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Atlantische Hurrikansaison 2012 Stand 30. Juni: Ein wenig Statistik und Rekorde

Sonntag, 1. Juli 2012

ALBERTO (TS) | 19.-22. Mai 
BERYL (TS) | 26. - 30. Mai
CHRIS (H) | 19. - 22. Juni
DEBBY (TS) | 23. - 27. Juni
Todesopfer: 11 direkt, 4 indirekt
Sachschaden: 20,4 Millionen US-Dollar

Bislang haben wir in der Atlantischen Hurrikansaison 2012 vier Tropische Tiefs erlebt, die allesamt den Status "Tropischer Sturm" erreichten, einer davon (CHRIS) wurde zu einem Hurrikan.

Im Monat Mai, also vor dem offiziellen Beginn der Hurrikansasion im Atlantik, bildeten sich bereits ALBERTO und BERYL. Generell ist es zwar nichts Außergewöhnliches, dass sich schon vor dem Start der offiziellen Hurrikansaison Zyklone im Atlantik bilden, allerdings ist es seit Anbeginn der Aufzeichnungen erst zwei Mal (1887 und 1908) passiert, dass sich gleich zwei Tropische Stürme vor dem 1. Juni bildeten.
BERYL machte am 28. Mai Landfall bei Jacksonville Beach, Florida und wurde damit zum stärksten Vor-Juni-Zyklon aller Zeiten, der über den USA an Land ging.

Im Juni folgten dann CHRIS und BERYL. Im aktuellen 30-Jahres-Durchschnitt (1981-2010) bildete sich im Monat Juni nur 1 Tropischer Sturm pro Atlantischer Hurrikansaison. Dabei gab es Jahre ohne einen einzigen Atlantischen Zyklon im Juni genauso wie Jahre mit 3 Atlantischen Juni-Wirbelstürmen. CHRIS wurde zu einem Hurrikan und dies passiert im Juni im Atlantik nur alle 7-8 Jahre.
DEBBY - in Florida noch ganz frisch in Erinnerung - reichte es dann auch noch zu einem Rekord: Nie zuvor hatte sich der vierte Tropische Sturm einer Atlantischen Hurrikansaison am oder vor dem 23. Juni, also so früh in der Saison gebildet.

Was die bisher akkumulierte Zyklonenergie anbelangt, welche die kombinierte Dauer und Stärke der Zyklone misst, stellt der aktuelle Wert den höchsten zu diesem Zeitpunkt der Saison seit 1968 dar.
  


BERYL ist jetzt ein post-tropischer Sturm

Mittwoch, 30. Mai 2012

Satellitenbild Post-tropischer Sturm BERYL
30. Mai 2012 nachmittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
BERYL ist jetzt wie erwartet wieder ein Sturm, hat aber seine tropischen Eigenschaften verloren.
In den Outer Banks geht es gerade heftig zur Sache, wie Sie auf den Bildern der Live-Webcams gut erkennen können, wenn Sie bald einen Blick darauf werfen.

Bis morgen sollte BERYL aber aus North Carolina abgezogen sein, sich von der US-Ostküste getrennt haben und sich auf den Weg über den Atlantik in grobe Richtung Europa gemacht haben.

Wenn später die exakte und komplette Zugbahn, die BERYL zurückgelegt hat, veröffentlicht werden wird, dürfen wir uns auf ein interessantes Muster freuen.


BERYL wahrscheinlich heute noch Sturm - aber nicht mehr tropisch

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Satellitenbild BERYL
30. Mai 2012 mittags
Credit: NASA/NOAA
Das Tief BERYL verliert gerade seine tropischen Eigenschaften, weshalb man davon ausgeht, dass das System zwar heute noch Sturmstärke erreicht, aber dann sofort ein außertropischer Sturm sein wird.

Der Kern BERYLs sitzt momentan direkt an der südlichen Küste von North Carolina. Die Konvektion - gut zu erkennen auf dem Satellitenbild links - hat sich mittlerweile gehörig vom Zentrum des Tiefs entfernt und wie erwartet sind die stärksten Winde jetzt westlich, südwestlich und südlich des System festzustellen.

Gleichzeitig hat sich nördlich des Zentrums ein dickes Regengebiet aufgeplustert, welches sich von North Carolina ueber Virginia bis hin nach Pennsylvania und New Jersey hinein erstreckt.

An der Verlaufsprognose BERYLs hat sich ansonsten nicht viel geändert. Wenn die Outer Banks passiert sind, wird sich der dann voraussichtliche Sturm schnell von der US-Ostküste entfernen.

Sturmwarnung liegt zu diesem Zeitpunkt nicht vor.

BERYL wieder über Wasser - und fast wieder ein Tropischer Sturm

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Satellitenbild Tropisches Tief BERYL
30. Mai 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Das Zentrum des Tropischen Tiefs BERYL befindet sich jetzt ganz knapp wieder über offenem Ozean und wie Sie auf dem Satellitenbild sehen können, ist BERYL in keinem besonders guten Zustand.

Trotzdem entwickelt sich der Zyklon wieder. Die erzeugten anhaltenden Windgeschwindigkeiten sind momentan nur noch weniger als 10 km/h von denen eines Tropischen Sturms entfernt, der minimale Zentraldruck fällt (aktuell 1001 mBar).

Auch wenn man davon ausgeht, dass BERYL im Laufe des heutigen Mittwochs noch einmal zu einem Tropischen Sturm wird, erscheint es ein wenig fraglich, ob noch einmal Sturmwarnung aktiviert werden muss.

BERYL ist im Moment in Richtung WNW unterwegs und soll bis morgen Nacht direkt an der Küste bis zu den Outer Banks von North Carolina entlangziehen, wo dann wahrscheinlich die endgültige Trennung von der US-Ostküste stattfinden wird. Danach wird eine leichte und über mehrere Tage hingezogene Rechtsdrift erwartet, die BERYL - sehr bald schon außertropisch - mitten in den Atlantik hinein ziehen lassen würde. Weit nördlich an Bermuda vorbei übrigens.

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Erwarteter Verlauf BERYL
30. Mai 2012
Credit: NHC / Google

BERYL wird am Mittwoch eventuell wieder zu einem Tropischen Sturm - erste Todesopfer zu beklagen

Dienstag, 29. Mai 2012

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Satellitenbild Tropisches Tief BERYL
29. Mai 2012 vormittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Ob BERYL noch einmal zu einem Tropischen Sturm wird, hängt jetzt zum großen Teil von minimalen Kleinigkeiten der Zugbahn, die das Tief wirklich nehmen wird, ab. Im Moment sieht es wieder so aus, als würde das System schon im Laufe des morgigen Mittwochs an der Küste von South Carolina wieder über offenes Wasser ziehen und vor North Carolina dann bereits wieder zu einem Tropischen Sturm werden.

Dementsprechend ist auch die von den Computermodellen ausgegebene Wahrscheinlichkeit für das erneute Erreichen von Sturmwinden um einiges gestiegen. Da diese momentan aber für den SE-Sektor, sprich den am weitesten von der Küste entfernten Bereich des Sturms erwartet werden, wurde bisher keine Sturmwarnung aktiviert.

Aktuell ist BERYL bereits auf Kurs NE, tritt mit 4 km/h dabei aber praktisch auf der Stelle. Der Kern des Systems wird noch immer sehr nahe der Grenze zwischen Florida und Georgia auf Seiten Geogias lokalisiert.
Konvektion und Zirkulation haben inzwischen zwar ein wenig gelitten, sind aber immer noch erstaunlich präsent.

Kurs NE soll die kommenden Tage beigehalten werden, die Geschwindigkeit des Tiefs dabei konstant zunehmen:

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Prognose Verlauf Tropisches Tief BERYL
29. Mai 2012 vormittags
Credit: NHC / Google
Auch wenn die von BERYL erzeugten Winde in ihrer Intensität jetzt etwas mehr nachgelassen haben, erzeugt das System nach wie vor gefährliche Niederschläge (siehe auch: Warnungen des National Weather Service).

Leider gibt es inzwischen auch zwei bestätigte Todesopfer im Zusammenhang mit BERYL, beide jugendliche Schwimmer. Ritchie Dauphin (19) verschwand gestern Abend im Ozean bei Volusia County und wurde heute Morgen bei Ormond-By-The-Sea leblos aufgefunden.
Trevor Times, das zweite Opfer, ging gestern am frühen Nachmittag nahe des Colonial Parkway in College Creek ins Meer und verschwand. Auch seine Leiche wurde vor kurzem gefunden und identifiziert.

Es mag oft übertrieben klingen und in der Wiederholung auch langweilig werden, aber wir glauben, diese beiden tragischen jüngsten Beispiele geben uns (leider wieder einmal) Recht, wenn wir kontinuierlich weiter die Warnung verkünden werden: "Ist ein Wirbelsturm in der Nahe, dann BLEIBEN SIE BITTE WEG VOM MEER!"

Leichtsinn ist und bleibt die größte Gefahr bei Durchzug eines Wirbelsturms. Und anscheinend wächst diese Gefahr, je "harmloser" der Sturm oder wie in diesem Fall sogar "nur noch" ein Tropisches Tief  daherkommt. Immerhin handelt es sich bei den beiden jungen Männern um Einheimische in einem Land, in dem die Sturmvorsorge hervorragend entwickelt ist und sämtliche Medien seit mehreren Tagen voll der Warnungen sind. Und das ganz besonders gefährliche in beiden Fällen: Die gewaltigen Strömungen im Ozean, die ein Wirbelsturm meist erzeugt, kann man beim besten Willen nicht sehen.

Tropischer Rainmaker BERYL hält sich tapfer über Florida und Goergia - Atlantische Hurrikansaison 2012 beginnt in 4 Tagen

Montag, 28. Mai 2012

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Satellitenfoto Tropisches Tief BERYL
28. Mai 2012 nachmittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Wir führen BERYL in der Liste oben noch als aktiv (rot), da noch immer davon ausgegangen werden muss, dass das Tief erneut zu einem Tropischen Sturm wird. Der Betrieb des Floaters, der uns die Satellitenbilder in der Imageleiste oben lieferte, wurde vorübergehend eingestellt, was immer geschieht, wenn ein Tropischer Sturm keiner mehr ist.

Momentan überschreitet BERYL gerade die Grenze zwischen Florida und Georgia und hält sich noch erstaunlich gut (auch die erzeugten Windgeschwindigkeiten liegen nur knapp unter denen eines Tropischen Sturms). Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass BERYL in 3 Tagen noch einmal die Kategorie "Tropischer Sturm" erreicht, nur noch minimal höher als die Chance, dass das System sich bis dahin aufgelöst hat.

Denn der Zyklon ist doch weiter ins Inland gezogen als ursprünglich angenommen und je länger ein Tropisches System sich nicht über warmem Ozeanwasser aufhält, desto mehr sinken die Möglichkeiten auf eine Erholung.

Und es sieht aktuell danach aus, als würde BERYL noch eine ganze Weile über Festland bleiben, denn der Graph, der den erwarteten Verlauf des Tiefs zeigt, wurde zwar nur minimal nach Norden korrigiert, aber BERYL würde so noch über Land bis nach North Carolina hineinziehen, bevor er endlich wieder die "Tankstelle" Atlantik besuchen könnte:

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Prognose Verlauf BERYL
28. Mai 2012 nachmittags
Credit: NHC / Google
BERYL hat in den vergangenen 24 Stunden für gewaltige Niederschläge in Florida und Georgia gesorgt und im Moment sieht es noch nicht danach aus, als würden diese bald abebben. Hinzu kommt, dass der Zyklon nur sehr langsam unterwegs ist, was ganz ordentliche Fluten, Hochwasser und Überschwemmungen zur Folge haben wird.

Datencenter Tropisches Tief BERYL 28. Mai 2012 nachmittags
Position: 30,8°N, 83,1°W
Entfernung: 20 km E von Valdosta, Georgia
Max. anhaltende Winde: 30 km/h
Bewegung: NNW (335°) bei 7 km/h
Min. Zentraldruck: 1003 mBar

Tropischer Sturm BERYL befindet sich über Florida

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Satellitenbild Tropischer Sturm BERYL
28. Mai 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
BERYL hat die Prognosen weitestgehend erfüllt, hat im Laufe des gestrigen Nachmittags tropische Eigenschaften angenommen und ist in der vergangenen Nacht in NE-Florida über Land gegangen.

Datencenter Tropischer Sturm BERYL 28. Mai morgens
Position: 30.3°N, 82,0°W
Entfernung: 30 km W von Jacksonville, Florida
Max. anhaltende Winde: 85 km/h
Bewegung: W (280°) bei 13 km/h
Min. Zentraldruck: 997 mBar

Man geht weiterhin davon aus, dass BERYL bald eine Rechtsdrift vornehmen wird, die den Zyklon auf Kurs  WNW bringen und somit wieder über offenes Wasser führen sollte. Die Dauer des Inlandaufenthaltes BERYLs wird auf etwas mehr als 24 Stunden geschätzt. Während dieser Zeit wird BERYL wahrscheinlich zu einem Tropischen Tief herabgestuft werden können, dann über offenem Wasser aber wieder Sturmqualitäten annehmen.

Sturmwarnung ist momentan von Flagler Beach (Florida) bis zum Savannah River (Georgia) aktiviert.

Immer-noch-nicht-tropischer-Sturm BERYL: Es geht los in Florida, Georgia und South Carolina

Sonntag, 27. Mai 2012

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Satellitenbild BERYL
27. Mai 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Die ersten satten von BERYL erzeugten Niederschläge erreichen jetzt Teile von Florida, Georgia und South Carolina. Ein erneuter Besuch eines Hurricane Hunters fand den Wirbelsturm wieder etwas stärker als die anhand der Satellitenbilder erstellten Schätzungen vor. Und wieder ändert sich dadurch kaum etwas.

Datencenter BERYL 27. Mai 2012 mittags
Position: 30,1°N,  79,6°W
Entfernung: 205 km E von Jacksonville, Florida
Max. anhaltende Winde: 95 km/h (Status "Hurrikan" beginnt bei 119 km/h)
Bewegung: W (260°) bei 17 km/h
Min. Zentraldruck: 998 mBar

Verlaufsprognose und Sturmwarnungen haben sich nicht geändert..

Sturm BERYL aktuell: Landfall in Florida erwartet - danach Rückkehr möglich

Samstag, 26. Mai 2012

Hinsichtlich der kommenden 24 Stunden gibt es nicht so wahnsinnig viel Neues über BERYL zu berichten.
Man geht davon aus, dass der Wirbelsturm vor dem Landfall noch zu 100% tropisch wird. Die Satellitenbilder der vergangenen Stunden lassen vermuten, dass dies bereits der Fall ist und wir rechnen mit einer baldigen Bekanntgabe durch das NHC.

Ein Hurricane Hunter, der den Sturm heute Nachmittag besucht hat, fand ihn ein klein wenig intensiver als die Schätzungen per Satellitenbild vor. Geändert hat sich dadurch, abgesehen von ein paar korrigierten Daten, nichts.

Datencenter BERYL 26. Mai abends
Position: 30,8°N, 77,2°W 
Entfernung: 435 km E von Jacksonville, Florida
Max. anhaltende Winde: 85 km/h
Bewegung: SW (230°) bei 11 km/h
Min. Zentraldruck: 998 mBar  

Der Landfall wird jetzt - nach wie vor in der Nacht von Sonntag auf Montag - etwas südlich der Grenze zwischen Georgia und Florida nahe Jacksonville erwartet. Diese Prognose dürfte mittlerweile recht exakt  und zuverlässig sein.

Die Warnstufe "Sturmbeobachtung" an einem Teil der Küste von South Carolina konnte inzwischen deaktiviert werden.
"Sturmwarnung" gilt nach wie vor von Edisto Beach (South Carolina) bis hinunter an die Volusia/Brevard County Line in Florida.

Bezüglich der zu erwartenden Effekte hat sich nichts geändert, also zitieren wird uns einfach selbst:

"Nach den aktuellen Erkenntnissen kann es passieren, dass die Sturmflut mit der normalen Gezeitenflut zusammenfällt. Wenn dies eintritt, könnten normalerweise trockene Gebiete in Teilen von Nordost-Florida, Georgia und South Carolina mit bis zu knapp einem Meter tiefen Wasser überflutet werden.

Das tiefste Hochwasser wird am Punkt des Landfalls und etwas nördlich davon prognostiziert, weil dort zusätzlich zur Sturmflut noch enorme Wellen auftreten werden.

Wind und Niederschläge sind natürlich trotzdem nicht zu unterschätzen und es gilt, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten."

Wenn man nun - wie eigentlich üblich - davon ausgeht, dass sich BERYL wie die meisten anderen Stürme kurz nach dem Landfall auflöst, könnte man in diesem Fall eine Überraschung erleben. Vor allem in Betracht gezogen, dass BERYL weder ein wirklich starker Sturm ist noch ein solcher vor dem Landfall werden wird.

Selbstverständlich wird die "Überraschung" verdorben, wenn man die Prognosen kennenlernt:

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Erwarteter Verlauf BERYL
26. Mai 2012
Credit: NHC / Google
War der bisherige Verlauf BERYLs schon ein wenig ungewöhnlich, könnte es noch "besser" kommen. Allerdings wird alles davon abhängen, wie tief ins Inland BERYL vorzudringen in der Lage sein wird. Aktuell tendieren die Prognosen dahin, dass der Zyklon nur relativ kurz über Land gehen und dann recht bald einen ziemlich scharfen Rechtsknick vornehmen wird, der ihn schnell wieder über den offenen Ozean und auf Kurs NW oder sogar WNW bringen könnte. Sollte BERYL in diesem Fall über Land genügend Stabilität aufrecht erhalten können, würde der neuerliche Besuch der "Zapfsäule" namens Atlantischer Ozean eventuell noch rechtzeitig kommen, um dem zu jenem Zeitpunkt erwarteten Tropischen Tief BERYL wieder zum Status "Tropischer Sturm" zu verhelfen.  

Laut der aktuellen Vorhersage würde es dann für die Küste von Georgia, South Carolina und bis zu den Outer
Banks die von North Carolina noch einmal etwas ungemütlich werden, bevor BERYL dann am Donnerstag wieder seine tropischen Charakteristiken verlieren würde. 


Einen Tag, bevor offiziell die Atlantische Hurrikansaison 2012 beginnt.

Subtropischer Sturm BERYL Florida/Georgia : Hochwasser die größte Gefahr


Update Datencenter BERYL 26. Mai mittags Ortszeit
Position: 31,6°N, 76,3°W
Entfernung: 375 km ESE von Charleston, South Carolina
Max. anhaltende Winde: 75 km/h
Bewegung: SW (230°) bei 15 km/h (BERYL ist schneller geworden)
Min. Zentraldruck: 1001 mBar



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Satellitenfoto Subtropischer Sturm BERYL
26. Mai 2012 morgens
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
BERYL ist ein relativ schwacher Sturm und scheint auch nicht vorzuhaben, dies zu ändern. Von Süd und Ost tritt trockene Luft in den Sturm ein, welche eine starke Intensivierung verhindern sollte. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass BERYL auch nur in die Nähe des Status "Hurrikan" gelangen wird.

Wenn die Konvektion - die sich in den vergangenen Stunden mehr und mehr vom Kern des Sturms weg bewegt hat - es schaffen sollte, zumindest halbwegs in der Nähe des Zentrums zu bleiben, wird ein Übergang zu einem Tropischen Sturm wahrscheinlich. Die ganz aktuellen Satellitenbilder deuten an, dass dies bereits passiert.

Die Vorhersagen, die über 48 Stunden hinausgehen, sind noch sehr unzuverlässig, da vieles davon abhängen wird, wie weit BERYL ins Inland von Florida oder Georgia zieht.

Aktuell wird BERYLs Kern auf der Position 32,0°N und 76,0°W lokalisiert und befindet sich circa 280 km SE von Cape Fear, North Carolina. Der Sturm erzeugt anhaltende Windgeschwindigkeiten von 75 km/h, der minimale Zentraldruck liegt bei 1001 mBar.

BERYL zieht gerade mit langsamen 7 km/h in Richtung WSW (255°) und soll diesen Kurs erst einmal behalten, bevor es dann am morgigen Sonntag um einiges schneller langsam in Richtung West auf die Grenze zwischen Florida und Georgia zu gehen soll.

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Erwarteter Verlauf Sturm BERYL
26. Mai 2012
Credit: NHC / Google
Sturmwinde treten bis zu 185 km vom Zentrum des Zyklons auf, es gilt weiterhin Sturmwarnung an der Küste von Georgia, dem südlichen South Carolina und dem nördlichen Ostflorida, Sturmbeobachtung an der Küste von Zentral-South-Carolina.

Die ersten Effekte in der Warnzone werden bereits für heute Abend erwartet, Sturmbedingungen sind ab morgen, Sonntag, 27. Mai 2012, möglich.

Nach den aktuellen Erkenntnissen kann es passieren, dass die Sturmflut mit der normalen Gezeitenflut zusammenfällt. Wenn dies eintritt, könnten normalerweise trockene Gebiete in Teilen von Nordost-Florida, Georgia und South Carolina mit bis zu knapp einem Meter tiefen Wasser überflutet werden.

Das tiefste Hochwasser wird am Punkt des Landfalls und etwas nördlich davon prognostiziert, weil dort zusätzlich zur Sturmflut noch enorme Wellen auftreten werden.

Wind und Niederschläge sind natürlich trotzdem nicht zu unterschätzen und es gilt, die üblichen Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten.

Links

Subtropischer Sturm BERYL: Sturmwarnung in Nordflorida aktiviert

Wie erwartet hat sich über Nacht der Wirbelsturm BERYL gebildet, der (noch) keine tropischen Charakteristiken aufweist. Die Live-Basis-Images finden Sie oben.

BERYL ist nach ALBERTO bereits der zweite Wirbelsturm der Atlantischen Hurrikansaison 2012, der sich schon vor deren offiziellem Beginn (am ersten Juni) bildet.

BERYL zieht in Richtung nördliches Florida, wo ab heute (Samstag) Nacht Sturmbedingungen auftreten können. Von Edisto Beach in South Carolina runter bis zur County Line Volusia/Brevard wurde Sturmwarnung aktiviert, von Edisto Beach nach Norden bis zum Santee River gilt Sturmbeobachtung.

Details folgen später am Tag.

Tropischer Sturm BERYL: Entstehung jetzt akut - Zugrichtung Florida wahrscheinlich

Freitag, 25. Mai 2012

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Satellitenbild System 94-L
25. Mai 2012 abends
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Wenn das NHC eine Wahrscheinlichkeit von 100% dafür angibt, dass in den kommenden 48 Stunden ein Tropischer Zyklon entsteht, dann kann man davon ausgehen, dass dies auch passieren wird.

Gerade eben hat das NHC eine solche Wahrscheinlichkeit für das System 94-L ausgegeben, was bedeutet, dass wir morgen aller Voraussicht nach zumindest das nächste Tropische Tief oder auch schon den benannten Tropischen Sturm BERYL erleben werden.

Die aktuellen Trackprognosen der UCAR lassen erwarten, dass der potentielle Wirbelsturm nach Nordost-Florida zieht und dort über Land geht.

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Erwarteter Verlauf 94-L / BERYL
25. Mai 2012
Credit: UCAR

Hurrikansaison Florida 2012: Tropensturm BERYL immer wahrscheinlicher

Donnerstag, 24. Mai 2012

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Satellitenbild System 94-L
24. Mai 2012 abends
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
 Auch wenn das Satellitenbild oben im Vergleich zum vorhergehenden den Anschein erweckt, als hätte sich das System 94-L von Florida entfernt, dürfte dieser Anschein ein trügerischer sein. Zuerst einmal bleibt es dabei, dass unabhängig davon, ob wir am Wochenende den Tropischen Sturm BERYL zu sehen bekommen oder auch nicht, Florida, die Caymans und die Bahamas eine ordentliche Portion an Niederschlägen, Gewittern und Wind abbekommen werden.

Aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass 94-L noch immer vor dem offiziellen Beginn der Atlantischen Hurrikansaison schon zum zweiten Tropischen Wirbelsturm selbiger wird, steigt momentan. Das NHC gibt mittlerweile eine Chance von 60% an, dass dies innerhalb der kommenden 48 Stunden passiert.

Und als Zielregion sehen die Modelle praktisch übereinstimmend und mit nur wenigen Zweifeln: Florida. Momentan das nordöstliche Florida, sagen die ganz aktuellen Trackmodelle. Trotzdem zeigen wir Ihnen um der Abwechslung willen einmal nicht die "offizielle" Grafik, sondern die der Erstveröffentler bei Accuweather:


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Erwarteter Verlauf System 94-L
24. Mai 2012
Credit: Accuweather

Hurrikanzeit in Florida beginnt - Tropischer Sturm BERYL wird wahrscheinlicher

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Satellitenbild System 94-L
24. Mai 2012 mittags
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Die Wahrscheinlichkeit, dass wir bald schon den zweiten Tropischen Sturm der offiziell noch gar nicht begonnenen Atlantischen Hurrikansaison zu sehen bekommen, steigen im Moment.

Das System 94-L hat sich zügig in der erwarteten Richtung NE bewegt und sorgt jetzt auf Kuba, den Bahamas, den Cayman Islands und Florida für etwas ungemütliches Wetter.

Das NHC sieht inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 40%, dass das System innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon wird, glaubt aber andererseits nicht, dass dies vor Samstag passiert.

Viele Leute fragen, ob es Beeinträchtigungen des Flugverkehrs am Internationalen Flughafen Miami gibt: Bisher liegen darüber keine Meldungen vor. In diesem Moment gibt es keine nennenswerten Verspätungen oder Absagen von Flügen.

System 94-L (potentiell Tropischer Sturm BERYL) bei Kuba, Florida und den Bahamas

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Satellitenbild System 94-L
24. Mai 2012
Credit: NASA/NOAA-Goes-Projekt
Das System 94-L südlich von Kuba ist Teil einer langgezogenen tropischen Störung. Momentan sind die Voraussetzungen auf eine Intensivierung noch nicht besonders gut, aber wenn 94-L die erwartete Zugrichtung NE einhält, werden sie sich bald verbessern.

Das NHC gibt dem System inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 20%, innerhalb von 48 Stunden zu einem Tropischen Zyklon zu werden. Es wird auch eine genauere Schätzung abgegeben: Wenn alle notwendigen Bedingungen für die Bildung eines Tropischen Sturms zusammenkommen, könnten wir am Samstagabend oder Sonntagvormittag Ortszeit BERYL existent sehen.

Unabhängig von einer möglichen Intensivierung des Systems warnt das NHC für die kommenden Tage vor starken Niederschlägen, Fluten und Hochwasser und starken Gewittern über Teilen Kubas, den Cayman-Islands, Südflorida und den Bahamas.

In Teilen Floridas wurde bereits jetzt Flutwarnung aktiviert (siehe auch: Hazards NWS Miami).

Sie können auch selbst einen Blick auf aktuelle Doppler-Radar-Bilder werfen: Radar Landkarte.


Entsteht am Wochenende der Tropische Sturm BERYL bei Kuba, Florida und den Bahamas? (System 94-L)

Mittwoch, 23. Mai 2012

Verschiedene Anzeichen deuten darauf hin, dass sich aus einem Tiefdruckgebiet südlich von Kuba am kommenden Wochenende ein Tropischer Zyklon bilden könnte.

Zwei Wirbelstürme schon im Mai in der Atlantischen Hurrikansaison - das wäre dann doch als außergewöhnlich zu bezeichnen. Trotzdem sollte man zumindest mit der Moeglichkeit rechnen, dass da etwas passieren wird.

Wenn auch die Wahrscheinlichkeit in diesem Moment noch gering ist, dass wir noch in diesem Monat den Tropensturm BERYL zu sehen bekommen (das NHC erwähnt System 94-L bisher noch nicht), sind die Chancen in den vergangenen 24 Stunden doch konstant gestiegen. Die meisten Experten halten eine wahrscheinliche Beruhigung der Scherwinde für den ausschlaggebenden Faktor.

Soweit man es bis zu diesem Zeitpunkt beurteilen kann, wird 94-L Kurs NNE nehmen und nach dem Überqueren Kubas irgendwo vor der Ostküste Floridas landen.

Wir erwähnen dieses System so früh, da es sich, wenn es sich entwickeln sollte, voraussichtlich recht schnell intensivieren wird.

Hurrikansaison 2012 Atlantik - Die Sturmnamen

Montag, 31. Oktober 2011

In der Atlantischen Hurrikansaison 2012 werden folgende Namen der alphabetischen Reihenfolge nach benutzt werden:

 
  • Alberto          
  • Beryl
  • Chris
  • Debby
  • Ernesto
  • Florence
  • Gordon
  • Helene
  • Isaac
  • Joyce
  • Kirk
  • Leslie
  • Michael
  • Nadine
  • Oscar
  • Patty
  • Rafael
  • Sandy
  • Tony
  • Valerie
  • William

 
 
 

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