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HILWA ist kein Zyklon mehr

Mittwoch, 22. Februar 2012

Zyklonsaison Südwest-Indik:

Der ehemalige Zyklon HILWA (13S) trifft seit mehreren Stunden auf Bedingungen (in erster Linie starke Scherwinde und niedrige Wassertemperaturen), die ein Fortbestehen als Tropischer Zyklon nicht zulassen. HILWA ist dabei, die Charakteristiken eines Tropischen Sturms zu verlieren.

Das CIMSS führt das System bereits jetzt nur noch als Tropisches Tief. Man geht allgemein davon aus, dass sich HILWA in 12 Stunden aufgelöst haben wird.

Der nächste Wirbelsturm mit entsprechender Stärke im Südwest-Pazifik wird - je nach beobachtendem Institut - zuerst die Bezeichnung TC (Tropischer Zyklon / Tropical Cyclone) 14S oder TS (Tropischer Sturm / Tropical Storm) 14S und bei Bedarf von der Meteo France auf La Reunion den Namen IRINA bekommen.

Zyklon HILWA parkt bei Rodrigues - Mauritius nicht in Gefahr - Zyklon GIOVANNA nicht mehr existent

Dienstag, 21. Februar 2012

Zyklonsaison Südwest-Indik:

Nach geradezu dramatischen vergangenen Tage hinsichtlich der Vorhersagen hat sich GIOVANNA nun endlich dazu entschieden, ihr Leben auszuhauchen.

Weiterhin aktiv ist Zyklon HILWA und obwohl dieser nach wie vor kein starker Wirbelsturm ist, dürfte er doch einige Probleme auf Rodrigues verursachen. Es erstaunt uns ein wenig, dass der für die Insel verantwortliche Wetterservice von Mauritius keine aktive Warnung bereitstellt.

Denn zumindest dürfte Rodrigues seit gestern von sehr starken Niederschlägen heimgesucht werden, da es sich der Zyklon über der Insel "gemütlich gemacht" hat und dort in Parkstellung gegangen ist, was wir gut auf den folgenden Satellitenbildern erkennen können, die mit knapp 24 Stunden Zeitdifferenz aufgenommen wurden:

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Satellitenbild HILWA Rodrigues 20. Februar 2012
Credit: CIMSS


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Satellitenbild HILWA Rodrigues 21. Februar 2012
Credit: CIMSS
 Sollten sich Leser auf Rodrigues befinden, würden wir uns über einen kurzen Kommentar hinsichtlich der aktuellen Wetterbedingungen auf der Insel freuen.

Zumindest hat HILWA nun trotz Fast-Stillstands endlich die erwartete Kurve in Richtung Süden in Angriff genommen, was Mauritius und La Reunion aus der Schusslinie nimmt, für die Inseln aber auch die Hoffnung auf den eigentlich gern gesehenen Regen, den HILWA mit sich gebracht hätte, so gut wie zunichte macht.

Zyklon HILWA zieht nach Rodrigues

Montag, 20. Februar 2012

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Satellitenbild und erwarteter Verlauf Zyklon HILWA
20. Februar 2012
Credit: CIMSS
Zyklonsaison Südwest-Indik:

Der Tropische Sturm 13S ist noch immer kein starker Wirbelsturm, aber immerhin hat er eine ausreichende Intensivierung vorgenommen, um nun doch noch den Namen HILWA zu bekommen, wofür die Meteo France auf La Reunion zuständig war.

Wichtiger als der Name ist aber Umstand, dass HILWA die in den gestrigen Prognosen  erwartete Linksdrift zwar immer noch vornehmen soll, damit aber noch nicht begonnen hat und weiterhin in Richtung WSW unterwegs ist. Die wird bringt den Kern des Zyklons laut der jüngsten Vorhersage ganz dicht an die Insel Rodrigues heranführen.

Man geht davon aus, dass sich HILWA mit anhaltenden Windgeschwindigkeiten von etwa 75 km/h jetzt bereits auf ihrem Höhepunkt befindet, was ihre Intensität anbelangt und Sturmwinde bis zu 110 Kilometern von ihrem Zentrum entfernt produziert.

Mauritius und La Reunion gelten zu diesem Zeitpunkt nach wie vor als ungefährdet.

Schwacher Tropischer Zyklon 13S wahrscheinlich keine Gefahr für Mauritius

Sonntag, 19. Februar 2012

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Satellitenbild und erwartete Zugbahn Tropischer Sturm 13S
19. Februar 2012
Credit: CIMSS
Der Tropische Zyklon 13S ist weiterhin nahe daran, der Bezeichnung "Sturm" gar nicht gerecht zu werden. Die Meteo France auf La Reunion ignoriert den Wirbelsturm noch immer bei ihren veröffentlichten Prognosen.

Momentan befindet sich der Kern des Systems ein paar hundert Kilometer östlich von Rodrigues, soll aber in den kommenden Tagen immer weiter in Richtung Süden driften, bis er am Ende Kurs SSE unterwegs sein soll.

Wenn diese Vorhersage eintritt, wird 13S keine große Gefahr für Rodrigues darstellen und von einer Annäherung an Mauritius oder La Reunion kann überhaupt keine Rede sein.

Es bleibt abzuwarten, ob der Zyklon in den kommenden 24 - 48 Stunden auch tatsächlich beginnt, die erwartete Linkskurve zu nehmen. Wahrscheinlich spätestens am Dienstag werden wir dann definitiv wissen, ob wir 13S im Zusammenhang mit Mauritius abhaken können.

Es ist immer noch möglich, dass das System den Namen HILWA bekommt.

Das Wort zum Samstag, 18. Februar 2012: Alles bleibt anders

Freitag, 17. Februar 2012

"ENTSPANNUNG der Situation" ist die Redewendung, die uns am geeignetsten für die momentane Situation erscheint.

Angefangen bei der Kanareninsel EL HIERRO, wo die Anzahl der Erdbeben in den vergangenen Tagen ein wenig aufmerksamkeiterregend stieg. Dieser Trend hat sich am Freitag nicht fortgesetzt.

Schauen wir uns die Entwicklung in den Tropen an.
Alter vor Schönheit:


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Satellitrnbild und erwarteter Verlauf
Zyklon GIOVANNA
18. Februar 2012
Credit: CIMSS
Zyklon GIOVANNA hat sich nun anscheinend dafür entschieden, Madagaskar nicht noch einmal direkt  die "Ehre ihrer Anwesenheit" zuteil werden zu lassen. Übereinstimmend - oh Wunder - erwarten die wichtigsten Vorhersageinstitute weltweit in diesem Moment, dass GIOVANNAs Kern südlich an Madagasar vorbei nach Osten zieht und zwischen den östlichen Längengraden 50E und 55E endlich ihren Geist aufgibt.

Stellvertretend sehen Sie links die Prognose des CIMSS. La Reunion und Mauritius wären demzufolge "aus dem Schneider". Aber viel wichtiger: Auch (der Süden von) Madagaskar würde wesentlich weniger zu spüren bekommen als noch vor 24 Stunden angenommen. Sicher ist in diesem Fall allerdings noch überhaupt nichts. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass Tropische Stürme, deren Verlauf schwierig zu prognostizieren ist, bis zu ihrer Auflösung schwierig und sehr unsicher vorherzusagende Kandidaten bleiben.



Damit kommen wir zum Tropischen Sturm 13S  (noch immer potentiell Zyklon HILWA).

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Satellitenbild TC/TS 13S
18. Februar 2012
Credit: CIMSS
Rechts sehen Sie, wie dieser Sturm in diesem Moment vom Satelliten aus gesehen aussieht. Die Intensitätsprognose wurde mittlerweile noch einmal nach unten hin korrigiert.

Und die Vorhersage des Verlaufs ab Montag, 20. Februar 2012, noch weiter in Richtung Süden. Es sieht also danach aus, als würde der Idealfall (Mauritius und La Reunion von Sturmschäden verschont, aber jede Menge willkommener Regen geliefert) nicht eintreten.

Dennoch sollten Mauritius und La Reunion die weitere Entwicklung von TS 13S nicht ganz aus den Augen verlieren. Wie der Titel dieses Artikels schon vermuten lässt: Es könnte alles anders bleiben und schon morgen wieder alles ganz anders aussehen.


Bleibt das Tiefdruckgebiet im Südchinesichen Meer.
Sollte man glauben.
Zu einem Tropischen Sturm sollte es (mal gerade so) werden.
In Richtung Vietnam sollte es ziehen.
Naja, Sie ahnen schon: Auch hier kam alles anders.
Die Angelegenheit gilt als aufgelöst.




Tropischer Sturm 13S (pot. Zyklon HILWA) voraussichtlich keine Gefahr für Mauritius und La Reunion

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Satellitenbild Tropischer Sturm 13S
17. Februar 2012
Credit: CIMSS
:

Nur ein paar Grad können den Unterschied machen. TS13S hat sich gestern nur minimal in Richtung Äquator bewegt und schon fand der Wirbelsturm dort ausreichend veränderte Bedingungen vor (unter anderem wesentlich stärkere Scherwinde) um die vorher gültige Intensitätsprognose über den Haufen zu werfen. Auf den gestrigen Satellitenbildern sah es sogar danach aus, als würde TS 13S "den Geist aufgeben".

Heute sieht die Situation schon wieder etwas anders aus. Nachdem sich der Tropensturm jetzt etwa 36 Stunden nur im Schrittempo bewegt hat, sollte er nun langsam in Fahrt kommen. Dies gilt nicht nur für die Geschwindigkeit, sondern auch für die Intensität. Auch auf dem Satellitenbild oben sieht der Sturm - der momentan mal gerade noch so in diese Kategorie gehört - mittlerweile schon wieder um einiges "besser" aus als noch vor ein paar Stunden.

Es wird erwartet, dass TS 13S jetzt Kurs WSW anpeilt, den er im Laufe der kommenden drei Tage halten soll, während er langsam, aber kontinuierlich seine Intensität steigert. Zwichen dem kommenden Montag, 20. Februar und Mittwoch, 22. Februar, soll dann die maximale Stärke erreicht und gleichzeitig eine weitere Linksdrift vorgenommen werden:

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Vorhersage Verlauf Tropischer Zyklon 13S
17. Februar 2012
Credit: JTWC
Die in diesem Moment erwartete maximale Intensität liegt knapp unter der eines Hurrikans der Kategorie 1 (Saffir-Simpson).

Sollte die Linksdrift ab dem 20. Februar Realität werden, würden Mauritius und La Reunion aus der "Schusslinie" geraten. Im Fall, dass der Sturm gewisse Dimensionen erreicht (Ausdehnung), könnte auf Mauritius und La Reunion sogar der Idealfall eintreten: Keine Sturmschäden, aber dringend benötigte Niederschläge. Denn TS 13S ist - wie jeder andere Tropische Wirbelsturm auch - ein kräftiger "Rain Maker". Oder anders gesagt: Man kann einen Tropischen Wirbelsturm mit etwas gutem Willen auch als Bewässerungssystem ansehen, welches uns kein Material, keine Instandhaltung und keine Energieressourcen kostet. Welches allerdings auch nicht steuerbar ist und ein paar gravierende "Nebenwirkungen" mit sich bringen kann.

Anmerkung: Die Meteo France auf La Reunion gibt momentan und zumindest vorübergehend keine Prognosen bezüglich TS 13S heraus, weil sie das System aktuell nicht als Tropischen Sturm ansieht.

Tropische Sturmsituation Donnerstag, 16. Februar 2012

Donnerstag, 16. Februar 2012

Der Schwerpunkt der tropischen Sturmaktivität liegt in diesen Tagen nicht überraschend im Südwest-Indik (und bei Australien). Zur Zeit fällt auf, dass zwischen den Prognosen der Meteo France auf La Reunion (offiziell verantwortlich für die Region Südwest-Indik) und denen der US-Institute teilweise gravierende Diskrepanzen bestehen. Uns geht es darum, Sie darauf hinzuweisen, was wann wo passieren könnte, weshalb wir bestrebt sind, Ihnen alle Meiningen zu präsentieren.

Noch immer ein Tropischer Sturm ist JASMINE, allerdings mittlerweile so weit östlich positioniert, dass weder die Meteo France noch das australische BoM zuständig sind, sondern das Zyklonwarnzentrum Nadi auf Fidschi.
JASMINE hat in den vergangenen Tagen sozusagen vor Tonga geparkt und ein klassisches Beispiel für eine Gefahr, die von tropischen Wirbelstürmen ausgeht, geliefert, die viele Leute unterschätzen und auf die wir immer wieder hinweisen. Obwohl JASMINE in den vergangenen 48 Stunden weit entfernt davon war, ein starker Tropensturm zu sein, hat sie doch - ohne direkt über Land zu ziehen - für gewaltige lang anhaltende Niederschläge auf den Inseln von Tonga gesorgt. Niederschläge, die aus kleinen Bächen reißende Ströme werden lassen und in bergigen Zonen die Erde so sehr aufzuweichen in der Lage sind, dass es zu Erdrutschen kommen kann. Wenn Sie einmal über einen längeren Zeitraum darauf achten, welcher Art die Ursachen sind, die im Zusammenhang mit Wirbelstürmen Menschenleben fordern, dann werden Ihnen immer wieder folgende Punkte begegnen: In der Meeresströmung ertrunken, in einem Fluss unter Hochwasserbedingungen ertrunken, in einem Haus an einem Berghang unter den Erdmassen begraben und Unfälle jeglicher Art (z. Bsp.: bei den Arbeiten, um das eigenen Haus sturmfest(er) zu machen, verunglückt, weil dies zu spät begonnen wurde).

Es ist heutzutage selten, dass der starke Sturmwind an sich direkt Opfer fordert. Von Region zu Region mehr oder weniger gut, aber die Warnsysteme und Schutzmaßnahmen weltweit funktionieren und normalerweise sind die Bewohner und Gäste einer von einem Sturm betroffenen Zone zur Zeit des Durchzugs sicher untergebracht.
Wenn nun aber ein Zyklon über Tage hinweg starke Niederschläge auf ein und dieselbe Zone ausschüttet, dann bleibt es auch noch eine ganze Zeit danach ziemlich gefährlich.

Gerade in den vergangenen Stunden erst hat sich JASMINE endlich von Tonga gelöst und zieht nun in Richtung Süden ab. Man glaubt, dass sich der Wirbelsturm jetzt bald auflöst. Das JTWC zumindest hat seine "Final Warning" ausgegeben.


Werfen wir einen kurzen Blick auf den Tropischen Sturm 13S. An der Vorhersage der Zugbahn hat sich bis zu diesem Moment nicht viel geändert. Zumindest, solange wir vom Weg des Sturms bis etwa Rodrigues reden, wohin es in ziemlich gerader Linie gehen soll. Die Meteo France glaubt momentan an eine weitere minimale Linksdrift des Systems in der Zone zwischen dem 60. und 65. östlichen Längengrad. Minimal, aber sehr bedeutend für Mauritius und La Reunion wäre diese Drift, denn der Zyklon würde sich in diesem Fall sehr weit südlich der beiden Inseln halten und ihnen auch nicht annähernd "auf die Pelle rücken".

So einig man sich bei der Verlaufsprognose ist, desto weiter klaffen die Vorhersagen der Intensität auseinander. Erwartet die Meteo France ihrerseits für mehrere Tage das Anhalten der Kategorie "Tropische Depression", so steht dagegen doch die Meinung der US-Kollegen, die aus TS 13S bereits morgen Abend Ortszeit einen Hurrikan werden sieht. Obwohl der Zyklon in diesem Moment auf dem Satellitenbild eine recht unscheinbare Angelegenheit darstellt, wollen wir letztere Entwicklung nicht vollkommen ausschließen. Denken wir nur an die rasante Entwicklung von GIOVANNA vor circa einer Woche. Der zu vergebende Name für TS 13S bleibt natürlich HILWA.


Aktiver Tropensturm Nummer 3 am heutigen Tag ist die gerade erwähnte GIOVANNA, die sich momentan im Becken zwischen Madagaskar und Ostafrika wieder vom Landgang über Madagaskar erholt. Und wenn wir uns die Vorhersagen für diesen Zyklon ansehen, wird es geradezu extrem. GIOVANNAs Zentrum befindet sich momentan ein wenig westlich des südlichen Teils von Madagaskar und auf dem Weg nach Süden. Die Meteo France ist der Meinung, dass GIOVANNA bald nach links abknicken, erneut zu einem Hurrikan werden und gefährlich nah südlich an Madagaskar vorbei ziehen wird. Das JTWC prognostiziert einen ähnlich aggressiven Knick in der Zugbahn, allerdings in die entgegengesetzte Richtung. In diesem Fall würde GIOVANNA in Richtung Mosambik ziehen. Ohne noch einmal Hurrikanstärke zu erreichen, wenn es nach den US-Beobachtern geht.


Sobald neue Erkenntnisse zu diesem oder jenem Sturm publik werden, informieren wir Sie natürlich darüber.

Tropischer Sturm 13 S (potentiell Zyklon HILWA) nimmt sich Zeit mit seiner Entwicklung

Mittwoch, 15. Februar 2012

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Image: Aktuelles Satellitenbild und Vorhersage Verlauf Tropischer Zyklon 13S
15. Februar 2012
Credit: CIMSS, JTWC, Neteo France La Reunion und Wunderground

Der Tropische Zyklon 13S lässt sich Zeit mit seiner Intensivierung. Diesmal scheinen die Beobachter der Meteo France auf La Reunion Recht zu behalten, denn die US-Kollegen haben ihre Intensitätsprognose deutlich "entschärft".

Obwohl man immer noch erwartet, dass TS 13S zu einem Hurrikan wird, soll dies nun um einiges später passieren als noch gestern prognostiziert.

Die Tendenz der Langzeitvorhersage des Verlaufs beziehungsweise der Zugrichtung geht momentan ein wenig mehr nach Süden. Dies kann zwar noch keineswegs als sicher angesehen werden, aber sollte diese Tendenz beibehalten werden, würde HILWAs Kern - wir gehen momentan noch immer davon aus, dass dieser Name vergeben wird - voraussichtlich zwischen dem 21. und 23. Februar deutlich südlich an Mauritius und La Reunion vorbei ziehen.

Ab dem kommenden Wochenende werden wir die Vorhersagen bezüglich Mauritius und La Reunion als sicherer und zuverlässiger betrachten können. 

Tropischer Sturm 13S (TS / TC 13S, potentiell Zyklon HILWA) zieht in Richtung Rodrigues, Mauritius und La Reunion

Dienstag, 14. Februar 2012

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Vorhersage Verlauf Tropischer Zyklon 13S
14. Februar 2012
Credit: Meteo France La Reunion
Das gestern entstandene System 99S im Indischen Ozean hat mittlerweile Sturmstärke erreicht und befindet sich gerade in der Phase zwischen einem Tropischen und der Vergabe eines Namens. Die US-Vorhersageinstitute bezeichnen es deshalb ab sofort als Tropischen Sturm 13 S (TS 13S) beziehungsweise Tropischen Zyklon 13S (TC, Tropical Cyclone 13S).

Viele Leute fragen nach der Bedeutung dieser Bezeichnung. Die "13" steht für den dreizehnten Tropischen Sturm der laufen Zyklonsaison im Südwest-Indik, für den das "S" steht. Nun befindet sich TS 13S zwar noch gar nicht im SW-Indik, aber da das System die Stärke eines Sturms westlich des 90. östlichen Längengrades erreicht hat, fällt es offiziell in den Zuständigkeitsbereich der Meteo France auf La Reunion und wird der Zyklonsaison im Südwest-Indik zugeordnet.

Dementsprechend wird es auch die Meteo France auf La Reunion sein, die TC 13S einen Namen gibt, was wahrscheinlich nicht mehr lange dauern wird. Dieser Name wird HILWA lauten.
Die Meteo France sieht TS 13S aktuell noch als Depression Tropicale (Tropical Depression).

Bei der Vorhersage des Verlaufs sind sich die Meteo France und die US-Kollegen einig: Es wird vorläufig schnurstracks Richtung Rodrigues, Mauritius und La Reunion gehen. Nach aktuellen Angaben - die noch als sehr unsicher anzusehen sind - würde der Wirbelsturm in etwa einer Woche (am Dienstag, dem 21. Februar 2011) bei Mauritius ankommen.

Die Prognosen der Entwicklung der Intensität von Meteo France und JTWC hingegen variieren nicht nur voneinander - sie variieren gewaltig, widersprechen sich geradezu. Während die Meteo France momentan (noch) glaubt, dass 13S bald zu einer "Tropical Disturbance" (siehe Liste ganz unten auf dieser Seite) abschwächt, geht das JTWC davon aus, dass der Tropensturm kontinuierlich an Stärke zunehmen und bereits übermorgen (Donnerstag, 16. Februar) einem Hurrikan entsprechen wird.

Vorsichtig ausgedrückt: Wir rechnen damit, dass sich die Intensitätsprognose der Meteo France im Laufe des heutigen Tages der des JTWC anpasst.

Weiter vorauszuschauen ist zu diesem Zeitpunkt nicht sehr sinnvoll. Wie wir bereits gestern anmerkten: Es ist sehr selten, dass es ein Tropischer Sturm vom 90. östlichen Längengrad bis hinüber nach Rodrigues, Mauritius, La Reunion oder gar Madagaskar schafft. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel, und es besteht definitiv die Möglichkeit, dass TS 13S zu einer solchen Ausnahme wird.

Noch ist es aber viel zu früh, sich ernsthafte Sorgen auf Mauritius zu machen oder darüber nachzudenken, ob man vielleicht den Urlaub canceln sollte. Erst am kommenden Wochenende werden wir halbwegs zuverlässig wissen, ob 13S überhaupt auch nur in die Nähe der genannten Inseln gelangen kann. 

System 99S im Indischen Ozean wird potentiell zu KOJI oder HILWA

Montag, 13. Februar 2012

Inzwischen herrscht etwas mehr Klarheit hinsichtlich des Tiefdrucksystems 99S. Das JTWC sieht jetzt die Wahrscheinlichkeit als hoch an, dass 99S innerhalb von 24 Stunden zu einem Tropischen Sturm erklärt wird. Es fehlen noch knappe 10 km/h Windgeschwindigkeit, damit dies passiert.

Sollte sich das System tatsächlich wie erwartet entwickeln, wird es von seiner exakten Position abhängen, welchen Namen es bekommt. Die Grenze zwischen den Zuständigkeitsbereichen des australischen BoM (australische Zyklonsaison) und der Meteo France auf La Reunion (Zyklonsaison Südwest-Indik) ist der 90. Längengrad Ost. 99S befindet sich momentan auf dem 94. Längengrad Ost und zieht nach Westen.

Sollte die für die Vergabe eines Namens notwendige Intensität westlich des 90. Längengrades erreicht werden, wird das System HILWA getauft (Meteo France) und Nachfolger von GIOVANNA werden. Östlich des 90. Längengrades bekämen wir es mit KOJI (BoM) zu tun. Dieser Name würde bei Überschreiten der Grenze der Zuständigkeit beibehalten werden.

Es ist sehr selten, dass es ein Tropischer Sturm vom 90. Längengrad bis hinüber nach Mauritius, La Reunion oder sogar Madagaskar schafft. Aber es ist nicht unmöglich.   

 
 
 

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