Bereits gestern verlor der Tropische Sturm und Ex-Taifun MAWAR (AMBO) seine tropischen Eigenschaften, nahm die bekannte Pilzform an und wurde dann "zerrissen". Die Überreste des Zyklons befinden sich jetzt über einem praktisch unbewohnten Teil des Pazifiks.
Auch KUENA bei Madagaskar ist wie erwartet nach nur sehr kurzer Lebensdauer als "Tropischer Sturm" wieder zu einem Tropischen Tief degradiert worden und baldige Auflösung ist sehr wahrscheinlich.
Damit wären die Tropen dann vorübergehend erst einmal wieder sturmfrei.
Die nächste Entwicklung tropischer Aktivität erwartet das CPC der NOAA innerhalb der kommenden 6 Tage wieder bei den Philippinen.
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MAWAR (AMBO) und KUENA beenden ihr Dasein als Tropischer Sturm
Tropischer Sturm KUENA bildet sich im Dreieck zwischen Mauritius, Madagaskar und den Seychellen
| Satellitenbild und Verlaufsprognose Tropischer Sturm KUENA 6. Juni 2012 Credit: CIMSS |
KUENA wird voraussichtlich kein Festland direkt bedrohen, da die Verlaufsprognose jetzt im Verlauf der kommenden 3 Tage eine 45°-Rechtsdrift erwartet, die den Zyklon auch mit gehörigem Abstand an Nord-Madagaskar vorbeiführen soll. Bis KUENA auf den Längengraden Madagaskars ankommt, wird es mit der Kategorie "Tropischer Sturm" voraussichtlich ohnehin schon wieder vorbei sein.
Mauritius bekommt nur ein paar "schlanke" Ausläufer des Sturms zu sehen, die sich in vereinzelten und nicht allzu starken Niederschlägen darstellen dürften.
Die aktuell erwartete Zugbahn würde KUENA auch den Seychellen nicht wirklich auf die Pelle rücken lassen und dass das System bis an die afrikanische Ostküste gelangen könnte, ist sehr unwahrscheinlich.
Das Wort zum Mittwoch, 6. Juni 2012 - MAWAR (AMBO), 14-S (90-S), El Niño / La Niña 2012, Atlantische Hurrikansaison aktuell
Heute einmal nur in Kurzfassung die wichtigsten aktuellen Meldungen.
Das Tropische Tief 14 (System 90-S) im Südwest-Indik wird von der Meteo France auf La Reunion inzwischen als Tropischer Sturm (moderat) angesehen, während die US-Institute das System noch nicht einmal als Tropisches Tief betrachten. Ein Name wurde noch nicht vergeben. An der Vorhersage hat sich nicht viel geändert - der Sturm wird nach Westen ziehen und weder besonders stark nach besonders langlebig werden.
MAWAR (AMBO) ist kein Taifun mehr und hält seine Zugbahn parallel zu Japan. Die JMA glaubt, dass MAWAR doch etwas länger durchhalten wird als noch gestern angenommen, weshalb man den Zyklon noch nicht ganz aus den Augen verlieren sollte. Ein Landfall über Festland steht allerdings trotz einer prognostizierten baldigen Linksdrift kaum zu befürchten, da MAWAR fast schon an Japan vorbeigezogen ist und die Zugrichtung nach vollendeter Drift noch immer eher NW als NNW oder gar Nord sein wird.
(siehe auch: HQ-Satellitenfoto MAWAR 5. Juni 2012)
Ein Wort zu El Niño / La Niña. Es sieht so aus, als wäre El Niño im Kommen. Viele Experten sehen das Gesamtwettermuster dabei, ins Gleichgewicht zu kommen und La Niña für die aktuelle Saison praktisch als Vergangenheit an. DASS dies Auswirkungen auf die reale Sturmtätigkeit haben wird, daran besteht kein Zweifel, allerdings mag sich noch niemand so weit aus dem Fenster lehnen um zu prognostizieren, welche Auswirkungen exakt zu erwarten sind. Viel wird auch davon abhängen, wie stabil und intensiv sich El Niño tatsächlich präsentieren wird.
Was die Atlantische Hurrikansaison 2012 anbelangt, sollten wir an den üblicherweise bedrohten Küsten der Hurricane Alley - nicht garantiert, aber recht wahrscheinlich - noch mindestens knappe 2 Wochen lang Ruhe haben. Zwischen etwa dem 15. und 25. Juni wäre Entwicklung nahe Yucatán möglich (bisher geht es nur um die Möglichkeit, noch ist keine Rede von irgendeiner Wahrscheinlichkeit) und da man erwartet, dass sich ein Hoch über dem Osten der USA erneut aufbaut, könnte ein eventuelles Tiefdruckgebiet mit grober Zugrichtung Nord in den Golf von Mexiko wandern.
Tropisches Tief 14-S nördlich von Mauritius wird eventuell zum Tropischen Sturm KUENA
| Satellitenbild Tropisches Tief 14-S 5. Juni 2012 Credit: CIMSS |
Der Zeitpunkt ist etwas ungewöhnlich und das nicht nur, weil die offizielle Zyklonsaison im Südwest-Indik momentan nicht aktiv ist. Aber wir beobachten immer wieder einmal Sturmentwicklung (auch weit) außerhalb der eigentlichen Sturmsaison.
14-S wird generell westwärts ziehen und dabei relativ nah an Agaléga und das nördliche Madagaskar herankommen. In den kommenden Tagen sollten sich die Bedingungen für eine Entwicklung des Tiefs, welches aktuell noch ziemlich unter starken Scherwinden leidet, etwas verbessern.
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| Prognose Verlauf 14-S 5. Juni 2012 Credit: Meteo-France |
Die Entstehung eines starken Sturms wird aber nicht erwartet. Sollte 14-S überhaupt zu einem Tropischen Sturm werden, wird dies voraussichtlich relativ bald passieren und den Status dann schnell wieder verlieren.
Im Falle der Vergabe eines Namens müsste dieser eigentlich noch der Saison 2011/12 angehörig sein und dementsprechend KUENA lauten.




