzt Major Hurricane - Erreichen von Kategorie 4 erwartet

Dienstag, 22. November 2011

Update 16:00 Uhr MEZ:
KENNETH ist jetzt ein Hurrikan der Kategorie 4.

Hurrikan KENNETH hat wie erwartet die Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala erreicht und ist damit ein Major Hurricane. Der Rekord: KENNETH ist der späteste jemals aufgezeichnete Major Hurricane im Nordost-Pazifik.

Das NHC glaubt, dass der Wirbelsturm heute auch noch kurzzeitig in die Kategorie 4 hochgestuft wird, bevor es dann in den kommenden Tagen drastisch abwärts gehen sollte.

KENNETH befindet sich jetzt bereits weit im Pazifik und zieht weiterhin in Richtung Westen, ohne Festland zu gefährden.

OPHELIA und PHILIPPE noch nicht in Sicht, aber 2 Tiefdruckgebiete im Atlantik verlangen nach etwas Aufmerksamkeit

Sonntag, 18. September 2011

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Satellitenbild Atlantik 18. September 2011 morgens
Credit: Accuweather


So recht überzeugt scheinen die führenden Entwickler der Vorhersagen von Stürmen und Hurrikans bisher nicht zu sein, dass aus einem der beiden auf dem Satellitenbild zu erkennenden Tiefdruckgebiete ein Tropisches Tief oder der Tropische Sturm OPHELIA werden wird.

Da wir aber nicht nur wissen wollen, was sehr wahrscheinlich passieren wird, sondern auch ein Interesse daran haben, was passieren könnte, müssen wir bei 20 vom NHC angegebenen Prozent für die Bildung eines Tropischen Zyklons innerhalb von 48 Stunden das eine oder andere Auge auf die Entwicklung der beiden Tiefs werfen.

Beide scheinen sich in letzten Stunden nicht großartig vorwärtsbewegt zu haben, aber vor allem das untere (südlichere) Tief macht im Live-Stream-Loop den Eindruck, als würde es da ganz schön zu kochen beginnen und sich besser organisieren.

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Satellitenbild Wetterstörungen Zentral-Nordatlantik vom 18. September 2011
Credit: CIMSS


Wenn die Dortmunder Borussia in Hannover und der FC Bayern in Gelsenkirchen zu Ergebnissen gekommen sind - wie auch immer diese aussehen mögen - sehen wir uns die Angelegenheit etwas genauer an und werden Ihnen selbstverständlich mitteilen, was es mitzuteilen gibt, wenn es denn etwas mitzuteilen gibt.

Der nächste benannte Sturm nach OPHELIA, sollte diese überhaupt noch zum Einsatz kommen, wäre übrigens PHILIPPE und dann würden uns im Atlantik so langsam die Buchstaben des Alphabets ausgehen, wenn man in Betracht zieht, dass keine Namen vergeben werden, die mit den Buchstaben Q, U, X und Y beginnen. Inklusive ORPHELIA und PHILIPPE stehen uns dann noch die Namen RINA, SEAN, TAMMY, VINCE und WHITNEY zur Verfügung, also 7 Namen insgesamt.

Zum Vergleich: 2010 bildeten sich nach dem 18. September noch 6 Tropische Stürme ( NICOLE, OTTO, PAULA, RICHARD, SHARY und TOMAS), von denen alle ausser Nicole zu einem Hurrikan wurden. TOMAS als letzter atlantischer Sturm und Hurrikan 2010 im Oktober/November war dabei derjenige dieser 6, der die katastrophalsten Folgen hatte (mindestens 69 Todesopfer in der Karibik und geschätzte US$ 626 Millionen Sachschaden) und folglich von der 6-Jahresliste gestrichen und durch TOBIAS ersetzt wurde.

Auf der anderen Seite formte sich genau heute vor 18 Jahren, am 18. September 1993, das Tropische Tief, das zu Hurrikan HARVEY und innerhalb von 3 Tagen extratropisch und von einer Front absorbiert wurde. HARVEY blieb der letzte Tropische Sturm der Atlantischen Hurrikansaison 1993 und hält seitdem den Rekord als frühester letzter Sturm einer Atlantischen Hurrikansaison in der Satelliten-Ära.

Gelangt IRENE als Sturm nach Grönland und Island?!

Sonntag, 28. August 2011

Da es momentan nicht viel Neues hinsichtlich IRENEs Entwicklung zu berichten gibt - sie beziehungsweise ihr Zentrum befindet etwa 100 Kilometer südlich von Rutland in Vermont, bewegt sich mit 43 km/h zügig voran, erzeugt Windgeschwindigkeiten von 85 km/h und es gab keine Veraenderungen an den Sturmwarnstufen - haben wir mal ein wenig über Kanada hinausgeschaut .... und wurden doch ein wenig überrascht:

Gelangt IRENE als Sturm nach Grönland und Island?!, Rekord, Verlauf, Irene, Grönland, Island, Hurrikansaison 2011,  Hurrikansaison 2011, Vorhersage Forecast Prognose, Kanada,
Image: Prognose Verlauf und Entwicklung Tropischer Sturm IRENE vom 28. August nachmittags
Credit: NOAA / Google


Beim NHC der NOAA in Miami glaubt man, dass IRENE bis nach Grönland und sogar Island (ohne Landfall) gelangen wird, ohne den Status "Sturm", sprich Windstärken höher als 39 Meilen pro Stunde, zu verlieren. Man darf gespannt sein, da dies den ohnehin schon von vielen "Rekorden" und Superlativen begleiteten Verlauf IRENEs krönen würde.

Pazifik aktuell: Hurrikan EUGENE hat mit Kategorie 3 wohl Limit erreicht - Potentieller Sturm FERNANDA noch nicht reif - Noch kein Rekord im Pazifik

Mittwoch, 3. August 2011

Update 3. August nachmittags:

Hurrikan EUGENE hat nun doch noch kurz die Kategorie 4 erreicht.

______________________________________

Hurrikan EUGENE hat am gestrigen Nachmittag (Ortszeit) die Kategorie 3 auf der Saffir-Simpson-Skala erreicht. Eine weitere Intensivierung wird nicht erwartet.

Mittlerweile kommt der Hurrikan auch ins Blickfeld des GOES-Satelliten (GOES-West, Pacific 2) und wir erhalten endlich hochauflösende Fotos.

>>> High Resolution Foto EUGENE

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Image: Satellitenfoto Hurrikan EUGENE vom 3. August 2011
Credit: NASA-GOES-Projekt


Das gestern erwähnte Tiefdruckgebiet vor der südmexikanischen Pazifikküste, welches im Falle eines Falles zum Tropischen Sturm FERNANDA werden würde, hat ein wenig nachgelassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Gebilde innerhalb der kommenden 48 Stunden zu einem Zyklon wird, liegen mittlerweile "nur noch" bei 60%.

Abschließend noch ein Wort bezüglich des Rekordverdachts aufgrund des Umstands, dass die ersten 5 Stürme der Pazifischen Hurrikansaison 2011 zu Hurrikans wurden.
Ein Leser hat sich die Mühe gemacht und gesucht.
Und auch gefunden.
Nicht nur die ersten fünf, sondern die ersten SECHS Stürme der Pazifischen Hurrikansaison 1966 waren Hurrikans.

EUGENE ist schon fast ein Hurrikan - Rekordverdacht im Pazifik

Montag, 1. August 2011

Update: Am Montagnachmittag Ortszeit ist EUGENE zum Hurrikan deklariert worden.

Auch wenn EUGENE kein Festland bedroht, wollen wir ihn doch nicht ganz aus den Augen verlieren.
Der Sturm hat sich schneller entwickelt als erwartet und steht bereits an der Schwelle zum Hurrikan, was man eigentlich schon an den Satellitenbildern ( >>> Live Stream Satellitenbild EUGENE) erkennen kann.
Das Gebilde hat eine ordentliche Drehbewegung angenommen und zeigt sich dicht und geschlossen. Zwar ist noch kein Auge zu erkennen, aber dies dürfte bei einer weiteren kontinuierlichen Entwicklung nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen.

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Image: Satellitenbild Tropischer Sturm EUGENE vom 1. August 2011
Credit: NASA-GOES-Project


Eigentlich erwartet man jeden Moment, dass EUGENE Hurrikan Stärke erreicht. Die meisten Modelle prognostizieren auch mindestens das Erreichen der Kategorie 3 (Saffir-Simpson-Skala).

Sollte EUGENE tatsächlich zum Hurrikan werden, dann wäre er als fünfter Sturm der Pazifischen Hurrikansaison 2011 auch gleichzeitig der fünfte Hurrikan 2011 im Pazifik. Falls sich jemand auf die Suche nach der Information begeben möchte, ob es so etwas seit der Aufzeichnung der Hurrikans durch Meteorologische Institute schon einmal gab, sollte er sich nicht wundern, wenn die Suche ergebnislos bleibt.

 
 
 

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